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zuggebundenende Fahrkarten mit und ohne Reservierung, Überbuchung der Züge

Neulich erlebt: ich saß im Zug, und hatte eine Zuggebundenende Fahrkarte ohne Platzreservierung. Diese Fahrkarte hab ich gut 3 Monate vor Fahrtantritt gebucht.
Als ich die Fahrt angetreten habe, erfuhr ich das restlos jeder Platz in der 2 Klasse reserviert ist.
Um das ganze noch zu verschärfen wurden noch nicht mal die Reservierungen im Zug angezeigt, waren aber gültig.
Nun hab ich erfahren das es auf der Strecke Hamburg -Frankfurt Gang und gebe ist, und das es auch schon gab das Leute, die keine Sitzplatz Reservierung haben, aus dem Zug geholt wurden mit Hilfe der Bundespolizei.
Für mich klare Überbuchung (da die Leute dann ja schon ein zuggebundenende Ticket haben) und die Pflicht das nächste mal einen Sitzplatz zu reservieren wen man mit dem Zug sicher fahren möchte. Wobei ja noch nicht mal Die Reservierung einen Sitzplatz garantiert, wenn eine andere Art von Wagen genutzt wird als vorgesehen.
Im Flugzeug kann man gegenüber dem Flugdienstleister gewisse Ansprüche geltend machen. Wie sieht das mit der Bahn aus? Zählt sie in solchen Fall ggf Übernachtung und weiteren Transport? Ein gewisser Schadensersatz wäre da meiner Ansicht nach schon angebracht.
Und welche Schritte sollte man da einleiten?
Fahre normalerweise gern Bahn, nehme auch gewisse Unannehmlichkeiten gern in Kauf. Aber bei "Wir verdienen so viel wie möglich auf Kosten der Bahnfahrer" hört es bei mir dann doch auf.

Lena12
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Bertosch
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Was erwarten Sie als Antwort?

Bei einem offenen System so wie in Deutschland besteht nun einmal die Gefahr, dass mehr Fahrkarten verkauft werden als Sitzplätze vorhanden. Wenn die Sicherheit in Gefahr ist, dann müssen eben Leite aussteigen.

Entschädigungen wie Schadensersatz können Sie dafür nicht geltend machen. Sehr wohl aber von den Fahrgastrechten da ja ggf. eine Verspätung eingetreten ist.

Lena12
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Ok. Diese Antwort finde ich (leider) der deutschen Bahn entsprechend. Aber es ging mir wie gesagt um zuggebundene Karten. Den die Deutsche Bahn verkauft meiner Ansicht nach Ganz bewusst zu viele Karten für einen Zug. Wenn Sie jeden Platz reserviert, und zusätzlich noch zuggebundene Karten verkauft ohne Reservierung, für den Gleichen Zug, dann ist das Überbucht. Also sollen die Leute die ein zuggebundenende Ticket haben ohne Reservierung ohne klagen ein neues Ticket bezahlen? weil sie mit dem alten nur in dem Zug in dem sie saßen fahren durften? zuggebunde Tickets ohne Reservierung als eine Art "Los" wer Glück hat kommt mit?

kabo
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Für keinen Zug werden ausschließlich zuggebundene Karten verkauft. Man kann sogar davon ausgehen, dass für Züge, die mutmaßlich gut gebucht sein werden, eher weniger Sparpreise mit Zugbindung zur Verfügung stehen.

Zum Zeitpunkt Ihrer Buchung waren vermutlich auch noch Reservierungen erhältlich?
Ich könnte Ihre Verärgerung allerdings nachvollziehen, wenn Sie beim Versuch, die Reservierung mit der Ticketbuchung zu verbinden, mal wieder auf einen der vorübergehend nicht-reservierbaren Züge gestoßen sind. Was sich die Bahn im Zusammenhang mit den Reservierungen seit Monaten an Kundenfeindlichkeit leistet, ist schwer zu überbieten.

Lena12
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Ok. Ja es war noch Reservierung vorhanden, aber normalerweise braucht man als einzelner Reisender Keine. Eine Warnung vor Überbuchung war zu dem Zeitpunkt natürlich noch nicht vorhanden. Mich regt auf, das die Bahn sich sowas ohne Konsequenzen erlauben darf. Klar es gibt Bahncard 100 Fahrer. Die allermeisten Tickets werden aber, selbst wenn sie nicht zuggebundenende sind, für diesen Zug verkauft.
Ist nun wirklich jeder Platz on der Bahn reserviert, und es wurden zusätzlich noch Tickets rausgehauen für diesen Zug die nicht reserviert sind, so ist der Zug Überbucht. Ein paar können noch im Gang stehen, aber irgendwann ist Schluss.
Früher als es die Bahn noch Staatlich war müssten mußten sie eine bestimmte Prozentzahl der sitze für flexibel Fahrer freilassen. Das scheint heute nicht mehr so zu sein.
Dann sollen sie doch lieber zwingend zu jeden Ticket eine Sitzplatz Reservierung verkaufen.

Aber dann verkauft man ja nicht mehr so viele.
Und wenn sich die deutsche Bahn mit Unwissenheit Herausgeber bräuchten sie mal nen neuen Programmierer, der es Schaft das Buchungssystem so zu programmieren das sie wissen wie viele Karten sie für einen Zug verkauft haben.
Klar ein paar Menschen passen noch in die Gänge, ein paar steigen zu ohne extra für diesen Zug ne Fahrkarte zu haben. Aber auch das kann man zumindest in etwa berechnen. Dann muss halt irgendwann Schluss sein mit den ticketvetkauf für diesen Zug.

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"Dann muss halt irgendwann Schluss sein mit den ticketvetkauf für diesen Zug."

Für einige Verbindungen scheint das in letzter Zeit auch gemacht worden zu sein. Was aber zu großer Verärgerung bei Flexticket-Reisenden geführt hat - die genau für diese (inzwischen auch sehr eingeschränkte) Flexibilität vergleichsweise viel Geld zahlen.

Lena12
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Ja. Aber auch hier wenn voll dann voll. Wenn jeder Platz reserviert ist, dann bleibt eh kaum Platz für flexfahrer. Wenn dann noch zuggebundene Tickets ohne Reservierung da sind- dann wird voll.Da doch lieber weniger zuggebunde Tickets raushauen, oder insgesamt weniger Tickets für den Zug. Aber da wird ja nicht mehr so viel verdient.
Wie gesagt früher ist ein Teil der Plätze ohne Reservierung geblieben.

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Dann sollte man vielleicht dazu übergehen, die Sparpreistickets nur noch mit Reservierung zu verkaufen.

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@Lena12
Natürlich ist eine Überfüllung ärgerlich. Aber es gibt nun mal eine Menge Reisende ohne Zugbindung (Flexpreis-Tickets, Pendler mit Zeitkarten, BC100), deren Anzahl man nur schätzen kann, und manchmal geht das schief (besondere Ereignisse, Wetter, usw.) und es passiert doch.

Aber generell muss kein Reisender mit Sparpreis-Ticket, wie von Ihnen befürchtet, ein neues Ticket kaufen, wenn er im gebuchten Zug wegen Überfüllung nicht mehr rein darf. Die Zugbindung entfällt dann automatisch und es darf dann eine beliebige andere Verbindung zum Ziel genutzt werden (auch höherwertige). Und falls man mehr als 1h verspätet am Ziel ankommt, kann man im Rahmen der Fahrgastrechte eine Entschädigung geltend machen.

Sparflieger
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@Elementarteilchen

Das hört sich aber im von kabo genannten Thread anders an und wurde dort von der DB bestätigt.

Zumindest sollte man die Kunden auf diese "Gefahr" bei Buchung eines Sparpreises hinweisen, ob's dann auch gelesen wird, sei dahin gestellt..

Lena12
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@Elementarteilchen mhhh. Nein man weiß nicht wenn ein Zug restlos, bis zum letzten Platz reserviert ist. Für wie blöd hältst du die deutsche Bahn? Ist jeder Platz reserviert, ist jedes weitere Ticket ein Ticket für den Gang. Das hat dann mit flexibeln Fahrern nur in sofern zu tun, als das sie dann sowieso nur noch den Platz im Gang hätten.
Und ja, im sondern Tread würde bestätigt das die zuggebundenende Tickets dann ungültig werden. Also doch eine Art los in einer Lotterie.

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@Lena12
Ich habe die bestätigte Antwort im verlinkten Thread so verstanden, dass ein voller Zug mit dem Risiko der Überfüllung kein Grund ist, die Zugbindung für Sparpreistickets im Vorhinein aufzuheben - das passiert erst, wenn eine Zugräumung tatsächlich eintritt.

Lena12
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Ja. Und dann ist es ja wohl noch schlimm genug. Eben ein los, in einer Lotterie. Wenn du Glück hast, alles gut. Wenn nicht dann nicht... Also nur noch zigebundene Tickets mit Reservierung kaufen, oder auf Fernbusse umsteigen.

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Ich fahre seit über 30 Jahren ziemlich häufig mit Fernzügen und habe es bisher erst ein einziges Mal erlebt, dass Fahrgäste wegen Überfüllung aussteigen mussten.
Allerdings würde ich an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Uhrzeiten sicherheitshalber immer einen Platz reservieren - einfach, weil ich Zugfahren nur im Sitzen angenehm finde.

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@Lena12
Nein ein Ticket wird nicht(!!!) ungültig, und man braucht kein(!!!) neues.

Wenn ein Zug zu überfüllen droht, oder überfüllt ist und man selbst aber dennoch mitfahren darf, weil z.B. andere draußen bleiben, oder der Zug noch nicht den Status „überfüllt“ erreicht hat, dann verfällt die Zugbindung auch nicht automatisch und man darf dann eben auch nicht einfach den Zug wechseln. Falls man das dennoch tut, dann, und nur dann braucht man eine neue Fahrkarte. Nichts anders ist im anderen Thread gesagt worden, wenn auch leider etwas verkürzt.

Oder anders gesagt: wird man nicht rausgeworfen, gilt die Zugbindung und man muss im Zuge auch weiterfahren, wird man rausgeworfen, ist die Zugbindung aufgehoben und man darf mit dem vorhandenen Ticket beliebige andere Züge nehmen und braucht keinen neuen Fahrschein.

Was die Vermeidung der Überfüllung angeht, lässt sich die nicht wirklich immer vermeiden, zumindest wenn man nicht generell nur immer für vielleicht max. 30% (Achtung: Zahl ist fiktiv) Auslastung plant und den Rest leer lässt. Dann ist genug Reserve da, damit auch in Ausnahmesituationen noch ausreichend Platz für Reisende bleibt, die „spontan“ zusteigen können. Wie gesagt, Pendler, Flexpreis- und BC100-Inhaber haben eine Fahrkarte die nicht zugebunden ist, d.h. diese Leute müssen nicht bei der Bahn irgendwie Auskunft geben, wann und mit welchem Zug sie fahren, die können einfach so in den Zug steigen. D.h. deren Zahl kann man im Gegensatz zu Sparpreis-Käufern und Sitzplatzreservierern nicht exakt wissen, sondern nur aus Erfahrungswerten schätzen. Und bei besonderen Ereignissen (Wetter, Unfällen, Baustellen usw.) landen dann u.U. mal die Passagiere eines ausgefallenen Zuges in anderen und dann droht die Überfüllung.

Leo
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"Dann sollte man vielleicht dazu übergehen, die Sparpreistickets nur noch mit Reservierung zu verkaufen."

Das wäre eine für alle Beteiligten gute Lösung, wenn die Reservierung denn kostenlos angeboten wird - wie es in den 80ern oder 90ern mal der Fall war (rosaroter Elefant, Supersparpreis).

Ich persönlich meide möglichst Freitage, Samstage und Sonntage und sehe es schlicht nicht ein, noch mal ca. 20% zusätzlich zum Sparpreis mit Bahncard25 für die Reservierung auszugeben. (Ich muß als Rentner alle meinen vielen Fahr- und Platzkarten inlusive MWSt im In- und Ausland aus der eigenen Tasche zahlen und kann sie auch nicht hinterher als Werbungskosten von der Steuer absetzen.)

Ich bin auch 20 bis 30 Minuten vor Abfahrt am Startbahnhof am Bahnsteig, aber wenn dann der Zug teilweise erst nach der planmäßigen Abfahrtszeit und ohne Reservierungsanzeigen bereitgestellt wird, stürze ich mich natürlich auf den nächstbesten Behinderten- oder Bahn-Comfort-Platz...

Früher war es allerdings durchaus üblich, maximal 80% der Sitzplätze eine Zuges zu reservieren...

kabo
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" Also nur noch zigebundene Tickets mit Reservierung kaufen"
-> Mit Verlaub: Wer an Spitzentagen (vor Ferienbeginn/-ende, vor/nach Feiertagen) ein Ticket ohne Reservierung kauft, ist irgendwo auch selbst Schuld.

"Früher als es die Bahn noch Staatlich war müssten mußten sie eine bestimmte Prozentzahl der sitze für flexibel Fahrer freilassen. Das scheint heute nicht mehr so zu sein. "
-> Das war aber zu einer Zeit, wo es noch gar keine zuggebundenen Tickets gab - also alle Reisenden flexible Tickets hatten. Mittlerweile werden alle Plätze im Zug reserviert, das stimmt. Das Problem, dass an machen Tagen mehr Leute reisen wollen als es Sitzplätze gibt, wird aber nicht dadurch gelöst, dass man Plätze nicht reserviert. Dadurch erhöht sich weder die Zahl der Sitzplätze noch verringert sich die Zahl der Reisenden.

"Und wenn sich die deutsche Bahn mit Unwissenheit Herausgeber bräuchten sie mal nen neuen Programmierer, der es Schaft das Buchungssystem so zu programmieren das sie wissen wie viele Karten sie für einen Zug verkauft haben. "
-> Die DB weiß sehrwohl, wie viele zuggebundene Tickets für welchen Zug verkauft werden. Das Problem ist, dass sie nicht weiß, wie viele Kunden mit flexiblen Tickets (BC100, Monatskarten, Flextickets) noch dazukommen.

Was wäre Ihr Lösungsvorschlag?

  • Alle Tickets werden nur noch mit Reservierung verkauft? Dann jammern die Sparpreiskunden, weil zum Ticketpreis automatisch noch die Reservierunggebühr kommt.
  • Ohne Reservierung darf man nicht mitfahren? Dann jammern die Geschäftsreisenden und Berufspendler, die geschäfts-/berufbsbedingt flexibel sein müssen. Beide Gruppen zusammen machen 90% der Bahnkunden aus, mit denen kann es sich die DB nicht verscherzen.
  • Ihre Idee ...

Leo
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"Was wäre Ihr Lösungsvorschlag?

Alle Tickets werden nur noch mit Reservierung verkauft? Dann jammern die Sparpreiskunden, weil zum Ticketpreis automatisch noch die Reservierunggebühr kommt.
Ohne Reservierung darf man nicht mitfahren? Dann jammern die Geschäftsreisenden und Berufspendler, die geschäfts-/berufbsbedingt flexibel sein müssen. Beide Gruppen zusammen machen 90% der Bahnkunden aus, mit denen kann es sich die DB nicht verscherzen.
Ihre Idee ..."

... hatte ich hier im Forum schon wiederholt vorgetragen. Ich bin auch nicht der einzige der so denkt, siehe kurz und prägnant hier:

https://community.bahn.de/questions/1338165-umstellung-re...

Die Aufteilung ist übrigens nicht fix: Auf kürzeren Strecken und zu Pendler-Zeiten gibt es wesentlich mehr Wagen ohne Reservierungspflicht. Außerdem gibt es innerhalb des Sperrenbereichs noch Automaten und Schalter für die Express-Reservierung.

(In Japan kann auch niemand unbeabsichtigt schwarzfahren: Es gibt überall Sperren und wer beim Lösen zu wenig gezahlt hat, kann an der Sperre einfach nachzahlen, auch an speziellen Automaten. Innerhalb von Großräumen fährt man am einfachsten mit einer elektronischen Karte, die vorher aufgeladen wird und von der bei Verlasssen oder Umstieg zu einer anderen Gesellschaft der Fahrpreis automatisch abgebucht wird. Auch alle anderen Betriebsabläufe sind in Japan m.E. wesentlich effizienter geregelt, und wer von seinen Kunden Einsicht verlangt, es ginge nicht anders, sollte vorher mal mit offenen Augen in Japan mit der Bahn fahren.)

Lena12
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Meine Idee: zuggebundenende Tickets direkt mit Reservierung anbieten, dann werden auch wenig über den Preis meckern, weil keine günstigeren da sind. Und insgesamt halt weniger Tickets für einen Zug zu verkaufen, um flex Fahrern noch Spiel zu lassen.
Bis jetzt sieht es für mich so aus das bis Ultimo Tickets verkauft werden, zum Schluss halt mit flex Preis, die Bahnfahrer könnten dann ja einen anderen Zug nehmen. Will man die Flexibilität erhalten, darf man die Züge nicht ganz auslasten. Und zum mindestens im Fernverkehr wollen doch die allermeisten die ein Ticket für genau diesen Zug kaufen diesen auch nehmen. Ob nun mit flex Preis oder Sparpreis.
Außerdem sollte man schauen ob man nicht Entschädigung gegenüber der Bahn geltend machen kann, wenn sie ihren Vertrag Leute von A nach B zu befördern (den sie mit Fahrkarten eingehen, wie flugunternehmen oder busunternehmen auch) nicht nachkommen.

kabo
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@Leo
Das Problem von Lena12 war doch, dass die Anzahl der Reisenden mit zuggebundenen (Spar)Tickets plus die (im Vorfeld unbekannte) Anzahl der Reisenden mit flexiblen Tickets größer ist als die Sitzplatzkapazität des Zuges.
Ich sehe (noch) nicht, dass das japanische System dieses Problem löst. Oder ist ein Zustieg in die nicht reservierbaren Wagen nicht mehr möglich, sobald alle Plätze belegt sind? (Das würde zwar das Problem lösen, würde aber Spontanreisende in die Röhre schauen lassen. Und da Spontanreisende diejenigen sind, die - zumindest in D - am meisten bezahlen und damit die höchsten Einnahmen generieren, wird das in D nicht durchsetzbar sein.)

kabo
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"Meine Idee: zuggebundenende Tickets direkt mit Reservierung anbieten, dann werden auch wenig über den Preis meckern, weil keine günstigeren da sind."
-> Man kann schon jetzt zu zuggebundenen Tickets eine Reservierung dazubuchen - man muss die Möglichkeit halt auch nutzen.

"Bis jetzt sieht es für mich so aus das bis Ultimo Tickets verkauft werden, zum Schluss halt mit flex Preis, die Bahnfahrer könnten dann ja einen anderen Zug nehmen. Will man die Flexibilität erhalten, darf man die Züge nicht ganz auslasten."
-> Ja. Es gibt halt genug Kunden, denen es wichtiger ist rechtzeitig anzukommen, als einen Sitzplatz zu haben. Die nehmen dann gerne einen Stehplatz wenn die Alternative ein späterer Zug wäre. Und solche Kunden müssen halt auch ein Ticket kaufen können.

"Und zum mindestens im Fernverkehr wollen doch die allermeisten die ein Ticket für genau diesen Zug kaufen diesen auch nehmen. Ob nun mit flex Preis oder Sparpreis."
-> Das glaube ich nicht. Wenn Sie von Mo-Fr in Fernzügen unterwegs sind, sind die meisten Reisenden aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen unterwegs, wo eine langfristige Festlegung auf einen Zug nicht/kaum möglich ist. Wenn ich geschäftlich unterwegs bin, dann stets mit Flextickets, da sich Temine manchmal kurzfristig verschieben und man morgens auch noch nicht weiß, wann abends der Temin zu Ende sein wird. Deshalb kann ich auf bei geschäftlichen Reisen keinen Sitzplatz reservieren. Wenn für die Benutzung von Fernzügen eine Reservierung verpflichtend würde, würde mein Arbeitgeber bei Dienstreisen auf PkW umstellen.

"Außerdem sollte man schauen ob man nicht Entschädigung gegenüber der Bahn geltend machen kann, wenn sie ihren Vertrag Leute von A nach B zu befördern (den sie mit Fahrkarten eingehen, wie flugunternehmen oder busunternehmen auch) nicht nachkommen."
-> Es gibt doch die gesetzlichen Fahrgastrechte. Wenn ein Zug Sie nicht mitnimmt, und Sie deshalb später ankommen, können Sie die Fahrgastrechte nutzen.

Leo
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Bitte nicht mit mir diskutieren, warum es angeblich nicht funktionieren könnte. Es funktioniert in Japan!

„Wenn ich geschäftlich unterwegs bin, dann stets mit Flextickets, da sich Temine manchmal kurzfristig verschieben und man morgens auch noch nicht weiß, wann abends der Temin zu Ende sein wird. Deshalb kann ich auf bei geschäftlichen Reisen keinen Sitzplatz reservieren. Wenn für die Benutzung von Fernzügen eine Reservierung verpflichtend würde, würde mein Arbeitgeber bei Dienstreisen auf PkW umstellen.“

Das ist in Frankreich auch nicht anders, trotzdem scheint es bei der SNCF noch Geschäftsreisende zu geben:

http://www.sncf.com/de/reduzierte-tarife/abonnements-tgv-...

Also einfach mal nach Japan fahren und sich dort anschauen wie es funktioniert! M.E. gibt es dort den im Normalfall besten Komrpromiß zwischen Chaos in DB-Zügen und rigider SNCF-Reservierungspflicht.

Zum vorherigen Einlesen:

https://www.seat61.com/Japan.htm#class
https://www.japan-guide.com/e/e2016.html
und hier insbesondere für den Shinkansen:
https://www.japan-guide.com/e/e2018.html
Zitat: „Are seat reservations recommended?
On many trains reserved seats do not get booked out, but on some they do. On particularly busy travel days (e.g. peak travel days during Golden Week, Obon and the New Year holidays), trains can get booked out several days in advance, but on most other days trains rarely get booked out more than a few hours in advance, if at all.“

Also: Es gibt ein solch großes Platzangebot, dass meist niemand stehen muss!

„dass die Anzahl der Reisenden mit zuggebundenen (Spar)Tickets plus die (im Vorfeld unbekannte) Anzahl der Reisenden mit flexiblen Tickets größer ist als die Sitzplatzkapazität des Zuges.“ Das Problem wird eben fast immer durch eine ausreichende Zahl an Sitzplätzen verhindert. Es gibt auch fast keine Sparpreise in Japan, im Normalfall kauft man die Einzel-Fahrkarten bei Spontanreisen recht kurzfristig am Schalter oder am Automaten, meist direkt inklusive Sitzplatz.

„Oder ist ein Zustieg in die nicht reservierbaren Wagen nicht mehr möglich, sobald alle Plätze belegt sind? (Das würde zwar das Problem lösen, würde aber Spontanreisende in die Röhre schauen lassen. Und da Spontanreisende diejenigen sind, die - zumindest in D - am meisten bezahlen und damit die höchsten Einnahmen generieren, wird das in D nicht durchsetzbar sein.)“

Doch, aber dann stehen die Spontanreisenden eben in den nicht reservierten Wagen. (Ohne Reservierung darf man nicht im Inneren eines reservierten Wagens stehen oder sich gar noch auf einen Platz hinsetzen, den man nicht reserviert hat.) Im Extremfall könnten also theoretisch alle 5 nicht reservierten Wägen rappelvoll sein und die anderen 11 halbleer. Das motiviert natürlich das nächste Mal dazu, zu reservieren, was auch ganz kurzfristig an Automaten oder an speziellen Schaltern innerhalb des Sperrenbereichs einfach möglich ist. Hier gibt es kaum Schlangen, da es nur Reservierungen für den selben Tag gibt. Es gibt auch Wochenkarten, und da Pendler auf bis zu 2h seltener reservieren, ist das Angebot an nicht reservierten Wägen zu Pendlerzeiten und in langsameren Zügen größer. Das sieht man im lertzen Bild im Abschnitt Reserved vs. non-reserved cars:
Im schnelleren Hikari sind in diesem Beispiel 5 von 16 Wägen nicht reserviert, im langsameren Kodama dagegen 8 von 16.
Das ist der Standard auf allen Hauptrennstrecken von Tokyo in Richtung Süden, wo die Züge auf dem ganzen Weg recht gleichmäßig ausgelastet sind, weil ein Großraum nach dem andren kommt.
https://www.japan-guide.com/e/e2018_tokaido.html
Hier fahren die meisten Shinkansen jeder Gattung/Geschwindigkeitsklasse (also ab Tokyo z.B. Nozomi, Hikari und Kodama) meist halbstündlich, und teilweise ist der ganze Zug nicht reserviert: „The Kodama is the slowest train category along the Tokaido Shinkansen, ...There are usually two departures per hour in each direction, ... Some trains during AM and PM rush hours are fully non-reserved.“

Bzgl. des Nordost-/Tohoku-Shinkansen
https://www.japan-guide.com/e/e2018_tohoku.html
hatten wir neulich schon eine Diskussion:
https://community.bahn.de/questions/1528379-aussergewohnl...
„Ausnahme ist der schnellste Shinkansen in Richtung Nordosten, Hayabusa nach demnächst Sapporo bis Morioka in Doppeltraktion mit dem Komachi, der nach Zugteilung auf einer auf Normalspur umgebauten Altbaustrecken nach Akita fährt: Hier sind alle Plätze reserviert - inklusive den zugelassenen Stehplätzen mit Zug- und Wagenbindung. (Glücklicherweise verschmähte wir direkt nach der Landung nach dem Nachtflug auf die angebotenen Stehplätze von Tokyo bis ShinHakodate Hokuto und wechselten von den noch im Komachi zu erhaltenden Sitzplätzen bei der Zugteilung in Morioka in den Hayabusa-Zugteil, in dem nun auch Plätze frei wären. Das nächste Mal werden wir wohl nicht gleich in den Norden durchstarten und erst 3Stunden vor Abfahrt reservieren oder online zumindest bis Shin-Aomori, weiter klappt es nur vor Ort.)
Sogar in Japan wird es an einem Freitag Recht voll und es klemmt. M.E. liegt es also daran, das ansonsten sehr viele Plätze angeboten werden. Genau das ist das Problem bei der DB mit öfters Mal fehlenden Zugteilen...“

Es war übrigens kein normaler Freitag, sondern ein verlängertes Herbstwochenende; und sogar da bekamen wir zumindest im Komachi-Zugteil noch einen Sitzplatz trotz Reservierung am Flughafen Narita erst ca. 2h vor Abfahrt in Tokyo. Und mangels Zugteil-Bindung war der Umstieg in den Hayabusa-Teil in Morioka auch kein Problem...

Fazit:
1. Bis auf seltene Ausnahmen werden in Japan NICHT 100% aller Plätze reserviert. (Altes Bundesbahn-Modell. Gab es damals eigentlich auch schon so häufig Räumungen wegen Überfüllung) Je mehr Spontanreisende zu erwarten sind, desto weniger bis zu 0% wird reserviert.
2. Es gibt meist ein ausreichendes Platzangebot durch meist Halbstundentakt in allen 3 Geschwindigkeitsklassen der Shinkansen-Linien.
3. In seltenen Fällen wie Hayabusa/Komachi gilt NUR IN DER SCHNELLSTEN Geschwindigkeitsklasse Reservierungspflicht. (SNCF-Modell)
4. Man kann keine Reservierung ohne Fahrkarte kaufen und so z.B. 5 Plätze in 5 möglichen Zügen blockieren.
5. Nicht eingenommene Plätze werden vom Schaffner frei gemeldet und gelangen zurück in den reservierbaren Pool.

ThomasDenkel
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Ich habe diesen umfangreichen Thread gerade mit großem Interesse durchgelesen. Mir fehlt allerdings der Glaube daran, daß bei den DB-Verantwortlichen überhaupt ein Interesse daran besteht, an dem Reservierungschaos endlich mal was zu ändern - was ja schon längst überfällig wäre. Die Reservierungen sind mit 4,50 € pro Platz und Strecke eine gute Zusatzeinnahme für die DB, bieten dem Kunden umgekehrt aber keinerlei Garantie auf einen Platz - denn jeder der viel unterwegs ist weiß, wie oft die Plätze - aus welchen Gründen auch immer - eben nicht wirklich reserviert sind und dann nutzt einem die Platzkarte rein gar nichts. Im Gegenteil, die Fahrgäste ohne Reservierung sitzen längst, während man selber vielleicht noch sucht oder mit anderen Fahrgästen / dem Zugpersonal leidige Diskussionen führt. Ich war viele Jahre als Reiseleiter mit Gruppen per Bahn unterwegs und habe dieses "Theater" echt und ein für allemal satt.

Meine Vorschläge sind:

# Keine Sparpreise ohne Reservierung oder zumindest fest und ausschließlich dafür eingeplantem Platzkontingent - geht im Fernbus und bei Billigfliegern ja auch. Es macht m. E. keinen Sinn, Fahrgäste zwar an einen Zug zu binden, aber keinen Sitzplatz darin zu garantieren.

# Endlich mal einen "Plan B" ausarbeiten, was zu tun ist, wenn das Reservierungssystem ausfällt bzw. Reservierungen z. B. in einem Ersatzzug nicht möglich sind. Es kann nicht angehen, daß die Platzkarten dann wertlos sind.

# Sehr gerne das "japanische System" mit Wägen, die ausschließlich für Reisende mit Reservierung zugelassen sind. Das würde dann auch in einem Ersatzzug funktionieren in welchem man dann zwar nicht genau den gebuchten, aber zumindest irgendeinen Platz sicher hätte. Spontanreisende könnten sich nach Verfügbarkeit bis kurz vor Abfahrt (evt. auch beim Zugpersonal) noch eine Express-Reservierung holen oder müssten halt mit den nicht reservierbaren Wägen vorlieb nehmen und notfalls darin stehen - haben dann aber keinen Grund zur Klage. Den Reisenden mit Platzkarte wäre dann endlich wirklich mal eine angenehme Reise garantiert, ohne verstopfte Gänge, durch die man weder zur Toilette noch zum Bistro / Speisewagen kommt.

Dieses System - also ein oder nach Bedarf mehrere reservierbare Wägen pro Zug - wäre auch auf Regionalzüge anwendbar, insbesondere solche, die Urlaubsziele oder Großstädte ohne IC-/ICE-Anschluß bedienen und somit zwangsläufig viele Fernreisende befördern.

# Langfristig angemeldeten Reisegruppen muß auch im Falle von Ersatzzügen und fehlenden Zugteilen eine praktikable Lösung angeboten werden, damit die Teilnehmer dennoch wirklich gemeinsam reisen können. Das kann notfalls auch die Beförderung in einem anderen / späteren Zug sein, aber auf jeden Fall mit zusammenhängend reservierten Plätzen. Vorbild: SBB, die kümmern sich über eine Service-Hotline auch um Gruppen, die bereits unterwegs sind und organisieren auch sehr kurzfristig Plätze auf Alternativ-Verbindungen, wenn z. B. mal ein Anschluß aus bahnverschulden verpasst wird.

# Keine Plätze vor Fensterholmen und somit ohne freien Blick nach draußen als Fensterplätze verkaufen. Dies wären eigentlich die geeigneten Plätze, um diese für Fahrgäste ohne Reservierung bzw. für kurzfristige Reservierungen frei zu halten - die können darüber nich klagen. Aber wer frühzeitig im Voraus einen Fensterplatz bucht, möchte in der Regel auch wirklich einen solchen haben.

Damit wären - glaube ich - bis auf komplett fehlende Zugteile die meisten Probleme in Sachen Reservierung gelöst.

Ob die Vorschläge dieser Community jemals ein DB-Verantwortlicher zu Gesicht bekommt? Hier arbeitet im Grunde ein unermüdliches und erfahrenes Expertenteam völlig kostenlos für die DB, aber letztlich werden doch nur wieder Entscheidungen an uns Fahrgästen vorbei getroffen - leider. Man könnte das Potential dieser Community sicher sehr viel sinnvoller verwerten.

Lena12
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  • Ob die Vorschläge dieser Community jemals ein DB-Verantwortlicher zu Gesicht bekommt? Hier arbeitet im Grunde ein unermüdliches und erfahrenes Expertenteam völlig kostenlos für die DB, aber letztlich werden doch nur wieder Entscheidungen an uns Fahrgästen vorbei getroffen - leider. Man könnte das Potential dieser Community sicher sehr viel sinnvoller verwerten.

@ ThomasDenkel
Nein ich befürchte nicht. Deshalb meine Frage nach Entschädigung, oder weiteren Schritten. Leider wird in unserem System (da ist die Bahn nicht alleine) erst was geändert wenn man anders nicht mehr weiter kommt. Also D.h. Die Bahn muss merken das es so nicht geht. Und das am besten finanziell.
Erst wenn genug Leute Entschädigung für Überbuchung und sonstige von der Bahn verschuldete Schäden geltend machen, kommt es auch bei den Verantwortlichen an. Weil sie merken das es sich so nicht lohnt.
Hiermit meine ich nicht mal im Gang sitzen müssen oder kleinere Verspätungen.
Hiermit meine ich ganz bewusst Überbucht Züge (wenn jeder Platz reserviert ist bleibt den unreservierten Fahrern kein Platz mehr, geschweige den den flex Fahrern)
Leider ist aber ein " das ist halt so" und "die Bahn kann doch nichts dafür "anscheinend weit verbreitet.

Leo
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Ich muss mich in aller Form im Sinne aller Bahnbegeisterten dieser Community dafür entschuldigen, dass weder offizielle Stellen der DB, noch deren hier rein privat unterwegs befindlichen Mitarbeiter, Ihr Anliegen ernst nehmen.

„Ob die Vorschläge dieser Community jemals ein DB-Verantwortlicher zu Gesicht bekommt? Hier arbeitet im Grunde ein unermüdliches und erfahrenes Expertenteam völlig kostenlos für die DB, aber letztlich werden doch nur wieder Entscheidungen an uns Fahrgästen vorbei getroffen - leider. Man könnte das Potential dieser Community sicher sehr viel sinnvoller verwerten.
...
Hiermit meine ich ganz bewusst Überbucht Züge (wenn jeder Platz reserviert ist bleibt den unreservierten Fahrern kein Platz mehr, geschweige den den flex Fahrern)
Leider ist aber ein " das ist halt so" und "die Bahn kann doch nichts dafür "anscheinend weit verbreitet.“

Offenbar interessiert das alles überhaupt nicht, offiziell noch nicht mal ein „wir werden es an den Fachbereich weitergeben“, wo dann aber auch meist nichts weiter passiert. Inoffizielle Meinung in der Freizeit in einem anderen Thread:
„Und von Jahr zu Jahr steigen die Fahrgastzahlen im Fernverkehr. So schlimm kann das Preissystem also nicht sein.“

Da gibt es durchaus auch andere Effekte:
https://www.stern.de/wirtschaft/news/mehr-als-zehn-prozen...
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/easyjet-startet-inner...

Dann kann man ja nur das Umweltgewissen hinten anstellen und Easyjet alles Gute wünschen.

„So schlimm kann das Preissystem also nicht sein. Oder halt einfach alle Fahrgäste den Mund? Klar gab es anfangs Irritationen. Aber mittlerweile hat sich auch der letzte damit abgefunden.“

Die Beschwerden sogar der besten Kunden, werden also offenbar weiterhin geflissentlich ignoriert, hier ein deutliches Beispiel:

„Was sich die Bahn im Zusammenhang mit den Reservierungen seit Monaten an Kundenfeindlichkeit leistet, ist schwer zu überbieten.“

„Leider ist aber ein " das ist halt so" und "die Bahn kann doch nichts dafür "anscheinend weit verbreitet.“

kabo
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Eigentlich wollte ich nichts mehr schreiben, aber bevor hier ein falscher Eindruck entsteht:
Ich bin weder DB-Mitarbeiter noch sonstwie geschäftlich mit der DB verbunden, sondern einfach "nur" Nutzer/Kunde.
Aber ich finde das Reservierungssystem so wie es gerade ist, gut. Es stellt aus meiner Sicht den bestmöglichen Kompromiss zwischen den Reisenden da, die einen Sitzplatz haben wollen (und denen deshalb die Möglichkeit einer Reservierung angeboten wird), den Reisenden, die sich eine Reservierung sparen wollen (und deshalb das Risko eines Stehplatzes eingehen) und den Spontanreisenden (die so kurzfristig reisen, dass sie nicht reservieren können, aber trotzdem mitfahren wollen).
Bislang konnte mich niemand davon überzeugen, dass ein anderes System für die Gesamtheit aller Reisenden(!) besser ist. (Für Leo: Auch die japanische Bahn räumt ja ein, dass "On particularly busy travel days ... trains can get booked out several days in advance". Das Problem, dass die Anzahl der Kunden größer ist als die Zahl der Plätze, besteht also an Spitzentagen auch in Japan).

Dass die DB zusätzlich zu dieser "Kunden helfen anderen Kunden"-Plattform vielleicht noch eine zweite, getrennte Community "Kunden diskutieren über Verbesserungsvorschläge" schaffen sollte, wäre vielleicht überlegenswert. (Dann auch bitte gleich noch eine dritte mit dem Thema "Nutzer der DB-Community feinden sich gegenseitig an" - die Betreffenden fühlen sich jetzt bestimmt angesprochen *DuckUndWeg*)

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@kabo
Ich kann mir kaum vorstellen, dass Sie gemeint waren...

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@Kabo

Ganz Ihrer r Meinung

Lena12
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Wenn ich jemanden persönlich auf die Füße getreten haben sollte - dies war nicht meine Absicht. Scheinbar kommt das Überbuchung der Züge nicht so häufig vor das es der Masse negativ auffällt.

Hallo Lena,

gern möchte ich hier noch einmal abschließend auf den Thread eingehen. Die Mehrheit unserer Verbindungen wird natürlich nicht überbucht und die Deutsche Bahn trifft Maßnahmen, um dies zu verhindern. Zum einen sind die Sparpreise selbst ein solches Instrument, da mit diesen die Zugauslastung gesteuert wird, zum anderen werden im Vorfeld auf bahn.de Hinweise angebracht, dass der Zug voll sein könnte oder ausgebucht ist. Weihnachten wurden z. B. Züge für Neubuchungen auf bahn.de gesperrt, da für diese bereits eine sehr hohe Anzahl an Reservierungen getätigt wurde. Die letzte Maßnahme nutzt aber nur bedingt etwas. Über andere Kanäle konnte man immer noch Fahrkarten kaufen und durch den Flexpreis kann man die Sperrung eines einzelnen Zuges natürlich umgehen. 

Eine Verkaufssperre über alle Kanäle ist aufgrund der Eisenbahn-Verkehrsordnung nicht möglich. Diese besagt, dass ein Kunde bis 5 Minuten vor Abfahrt ein Anrecht auf die Herausgabe einer Fahrkarte hat. 

Trotz aller Maßnahmen kann es in einem (teil-)offenen System zu Überfüllungen kommen. Natürlich kann die Bahn schätzen, wie viele Fahrgäste ohne Reservierung und ohne zuggebundene Fahrkarte noch dazu kommen. Dennoch kann es immer wieder Ereignisse geben, die diese Planungen zunichte machen. Fällt etwa ein Zug, aus welchen Gründen auch immer, entweder auf der kompletten oder nur teilweisen Strecke aus, wird ein Großteil dieser dann betroffenen Reisenden zusätzlich in den Zug einsteigen. 

Sollten Sie trotz Sparpreis in einem überfüllten Zug nicht mehr mitgenommen werden können, benötigen Sie selbstverständlich keine neue Fahrkarte, sondern können mit Ihrer Fahrkarte die Reise fortsetzen. Oft gibt es in solchen Fällen auch die Ansage des Zugpersonals, dass aussteigende Leute einen Reisegutschein im DB Reisezentrum erhalten. Zudem greifen auch bei Verspätungen ab 60 Minuten am Ziel gegenüber Ihrer ursprünglichen Verbindung Ihre Fahrgastrechte. /ti