Frage beantwortet

Wie bucht man ein Online-Ticket für zwei Personen die verschiedene BahnCards besitzen?

Ich habe gerade den Versuch unternommen, auf www.bahn.de in einem Buchungsvorgang ein Ticket für mich und einen Mitreisenden zu buchen.
Ich habe einen Account auf www.bahn.de und bin im Besitz einer BC 50, 2. Klasse. Der Mitreisende hat eine BC 25, 2. Klasse.
Auf der ersten Seite habe ich ausgewählt: 2 Reisende, (1.) Erwachsener mit BC50, (2.) Erwachsener mit BC25. Dann habe ich das Flexpreisangebot ausgewählt, mich eingeloggt und die Fahrkarte für zwei Personen mit Platzreservierung für 2 Personen gebucht und mit Kreditkarte bezahlt.
Erhalten habe ich zwei getrennte Fahrkarten - einen für den BC25- und einen für den BC50-Reisenden -, beide Tickets mit derselben Auftragsnummer, auf beiden Tickets stand mein Name. Allerdings waren der Gesamtpreis der Tickets und die Reservierung auf dem Ticket für den BC25-Reisenden ausgewiesen. ICH bin jedoch als Buchende Besitzerin der BC50 - und hatte diese BC in der Buchungsmaske auch zuerst eingegeben (und außerdem war ich bei der Buchung ja auch mit meinen Daten eingeloggt).
Das erschien mir merkwürdig. Also rief ich für 20 Cent beim Online-Service an. Die Dame dort teilte mir dann mit, dass es nicht möglich sei, ein Ticket für zwei Personen mit verschiedenen BahnCards zu buchen. Man erhalte dann eben zwei Tickets, auf denen aber der gleiche Name stehe. Und das sei nicht erlaubt.
Ich erwiderte, dass mir die Möglichkeit, ein Ticket für mehrere Personen mit verschiedenen BahnCards zu buchen, doch bereits auf der ersten Seite ausdrücklich angeboten wird und dass die von mir eingegebenen Daten dann auch auf der zweiten Seite so angezeigt worden sind und im Flexpreis die Kosten für eine einfache Fahrt mit BC50 und BC25 addiert wurden.
Um Ärger bei der Kontrolle zu vermeiden, wurde dann der gesamte Vorgang einschließlich Reservierung und Zahlungsentgelt wieder storniert und ich habe die Tickets einzeln gebucht.
Da ich aber in nächster Zeit häufiger in die Situation kommen werde, Tickets für Mitreisende mit BC25 buchen zu müssen, hätte ich gerne eine verbindliche Auskunft, ob dies tatsächlich nicht möglich ist (wie von der DB-Mitarbeiterin behauptet) oder was dabei zu beachten ist.

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Hallo Benutzerin,

es ist mir ja fast schon eine Ehre Ihre Frage heute beantworten zu dürfen.

Die Dame an der Hotline hatte bis zu dem Punkt recht dass beide Tickets nicht über ein und dieselbe Person laufen dürfen. Diese Auskunft war leider falsch. Denn es ist technisch nicht machbar auf einem Ticket zwei unterschiedliche BahnCard Typen abzubilden. Dies hat unter anderem auch was mit unterschiedlichen Konditionen zu tun wenn ein Ticket zum Sparpreis und das andere zum Flexpreis gebucht wurde.

Früher fand man auf dem Online-Ticket immer noch die Info, dass beide Tickets unter einer Auftragsnummer laufen und somit nur eine ID Karte vorgelegt werden muss. Leider ist dieser Hinweis verschwunden. Die gleichlautende Auftragsnummer signalisiert jedoch dass es sich um eine Buchung aber mit unterschiedlicher BahnCard handelt. Von daher hätten Sie die Fahrkarten nicht stornieren müssen.

Gruß. Tino!

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Hallo Benutzerin,

es ist mir ja fast schon eine Ehre Ihre Frage heute beantworten zu dürfen.

Die Dame an der Hotline hatte bis zu dem Punkt recht dass beide Tickets nicht über ein und dieselbe Person laufen dürfen. Diese Auskunft war leider falsch. Denn es ist technisch nicht machbar auf einem Ticket zwei unterschiedliche BahnCard Typen abzubilden. Dies hat unter anderem auch was mit unterschiedlichen Konditionen zu tun wenn ein Ticket zum Sparpreis und das andere zum Flexpreis gebucht wurde.

Früher fand man auf dem Online-Ticket immer noch die Info, dass beide Tickets unter einer Auftragsnummer laufen und somit nur eine ID Karte vorgelegt werden muss. Leider ist dieser Hinweis verschwunden. Die gleichlautende Auftragsnummer signalisiert jedoch dass es sich um eine Buchung aber mit unterschiedlicher BahnCard handelt. Von daher hätten Sie die Fahrkarten nicht stornieren müssen.

Gruß. Tino!

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Vielen Dank für die Ehre Ihrer Antwort! :-)

Meine Irritation ist erstmal dadurch entstanden, dass die ausführlicheren Buchungsdaten auf dem (in der Reihenfolge ersten) BC25-Ticket aufgeführt waren - obwohl ich, wie erwähnt, die (meine) BC50 für den ersten Reisenden in die Maske eingegeben habe.
Wenn man sich die beiden Tickets dann ansieht, wirkt es so, als sei "Benutzerin", deren Name auf beiden Tickets steht, die 'Ticketinhaberin' (was korrekt ist) und Besitzerin einer BC25 (was falsch ist), der Mitreisende Besitzer der BC50 (was ebenfalls falsch ist).

Eine Kombination aus Flex- und Sparpreis wurde mir übrigens nicht angeboten, obwohl bei Einzelbuchung noch ein BC25-Sparpreis verfügbar war.

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Hallo,
ausgehend von der gleichen Konstellation - ich habe eine BC 50, meine Mitfahrerin eine BC25 - möchte ich gerne die aktuell wieder verfügbaren 19,90€ Tickets mit Rabatt für eine gemeinsame Fahrt nutzen. Ich weiß, dass man für die BC50 dafür nur den Fernverkehr nutzen darf.

Also suche ich getrennt von FFM Hbf nach Freiburg und finde 19,90€ Tickets, mit BC25 oder BC50 Rabatt korrekt für jeweils 14,90€ je Strecke. Soweit, so gut.

Ein gemeinsames Ticket mit kombinierter BC25 und BC50 ergibt sehr verwirrende Preise, die sich irgendwie aus den "normalen" Sparpreisen ab 29,90 ableiten lassen. Auch der Hinweis, man solle lieber getrennt buchen erscheint.
Auch wenn es preislich auf den Cent exakt das gleiche Ergebnis liefert, ist es wahrscheinlich dennoch nicht gestattet, für mich einfach BC25 anstatt BC50 anzugeben?

Warum ist es scheinbar so schwer, das Ticket für zwei Personen mit unterschiedlichen BC Rabatten zu generieren? Und warum wird dann trotz allem die Kombination überhaupt angeboten?

Ich möchte nämlich

  • Nur ein einziges Ticket haben, dass ich per App vorzeige
  • Kein papierbehaftetes Ticket drucken
  • Alles in einer Transaktion bezahlen, um meinen 15€ Aktionsgutschein einzulösen, der einen Mindestbestellwert hat (49,90€, nicht erreichbar mit einer einfachen Hin- und Rückfahrt)

Lg hook

Guten Abend hook,

die Abbildung auf einem Ticket hatte ich bereits in der ersten Antwort angesprochen. Die BahnCards bzw. die dazugehörigen - teils unterschiedlichen - Ticketarten haben mitunter unterschiedliche Angebotskonditionen. Daher werden grundsätzlich Sparpreis und Flexpreis sowie BahnCard 25 und BahnCard 50 nicht auf einem Ticket dargestellt. Hier erhält der Kunde grundsätzlich zwei Fahrscheine die jedoch einen Auftrag darstellen.

Gruß, Tino!

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Hallo Tino,
ok kann nachvollziehen dass man es nicht auf einem gemeinsames Ticket drucken kann. Letztlich klingt es nach der Ausrede eines Informatikers :-) Ich glaube dass dieser Fall gar nicht so selten vorkommt.

Nun gut, aber selbst wenn es zwei getrennte Tickets werden, sollte es dennoch möglich sein, die Buchung für zwei Personen in einem gemeinsam Auftrag zu erfassen. Insbesondere die Berücksichtigung von Rabatten auf Sparpreisen und die Verfügbarkeit der 19,90€ Tickets funktioniert einfach nicht.

Ich erhalte bei der direkten Suche (also noch nicht mal über den Sparpreisfinder) für die Relation "Frankfurt am Main Flughafen Fernb - Freiburg (Breisgau)" (Ab 7:51 ICE 101) die folgenden Preise:

  • 2x Mit BC25 => 28,90€ (14,90 je Ticket, ok)
  • 2x Mit BC50 => 28,90€ (14,90 je Ticket, ok)
  • 1x BC50, 1xBC25 => 52,30€ (29,90€ + 22,40€ ?)

Zusätzlich erhält man den Hinweis:
"Hinweis: Sie haben für mehrere Personen angefragt. Bei Angeboten ohne BahnCard 50-Ermäßigung kann es möglicherweise günstiger sein, getrennte Buchungsanfragen zu stellen."

Am einfachsten wäre es ja anstatt BC50 einfach BC25 anzugeben, aber das ist wohl nicht zulässig.
Mich wundert halt, dass bei der kombinierten Buchung völlig anders gerechnet wird. Interessanterweise schlägt das System selbst vor, man solle anders suchen, obwohl die Möglichkeit mit unterschiedlichen Rabatten ja explizit gegeben ist.

Das lässt sich meiner Meinung nach auch nicht mit Konditionen und Verfügbarkeit etc erklären, sondern einfach, weil das System es halt nicht kann.

Wenn doch schon zwei getrennte Tickets erstellt werden (müssen), dann können diese doch auch jedes für sich die ermäßigte Sparpreis-Variante sein, und dann muss man nur die Summe bilden.

Fließen denn Diskussionsbeiträge in die Entwicklung mit ein? Oder gibt es eine andere Stelle, an der man solche konkreten Wünsche (und nicht die Fragen) stellen kann?

Lg hook

Hallo hook, es geht hierbei jedoch um den Unterschied, dass zwei unterschiedliche Ermäßigungskarten eingesetzt werden. Aus dieser Thermatik heraus erhalten Sie zwei eigenständige Fahrkarten, jedoch unter einem Buchungsauftrag zusammengefasst. Bei der Buchung können Sie nur die jeweiligen BahnCards angeben, die Sie und Ihre Mitreisenden auch tatsächlich besitzen. Gerade bei Auslandsbahnen und bei unseren Mitbewerbern in Deutschland wird darauf geachtet, dass die richtigen BahnCards vorliegen. Sie können daher keine BahnCard 25 angeben, wenn in Ihrem Beispiel nur eine BahnCard 50 vorliegt. Da auch die Fachbereiche hier in die Service-Community schauen, wird das auch entsprechend zur Kenntnis genommen, um eventuell das in die neue Programmentwicklung mit einfließen zu lassen. Dies wird jedoch nicht von heute auf morgen geschehen, da die Programmierung bei der Angebotsvielfalt sehr komplex. /ch

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"Das lässt sich meiner Meinung nach auch nicht mit Konditionen und Verfügbarkeit etc erklären, sondern einfach, weil das System es halt nicht kann."

Ich lese und schreibe jetzt schon eine Weile hier im Forum mit (und bin auch viel mit der Bahn unterwegs) und muss leider immer wieder feststellen, dass die sogenannte IT-'Fach'abteilung eine einzige Katastrophe ist. Es scheint auch überhaupt kein Qualitätsmanagement zu existieren.
Wäre die Bahn kein Monopolist, könnte sie sich so ein Chaos im Buchungssystem und so viel Kundenfeindlichkeit nicht leisten.

Die unterschiedlichen Kontingente an Sparpreistickets für BC25 und BC50-Besitzer sind der Grund allen Übels. Wenn man diese Kontingente einfach zusammenfassen würde, gäbe es das hier beschriebene Problem nicht; dann könnte man einfach "2 Tickets mit BC" verkaufen.

Manchmal frage ich mich, warum die DB das an sich einfache System "Tarife bei Bahnfahrten" unnötig verkompliziert.

Hallo Hardy,

und nun nehmen wir mal an beide BahnCards liegen nicht vor. Auf welcher Grundlage wird dem Fahrgast dann die Nachberechnung erstellt?

  • 1x BC 25 und 1x BC 50?
  • 2x BC 50?
  • 2x BC 25?

Wenn Sie mir diese Frage beantworten können, bin ich gerne bei ihnen. Bis dahin bleibt alles so wie es ist.

Gruß, Tino!

Hallo Tino,

die Frage verstehe ich so, daß im Zug bei der Kontrolle die BahnCards nicht vorgelegt werden können, und es dann zu einer Nachberechnung kommt. Dann zahlen die beiden Fahrgäste ganz einfach zweimal den Normalpreis (auch Flexpreis genannt, evtl. zuzüglich Bordzuschlag), abzüglich des auf der Fahrkarte ausgewiesenen, schon gezahlten Sparpreises.

Insofern ist das kein Gegenargument gegen meinen Vorschlag, einfach eine (jegliche) BahnCard bei der Berechnung von Sparpreisen zuzulassen.

Sorry wir können aber nicht einfach so die Grundlagen für die Nachberechnung bei vergessener BahnCard ändern. Zumal nach Ihrer Berechnung jeder Fahrgast - trotz gleicher Strecke - unterschiedlich behandelt werden würde. Der Flexpreis für die Strecke X kostet einheitlich. Der Sparpreis für die gleiche Strecke kann jedoch zwischen 19,- € und 119,- € variieren. Wie erklären Sie nunmehr zwei Gegenüber sitzenden Fahrgästen diesen Preisunterschied weil jeder eine andere Sparpreisstufe bekommen hat?

Auf diese Antwort bin nunmehr gespannt.

Gruß, Tino!

Es geht auch noch einfacher. Die Sparpreise abschaffen und einfach nur noch den "Normalpreis" von jedem Fahrgast verlangen. So war das in der "guten, alten Zeit". Preisdifferenzierung gab es damals auch, nämlich Tickets in der 1., 2. und 3. Klasse, und vergünstigte Gruppentickets, aber sonst keine. Und wenn die Bahn keine Sparpreise mehr anbietet, kann sie im Gegenzug den Normalpreis günstiger machen und verdient immer noch gleich viel Geld, und wir Fahrgäste zahlen unterm Strich gleich viel.

Aber ich kann leider nicht entscheiden, daß wir wieder dorthin kommen. Ich wäre auf jeden Fall dafür.