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Die Bahn hat Schuld und der Kunde muss tragen

Ich bin gestern um mit der Verbindung von Niebüll um 20:01 Uhr nach Berlin Hauptbahnhof um 0:54 Uhr. Ich musste in Hamburg umsteigen und da ist der Haken. Die Bahn kam schon verspätet an somit war der Anschlusszug in Hamburg nicht mehr zu erreichen. Als ich Zugpersonal aufsuchte, dass sich im vordersten Teil des Zuges "versteckte", meinte dieses ich solle abwarten was sich ergibt, auf meine Frage, welchen Anschluss ich jetzt nehmen müsse. Kurz vor Hamburg kam dann doch die Durchsage, dass ein Zug um 0:45 Uhr in Hamburg Altona eintrifft und dieser nach Berlin fährt. Es wurde keine Ankunftszeit gesagt! Der Zug hielt also mit einer Verspätung von über 30 Minuten in Hamburg-Altona. Ich bin mit der S-Bahn nach Hamburg Hauptbahnhof, weil dort ja mein Ersatzzug kommen sollte. Angekommen im Hauptbahnhof, informierte ich mich beim DB- Service über den Ersatzzug. Als sie mir den Zettel mit der Bahnverbindung selbstverständlich gab, war ich entsetzt. Ankunft Berlin Hauptbahnhof um 5:33 Uhr. Ich fragte, ob ich einen Flixbus, welcher fast 3 Stunden früher da ist erstattet bekäme. Darauf blockte die Dame vom DB- Service ab. Ich nahm letzendlich doch den Flixbus und zahlte 25 Euro für die Fahrt und ich kriege keinen Cent wieder, weil auch kein Stempel im Fahrgastrechte-Formular gemacht wurde. Ich finde das ziemlich bitter für einen staatlichen Betrieb. Meine Frage: Kann ich die Kosten des Flixbus und der Verspätung irgendwie zurückbekommen?

Antworten

Zu Ihrem Fall sagen die Fahrgastrechte Folgendes aus:
"Bei einer planmäßigen Ankunftszeit zwischen 0 und 5 Uhr und einer zu erwartenden Verspätung von mind. 60 Min. am Zielbahnhof [...] werden dem Kunden die Kosten für ein anderes Verkehrsmittel bis max. 80 Euro ersetzt."
Es ist also meines Erachtens ein ganz klarer Fall, daß Sie die Buskosten erstattet bekommen. Der Stempel im Fahrgastrechte-Formular ist dafür nicht notwendig, weil sich die Verspätung auch so nachvollziehen lässt.

Füllen Sie das Formular aus und schicken es mit der Busfahrkarte (voher Kopie machen) an das Servicecenter Fahrgastrechte. Nach spätestens 4 - 6 Wochen sollten Sie von dort einen Bescheid und Ihre Erstattung erhalten.

Wenn Sie sich darüber hinaus über das Verhalten des Zug- und/oder Service-Personals beschweren wollen, was ich aufgrund Ihrer Schilderungen und des Mangels an aktiver Hilfeleistung durchaus für angebracht halte, können Sie dies beim DB-Kundendialog tun: https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/kundendialog.shtm...

Alles über Ihre Fahrgastrechte und wie Sie diese geltend machen können erfahren Sie unter diesem Link: https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht...

Ich wünsche Ihnen alles Gute und das Sie ohne weiteren Ärger zu Ihrer Erstattung kommen.

Hallo dasgehtdochnicht,

der Verlauf ihrer Fahrt war sicher nicht zufriedenstellend. Jedoch möchte ich betonen, dass sich niemand vor den Fahrgästen versteckt. Dem Zugbegleitpersonal steht ein entsprechendes Dienstabteil zur Verfügung dass sich in diesem Zug eventuell an der Spitze befand.

Gegenüber der Aussage von Herr Denkel möchte ich noch etwas anmerken:

Stellt das Eisenbahnunternehmen dem Kunden ein anderes Verkehrsmittel zur Verfügung, so hat dessen Nutzung grundsätzlich Vorrang vor einer selbst organisierten Alternative. Der Kunde kann in diesem Fall keinen Ersatz der Kosten für ein anderes Verkehrsmittel verlangen, soweit er sich nicht erfolglos um Kontaktaufnahme vor Ort mit der Fahrkartenverkaufs- oder Informationsstelle des Eisenbahnunternehmens oder Personal des genutzten Zuges bemüht hat.

Selbstverständlich steht es Ihnen dennoch frei die Fahrgastrechte in Anspruch zu nehmen. Die Kollegen prüfen den Fall und melden sich dann schriftlich bei Ihnen.

Gruß, Tino!

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"Jedoch möchte ich betonen, dass sich niemand vor den Fahrgästen versteckt."

Woher wollen Sie das wissen? Waren Sie anwesend? Haben Sie mit 'den Kollegen' aus dem betreffenden Zug gesprochen?

die Frage gebe ich gerne an Thomas Denkel weiter denn er hat ja die Mitarbeiter ebenfalls unter generallverdacht gestellt. Und ich denke er war ebenso wenig dabei wie ich.

Ich kann Ihren Hass gegen die Deutsche Bahn langsam nicht mehr lesen. Kehren Sie bitte zum Hauptthema zurück. Hier geht es darum unseren Kunden zu helfen um Tag für Tag besser zu werden.

Vielen Dank!

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Ich kann Ihr selbstherrliches Getue langsam auch nicht mehr ertragen. Wenn Sie hier unbedingt im Namen der DB posten wollen: lassen Sie sich doch den Moderatoren-Status verleihen.

InsideBahn137830
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@Timo,
Sorry, aber leider kann ich derartige Fälle bestätigen, selbst schon oft genug erlebt, und zwar genau dann wenn absehbar ist das viele Fahrgäste aufgrund Verspätung Anschlüsse nicht erreichen.
Ich glaube nicht das die Leute die hier antworten die Deutsche Bahn hassen, ( auch nich ThomasDenkel oder Benutzerin) ich glaube eher das ganz viel Luft nach oben ist und finde es ok das immer wieder anzumerken.

Hallo InsideBahn137830,

ich kann dies nur aus dem Fernverkehr berichten und dort kommt es so gut wie nie vor. Klar wenn ich in einem ICE 1 bin und im Wagen 1 sitze muss ich mitunter 8 Wagen laufen um einen Ansprechpartner zu finden weil sich dort gerade alle befinden um Informationen auszutauschen. Daher kann ich es verstehen dass ein Fahrgast „aufgibt“ einen Zugbegleiter aufzusuchen weil er nach 4 Wagen keine Lust mehr hat. Zudem hat der Beitragsersteller auch „versteckt“ geschrieben so dass man hiervon ausgehen kann dass er sich über die Lage des Dienstabteils beschweren wollte.

Dort ist aber nunmal der meiste Platz um sich einen überblick über Anschlüsse zu machen und in Ruhe zu telefonieren.

Gruß, Tino!

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@InsideBahn
Ich hab die Erfahrung auch schon häufiger gemacht. Da lassen sich die Zugbegleiter dann auch nicht mehr zur Fahrkarten-Kontrolle der Zugestiegenen blicken.

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Team

Hallo dasgehtdochnicht,

in jedem Fall empfehle ich Ihnen, sich an das Servicecenter Fahrgastrechte wegen der Erstattung zu wenden. Die Kollegen werden dies dann prüfen.
Eine Bestätigung für die Verspätung des RE 11037 benötigen Sie nicht, da die Mitarbeiter die Verspätung im System nachvollziehen können. /tr

Leo
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"@InsideBahn
Ich hab die Erfahrung auch schon häufiger gemacht. Da lassen sich die Zugbegleiter dann auch nicht mehr zur Fahrkarten-Kontrolle der Zugestiegenen blicken.

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Das ist mir auch schon sehr oft aufgefallen. Da könnten Reisende mit Flexpreis doch im Gegenzug glatt auf nicht ganz korrekte und unbürokratische Erstattungs-Gedanken kommen - erst recht wenn sie wegen des neuerdings unflexiblen Flexpreises Hin- und Rückfahrt jetzt eh immer geetrennt buchen...

Es gibt aber auch Ausnahmen, wo Zugbegleiter ungefragt mit Fomularen und Infos durch den ganzen Zug gehen, anstatt im Dienstabteil zu warten oder sich zum Telefonieren und Informieren aufteilen.

Da die planmäßige Ankunft nach 0 Uhr gewesen und eine Verspätung von mehr als 60 Minuten nicht nur absehbar sondern gewiss war, steht dem Fragesteller die Erstattung in diesem Fall zweifelsfrei zu. Eine aktive Hilfeleistung erfolgte weder durch das Zug- noch durch das Servicepersonal und eine alternative Weiterreise über Nacht mit Ankunft in Berlin um 5:33 Uhr (statt ursprünglich 0:53 Uhr) ist sicher nicht das, was man einem Fahrgast als Alternative zumuten kann. Ich würde mal sagen mit dem Bus für 25,- Euro kommt die DB da noch sehr günstig weg. Ich hätte in diesem Fall auf eine Übernachtung in Hamburg bestanden, da die Reise nicht mehr am gleichen Tag fortgesetzt werden konnte - auch das geben die Fahrgastrechte her.

Ich selbst kenne persönlich einige sehr engagierte Eisenbahner, die das vom Fragesteller geschilderte Verhalten ihrer Kollegen genau so beobachten und ebenso wenig tolerieren, wie ich und die meisten anderen Fahrgäste das tun. Ich kann nur schildern, was ich auf meinen zahlreichen Bahnreisen erlebe und demanch ist Zug-/Servicepersonal, das aktiv und helfend auf Fahrgäste zugeht, die löbliche Ausnahme, aber leider nicht die Regel. Gerade im Nah-/Regionalverkehr verbringen Zugbegleiter (soweit überhaupt dabei) nicht selten die gesamte Fahrt im Führerstand (Steuerwagen) bei reger Unterhaltung mit dem Lokführer und/oder dort noch weiterem anwesendem Bahnpersonal. Schon oft habe ich mich diesbezüglich gefragt, ob das aus Sicherheitsgründen überhaupt zulässig ist - solche Szenarien sind daher keinesfalls eine Ausnahme oder gar Unterstellungen. Ebenso wenig wie meine häufige Beobachtung, daß es im ICE-/IC-Dienstabteil bei fröhlichen Kafferunden sicher nicht immer dienstlich zugeht, während man selbst als Fahrgast schon seit 2 Stunden in der 1. Klasse auf den versprochenen "Am-Platz-Service" wartet oder um seinen Anschluß bangt.

Im Störungsfall erwarte ich als Fahrgast wohl zu recht vom Bahnpersonal Präsenz und aktive Hilfe, vor allem zu nächtlicher Stunde, wenn eine Weiterreise u. U. nicht mehr gewährleistet ist - Punkt.