Diese Frage wartet auf Beantwortung

Zug 846 fällt aus?

Hallo,

wir fahren am Freitag von Hamm (westf.) nach Berlin mit dem ICE 845/855. Laut aktueller Auskunft fährt der Zug auch. Nun habe ich dir Rückfahrt überprüft. Am Sonntag den 03.12.2017 um 15:49 mit ICE 846/856. In der Auskunft steht, dass der Zug 846 ausfällt. Fährt den der Zugteil 856 bis nach Hamm (Westf.)? Wir haben für den Wagen 33 Plätze reserviert und nach meinen Infos ist der Wagen Bestandteil des Zuges 856.

Sollte es nicht so sein, muss man den Ersatzzug nehmen oder kann man sich dann an dem Tag ein Zug aussuchen?

TiKo
TiKo

TiKo

Ebene
0
1 / 100
Punkt

Antworten

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Hallo TiKo,

Ihre gebuchten Plätze befinden sich im ICE 856. Für diesen habe ich bisher keinen Ausfall hinterlegt. /ma

MarcusGrahnert
MarcusGrahnert

MarcusGrahnert

Ebene
2
1800 / 2000
Punkte

Hallo,

der Zugteil "856" fällt am Sonntag nach aktuellem Stand zwischen Berlin und Hamm ebenfalls aus. Ab Berlin ist ein lokbespannter Ersatzzug (d.h. kein ICE) als gemeinsamer Ersatz für ICE 846 und ICE 856 vorgesehen.

Zu Ihrer Zugbindung: Vor einiger Zeit stellte ein anderer Nutzer eine ähnliche Frage:

https://community.bahn.de/questions/1486317-zug-hannover-berlin-fallt

Im Verlauf der Antwortbeiträge äußerte sich die DB wie folgt:

"...Die Zugbindung ist hier aufgehoben. /tr"
...
"Auch bei Änderung der Produktklasse gelten diese Regelungen (Regelungen bei Fahrplanänderungen im Fernverkehr). Und dies liegt ja hier vor, da statt einem ICE ein Intercity fährt. Somit kann die Fahrkarte für andere Verbindungen gültig geschrieben werden. Muss also nicht immer mit eventuellen Verspätungen zu tun haben oder siehst du dies jetzt immer noch anders? Viele Grüße /tr"
...
"Wenn ein Sparpreis für einen ICE gebucht wurde und dafür ein IC eingesetzt wird, dann gilt die Zugbindung nicht mehr.
Sparpreise sind Angebote zum Festpreis ohne Preisunterschied zwischen den Produktklassen IC/EC und ICE. Wenn ein ICE gebucht wurde und dieser ausfällt und die Reise dann mit einem IC durchgeführt wird, besteht kein Anspruch auf eine Entschädigung der Produktdifferenz. Ausnahme besteht, wenn aufgrund Verspätung/Zugausfall ausschließlich Nahverkehrszüge genutzt werden. Dann wird die Produktdifferenz erstattet, wenn der Flexpreis des Regionalzuges niedriger als das Festpreisangebot ist. /ki"

Somit ist Ihre Zugbindung aufgehoben und Sie können am 3.12. einen beliebigen anderen ICE von Berlin nach Hamm nutzen. Unabhängig davon empfehle ich Ihnen eine Reservierung für Ihre neue Verbindung, da die ICE am Sonntag Nachmittag ab Berlin in Richtung Hannover i.d.R. sehr gut ausgelastet sind.

MarcusGrahnert
MarcusGrahnert

MarcusGrahnert

Ebene
2
1800 / 2000
Punkte

Hallo /ma,

sowohl heute gegen 7 Uhr als auch jetzt ist auf der Kundenseite bahn.de der Ausfall hinterlegt:

http://www.bahn.de
Startbahnhof: Berlin Hbf
Zielbahnhof: Hamm(Westf)
Datum: 03.12.17
Zeit: 15:30 Uhr

Ergebnis:

https://picload.org/view/drcwddcw/ice856.jpg.html

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Im Hinweistext steht nur der ICE 846. Daher bitte erneut kurz vor der Abfahrt schauen, ob der Zug 856 ausfällt. Wenn doch, erhalten Sie die Kosten für die Sitzplatzreservierung erstattet. Dies macht jedes DB Reisezentrum. Den Ersatzzug müssen Sie dann so nehmen, da er nicht viel später ankommt. /si

MarcusGrahnert
MarcusGrahnert

MarcusGrahnert

Ebene
2
1800 / 2000
Punkte

Hallo /Si, prüfen Sie bitte die Auskunftsseite bzw. den Screenshot. Ich zitiere daraus (die Zeilen ganz unten): "ICE 846: Der Zug fällt aus. Es fährt ein Ersatzzug IC 2796 statt ICE 846"...

Ihre Aussage bzgl. Zugbindung klären Sie bitte mit Ihren Kollegen; deren Aussagen habe ich heute Vormittag zitiert und verlinkt. Unabhängig davon wird im IC 2796 momentan das wirklich letzte verfügbare Material eingesetzt. Kein Restaurant, in der 2. Klasse keine Klimatisierung, kein WLAN/Strom am Platz, keine sonstigen Produktmerkmale eines ICE. Es handelt sich um eine Komfortstufe, für welche schon vor 25 Jahren lediglich ein (gegenüber dem ICE niedrigerer) InterRegio-Preis verlangt wurde. Sollte Ihren Kunden unabhängig etwaiger Zugbindungsregelungen bei diesem Zugpaar (ICE 545/555/846/856/1046) nicht schon aus Kulanzgründen die Nutzung dieses Ersatzzuges freigestellt werden?

Davon abgesehen: Die knappe Verfügbarkeit des ICE 3 in diesen Wochen/Monaten war durchaus absehbar (Redesign, ETCS-Einbau etc). Es hätte rechtzeitig ein lokbespanntes Zugpaar geplant und von vornherein in den Verkaufssystemen platziert werden können.

Hinterfragen Sie zu dieser Ersatzzug-Problematik in Verbindung mit Zugbindung intern einmal das Image des Fernverkehrs, welches ein Teil Ihrer Kunden als negativ empfindet. Ersatzzüge tragen dazu bei. Ihre Kunden, ganz gleich ob Gelegenheitsfahrer oder "Profi", empfinden Stress bzw. Enttäuschung, wenn ein geplanter und erwarteter Zug incl. dessen Komfortmerkmalen nicht am Bahnsteig steht. Hält DB Fernverkehr in diesen Fällen nicht eine Kompensierung für angebracht? Mailen Sie das ruhig einmal an Frau Bohle.

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Ich kann Ihnen dazu nichts anderes sagen, da ich erneut ich Fachbereich nachgefragt habe und mir wurde bestätigt, dass dann keine automatische Aufhebung der Zugbindung erfolgt. Was die Kollegen vor Ort entscheiden, sind Kulanzen, die Sie bitte vor Ort erfragen.
Bezüglich eventueller Komforteinbußen können Sie sich an unseren Kundendialog wenden. /si

@DB | Ich hätte das auch gerne definitiv und belastbar abgeklärt. Mit dem Kauf eines ICE-Sparpreises, auch wenn dieser in Einzelfällen (!) mit dem IC-Sparpreis identisch sein sollte, erwerbe ich ja die Berechtigung, mit einem ICE zu fahren - so steht es ja auch auf dem Ticket - nämlich "ICE-Fahrkarte" oder "IC/EC-Fahrkarte" - auch wenn der Preis gleich sein sollte. Für den Preis kann ich ja nichts, den lege nicht ich als Kunde fest und somit ist es nicht in meiner Verantwortung, wenn die DB unterschiedliche Produkte zum gleichen Preis verkauft. Das ändert aber - denke ich - nichts an meinem Recht, das versprochene und bezahlte Produkt auch zu erhalten.

Wird mir nun als Ersatz lediglich ein IC (noch dazu, wie in diesem Beispiel, eine absolut minderwertige Ersatzgarnitur) angeboten, sehe ich die Zugbindung als aufgehoben an, da ich mir gerne eine annähernd gleichwertige ICE-Verbindung suchen möchte, die mir auch den Reisekomfort bietet, den ich mir vom Kauf einer ICE-Fahrkarte erwarte - mit Kulanz hat das m. E. rein gar nichts zu tun. Außerdem ist für mich die Platzreservierung eine Grundvoraussetzung für Reisen im Fernverkehr, welche aber im Ersatzzug - abweichend von den Leistungsversprechen der DB - nicht gegeben ist. Es nutzt mir nichts, das Reservierungsentgelt erstattet zu bekommen, wenn ich im Ersatzzug möglicherweise nur mit Umständen einen Platz finde oder schlechterdings die Fahrt stehend verbringen muss.

Soweit meine Begründung, weshalb die Zugbindung in einem solchen Fall sehr wohl aufgehoben werden muss - ich sehe daran gar keine Zweifel und würde dies im Streitfall auch durchsetzen, da ich mich hierbei auch juristisch auf der sicheren Seite sehe. Bitte klären Sie dies ein für alle mal mit dem Fachbereich - wie eigentlich schon unter diesem auch von 'MarcusGrahnert' verlinkten Beitrag geschehen. Vielen Dank dafür im Voraus!

Da es sich hier um ein gründsätzliches Problem handelt, übermittle ich diesen Thread nun auch mal dem Fahrgastverband Pro Bahn, damit man das dort auch mal verbraucherschutzmäßig prüfen und ggf. im Sinne aller Bahnkunden tätig werden kann, wenn schon die DB nicht von selbst zu einer kundenfreundlichen Lösung findet.

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Hallo Thomas,

wir müssen hier beachten, dass wir Fahrgastrechte und sonstige Leistungen nicht durcheinanderbringen. Im Rahmen der Fahrgastrechte kommt die DB ihrer Möglichkeit nach und stellt einen Ersatzzug. Es ist nicht geregelt, welche Komfortmerkmale dieser Ersatzzug haben muss. Bei Sparpreisen ist die Zugbindung somit nicht aufgehoben, sofern die Ankunft am Zielort nicht bei mind. +20 min liegt. Dass es hier Komforteinbußen etc. gibt, ohne Frage und es ist auch verständlich, dass Sie als Kunde dies nicht freut. Hier ist dann aber im Nachgang der Kundendialog der korrekte Ansprechpartner oder aber alternativ davor die Kollegen im Bahnhof vor Ort, die das Ticket aus Kulanz auf eine andere Verbindung gültigschreiben. /ti

@DB/ti | Sorry, aber das kann so nicht stimmen, was auch unter diesem Thread (https://community.bahn.de/questions/1486317-zug-hannover-berlin-fallt) schon ausführlich diskutiert und letztlich geklärt wurde. Zitat DB/ki: "Wenn ein Sparpreis für einen ICE gebucht wurde und dafür ein IC eingesetzt wird, dann gilt die Zugbindung nicht mehr." - Zitat Ende.

Auch wenn ich einen Sparpreis habe, steht darauf "ICE-Fahrkarte", womit ich mir - völlig unabhängig vom Preis - das Recht zu einer ICE-Fahrt erworben habe - das hat mit den Fahrgastrechten erstmal gar nichts zu tun, sondern mit DB-seitigen Leistungsversprechen. Der Ersatzzug verkehrt jedoch als IC und weist darüber hinaus nicht mal die dafür eigentlich erforderlichen Qualitätsmerkmale auf. Somit ist - aufgrund des Gattungswechsels - die Zugbindung aufgehoben und ich kann mir eine alternative ICE-Verbindung aussuchen - oder etwa nicht? Es besteht lediglich kein Anspruch auf die Erstattung einer produktbedingten Preisdifferenz, wie es beim Flexpreis der Fall wäre.

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Hallo zusammen. Kurz vorweg: Es scheint hier in der Community sehr verwirrende Antworten und verschiedene Meinungen zu dieser Thematik zu geben – auch von uns. Wir werden dazu in den nächsten Tagen auch die bemängelten Beiträge editieren, welche falsch sind.

Nun zu den einzelnen Fällen, die beispielsweise eintreten können:

  • Wenn der ICE 4711 durch den IC 29xx ersetzt wird, dann gilt die Zugbindung weiterhin auch für den Ersatzzug und die Fahrgastrechte kommen nicht zur Anwendung. Hier liegt eindeutig eine Komforteinschränkung vor, welches im Nachgang der Reise der Kundendialog vom Fernverkehr kompensieren kann. Eine bestehende Reservierung wird erstattet.
  • Sollte der ICE 4711 durch einen ICE 29xx ersetzt werden und der Ersatzzug unterliegt der Mindestverspätung von 20 Minuten am Zielbahnhof der Fahrkarte, bleibt Zugbindung ebenfalls für den Ersatzzug bestehen. Eine bestehende Reservierung wird erstattet.
  • Wenn dagegen der ICE 4711 durch einen ICE/IC 29xx ersetzt werden muss, wodurch die zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten am Zielbahnhof der Fahrkarte gegeben ist, kann der Fahrgast einen anderen Zug nutzen – Zugbindung wäre automatisch aufgehoben und Reservierung wird erstattet/umgetauscht.


Hintergrund: Die Zugnummer wird einmalig im System beim Infrastruktubetreiber DB Netz vergeben, damit der Zug mit einer eindeutigen Kennziffer identifizierbar ist. Anhand dieser Kennziffer können detaillierte Angaben (Höchstgeschwindigkeit, Zuglänge-/breite, Sicherungssysteme) zum Ersatzzug nachvollzogen werden. Das ist für die Zugdisposition wichtig, wo der Ersatzzug lang fahren darf. Nach Außen sieht es natürlich so aus, dass es ein komplett anderer Zug ist. Doch es muss nicht immer eine komplett andere Zuggarnitur sein, denn es gibt auch ICE-Züge, die fast baugleich mit dem ursprünglich eingesetzten Wagenmaterial sein können. Ersatzzüge fahren immer ohne Reservierungen und können nicht reserviert werden. Wenn eine Ersatzleistung (egal ob ICE oder Intercity-/Interregio-Wagen) gestellt wird, kommen wir unserer Beförderungspflicht nach, die wir auch erfüllen wollen. Manchmal ist es wesentlich angenehmer einen Ersatzzug anzubieten, als würde gar kein Zug für den ausgefallenen Zug fahren. Eine Aufhebung der Zugbindung macht auch gar keinen Sinn, wenn alle Fahrgäste mit Zugbindung einfach einen anderen Zug nehmen würden. Dann würde der Ersatzzug nämlich komplett leer fahren und die beteiligten Einsatzstellen brauchen diesen Aufwand nicht zu betreiben. Komforteinschränkungen (IC statt ICE, keine 1. Klasse etc.) sind sehr bedauerlich und unserer Kundendialog kann in solchen Fällen sehr kulant entgegenkommen. 

Ich bitte die falschen Bestätigungen unsererseits zu entschuldigen und ich kann es auch nachvollziehen, dass es manchmal sehr verzwickt sein kann. /ch

@DB/ch | Ich bin damit nach wie vor nicht einverstanden und das kann m. E. so auch juristisch nicht haltbar sein. Sie erläutern auch nicht, weshalb man als Fahrgast gezwungen sein soll, mit einer ICE-Fahrkarte (so steht es auch auf einem Sparpreisticket aufgedruckt) einen IC zu nutzen und was das mit den Fahrgastrechten zu tun haben soll. Der Ersatzzug hat sehr wohl dennoch seinen Sinn, denn es soll ja auch Fahrgäste geben, die zeitlich nicht so flexibel sind und die dann zwangsläufig Pünktlichkeit vor Komfort setzen müssen. Wer aber z. B. die Reisezeit zum Arbeiten nutzen möchte und muss, ist u. U. auf ein funktionierendes WLAN im Zug angewiesen - ein Leistungsversprechen, neben der Reservierung, daß mir die DB im Zusammenhang mit einer ICE-Reise macht.

Ich habe als Kunde wohl ein Recht darauf, die Leistung, auch hinsichtlich Reisekomfort, zu erhalten, die mir im Vorfeld der Buchung versprochen wurde und für die ich bezahlt habe - das hat mit Kulanz überhaupt nichts zu tun und alles andere ist reine DB-Willkür. Ich habe diese Problematik bereits an den Fahrgastverband Pro Bahn weitergeleitet und bin gespannt, wie das dort eingeschätzt wird - weil kundenfeindlicher geht´s ja kaum noch. Diese einseitige Reglementierung der Kunden ist unerträglich, während die DB offenbar meint, tun und lassen zu können, was sie will.