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Verbindung Stuttgart - Mannheim in 2020

In 2020 soll die ICE Strecke sanniert werden, Dauer voraussichtlich 7 Monate.
Mit welcher Form der Entschädigung können Berufspendler mit BC100 rechnen?
Wir sind eine ganze Gruppe, die mehrmals wöchentlich, zum Teil 5 X, von Stuttgart nach Mannheim pendelt.
Wie lange wir die Fahrtzeit für die Strecke während der Bauarbeiten sein?

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Ich kann Ihr Interesse als Berufspendler auf der Strecke sehr gut nachvollziehen!

Allerdings gehe ich davon aus, dass heute Ihnen noch niemand genauer als in den Medienartikeln vom letzten Juni über die Auswirkungen Auskunft erteilen kann.

Im Juni hieß es:
"Noch sei es auch zu früh, die Auswirkungen für die Fahrgäste abzuschätzen, so der Bahnsprecher. Derzeit würden die Fahrpläne für die Bauzeit entwickelt. Die Daten stünden drei Monate vor Inkrafttreten des Jahresfahrplans 2020 [also im September/ Oktober 2019] zur Verfügung."
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.strecke-mannhei...

Nach meiner Kenntnis ist der übliche Ablauf folgender:
im Sommer 2017 teilt DB Netz den Verkehrsunternehmen (also auch DB Fernverkehr) mit, wo sie im Jahr 2020 bauen wollen und welcher Art die Einschränkungen grob sein werden.

Auf der Basis melden die Verkehrsunternehmen bis April 2019 ihre Fahrplanwünsche für das Jahr 2020 an. Im Juli entscheidet DB Netz über die Wünsche, dann gibt es Zeit für Widersprüche (z.B. beim Eisenbahnbundesamt, falls sich ein Unternehmen diskriminiert fühlt) und bis Anfang September stehen die Fahrpläne dann in der Regel fest. Diese werden dann für die Kundeninformation aufbereitet und sind meist ab Mitte Oktober abrufbar.

Insofern ist der nächste interessante Schritt, was DB Netz in diesem Sommer veröffentlicht und ob sie beim Baukonzept der Totalsperrung bleiben.

Die sogenannten "Baukorridorsteckbriefe" von DB Netz finden Sie vsl. ab Ende Juni/ Anfang Juli unter
http://fahrweg.dbnetze.com/fahrweg-de/kunden/fahren_und_b...

Aber Achtung: das sind Planerunterlagen, aus denen Sie ableiten können, welche Auswirkungen wahrscheinlich sind. Rechtlich verbindlich sind erst die öffentlichen Fahrpläne im Herbst 2019.

höchstwahrscheinlich mit gar keiner. Denn bei bisherigen Bauarbeiten lag die Fahrzeitverlängerung bei gerade mal 20 min. (60 statt 40 min.). Zudem sind wir gerade mal im Jahr 2018 angekommen. Wieso also heute schon solche Anfrage der Kompensation?

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@ Tino Groß:
Entschuldigen Sie, aber Sie können Bauarbeiten, bei denen ein Gleis der Schnellfahrstrecke gesperrt ist nicht vergleichen mit Bauarbeiten, bei denen die gesamte Schnellfahrstrecke gesperrt werden soll!

Ich kann die Frage von Berufspendlern sehr gut nachvollziehen, wenn man damit rechnen muss, dass die tägliche Zeit außer Haus sich um locker 2 Stunden erhöhen könnte. Wenn man das frühzeitig weiß, kann man sich überlegen, wie man seine Arbeit in den sieben Monaten evt. anders organisiert/ sich ein Zimmer am anderen Ort sucht etc.

im Jahr 2018 plane ich für eventuelle Bauarbeiten im Jahr 2020 um mir schon heute ein Zimmer zu suchen. Alles klar. Ich bin dann mal am Rechner um alles für 2031 zu planen.

Sparflieger
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Wenn man sich die Fahrzeiten der heutigen IC ansieht, trifft das in etwa die Einschätzung von Tino Groß.

Größere und längere Bauarbeiten gab es schon immer. Mir ist nur die Sanierung der SFS von Hannover nach Berlin in Erinnerung, wo sich die DB
"erkenntlich" gezeigt hat.

Woran wollen Sie denn Entschädigungen fest machen? Im letzten Sommer war die Wupperlinie komplett gesperrt, da ging bahnmässig nur noch der Bus, Erstattungen gab es nicht.

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@Tino Groß:
Bei der letzten Totalsperrung eines Teilabschnitts betrug die Reisezeitverlängerung lt. DB-Pressemitteilung 30 Minuten:
http://www.deutschebahn.com/presse/stuttgart/de/aktuell/p...

Sollte die gesamte Schnellfahrstrecke auf einmal gesperrt werden (was ich nicht hoffe und wozu es aktuell meines Erachtens nicht genügend belastbare Aussagen gibt), wäre eine Reisezeitverlängerung von heute 38 Minuten auf um die 80 Minuten bei gleichzeitiger Angebotsausdünnung realistisch.

Wenn ich bei einem Arbeitgeber tätig wäre, der auch Sabbaticals anbietet, würde ich mir als täglicher Pendler auf der SFS Stuttgart - Mannheim überlegen, ob ich im Sommerhalbjahr 2020 nicht evt. ein Sabbatical nehme. Dazu würde ich durchaus auch mal 2 Jahre und 3 Monate vorher wissen wollen, worauf ich mich einstellen muss.

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@stuttgart:
Sie könnten sich mit einer freundlichen Anfrage an den zuständigen Regionalbereich Südwest von DB Netz wenden.

Beachten Sie dabei allerdings, dass deren Kunden die Eisenbahnunternehmen sind und sie somit gegenüber Fahrgästen eigentlich nicht zuständig sind!

Ich würde an Ihrer Stelle Ihr Interesse als Dauerpendler freundlich deutlich machen und um eine kurze, unverbindliche Abschätzung der Auswirkung der Bauarbeiten auf den Fernverkehr nach heutigem Kenntnisstand bitten.

Vielleicht haben Sie Glück und die Herren Born, Becker und Scherer (bzw. Ihre Mitarbeiter/innen) nehmen sich die Zeit, Ihnen zu erläutern, wie die Bauarbeiten genauer ablaufen sollen und welche Auswrikungen das für tägliche Pendler haben könnte.

dbnetz.suedwest​@deutschebahn.com
http://fahrweg.dbnetze.com/fahrweg-de/unternehmen/kontakt...

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@stuttgart:
P.S.: Die Frage "Mit welcher Form der Entschädigung können Berufspendler mit BC100 rechnen?" müssen Sie sich allerdings für DB Fernverkehr aufsparen und da sehe ich wenig Sinn, sie vor Herbst 2019 zu stellen.
Sie könnten bis dahin nur schauen, ob es ähnlich umfangreiche Baumaßnahmen gibt und was DB Fernverkehr in den Fällen den entsprechenden Pendlern angeboten hat.