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Zugbindung aufgehoben nun über ändern umsteige Bahnhof fahren?

Ich habe für den Freitag eine fahr von Magdeburg nach Frankfurt am Main über Halle gebucht.

Durch die Bauarbeiten zwischen Md und Halle wird mein erster Zug sicher eine Verspätung von mehr als 5min erreichen, welche in Halle meine Umsteige Zeit wäre. Leider ist es mir auch nicht möglich den nächsten ICE nach Frankfurt aus Halle zu nehmen da dieser der letzte an den Tag aus Halle nach Frankfurt wäre.

Durch das sichere verpassen dieses Anschlusses wurde im Reisezentrum meine Zugbindung aufgehoben.
Nach den Blick in die App sprangen mir ähnliche Verbindungen ins Auge, die meiner ursprünglichen nahe kommen, allerdings nicht über Halle sondern Braunschweig.

Nun bin ich unsicher ob ich diese Verbinung über Braunschweig nach Frankfurt nehmen darf oder nur über Halle nach Frankfurt fahren darf.

Katlex
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MIch ließ man mal vor Jahren ins Messr laufen: "Der Zug ist z.Z. ja noch pünktlich." Der Navigator meldete dagegen schon Stunden vorher "-- Zug wird nicht erreicht" Und so kam es dann natürlich auch...

Heute ist dagegen die Zugbindung AUTOMATISCH aufgehoben (und damit auch die Wegevorschrift, sofern es auf dem anderen Weg schneller geht), sobald man mit mindestens 20 Minuten Verspätung am Zielort rechnen muss.

Daher: Sobald der Navigator oder eine Verspätungsmeldung meldet "Anschluss wird vsl. nicht erreicht" das gut mit Screenshot/Ausdruck für evtl. Diskussionen dokumentieren und eine Ausweich-Verbindung nutzen.

Hallo Katlex,

die Zugbindung wird nur aufgehoben, wenn klar ersichtlich ist, dass der Zug so eine Verspätung hat, dass Sie den Anschlusszug nicht erreichen werden. Dann dürfen Sie auch auf eine andere Verbindung ausweichen. Aber nur auf Verdacht und Mutmaßungen ist das nicht möglich. /ni

bahnsinnig
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Faszinierend, dass das DB-Team Ihnen Ihre angabe, das reisezentrum habe die Zubindung aufgehoben, offenbar nicht glaubt...

Zu Ihrer eigentlichen Frage:
die Fahrgastrechte besagen klar und deutlich:
"Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten am Zielort seiner Fahrkarte kann der Fahrgast:

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"die Zugbindung wird nur aufgehoben, wenn klar ersichtlich ist, dass der Zug so eine Verspätung hat, dass Sie den Anschlusszug nicht erreichen werden. … Aber nur auf Verdacht und Mutmaßungen ist das nicht möglich. "

Genau das meinte ich mit:
"MIch ließ man mal vor Jahren ins Messr laufen: "Der Zug ist z.Z. ja noch pünktlich." Der Navigator meldete dagegen schon Stunden vorher "-- Zug wird nicht erreicht" Und so kam es dann natürlich auch..."

Frühe mußte man noch unterwürfigst um eine Freigabe betteln und wurde dann genau so ("Aber nur auf Verdacht und Mutmaßungen ist das nicht möglich. ") abgekanzelt. Heute heiß es ganz klar:

https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/gesamt_2017...

Zitat PDF-Seite 20: "9.1.1 Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass der Reisende mit einer Fahrkarte der Produktklassen ICE, IC/EC oder mit einer zuggebundenen Fahrkarte am Zielbahnhof gemäß Beförderungsvertrag mindestens 20 Minuten verspätet ankommen wird, hat er unverzüglich die Wahl zwischen (i) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof bei nächster Gelegenheit oder (ii) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof zu einem späteren Zeitpunkt. Er kann dabei auch den Zug einer höherwertigen Produktklasse benutzen."

Und wenn bei bei Bauarbeiten regelmäßig Verspätungen anfallen, die auch im Navigator STUNDEN vorher prognostiziert wereden, so läßt man die Leute eben vernünftigerweise nicht ins Messer laufen!

Weiter in den BB: "9.1.4 Der Reisende kann insbesondere dann vernünftigerweise mit einer Verspätung nach
den Nummern 9.1.1 bis Nr. 9.1.3 am Zielbahnhof rechnen, wenn diese über mindestens einen der nachfolgenden Informationskanäle bekanntgemacht wurde: (i) Aushangfahrpläne und ausgehängte Informationen über Fahrplanänderungen in Bahnhöfen, (ii) elektronische Anzeigen und Lautsprecheransagen in Zügen und auf Bahnhöfen, (iii) Fahrplaninformationen aus Buchungssystemen personalbedienter Verkaufsstellen sowie (iv) verfügbare Fahrplaninformations-und Reisendeninformationsmedien, insbesondere das Fahrplanauskunftssystem im Internet unter http://www.bahn.de.";

Wenn also der DB-Navigator STUNDEN VORHER schon baustellenbedingt die sich aufbauende Verspätung (Kreuzung bei temporärer Eingleisigkeit) korrekt prognostiziert und den gebuchten Anschluss als illusorisch meldet , darf ich dem neuerdings vernünftigerweise glauben und muß nicht mehr wie früher aus Unvernunft seitens der DB ins Messer laufen. Aber wie man hier liest sehen manche das immer noch anders, so dass man sich zur Diskussion mit paragrafenreitenden Zubs gut mit Screenshots, Baustelleninfos, usw. wappnen sollte.