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Bei Sparpreis Online-Tickets mit Bahncard25; welche ID-Karte muss ich mitführen?

Ich buchte ein Online-Ticket mit BC25 nach Nürnberg und führte nur meinen Personalausweis mit.Aufgrund Verspätung des ICE musste ich eine RB "Vlexx" von Mainz nach Frankfurt nehmen. Bei der Fahrscheinkontrolle verlangte die Dame meine BC. Meinen Einwand, dass eine ID-Karte genügt verneinte sie und verlangte 60,-€ Nacherhebung.
Musste ich auf jeden Fall meine BC25 mitführen?

Anonym
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kabo
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Ja. Wenn Sie ein Ticket mit Bahncard-Rabatt buchen, muss die Bahncard auch mitgeführt werden, damit geprüft werden kann, ob Sie den Rabatt auch berechtigt in Anspruch nehmen.
Die Bahncard ist also nicht nur ID-Karte, sondern gleichzeitig auch Nachweis für die Rabatt-Berechtigung.
Den Personalausweis hätten Sie dagegen nicht mitführen brauchen, weil die Bahncard ja schon als ID-Karte ausgereicht hätte.

Allerdings war die Nacherhebung von 60€ nicht korrekt. Es hätte stattdessen 25% des Bordpreises nachgezahlt werden müssen. Das wären nur 18,65€ gewesen. (Flexpreis Mainz-Nünberg = 62€ in der 2.Klasse plus 12,50€ Bordzuschalg und davon 25%)

buenavista
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Ergänzung:
Auch den Personalausweis/Reisepass hätten Sie mitführen müssen, weil für die BC25/BC50 gilt (siehe Aufschrift auf der Rückseite der BC):
"Sie ist nur zusammen mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig und ist nicht übertragbar".

Nur eine BC100 ist ohne Ausweis gültig wegen des Lichtbildes auf der Karte.

Elementarteilchen
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@kabo
Gilt die Möglichkeit, die Differenz zum Flexpreis nachzuzahlen auch im Nahverkehr? Offiziell gibt es im NV ja gar keine Tickets zu kaufen, auch nicht mit Bordzuschlag. Insofern könnten die 60€ dann korrekt sein. Wobei man doch eigentlich die BC nachreichen können sollte und so nur eine „Strafe“ (Bearbeitungsgebühr) von 7€ zahlen muss. Zumindest bei vergessenen (nicht übertragbaren) Tickets gibt es diese Kulanz-Lösung.

Hallo Wim05,

ich habe mir jetzt einmal die Beförderungsbedingungen (§ 10 - Erhöhtes Beförderungsentgelt ) der VLEXX GmbH angeschaut. Demnach ist hier die Ausstellung eines erhöhten Beförderungsentgeltes wohl korrekt. 

Sie haben die Möglichkeit, dies innerhalb von 1 Woche, durch das Vorzeigen der Karte in einem Kundencenter, zu ermäßigen. Ich würde Ihnen empfehlen, einmal direkt den VLEXX-Dialog für Kunden zu kontaktieren. /tr

Zumal die Berechnungsgrundlage falsch wäre. Erst werden die 25% vom Flexpreis abgezogen und auf diesen kommt der Bordzuschlag. Der Bordpreis von 12,50 € wird im vollen Umfang gezahlt und nicht zu 25%. Daher wären es 28,- € gewesen.

Gruß, Tino!

kabo
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@elementarteilchen und @DB /tr
Die Nachzahlung erfolgt ja zu einem Fernverkehrsticket zu dessen Beförderungsbedingungen (BB Personenverkehr). Dass der Betreiber "vlexx" es nicht schafft, eine Nachzahlung gemäß der BB Personenverkehr zu erheben, darf eigentlich nicht das Problem des Reisenden sein.

@Tino Groß
Die von mir genannte Berechnungsmethode entspricht genau den "Bedingungen für den Erwerb und die Nutzung von BahnCards".

25% des Bordpreises sind (Flexpreis+12,50€)*0,25 und nicht (Flexpreis*0,25)+12,50€.

Siehe auch https://community.bahn.de/questions/1345578-person-ohne-bahncard-reist-statt-person-bahncard-welcher-aufpreis-entsteht-verwendung-sparpreisen

Da liegen Sie leider falsch. Der Bordpreis wird zu 100% berechnet und nicht wie von Ihnen behauptet durch die BahnCard 25 rabattiert.

Nach Ihrer Rechenweise würde sich die Nachzahlung auf 18,65 € belaufen. Abzüglich des Bordpreises von 12,50 € wären wir somit bei „nur“ 6,15 €. Und das sind sicherlich nicht 25% von 62,- €. Zudem würden Inhaber von BahnCard 25 und BahnCard 50 unterschiedlich und somit ungleich behandelt werden.

28,- € ist und bleibt die korrekte Antwort. 25% von 62,- € sind 15,50 €. Zuzüglich des Bordpreises kommt man auf 28,- €.

Im Reisezentrum zahlt der Kunde ja auch 15,50 € nach. Somit wäre im Zug der Aufpreis „nur“ 3,15 €. Und das ist schlichtweg falsch.

Gruß, Tino!

kabo
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Vielleicht könnte die DB ja mal wieder im Fachbereich nachfragen, ob sich an dieser Antwort (https://community.bahn.de/questions/1345578-person-ohne-bahncard-reist-statt-person-bahncard-welcher-aufpreis-entsteht-verwendung-sparpreisen) - durch welche ich meine Sichtweise bestätigt sehe - etwas geändert hat.

Beträgt die Nachzahlung also
a) 25% vom Bordpreis = (Flexpreis+12,50€) x 0,25
oder
b) 25% vom Flexpreis zuzuglich Bordzuschlag = (Flexpreis x 0,25)+12,50€

Falls b) - also die Sichtweise von Tino Groß - zutreffen sollte, wird der Fachbereich um Mitteilung gebeten, wie dies mit Nr. 2.3 der Bahncard-Bedingungen in Einklang zu bringen ist.

Ich verstehe den Einwand. Aber dieser Passus sagt einfach nur aus, dass bei „Nachzahlung vergessene BahnCard“ nicht der reguläre Fahrpreis (25% bzw. 50%) nachgezahlt werden muss sondern der „Bordpreis“. Und dieser wird grundsätzlich immer zu 100% auf den Fahrschein aufgeschlagen und nicht verrechnet. Denn sonst hätten wir - wie oben bereits erwähnt - das Problem dass Fahrgäste ohne BahnCard 100% Bordzuschlag zahlen, während BahnCard 25 bzw. BahnCard 50 Inhaber eine erhebliche Rabattierung erhalten. Man kann jetzt kleinlich sein ob diese Wortwahl etwas ungünstig gewählt wurde.

Gruß, Tino!

kabo
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Ich weiß ja nicht wie lange Sie schon bei der DB arbeiten. Aber ich kann Ihnen versichern, dass es früher** durchaus selbstverständlich war, dass der Bordzuschlag für Bahncard-Inhaber geringer ausgefallen ist als für nicht-Bahncard-Inhaber.

** = Vor Einführung des PEP-Tarifsystems und (wenn mich meine Erinnerung nicht trügt) auch noch lange Zeit danach.

Korrekt weil er damals noch in % ermittelt wurde. Und logisch dass ein Ticket für 100,- € (ohne BahnCard) mehr Bordzuschlag verursacht als bei 50,- € (BahnCard 50) oder 75,- € (BahnCard 25). Dieses Ungleichgewicht wurde nunmehr aufgehoben.

Hallo kabo, wenn keine gültige BahnCard 25 vorgezeigt werden kann, dann kann in einem DB Reisezentrum eine Fahrkarte „Nachzahlung“ von 25 Prozent des Flexpreises (auch bei Sparpreisen) erworben werden. Im Zug wären es 25 Prozent vom Bordpreis, welcher sich aus dem Flexpreis + Zuschlag von 12,50 Euro zusammensetzt. Die Erstattung kann dann innerhalb von 14 Tagen (bei Vorlage der gültigen BahnCard 25 + ursprüngliche Fahrkarte mit BahnCard-Rabatt + Nachzahlung) in einer DB Verkaufsstelle gegen Abzug des Entgelts von 7 Euro erfolgen. Wenn die Kollegen der Vlexx keine Preisbasis für Fernverkehrsfahrkarten haben und folglich keine Nachzahlung erstellen können, gibt es nur den Weg der Fahrpreisnacherhebung von mindestens 60 Euro. Ich hoffe, ich habe dies so richtig verstanden, worauf Sie hinauswollten? /ch

kabo
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Es ging letztendlich darum, wie hoch die Nachzahlung im Zug wäre (wenn sie denn dort erhoben werden könnte, z.B. in Zügen der DB).

a) 25% vom Bordpreis = (Flexpreis+12,50€) x 0,25
oder
b) 25% vom Flexpreis zuzuglich Bordzuschlag = (Flexpreis x 0,25)+12,50€

Am konkreten Beispiel des Fragestellers:
Mainz-Nürnberg. Der Kunde hat mit BC25 gebucht, kann aber keine BC25 vorweisen. Flexpreis 2.Kl ohne Bahncard ist 62€.
a) Der Bordpreis beträgt 62€+12,50€=74,50€. Der Kunde muss davon 25% nachzahlen, also 18,65€.
b) Der Kunde zahlt 25% des Flexpreises (62€ x 0,25=15,65€) zuzüglich Bordzuschlag von 12,50€, also 15,65€+12,50€=28,15€.

a) oder b) ?
Klare Frage - da sollte eine klare Antwort möglich sein.

kabo, ich wollte keine Wiederholung Ihres kompletten Kommentares haben. Ihre Frage habe ich im Detail in meinem zweiten Satz beantwortet. Sie machen es nur unnötig komplizierter. /ch

kabo
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@DB /ch
Der letzte Beitrag von Tino Groß zeigt, dass die Frage offenbar doch nicht klar genug von Ihnen beantwortet wurde.

Doch. Sehr wohl wurde die Frage sowohl von Christian, Norman wie auch von mir richtig beantwortet. Nur Sie rechnen falsch. Denn 25% von 62,- € ergeben bei mir keine 15,65 € sondern immer noch 15,50 €.

Guten Abend kabo, auf den Bordpreis bekommt man keinen Rabatt. Als Beispiel, man kauft im Zug eine Fahrkarte für 100 Euro. Im Zug würde man dann 100 plus den Bordpreis bezahlen, also 112,50 Euro. Wenn jetzt eine BahnCard 25 vorliegt, dann zahlt der Kunde statt 100 Euro nur 75 Euro, hinzu kommt aber erneut der Bordpreis. Demnach bezahlt er dann insgesamt im Zug 75 Euro für das Ticket und 12,50 Euro für den Bordpreis, also insgesamt 87,50 Euro.
Ich hoffe, ich konnte es jetzt anhand des Beispiels erläutern. /no

kabo
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@Tino Groß
Dass es mit nicht gelungen ist 25% von 62€ korrekt auszurechnen, ist mir sehr peinlich. Asche auf mein Haupt.

@DB/ no
Vielen Dank für Ihre Geduld. Aber irgendwie reden wir aneinander vorbei.
Wenn man kein Fahrkarte hat, zahlt man im Zug den Flexpreis plus den vollen Bordzuschlag. Das ist mir klar.
Wenn man keine Fahrkarte hat, aber eine Bahncard, dann zahlt man im Zug den BC-rabattierten Flexpreis plus den vollen Bordzuschlag. Das ist mit auch klar.

Aber wenn man eine Fahrkarte mit BC25-Rabatt hat, aber keine BC25 vorweisen kann, dann steht in den BC-Bedingungen unter Nr. 2.3 wörtlich, dass man im Zug "25% des Bordpreises" nachzahlt.
Und "25% des Bordpreises" ist NICHT das gleiche wie "25% des Flexpreises plus der volle Bordzuschlag".

Tino Groß behauptet, dass im Zug tatsächlich dann "25% des Flexpreises plus der volle Bordzuschlag" kassiert werden. Das glaube ich ihm sogar - aber das wäre ein Widerspruch zum Wortlaut der BC-Bedingungen.

Und diesen Widerspruch versuche ich zu verstehen. (Tino Groß hat diesen Widerspruch ja auch erkannt - siehe 9. Antwort von oben - meint aber dass das nur "ungünstige Wortwahl" in den BC-Bedingungen wäre.)

Ok, dann habe ich es wirklich missverstanden. Es geht also um diese Passage: "Kann der Reisende bei der Fahrkartenkontrolle in Zügen mit Fahrkartenverkauf keine gültige BahnCard vorlegen, so hat er zu dem von ihm bereits bezahlten Fahrpreis mit BahnCard-Rabatt für die betreffende Fahrt einen Betrag in Höhe von 25 % (BahnCard 25, My BahnCard 25) bzw. 50 % (BahnCard 50, My BahnCard 50) des Bordpreises ohne BahnCard-Rabatt nachzuzahlen."
Und ja, da muss ich dir zustimmen. Das klingt wirklich etwas merkwürdig. Ich gebe dies einmal zur Klärung weiter, denn die Formulierung ist wirklich missverständlich. /no

kabo
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Genau darum geht es mir. Danke!
Ich bin gespannt auf die Antwort .

Guten Morgen kabo, ich habe eine Rückmeldung zu dem Thema. Man hat zugestimmt, dass es wirklich missverständlich geschrieben ist. Dies wurde jetzt für die nächste Änderung mit aufgenommen. Diese wird voraussichtlich am Anfang des Jahres erfolgen. /no

kabo
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Vielen Dank für die Rückmeldung.

Soll ich bis zur nächsten Änderung der BC-Bedingungen warten, oder würden Sie verraten, in welche Richtung die Änderung gehen wird?

In den internationalen Beförderungsbedingungen ist der Passus in ähnlicher Form - mindestestens genau so missverständlich - übrigens auch enthalten.