Frage beantwortet

Entschädigung und Teilerstattung bei Anschlussverlust?

Liebe Community,

ich habe einen Teil der gebuchten Strecke nicht genutzt (z.B. NV im Vorlauf), da ich aufgrund einer Verspätung desselben die gebuchte Fernverbindung (Sparpreis) nicht erreicht hätte.
Werden die Kosten für die alternative Anreise zum Bahnhof (z.B. Bus, Taxi, Privat-PKW), sowie der nicht genutzte Ticketanteil erstattet? Anderenfalls wäre eine Verspätung von mindestens 60 min am Zielort entstanden, was noch höhere Entschädigungen nach sich zieht (ggf auch Übernachtung).
Oder erhalte ich die Entschädigung für letzeren Fall (Anschlussverlust im Fall der Nutzung der vorhergesehenen Verbindung)?

Eine andere Sache ist folgende: Enthalte ich auch eine Entschädigung wegen Verspätung, wenn ich die Information über den Anschlussverlust noch rechtzeitig gesehen habe und statt der gebuchten Sparpreisverbindung eine frühere (statt spätere) Verbindung genommen habe und mein Zeitverlust somit im Vorlauf liegt und nicht im Nachlauf? Schlussendlich habe ich ja in beiden Fällen Zeit verloren.

Vielen Dank für die Info

Travels
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kabo
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Zur ersten Frage:
Das Servicecenter Fahrgastrechte erstattet den nicht genutzten Ticketanteil, aber nicht zusätzlich die Kosten der alternativen Anreise. siehe hier: https://community.bahn.de/questions/1339795-ticket-wegen-bauarbeiten-teilweise-genutzt

Zur zweiten Frage: Wenn man aus Eigenintiative früher losfährt, um trotz Anschlussverlust pünktlich anzukommen, dann wird das leider nicht honoriert. Eine Entschädigung erhalten Sie dann nicht.

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Tino Groß
Tino Groß

Tino Groß

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Hallo Travels,

ich versuche die Fragen alle der Reihe nach zu beantworten.

Grundsätzlich werden Taxikosten oder alternative Fahrtkosten nur dann erstattet wenn die planmäßige Ankunft am Zielbahnhof zwischen 0:00 Uhr und 5:00 Uhr liegt und es sich um die letzte Verbindung des Tages handelt. Der NV-Vorlauf ist Bestandteil des Sparpreises und somit nicht separat bepreisbar da es sich hierbei um keine relationsbezogenen Fahrpreise handelt. Für diesen Fall kontaktieren Sie ggf. den DB Kundendialog.

In Ihrem besagten Fall hätten Sie die nächste alternative Verbindung nutzen können und hätten bei einer Verspätung von mehr als 60 min. die Fahrgastrechte in Anspruch nehmen können.

Wären Sie aufgrund einer Vorabinformation und unter Aufhebung der Zugbindung mit einem früheren Zug gefahren und wären somit pünktlich oder nur leicht verspätet (unter 60 min) am Ziel angekommen, hätten Sie gemäß der Fahrgastrechte keine Entschädigung erhalten da man hier nur von einer Verspätung am Zielbahnhof ausgeht nicht jedoch von der verlängerten Fahrtdauer bzw. der früheren Abfahrt am Startbahnhof.

Sollten noch weitere Fragen offen sein stehe ich gerne weiterhin zur Verfügung.

Gruß, Tino!

kabo
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Zur ersten Frage:
Das Servicecenter Fahrgastrechte erstattet den nicht genutzten Ticketanteil, aber nicht zusätzlich die Kosten der alternativen Anreise. siehe hier: https://community.bahn.de/questions/1339795-ticket-wegen-bauarbeiten-teilweise-genutzt

Zur zweiten Frage: Wenn man aus Eigenintiative früher losfährt, um trotz Anschlussverlust pünktlich anzukommen, dann wird das leider nicht honoriert. Eine Entschädigung erhalten Sie dann nicht.