Frage beantwortet

Ich warte seit acht Wochen auf eine Erstattung für eine Fahrt vom 06.10.2017.Was tun?

Am 06.10.2017 wollten wir mit der Deutschen Bahn nach Hamburg fahren, 24 Stunden nach dem Sturm; zu diesem Zeitpunkt sollte man auch bei der Deutschen Bahn wissen, welche Strecken befahren werden können und welche nicht. Alle Bahnmedien (Internet, DB App, Anzeigetafeln in der Halle, am Gleis und im Zug) zeigten bis zur Abfahrt des Zuges eine planmäßige Fahrt von Frankfurt nach Kiel an. Drei Minuten nach Abfahrt des Zuges in Frankfurt wurde durchgesagt, dass der Zug nur bis Göttingen fährt, dann bis Hannover, außerplanmäßig Schluss war in Kassel, was auch den verantwortlichen Zugführer durchaus verwunderte. Laut Bahnmedien wäre Hamburg mit Privatbahnen zu erreichen gewesen, diese konnten wir dann bis Hannover nutzen; in Hannover war dann entgegen der Auskunft der Bahnmedien Schluss und es ging nichts mehr. Nicht nur für uns, sondern auch für viele andere. Serviceschalter unterbesetzt und überlaufen. Die Durchsagen verwiesen auf eine S7, allerdings auch mit Schienenersatzverkehr, ein Hinweis, welcher sich im Nachhinein auch als falsch herausstellte. Durch die Deutsche Bahn gestellte Ersatzverkehrsmittel? Nichts. Sonstige Unterstützung? Nein. An diesem Tag wurde in Hannover im öffentlichen Nahverkehr auch noch gestreikt.
Die Kommunikation mit dem Kundendialog der Deutschen Bahn ergab sinngemäß, dass man für den Sturm ja auch nichts kann, dass man ja nicht ahnen kann, dass ein Zug, welcher ab Frankfurt bis Kiel fahren soll, dorthin nicht fahren kann und dass für Erstattungen ohnehin das Servicecenter Fahrgastrechte zuständig ist. Als regelmäßigem Bahnnutzer ist mir das wohl bekannt, weswegen ich alle erforderlichen Unterlagen per POST an das Servicecenter Fahrgastrechte gesendet hatte; mit modernen Kommunikationsmitteln kann man dieses leider nicht erreichen. Bis auf eine Nachfrage habe ich vom Servicecenter Fahrgastrechte nichts mehr gehört. Dies ist inzwischen acht Wochen her.
Hamburg war von Hannover aus nur mit der Taxe erreichbar.

08122017
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"Ich warte seit acht Wochen auf eine Erstattung für eine Fahrt vom 06.10.2017.Was tun?"
-> Weiter warten.
Die Bearbeitungszeit liegt derzeit bei ca. 6 bis 8 Wochen. Einfache Fälle (nur Verspätungsentschädigung) etwas schneller, Fälle mit Aufwandsersatz (Taxi, Hotel) eher länger. Ihre Wartezeit liegt also noch im Bereich des Üblichen, zumal der Fall ja so kompliziert zu sein scheint, dass eine Rückfrage nötig war (kommt selten vor).

Ich bin auch Stammkunde beim Servicecenter Fahrgastrechte und aus langjähriger Erfahrung kann ich sagen: Das Servicecenter arbeitet langsam, aber am Ende geht nichts verloren. Alle mein Fälle sind immer ordnungsgemäß bearbeitet worden, es hat halt nur manchmal lange gedauert. Also kein Grund zur Panik - einfach entspannt weiter warten. Irgendwann kommt eine Antwort.

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"Ich warte seit acht Wochen auf eine Erstattung für eine Fahrt vom 06.10.2017.Was tun?"
-> Weiter warten.
Die Bearbeitungszeit liegt derzeit bei ca. 6 bis 8 Wochen. Einfache Fälle (nur Verspätungsentschädigung) etwas schneller, Fälle mit Aufwandsersatz (Taxi, Hotel) eher länger. Ihre Wartezeit liegt also noch im Bereich des Üblichen, zumal der Fall ja so kompliziert zu sein scheint, dass eine Rückfrage nötig war (kommt selten vor).

Ich bin auch Stammkunde beim Servicecenter Fahrgastrechte und aus langjähriger Erfahrung kann ich sagen: Das Servicecenter arbeitet langsam, aber am Ende geht nichts verloren. Alle mein Fälle sind immer ordnungsgemäß bearbeitet worden, es hat halt nur manchmal lange gedauert. Also kein Grund zur Panik - einfach entspannt weiter warten. Irgendwann kommt eine Antwort.

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Auch nach zehn Wochen hat sich nichts getan; es sieht auch immer noch nicht so aus, wie wenn dieses Thema dieses Jahr noch zu einer Lösung kommen würde... Die Deutsche Bahn lässt sich ihre Dienstleistungen sehr gut bezahlen, die Preise für Bahnfahrkarten und Reservierungen steigen schon seit Jahren regelmäßig an; der Service ist zwar in vielen Punkten besser geworden, lässt aber in Ausnahmesituationen immer noch sehr zu wünschen übrig. Ein solches Totalversagen eines Unternehmens im Hinblick auf Informationen und fehlende Beförderung wie am 06.10.2017 darf nicht passieren! Wenn man sich doch ein derartiges Versagen geleistet hat, dann darf man sich nicht hinter einem Servicecenter Fahrgastrechte verstecken. Es steht auch leider zu befürchten, dass die "zuverlässige Beförderung" auf der Neubaustrecke vermehrt zu Beschwerden führen wird und dass sich die Bearbeitungszeiten des Servicecenters Fahrgastrechte noch weiter verlängern. Nun hat sich die Schlichtungsstelle dieser Thematik angenommen.

Hallo 08122017, es tut mir leid, dass Sie solange auf eine Rückmeldung vom Servicecenter Fahrgastrechte warten müssen. Ich empfehle Ihnen, morgen dort einmal anzurufen und nachzufragen, was mit Ihrem Entschädigungsantrag ist. Die Rufnummer lautet: 0180 6 20 21 78 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf). Wenn Sie das nicht möchten, muss ich Sie leider weiterhin noch um Geduld bitten. /mi

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Nach über zehn Wochen gab es Post vom Servicecenter Fahrgastrechte. Hier kam man nach reiflichem Überlegen und gründlicher Prüfung zu dem bahnbrechenden Entschluss und Beschluss, dass das Servicecenter Fahrgastechte nicht zuständig ist, da wir die Fahrkarten bei einem Reiseveranstalter gebucht haben. Die Deutsche Bahn, welche ihre vertraglich geschuldete Leistung nicht erbracht hat, sieht sich nicht als zuständig und verweist auf das Servicecenter Fahrgastrechte. Das Servicecenter Fahrgastrechte sieht sich nicht als zuständig und verweist auf den Reiseveranstalter. Und der? Wen wundert es... Auch der Reiseveranstalter sieht sich nicht als zuständig, verweist auf das Reiserecht und verweist darauf, dass nach dem Reiserecht Verspätungen bei Pauschalreisen bis zu vier Stunden nach dem geltenden Recht als hinzunehmende Unannehmlichkeit und nicht als entschädigungsfähiger Reisemangel bewertet werden. Der Reiseveranstalter tritt erst bei Verspätungen über vier Stunden in Haftung. Schilda lässt grüßen. Bei diesem Reiseveranstalter haben wir zum letzten Mal gebucht. Eine Fluggesellschaft wollte uns eine 4 Stunden Verspätung auch so verkaufen, musste dann aber doch aufgrund eines Gerichtsbeschlusses die gesetzlich geregelte Entschädigung zahlen.
Letztlich haben wir immer noch das Problem, dass wir Geld für eine nicht erbrachte Leistung gezahlt haben und dass sich niemand hier in der Verantwortung sieht, dieses Problem konstruktiv zu lösen. Somit bleibt aktuell nur abzuwarten, wie die Schlichtungsstelle diese Thematik bewerten wird. Hier ist weder vom Kundendialog der Deutschen Bahn, noch vom Servicecenter Fahrgastrechte und schon gar nicht vom Reiseveranstalter eine konstruktive Lösung zu erwarten. SERVICE GEHT DEFINITIV ANDERS!

08122017 - Sie können gegen den Bescheid Widerspruch einlegen oder Sie wenden sich mit der Ablehnung noch einmal an unseren Kundendialog und fragen dort nach Kulanz. /ma

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Das Wort "Kulanz" kennt man beim Kundendialog der Deutschen Bahn nicht. Jegliche Kommunikation zielte bisher nur darauf ab sicherzustellen, dass keine Entschädigungen oder Kulanzzahlungen vorgenommen werden müssen. Ansonsten lässt sich nicht erklären, dass wir nach inzwischen exakt zwölf Wochen (drei Monaten!) wieder beim Schritt 1 gelandet sind. Es ist für den normalen Fahrgast auch nicht wirklich ersichtlich, dass bei einer Verspätung von mehr als zwei Stunden 50 Prozent des Fahrpreises der einfachen Fahrt erstattet werden und bei einer nicht erfolgten Leistung soll es keine Erstattung geben? Nicht nachvollziehbar sind für den normalen Fahrgast auch nicht die Abgrenzungen zwischen Deutscher Bahn und Reiseveranstalter. Die vereinbarte Leistung haben beide nicht erbracht, der Fahrgast ist aber der Dumme. Da auch die Schlichtungsstelle öffentlicher Personennahverkehr nicht unbedingt die schnellste ist (auch von dieser war bisher nichts zu hören), vermute ich einmal, dass uns dieses Thema noch eine ganze Weile begleiten wird.