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bahncard wegen fahrpreisnacherhebung verspätet vorzeigen da ich einen monat im ausland war?

am 7.1. mit gültiger fahrkarte aber ohne bahncard eine fahrpreisnacherhebung bekommen, am selben abend das land verlassen und gestern erst wieder nach hause gekommen. im briefkasten eine fahrpreisnacherhebung gefunden die natürlich am 2.2. abgelaufen ist. gibt es eine möglichkeit die bahncard nachzureichen? um nicht als bahncard kunde 120!! euro plus inkasso kosten zahlen zu müssen?

ernsthellmut
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Tino Groß
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Hallo ernsthellmut,

das Servicecenter Fahrpreisnacherhebung gibt den Sachverhalt nach 14 Tagen an das Inkassounternehmen ab sofern kein vorheriger Kontakt zustande gekommen oder die BahnCard vorgezeigt wurde. In Ihrem Fall ist der jetzige Ansprechpartner das Inkassounternehmen. Aus Erfahrung kann ich Ihnen jedoch mitteilen, dass man Ihnen wenig Spielraum einräumen wird. Trotzdem ist es ein Versuch wert.

Gruß, Tino!

DB
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Team

Hallo ernsthellmut,

nach Erhalt der Fahrpreisnacherhebung hat man 14 Tage Zeit, das Ticket zusammen mit der BahnCard nachzureichen, nach Ablauf der Frist muss die offene Forderung beglichen werden. Erfolgt dies nicht, wird die Forderung an ein Inkassounternehmen abgegeben. Gerne können Sie sich an die Stelle für Fahrpreisnacherhebung wenden und fragen, ob hier eine Kulanzlösung gefunden werden kann. Die Kontaktdaten finden Sie auf dem Schreiben der Fahrpreisnacherhebung. /ni

Leo
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Ich persönlich würde:

1. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragen.

2. Mich darauf berufen, dass die DB (falls es diejenige Bahn war, die die Fahrpreisnacherhebung ausstellte) ja das Vorhandensein einer Bahncard in ihren eigenen Daten ohne weitere Schikanierung des Kunden von sich aus hätte nachprüfen können.

3. Dem Inkasso-Unternehmen gegenüber die Strittigkeit der Forderung erklären und jegliche weitere Diskussion verweigern.

Falls das nicht hilft:

4. Mich von der DB verklagen lassen
5. An die Öffentlichkeit gehen
6. Bei Strafanzeige Widerklage wegen Betrug und Nötigung erheben: Schließlich wurde ja für die Leistung "Ermäßigung" in Form der Bahncard bezahlt, was der DB in ihren Daten zur Bahncard ja hinlänglich bekannt war.

Bei anderen Betreibern kann man so natürlich nicht argumentieren, aber vielleicht sind die ja von Anfang an nicht so unverschämt wie die DB und gewähren in etwa die gleiche Frist, die sie selber brauchen, bevor sie ihren (Noch-)Kunden ein Inkasso-Unternehmen auf den Hals hetzen.

Kundenfreundlich wäre folgende Regelung:

1. Wer keine Bahncard vorzeigen kann erhält eine Fahrpreisnacherhebung mit dem Vermerk „angeblich Bahncard vorhanden“ Der Kunde unterschreibt und erteilt damit eine Einzugsermäßigung für die 7€ Gebühren für den Fall, dass diese Angaben sich nach Konsultation der Bahncard-Datenbak als korrekt herausstellen. Gleichzeitig wird das betreffende EVU (ggf. nicht die DB) ermächtigt, die DB automatisiert zur Überprüfung der Bahncard-Datenbank zu konsultieren.

2. Wenn sich die Angaben des Kunden als korrekt erweisen, wird das Verfahren automatisch eingestellt und die 7€ Bearbeitungsgebühr werden abgebucht.

3. Nur wenn sich die Angaben als falsch erweisen, wird ein normales Fahrpreisnacherhebungs- Verfahren eingeleitet.

Bei SBB kann man übrigens vor der Fahrt ein 2 Tage gültiges Ersatz-Dokument erhalten:

https://www.sbb.ch/de/abos-billette/abonnemente/halbtax.html

„Services.
Haben Sie Ihren SwissPass zuhause oder im Büro vergessen, können Sie am Schalter mit einem amtlichen Ausweis gegen eine Gebühr von 5 Franken eine temporär gültige Karte kaufen“

Ich konnte einmal beobachten, wie das sogar im Zug möglich war, obwohl es offiziell nur am Bahnhof erfolgt!

Leo
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"Bei SBB kann man übrigens vor der Fahrt ein 2 Tage gültiges Ersatz-Dokument erhalten:

https://www.sbb.ch/de/abos-billette/abonnemente/halbtax.html

„Services.
Haben Sie Ihren SwissPass zuhause oder im Büro vergessen, können Sie am Schalter mit einem amtlichen Ausweis gegen eine Gebühr von 5 Franken eine temporär gültige Karte kaufen“

Ich konnte einmal beobachten, wie das sogar im Zug möglich war, obwohl es offiziell nur am Bahnhof erfolgt!"

Das scheint laut einem in anderem Zusammenhang gefundenen Artikel sogar Standard zu sein:

http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/Schueler--15...

(Es geht hier um einen Vorfall in einem Zug der DB bei Eriskirch, in dem am Rande die Verhältnisse in der Schweiz angesprochen werden.)

Zitat: "Wie reagieren SBB und Thurbo?

Bei der SBB und bei Thurbo würde man einen solchen Fall wie folgt handhaben: «Wenn jemand sein Abo vergessen hat, werden im Zug die Personalien erfasst und der Kunde kann nachträglich bei einem Bahnhof das Abo vorweisen. Dann ist nur eine Gebühr von fünf Franken fällig», erklärt Werner Fritschi, stellvertretender Geschäftsführer der Thurbo AG, auf Anfrage. Wenn jemand ein SwissPass (z.B. mit einem GA" oder einem Halbatax, der Schweizer Bahncard50") vergessen habe und sich im Zug ausweisen könne, dann erfolge die Abklärung gleich im Zug und der Kunde kann die Gebühr von fünf Franken im Zug entrichten und der Fall ist erledigt. Dieses Vorgehen gelte für alle Fahrgäste – gleich welchen Alters.

Zum Aussteigen aufgefordert werden Fahrgästen nur dann, wenn sie sich bei der Kontrolle nicht kooperativ zeigen und sich weigern trotz Schwarzfahren die Personalien anzugeben."