Diese Frage wartet auf Beantwortung

Ticket kassiert obwohl ich einen gültigen Fahrschein (pdf am Handy und am Laptop) dabei hatte! Was nun?

Ich bin heute mit dem ICE nach München gefahren und bei meinem Ticket war Munich City incl.. In der Sbahn zum Flughafen wurde ich kontrolliert und die pdf-Datei auf meinem Handy wurde nicht als gültiger Fahrschein akzeptiert. Ich habe jedoch mehrfach angemerkt, dass ich die pdf-Datei ebenfalls auf meinem Laptop dabei habe! Dass die Datei am Laptop als Fahrschein gültig sei, hat mit dir Kontrollörin trotz mehrfachen Fragens erst bestätigt, nachdem ich mein Ticket fürs Schwarzfahren schon von ihr bekommen hatte. Als ich sie bat, mit mir auszusteigen, um das zu berichtigen erhielt ich nur die Antwort "Darum müssen Sie sich jetzt kümmern.". Meiner Meinung nach eine Frechheit noch zu verlangen, dass ich trotz gültigem Fahrschein, der laut der Kontrollörin zu akzeptieren sei, nochmals Geld zahlen soll um zu einem DB Schalter zu fahren und das (wieder gegen eine Gebühr von 7€) richtig zu stellen. Wie kann ich da jetzt am besten weiter vorgehen? Ich bin nach diesem Vorfall eigentlich keineswegs bereit irgendetwas zu zahlen! Vielen Dank für jede Antwort!

maxpk
maxpk

maxpk

Ebene
0
41 / 100
Punkte

Antworten

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Hallo maxpk, zwischen welchen beiden Stationen ist die Fahrkartenkontrolle erfolgt? Am Besten gehen Sie in eine Verkaufsstelle der DB und legen dort Ihre Fahrpreisnacherhebung (FN) und Fahrkarte innerhalb der genannten Frist auf dem Beleg vor. Wenn eine FN-Nummer auf dem Beleg genannt wird, können Sie Ihren Widerspruch auch hier mitteilen. /ch

maxpk
maxpk

maxpk

Ebene
0
41 / 100
Punkte

Ich war am auf dem Weg vom Hbf nach Ismaning. Und ich wurde kurz nach Abfahrt am Ostbahnhof bis unmittelbar vor der Ankunft in Ismaning kontrolliert.
Aber meiner meinung nach war das ja devinitv nicht mein Fehler. Oder sehe ich das falsch?

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Stehen auf dem Beleg die beiden Stationen, wo Sie während der Fahrt ohne Fahrschein angetroffen wurden? Denn wenn Sie schreiben, dass Sie kurz vor Ismaning kontrolliert wurden, dann ist dies außerhalb des City-Ticket-Bereichs geschehen und die Fahrpreisnacherhebung wäre berechtigt. Siehe auch hier die Karte vom MVV und das Haltestellenverzeichnis. /ch

maxpk
maxpk

maxpk

Ebene
0
41 / 100
Punkte

Da steht, dass es in Unterföhring festgestellt wurde. Das Ismaning nicht mehr im Geltungsbereich liegt haben die beiden Kontrollöre mir nichtmal gesagt. Das Problem lag nur an der Art meines Tickets.

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Ab Unterföhring gilt das City-Ticket nicht mehr und ich nehme an, dass genau in diesem Grenzbereich auch die Kontrollen regelmäßig erfolgen. Es tut mir leid, dass Sie jetzt dadurch Mehrkosten haben. Wenn Sie demnächst zum Flughafen fahren, buchen Sie Ihre Fahrkarte auch bis dort – zum nächstmöglichen Bahnhof am Flughafen. /ch

ThomasDenkel
ThomasDenkel

ThomasDenkel

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@DB | Mich würde aber an dieser Stelle schon noch interessieren, weshalb das Online-Ticket als PDF auf dem Handy nicht anerkannt wurde? Laut Fragesteller war dies ja die Kontrollbeanstandung und nicht das Verlassen des City-Ticket-Gültigkeitsbereichs. Vielleicht wollen Sie ja veranlassen, daß das für den Bereich der S-Bahn München zuständige Kontrollpersonal hierzu (nochmals) geschult wird:

Auszug aus den Bedingungen für den Internet-Verkauf von Fahrkarten, 6.3.3: "Ersatzweise kann in Zügen das Online-Ticket auch auf dem Display eines mobilen Endgerätes über ein pdf-Anzeigeprogramm vorgezeigt werden, wenn der Barcode in Originalgröße und die kompletten Fahrkartendaten bei aktivierter Hintergrundbeleuchtung vorgezeigt werden können".

@maxpk | Würde es jetzt nur darum gehen, daß Ihr Online-Ticket als PDF auf dem Handy nicht anerkannt wurde, hätten Sie allen Grund zur Beschwerde. Leider ist es aber so, daß die Fahrpreisnacherhebung - wenn auch aus anderem Grund - berechtigt ist, da das City-Ticket tatsächlich nur bis Unterföhring gültig ist.

maxpk
maxpk

maxpk

Ebene
0
41 / 100
Punkte

Dass ich außerhalb meines Gültigkeitsbereiches war sehe ich ja vollkommen ein! ABER dass ich von dem Personal nicht einmal darauf hingewiesen werde, dass ich nur bis Unterföhring fahren darf (wo ich schon ab dem Ostbahnhof) in diese Kontrolle verwickelt war finde ich eine absolute Frechheit oder die Kontrollöre waren sich dieser Tatsache selber nicht bewusst (was definitiv auf die Noteendigkeit bessere Schulungen deuten würde).
Was meiner Meinung nach nur tatsächlich gar nicht geht, dass die Kontrollöre trotz mehrfachen nachfragens zu keinem Zeitpunkt bereit waren mit mir auszusteigen und das zu klären. Dann wäre das erst gar nicht soweit gekommen, dass ich wegen der einen Station jetzt 60€ zahlen soll.

Wobei ich wie gesagt einsehe, dass ich da natürlich drauf hätte achten müssen. Nichts desto trotz fand ich dieses Verhalten in keinster Weise professionell oder wenigstens kundenfreundlich!

ThomasDenkel
ThomasDenkel

ThomasDenkel

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@maxpk | Ich kann Ihren Ärger sehr gut verstehen. Vor allem gehen die Kontrolleure oftmals, wie auch in Ihrem Fall, sehr willkürlich vor. Während die einen bereitwillig auch in Regionalzügen, in denen das eigentlich ausgeschlossen ist, Tickets verkaufen, kassieren die anderen wegen Nichtigkeiten 60 Euro, als würden Sie nur darauf warten, endlich jemanden zu erwischen - wegen was auch immer und ohne den Argumenten des Kunden das geringste Interesse zu schenken. Es scheint hier keine einheitliche Linie zu geben und man scheint als Kunde von der Laune und Konfliktbereitschaft des jeweiligen Personals abhängig zu sein. Ein Zustand, über den man sich bei der DB-Führung mal dringend Gedanken machen sollte, denn immerhin ist die Mehrheit der Fahrgäste ehrlich und zahlungswillig - aber halt nicht immer zu 100 % fehlerfrei, genau so wenig, wie die DB und ihr Personal dies ist.

Daß Sie Ihr Ticket als PDF auf dem Handy vorzeigen wollten, ist legitim und somit kein Grund zur Beanstandung - den Auszug aus den entsprechenden Bedingungen, auf die Sie sich berufen können, habe ich Ihnen bereits geliefert. Wenn die Kontrolle bereits ab M-Ostbahnhof stattfand, gab es zu diesem Zeitpunkt auch noch keinen Grund für eine Kontrollbeanstandung. Ich würde mich an Ihrer Stelle direkt an die DB-Konzernleitung, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin wenden. Ein Brief (per Übergabe-Einschreiben) dorthin hat mir schon in so manchem Fall geholfen. Stellen Sie darin den Fall nochmal sachlich dar und bitten um Niederschlagung der Fahrpreisnacherhebung sowie um eine adäquate Entschädigung für die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten. Was auch immer hilft, ist ein kleiner Hinweis darauf, sich vorzubehalten, sich mit dem Fall an die Presse zu wenden - die S-Bahn München ist in jüngster Vergangenheit eh schon öfter wegen übertriebener Kontrollvorgänge in die Schlagzeilen geraten.

Sollten Sie so zu keiner einvernehmlichen / zufriedenstellenden Lösung kommen, können Sie sich auch noch an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (http://www.soep-online.de) und/oder an das Eisenbahn-Bundesamt (https://www.eba.bund.de/DE/Themen/Fahrgastrechte/fahrgast...) wenden. Das Alles kann sich natürlich zeitlich sehr in die Länge ziehen und wird ein gewisses Maß an Hartnäckigkeit von Ihnen verlangen - kann aber erfahrungsgemäß durchaus zum Erfolg führen. Weisen Sie in Ihrem Schreiben an die DB ruhig dezent darauf hin, daß Ihnen diese Stellen zur Durchsetzung Ihrer Rechte bekannt sind - das macht Eindruck und zeigt, daß Sie nicht völlig hilf- und wehrlos sind.

Senden Sie eine Kopie Ihres Schreibens / Ihrer Schreiben auch an die Fahrpreisnacherhebungsstelle. Es ist ratsam, falls nicht schon geschehen, die 60 Euro innerhalb der Frist zunächst unter Vorbehalt zu bezahlen, da der nächste Schritt die Einleitung eines Inkassoverfahrens wäre, was zusätzlichen Ungemach bedeuten würde.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und würde mich freuen, wenn Sie unter diesem Thread zu gegebener Zeit abschließen darüber berichten, was dabei rausgekommen ist - das wäre für mich und andere Fahrgäste, die in eine ähnliche Lage geraten sind, auf jeden Fall interessant zu wissen.

maxpk
maxpk

maxpk

Ebene
0
41 / 100
Punkte

Vielen Dank für die super Antwort! Ich werde mich auf jeden Fall noch an die genannten Stellen wenden und den Vorfall nochmals sachlich darstellen!

Wenn ich noch zusätzliche Erklärungen von der DB selber erhalte, werde ich diese gerne mitteilen, damit sich solche fragwürdigen Situation hoffentlich in Zukunft vermeiden lassen!

Vielen Dank!

Im Grunde hat Herr Denkel recht, jedoch empfehle ich Ihnen NICHT die Fahrpreisnacherhebung zu bezahlen!
Die DB will das Geld von Ihnen haben, was nach Ihren Aussagen falsch ist,
da nur beanstandet wurde, dass das Ticket nicht ausgedruckt war.

Zum Kontrollzeitpunkt waren Sie, wenn ich dies richtig verstand, im Geltungsbereich des City-Tickets.
Ich gehe jetzt davon aus, dass Sie -spätestens nach Hinweis seitens des Prüfers- am Endbahnhof des City-Bereiches ausgestiegen wären und einen Anschlussfahrschein erworben hätten.

Es ist taktisch unklug, die FN zu bezahlen.
Sollte die DB nach Einspruch zu diesem Fall ein Inkasso-Unternehmen einschalten,
so müssen Sie auf deren Forderungen nicht eingehen.
Der Bahn bliebe dann nur das amtliche Mahnverfahren, welches Sie ohne Begründung ablehnen können.
Dann müsste die DB Sie wegen 60 Euro verklagen und den Anspruch nachweisen können!
In Ihrem Fall bestehen erhebliche Zweifel an der Maßnahme, was dem Anspruchsnachweis zu Gute käme (aus Ihrer Sicht).

Heben Sie unbedingt den Fahrschein für mind. 3 Jahre auf!
Speichern Sie sich den bitte mehrmals auf unterschiedlichen Datenträgern, ebenso Scann-Kopien der Fahrpreisnacherhebung.
Und informieren Sie sich bitte in Zukunft besser über das City-Ticket und dessen Gültigkeitsgebiet ;-)