Frage beantwortet

Gültigkeit der Bahncard - reisen über den Tag hinaus

Hallo,

eine Bahncard 50 ist bis zu einem Datum gültig. Wenn ich an diesem Tag noch eine Reise antrete, die jedoch erst am nächsten Tag endet (beispielsweise morgens um 01:00), ist die Bahncard dann für die ganze Reise gültig oder muss ich das Ziel bis zum Tag der unter "bis" vermerkt ist erreicht haben?

Beispiel: auf der Karte steht unter "Gültig bis" der 18.11., muss ich dann bis 18.11. 23:59 mein Ziel erreicht haben oder gilt die Bahncard auch noch bis 19.11., 01:00

stet
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Hallo stet,

streng genommen endet Ihr Anspruch auf Rabattierung am aufgedruckten Tag um 23:59 Uhr. Danach müssen Sie die Fahrt beendet haben bzw. im Besitz einer neuen BahnCard mit Gültigkeit ab 0:00 Uhr vorweisen können. Da jedoch „kalendarisch“ der Tag meist um 3:00 Uhr endet wird es niemand so genau sehen. Ein Anspruch auf diese Kulanz besteht jedoch keinesfalls.

Gruß, Tino!

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Hallo stet,

streng genommen endet Ihr Anspruch auf Rabattierung am aufgedruckten Tag um 23:59 Uhr. Danach müssen Sie die Fahrt beendet haben bzw. im Besitz einer neuen BahnCard mit Gültigkeit ab 0:00 Uhr vorweisen können. Da jedoch „kalendarisch“ der Tag meist um 3:00 Uhr endet wird es niemand so genau sehen. Ein Anspruch auf diese Kulanz besteht jedoch keinesfalls.

Gruß, Tino!

ThomasDenkel
ThomasDenkel

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Ich bin der Auffassung, daß Punkt 2.5.2 der "Beförderungsbedingungen für Personen durch die Unternehmen der Deutsche Bahn AG (BB Personenverkehr)" eine Nutzung Ihrer BahnCard-rabattierten Fahrkarte nach Ende der Gültigkeit Iher BahnCard ausschließt:

2.5.2 Die Geltungsdauer einer Fahrkarte endet bereits vor Erreichen des letzten Geltungstages, wenn ein zugrundeliegender Abonnementvertrag endet oder besondere persönliche Merkmale entfallen, die zum Bezug der Fahrkarte berechtigen.

2.5.3 Das Verkehrsunternehmen verlängert die Geltungsdauer einer Fahrkarte, wenn der Reisende infolge Verspätung oder Ausfall eines Zuges die Fahrt nicht antreten kann oder einen Anschlusszug versäumt und ohne die Verspätung oder den Ausfall die Fahrt innerhalb der ursprünglichen Geltungsdauer hätte beenden können.

Ich würde im Zweifelsfall nicht von Kulanz ausgehen, weil daß u. U. teuer werden und viel Ärger mit sich bringen kann. Die DB gesteht in der Regel nur sich selbst, aber nicht ihren Kunden Fehler/Irrtümer/Versäumnisse/Interpretationsspielräume usw. zu.

Guten Abend stet,

achten Sie vor Betreten des Zuges immer darauf ob Herr Thomas Denkel im Zug ist. Mit ihm haben Sie nicht gut lachen ;-)

Glauben Sie mir. Der Großteil meiner Kollegen (einschließlich mir) handeln im Zug mehr als kulant. Um sicher zu gehen dass es keine Probleme gibt, sprechen Sie das Zugbegleitpersonal doch vor der Fahrt aktiv an. Das wirkt meistens Wunder.

Allzeit gute Fahrt wünscht Tino!
(nur der Echte mit viel Kulanz)

ThomasDenkel
ThomasDenkel

ThomasDenkel

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@Tino Groß | Mag sein, daß Sie die Kulanz in Person sind - das würde Sie ehren. Ich habe aber schon Kollegen von Ihnen erlebt, die wegen ganz anderer Kleinigkeiten Fahrpeisnacherhebungen ausgestellt und/oder Fahrgäste des Zuges verwiesen haben - bevorzugt Kinder und Jugendliche, die sich am wenigsten wehren können. Derartige Fälle tauchen auch immer wieder mal in den Medien oder auch nicht selten hier in der Community auf (aktuelle Beispiele: https://community.bahn.de/questions/1492272-ticket-kassiert-obwohl-gultigen-fahrschein-pdf-handy-laptop-dabei oder https://community.bahn.de/questions/1457304-bahncard-unterschrieben-dafur-polizei-gerufen-betruf-vorgeworfen).

Über Fälle, in denen ich mich schon mehr oder weniger erfolgreich gegen unkompetentes bzw. zu höchst unkulantes Zug-/Kontrollpersonal zur Wehr gesetzt habe, könnte ich ein Buch schreiben. Die Sichtweise auf die DB aus Kundenperspektive ist nun halt mal leider eine völlig andere, wie Sie als DB-Mitarbeiter diese haben. Zudem können Sie nicht wissen, ob der Fragesteller in einem Zug der DB oder eines der zahlreichen "privaten" EVU unterwegs ist.

Ihre "Spitzen" mir gegenüber sind auch nicht gerade ein Beweis dafür, daß Sie einen professionellen Umgang mit Kunden pflegen. Ich habe noch von keinem anderen Teilnehmer dieser Community derartige Seitenhiebe erlebt, aber ausgerechnet Sie als bekennender DB-Mitarbeiter halten das für angebracht. Wie dem auch sei - aus Kundensicht kann ich nur weiterhin dazu raten, sich auf nichts einzulassen, was nicht 100 %-ig durch die Beförderungs- und Tarifbedingungen gedeckt ist. Wie konfliktbereit der Fragesteller ist, bleibt ihm/ihr selbst überlassen.

stet
stet

stet

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Hallo,

ich danke Ihnen, Tino, und Ihnen, Thomas, für Ihre Antworten. Ich wurde bei allem bestätigt was ich erwartete und darf zusammenfassen:

o) die Bahn/Schaffner kann Kulant sein, muss es aber nicht. Es gibt rechtlich keinen kalendarischen Betriebsschluss.
Ich denke ich möchte micht nicht darauf verlassen, vor allem weil ich - wenn es irgend geht - mit Platzreservierung reise (das ganze Gewusel beim Einsteigen und der Kampf um die Plätze finde ich maximal anstregend).

o) es gibt schlimme Schaffner. Die, die ich erlebt habe waren meist höflich, viele freundlich und agierten im Sinne der Fahrgäste statt im Sinne der Bahn. Einen schlechten Tag hat jeder mal, ich habe mich niemals schlecht behandelt gefühlt.

o) es gibt unglaublich angenehme Mitfahrer, aber auch echt schlimme. Und wenn sie schlimm sind, dann so richtig. (Ich erinnere mich an eine Frau die einen Fahrkartenkontrolleur über lange Zeit beschimpft hat, weil im Bistrowagen das Chili con Carne ausverkauft war).

o) Schaffner sein ist nicht nur einer der härtesten Jobs, er wird auch zunehmend anstregender. Mein großer Respekt an alle die ihn machen und in unangenehmen Situationen Ruhe bewahren!

o) Höre immer erst beide Seiten einer Geschichte bevor du dir eine Meinung bildest.

o) Das Internet wird zunehmend ein rauer Ort in der schon einfache Fragen Fäkalstürme (siehe Shitstorm) hervorbringen können.