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Warum ist das Donau-Isar-Ticket so lächerlich teuer?

Seit neuem Fahrplanjahr kostet das Bayern-Ticket 25 € und das Donau-Isar-Ticket 22 € (dieses ist um 2 € teurer geworden).
Ich habe mich schon immer gefragt wieso dieses Ticket existiert. Es ist billiger wie das Bayern-Ticket, aber die meisten die es nutzen fahren nach München und dort benötigt man den Nahverkehr und dieser ist in dem Ticket nicht enthalten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis vom Donau-Isar-Ticket ist ziemlich schlecht, weil weder der Nahverkehr abgedeckt wird und das Ticket nur zwischen Passau und München gültig ist. Im Vergleich das Bayern-Ticket: 3 € mehr zahlen in ganz Bayern fahren und günstig im Nahverkehr von München unterwegs sein.

Der Preis von 20 € hatte eine psychologischen Wert und hat noch keinen wehgetan, aber mit 22 € fängt man zu grüppeln an und verliert die ersten Fahrgäste. Es ist sicherlich billiger wie der Flexpreis, aber im Vergleich zum Bayern-Ticket keine wirklich günstigere Alternative zu mal sich das Angebot auf der Strecke nur wenig verbessert hat (Bsp. der zweigleisige Ausbau Landshut-Plattling steht immer noch nicht fest).
Warum wurde nicht bereits bei Einführung des Tickets der MVV in das Ticket integriert?
Was ich so gelesen habe, wird diese Frage sehr oft gestellt. Dann würde sich auch eine nachträgliche Erhöhung rechtfertigen.

KleinerWicht
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kabo
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Der Sinn des Donau-Isar-Tickets ist ganz einfach erklärt:
Das Bayernticket gilt in sehr vielen Verkehrsmitteln (z.B. auch dem MVV). Die Einnahmen aus dem Bayernticket werden auf die beteiligten Verkersträger aufgeteilt, d.h. alle, die das Bayernticket akzeptieren, bekommen ein Stück vom Einnahmekuchen. Die Kuchenstücke sind aber klein, weil viele etwas vom Kuchen haben wollen, was für den Kunden zwar schön ist, für die Bahn aber nicht.
Insbesondere ist es für die Bahn ärgerlich, dass (z.B) der MVV von jedem Bayernticket etwas abbekommt, auch wenn der Käufer den MVV gar nicht nutzt.
Das Donau-Isar-Ticket gilt nur bei DB-Regio, agilis und der Länderbahn. Es sind also nur drei Kuchenesser da, somit sind die Kuchenstücke für jeden viel größer - und an den MVV muss man auch nichts abgeben.
An einem Donau-Isar-Ticket verdient die DB also mehr als an einem Bayernticket.
Es ist also betriebswirtschaftlich sehr sinnvoll, ein Angebot zu haben, was knapp unter dem Bayernticket liegt und einen kleineren Geltungsbereich hat (= weniger Kuchenesser). Damit greift man die Kunden ab, die den MVV sowieso nicht nutzen wollen und muss sich die Einnahmen durch diese Kunden weder mit dem MVV noch mit vielen anderen Verkehrsunternehmen teilen, sondern nur mit agilis und der Länderbahn.
Nach dem gleich Prinzip funktionieren auch andere Angebote in Bayern (Regio-Ticket Franken-Thüringen, Regio-Ticket München-Nürnberg, Südostbayern-Ticket, ...)

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Hallo KleinerWicht,

ich erkundige mich zu diesem Thema beim Fachbereich und melde mich dann wieder. /ka

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Hallo KleinerWicht,

die eingenommenen Gelder werden unter anderem immer wieder in die Infrastruktur des Landes Bayern, in die Anschaffung von Neufahrzeugen und in die Modernisierung und Vergrößerung des bestehenden Fuhrparks investiert, um den Reisenden weiterhin Komfort und Reisequalität zu bieten. Das Donau-Isar-Ticket wird immer eine zusätzliche Alternative zum Bayern-Ticket bleiben. Fährt zum Beispiel ein Kunde "nur" von Passau Hbf nach München Hbf braucht er kein Bayern-Ticket kaufen, sondern kann das preiswertere Donau-Isar-Ticket nutzen und spart 3 Euro. /ka

KleinerWicht
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Solange die Gelder dadurch besser genutzt werden können, lässt es sich besser akzeptieren. Auch wenn mir der Preis von 20 € besser gefallen hat.

Vielen Dank für ihre ehrlichen Antworten!