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Wegen späterer Zugverbindung mehr bezahlen müssen. Erstattungsanspruch?

Ich wollte am den 25.02.2018 um 18.03 Uhr mit dem Zug von Schweinfurt nach Landshut fahren. Leider konnte ich die Verdingung nicht wahrnehmen,

da der ICE zwischen Bamberg und Nürnberg überfüllt war (Wagons haben gefehlt, alle Reservierungen weg).

Das gleiche Problem ergab sich bei den Verbdingen danach auch, bzw. auch bei Zügen ab Startbahnhof Würzburg.

Die Notlösung war dann eine Zugverbindung ab Bamberg um 19.17 Uhr.

Das Ticket kostete mich 80,50 (76 + 4,50 für Reservierung).

Die gleiche Zugverbindung kostet am Sonntag, den 04.03.2018 auch um 19.17 Uhr nur 39 Euro.

Warum war meine Verbdingung so teuer?

Und habe ich Erstattungsansprüche, da die vorherigen Verbindungen nicht wahrgenommen werden konnten

EileenRue
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Bei den 80,50 handelt es sich wahrscheinlich um den Preis für ein Flexpreisticket, während 39 Euro auf ein Sparpreisticket schließen lassen.

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Was den Fahrpreis angeht, dürften Sie vermutlich ein Flexpreis-Ticket gebucht haben, das 39 €-Ticket dürfte dagegen ein Sparpreis-Ticket sein. Sparpreise sind billiger, haben allerdings auch Einschränkungen (begrenzte Kontingente, Zugbindung, nicht unerhebliche Stornokosten).

Sofern Sie wegen Überfüllung nicht mitfahren durften, sollten Sie wegen der verspäteten Ankunft auch eine Entschädigung bekommen (25% ab 1h Verspätung, 50% ab 2h). Hierzu gibt es das Fahrgastrechte-Formular, welches man ausfüllen und dann einreichen sollte. Allerdings könnte es Probleme geben, wenn man selbst einfach so entscheidet, dass der Zug einem zu voll ist, und man durchaus hätte mitfahren können.

Die Reservierungskosten können sie sich auf alle Fälle erstatten lassen, da ja wohl gar keine Reservierungen im Zug vorhanden waren.

EileenRue
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Vielen dank für Ihre Antworten.

Es handelt sich dabei tatsächlich um ein Flexpreisticket, das Sparticket über 39 Euro wurde mir allerdings gar nicht angeboten/vorgeschlagen (über die App bekommt man doch eig immer die billigste Variante?)

Ich habe selbst entschieden so zu handeln, da ich aus Erfahrung auch schon erlebt habe, nicht mehr mitfahren zu können und dann stande ich mitten in Deutschland irgendwo am Banhof und wusste mir nicht mehr zu helfen.
Ich denke wenn ich über meine DB-App "gewarnt" werde nicht mit fahren zu können, da alle Reservierungen volll sind und Wägen fehlen, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, nicht mitfahren zu können.

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Sparpreistickets gibt es nur in begrenzteren Kontingenten. Sind die ausverkauft, gibt es dann nur noch Tickets zum Flexpreis. Je nach Strecke und Auslastung der Züge, gibt es viele oder wenige Tickets zum Sparpreis. Je näher der Reisetermin, je geringer die Chance auf billige Sparpreise. D.h. dass es keine Sparpreise für bestimmte Termine gibt, ist also nichts ungewöhnliches.

Falls die App warnt, dass ein Zug voll ist, und man evtl. nicht mehr mitfahren kann, heisst nicht, dass man tatsächlich nicht mehr mitfahren kann. Das dient primär erst mal dazu, dass Leute die erst jetzt ein Ticket kaufen deutlich zu machen, dass diese besser eine andere Verbindung suchen sollten. Und sofern dem Zug kein Wagen fehlt und die Reservierungen nicht gecancelt werden, hat man mit einer Reservierung ja auch in einem überfüllten Zug einen Sitzplatz (deswegen zahlt man ja auch extra für die Sitzplatzreservierung). Wurden die Reservierungen gecancelt (Wagen fehlt, Ersatzzug usw), hat man natürlich keinen Sitzplatz mehr sicher, allerdings heißt das immer noch nicht, dass man nicht doch mitfahren kann und rechtzeitig ans Ziel ankommt. So überfüllt sind Züge selten, dass Fahrgäste tatsächlich draußen bleiben müssen. Insofern könnte es mit einer Entschädigung ein Problem geben. Die zahlt bei Verspätungen, aber leider nicht auch beim unbequemem Reisen in zu vollen Zügen.

EileenRue
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Das habe ich mir schon so gedacht.
Trotzdem Danke für die ausführlichen Antworten!

Wissen Sie wie es ausschaut, wenn ich zwar noch nichts reserviert habe, aber AUFGRUND fehelnder Wägen schnell diese "Überfüllung" zustande kam?
Weil das eben auch ein Problem am Sonntag war. Am ICE zwischen Bamberg und Nürnberg haben ab 18 Uhr für sämtliche Verbindungen Wagons gefehlt.

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Generell würde ich persönlich mit dem gewünschten Zug fahren, wenn es mir wichtig ist, pünktlich anzukommen (wichtige Termine). Wenn mir das nicht so wichtig ist, ggfs. einfach später fahren (nur bei Flexpreis-Ticket - bei Sparpreis-Ticket mit Zugbindung muss man den gebuchten Zug nehmen, da hat man eh keine Wahl). Wenn ich selbst die Entscheidung treffe, später zu fahren, kann ich allerdings keine Entschädigung erwarten.

Das Zugpersonal wird auf alle Fälle eingreifen, falls der Zug wegen echter Überfüllung nicht mehr fahren darf/kann. Wenn dann Leute aussteigen müssen, oder nicht einsteigen dürfen, dann haben diese Anspruch auf Entschädigung, falls diese dann mit entsprechender Verspätung am Ziel ankommen. Leute mit Sparpreis-Ticket haben dann auch das Recht mit beliebigen Zügen weiter zu fahren (die Zugbindung ist aufgehoben). Dann greifen die normalen Fahrgastrechte bei Verspätungen (also 25% bei 1h und 50% bei 2h Verspätung).