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Kann die Bahn Smartphone-Geräusche zukünftig verstärkt als unerwünscht kennzeichnen?

Als Vielfahrer mit BahnCard100 bin ich darauf angewiesen, im Zug konzentriert zu arbeiten. In den letzten Jahren hat die Nutzung von Smartphones mit Messengern wie WhatsApp u.ä. stark zugenommen. Leider scheint das Gespür vieler Reisender, dass Hinweistöne für eingehende Nachrichten sehr störend sein können, eher abzunehmen. Kann die Bahn hier im Interesse aller Ruhesuchender verstärkt darauf hinweisen, dass Handies und Smartphones aus Rücksicht auf alle möglichst lautlos bzw. auf Vibrationsalarm gestellt sein sollten? Es gibt entsprechende Hinweis-Piktogramme, diese könnten benutzt werden.
Ergänzung: Die Geräusche moderner Smartphones reichen weit und auch durch meine Ohrenstöpsel hindurch gut hörbar. Dazu kommt, dass gerade die kurzen Nachrichtentöne kaum zu orten sind, d.h. es ist fast unmöglich, den Verantwortlichen eindeutig zu identifizieren um ihn höflich anzusprechen. Auch die Ruhezonen im ICE sind davon leider nicht verschont.
Vielen Dank für Ihre Mühen!

StefanBC100
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Tino Groß
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Hallo StefanBC100,

jeder empfindet RUHE als etwas anderes. Auch in Zukunft wird man es nicht jedem Kunden recht machen. Missverständnisse wird es auch weiterhin geben und es muss einfach aufeinander Rücksicht genommen werden. Da helfen auch die besten Piktogramme nichts.

Gruß, Tino!

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Dieser Frage/Bitte schließe ich mich an. Das Dauergepiepse (einschließlich eingeschalteter Tastentöne - wer, außer blinden Menschen, benötigt diesen Schwachsinn?!) nervt. Und in den Ruheabteilen finde ich es völlig inakzeptabel und würde mir wünschen, dass Zugbegleiter auch aktiv auf Störenfriede zugehen.

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@Tino Groß
Ich lese da nirgends, dass StefanBC 100 auf dem Laptop rumtippt.
Ansonsten: eine Antwort, wie man sie von Ihnen gewohnt ist: alles ist perfekt, so wie es ist.

Ich wechsle nicht selten aus dem Ruhebereich in einen anderen Wagen, in dem es ruhiger ist. Bisher konnte ich noch nie beobachten, daß das Zugpersonal mal sich daneben benehmende Fahrgäste - und da sind die wirklich nervtötenden Handytöne oft noch das geringste Problem - auf den Ruhebereich hinweist und um entsprechendes Benehmen bittet. Wie bei so vielem, sollen auch das die Fahrgäste unter sich ausmachen und selbst dafür sorgen, daß Service-/Komfortversprechen der DB eingehalten werden. Ich hab´s eine Zeit lang mit der 1. Klasse probiert, aber da ist das selbe Problem - nur statt privater mehr geschäftliche Gespräche - aufregen kann ich mich 2. Klasse preisgünstiger. Schade eigentlich, aber an Reisenden mit einem gewissen Niveau- und Komfortanspruch scheint der DB nicht sonderlich gelegen zu sein, nicht mal, wenn diese dazu bereit wären, dafür mehr zu bezahlen - eine Bereitschaft, die man ja mit dem Kauf eines 1.-Klasse-Tickets bereits zeigt und der Ruhebereich sollte auch in der 2. Klasse konsequent durchgesetzt werden, weil sonst ist er wertlos.

Hallo StefanBC100,

natürlich ist es verständlich, dass diese Töne nervtötend sein können. Auch im Ruhebereich ist das Handyverbot als Hinweis zu verstehen. Und in diesem Bereich sind Handytelefonate, Klingeltöne, lautes Musikhören (auch via Kopfhörer) oder sonstige lärmende Tätigkeiten nicht erwünscht.
Im Grunde kann man hier wirklich nur an die gegenseitige Rücksichtnahme aller Reisenden appellieren. Und natürlich können Sie auch jederzeit die Kollegen im Zug darauf ansprechen, die dann versuchen werden, Einfluss zu nehmen. /tr

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Ich möchte nochmal den Gedanken aufgreifen, die 'Unerwünschtheit' von hörbarem Handy- oder Smartphone-Gebrauch zumindest in den Ruhewagen wesentlich deutlicher zu kommunizieren, als dies bisher der Fall ist. Z.B. indem man das durchgestrichene Handy- und Lautsprecher-Icon groß an den Türen platziert und/oder auch (z.B.) auf die Unterseite der Klapptische an den Sitzen. Dann kann sich erstmal niemand damit rausreden, das Zeichen 'nicht gesehen' zu haben. Und man hätte es auch als Fahrgast einfacher, auf die Unerwünschtheit dieser Geräuschkulisse hinzuweisen. Wobei es, wenn ich ein Ruheabteil ausgewählt habe, grundsätzlich nicht meinem Verständnis von diesem Angebot entspricht, wenn ich dort selbst für Ruhe sorgen muss.

Tino Groß
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Hallo Benutzerin,

wir haben schon alles versucht. Es gab vor längerer Zeit einen Test da wurden auf die Toilettenbrillen große Piktogramme geklebt (keine Fremdkörper einwerfen). Nur genutzt hat es nicht. Die Quote der Verstopfung blieb konstant. Daher macht es auch keinen Sinn den Fahrgast mit überdimensionalen Aufkleber erziehen zu wollen. Die Erfahrung zeigt auch, dass Aufkleber in Reichweite von Fahrgästen grundsätzlich abgezogen (QR Code zum scannen z. Bsp.) und als „Souvenir“ mit nach Hause genommen werden. Kleine Kinder spielen daran herum und mit der Zeit sieht es unansehnlich aus. Fahrgäste wurden in einem weiteren Test dazu aufgefordert die großen Abfallbehälter im Vorraum zu nutzen. Auch hier trat ein gegenteiliger Effekt ein. Der Sitzplatz sah im Testraum noch dreckiger aus als zuvor. Ich weiß das sind alles Dinge die Sie als Vielfahrerin nicht hören wollen. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass man eher weg von Aufklebern zur Ermahnung der Fahrgäste möchte.

Gruß, Tino!

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@Tino Groß
Ihre Beobachtungen zur Beratungsresistenz vieler Bahnreisender teile ich leider. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass es im Zusammenhang mit der Kennzeichnung von Ruheabteilen Verbesserungsbedarf gibt. Tatsächlich ist auf den ersten Blick oft nicht zu erkennen, dass man sich in einem solchen befindet. Zumal, wenn man Wenigfahrer ist und vielleicht gar nix von der Existenz eines solchen Bereichs weiß.
Die insgesamt unauffällige (grau auf weiß) Beschriftung "Ruhebereich" ist darüber hinaus sogar missverständlich - kann nämlich auch bedeuten, dass man sich hier besonders gut "ausruhen" kann und nicht, dass dort "Ruhe" herrschen soll (auch die frz. Übersetzung "repos" bedeutet u.a. "Erholung").
Das mit den "Souvenirs" nehme ich verwundert zur Kenntnis - aber was spricht denn dagegen, den Türbereich mit durchgestrichenem Handy, Lautsprecher und "psst" zu kennzeichnen? Auch die Digitalanzeigen über der Tür böten eine diebstahlsichere und unkaputtbare Kommunikationsmöglichkeit. Wäre dann auch einfacher für das Zugpersonal, die Ermahnungen (die ich mir sehr wünschen würde) auszusprechen.

Genau deshalb muß nicht mit Piktogrammen sondern durch aktives Ansprechen von Personen, die sich nicht an Regeln halten, gegengesteuert werden und zwar vom Zugpersonal (das von der DB bezahlt wird) und nicht von den Fahrgästen, die sich auf Angebote wie den Ruhebereich oder eine angenehmere Reiseatmosphäre in der 1. Klasse verlassen können sollten.

Wenn ein Zub z. B. den Fahrschein eines Reisenden kontrolliert, dessen Musik bzw. deren Beat aus dem Kopfhörer durch den ganzen Wagen zu hören ist, warum wird dann nichts gesagt? Wenn Grüppchen im Ruhebereich angeregte Unterhaltungen führen oder gar in Bier- und Sektlaune kartenspielen wie am Stammtisch - wäre da kein dezenter Hinweis angebracht? Oder beim wichtigtuenden Vieltelefonierer, der den ganzen Wagen an seinen lautstarken Telefonaten einschl. geschäftlicher wie privater Internas teilhaben lässt? Was ist mit der Problemgruppe alkoholisierte und grölende Fußballfans (und vergleichbare Typen) - das Vergnügen hatte ich auch erst wieder über mehrere Stunden und das von mir und anderen Fahrgästen mehrmals angesprochene Zugpersonal hat rein gar nicht unternommen - nicht mal, als diese Typen schon angedroht haben, es im nächsten Zug erst so richtig eskalieren zu lassen. Nicht ganz so schlimm, aber auch ein hygienisches und sauberkeitsmäßiges Dauerärgernis: Schuhe auf den Sitzen sowie an den Arm- und Rückenlehnen - ich hab noch keinen Zub erlebt, der dazu was gesagt hat.

Das man eine Fahrkarte haben muss, ist nicht die einzige Regel, die bei einer Bahnreise gilt - aber nur diese wird vom Zugpersonal kontrolliert und beanstandet, wenn damit auch nur die kleinste Kleinigkeit nicht stimmt. Würde man als Fahrgast sehen, daß die Zub diesbezüglich aktiv wären, wäre man sich einer Unterstützung gewiss und würde dann auch eher selbst Störenfriede ansprechen. Wenn die Zub aber nur mit der Schulter zucken nach dem Motto "was soll ich da machen" wird sich an der Reisekultur im Zug nichts zum Besseren hin ändern - im Gegenteil - es wird noch schlimmer werden. Man sollte also dringend gegensteuern, solange sich noch die Mehrzahl der Fahrgäste in den Zügen halbwegs ordentlich benimmt.

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Holundersaft
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Dem Anliegen von StefanBC100 kann ich mich nur anschließen, besonders was die völlige Ignoranz der Zugbegleiter gegenüber Störenfrieden angeht. Es kann nicht sein, dass die Bahn mit dem Versprechen auf ungestörtes Reisen in der Ruhezone wirbt, die Durchsetzung aber den Reisenden überlässt. Den Verweis der Bahn auf "gegenseitige Rücksichtnahme" kann ich nicht mehr hören, erst recht nicht das Statement "wir können niemandem etwas verbieten". Wer hat denn das Hausrecht in den Zügen? Erst neulich habe ich mitbekommen, wie die Zugbegleiterin in der 1.Klasse einen Fahrgast (zu Recht) hat strammstehen lassen, der in der Toilette geraucht hat. Aha, geht doch, warum nicht auch mit den Ruhestörern?
Ein "netter" Vorfall: im IC bat ich die Zub, einen dauertelefonierenden Fahrgast auf den Ruhebereich hinzuweisen. Sie tat es widerwillig, zeigte dabei auf mich "die hat sich beschwert". Der Fahrgast verließ darauf die Ruhezone zum weiteren Telefonieren, nicht ohne mich anzupöbeln ("Spießer"). Die Zub ignorierte das.