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Ist ein Umweg zum ursprünglichen Umweg ohne Zugbindung gestattet?

Ich habe für den 4.11. ein Ticket (Sparpreis) von Scheeßel (Abfahrt ursprünglich 6:35 Uhr) nach Magdeburg via Hamburg und Berlin. Wegen SEV zwischen Scheeßel und Hamburg ist die Zugbindung aufgehoben.

Darf ich die Reise um 6:09 Uhr in Bremen antreten und von dort zunächst nach Berlin fahren, obwohl ich dann bereits in einem Zug sitze, der bis Magdeburg fahren würde?

Dass ich ohne Zugbindung auch andere Strecken nutzen darf weiß ich, nur bin ich mir nicht sicher, ob das einen solchen Umweg zum Umweg abdeckt. Besten Dank für alle Hinweise!

Gelegenheitsvielfahrer
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Antworten

Dazu wäre es wichtig zu wissen, was genau auf Ihrem Ticket steht, insbesondere auch der Wegetext unter "VIA". Bei einem Online-Ticket ist diesbezüglich nicht die darauf abgedruckte Reiseauskunft, sondern im oberen Drittel der Abschnitt "Fahrkarte" interessant. Wenn daraus die Reihenfolge Hamburg - Berlin - Magdeburg eindeutig hervorgeht, würde ich behaupten, daß Sie diese auch so abfahren dürfen. Wenn dies mit Iher ursprünglich gebuchten Verbindung nicht mehr möglich ist, dann eben mit einer geeigneten Ersatzverbindung. Sollte der Umweg über Berlin jedoch gar nicht auf dem Ticket stehen, wäre ich vorsichtig. Um ganz sicher zu gehen, können Sie sich ja Ihre gewünschte neue Verbindung in einem DB-Reisezentrum oder an einer DB-Information im Bahnhof noch bestätigen lassen, um diesbezügliche Diskussionen mit dem Zugpersonal zu vermeiden.

Gelegenheitsvielfahrer
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Vielen Dank für die Antwort. Ja, Berlin wird unter via genannt.
Muss doch auch genannt werden, weil ich ja dort nach Plan einen FV-Zug verlasse. Oder hab ich was falsch verstanden?

Guten Morgen Gelegenheitsvielfahrer, das geht so nicht, da Sie das Ziel ja bereits passieren würden und somit über dem Ziel der Fahrkarte hinaus fahren. Auch wenn Sie es mit einem anderen Weg gebucht haben, gilt noch immer das Endziel auf der Fahrkarte, welches Sie ja dann erreichen würden, bevor Sie über Berlin fahren. /no

buenavista
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Wenn der Aufenthalt in Berlin geplant war, würde ich versuchen eine andere Streckenführung zu benutzen, z.B. Scheeßel-Bremen mit NV, dann Bremen, Hannover nach Berlin mit FV und schließlich von Berlin nach Magdeburg mit NV. Das sollte nach den Fahrgastrechten ("Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof") meiner Meinung nach möglich sein.

Über Bremen können Sie ja trotzdem nicht fahren, da Sie sich ja von dem eigentlichen Ziel entfernen. Die Aufhebung der Zugbindung berechtigt ja nicht gleich zur Rundfahrt. Wenn Sie zwingend nach Berlin fahren möchten, nutzen Sie bitte dann die Strecke über Hamburg, wenn auch durch den SEV dies komplizierter geworden ist. /no

buenavista
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>Über Bremen können Sie ja trotzdem nicht fahren, da Sie sich ja von dem eigentlichen Ziel entfernen.

Warum? Diese Route wird als verkehrsüblicher Weg in der Fahrplanausunft angeboten (ohne via-Eingabe).

Stimmt, mein Fehler. Da hatte ich etwas übersehen. Dennoch ist es eine andere Situation über Bremen und Hannover zu fahren, da man ja dann sozusagen auch wieder am Ziel vorbei fährt. Daher wäre es das beste, Sie nimmt den Umweg weiterhin über Hamburg, so wie auch gebucht. Alles andere könnte Diskussionen im Zug auslösen. Dies ist dann vom Personal abhängig. /no

@DB/no | Ganz verstehe ich das aber nicht. Wenn ich einen Fahrschein bewusst über bestimmte Vias buche, dann mache ich das ja nicht zum Spaß, sondern weil ich dort auch wirklich hin möchte. Jetzt nimmt die DB eine Fahrplanänderung vor, wodurch das Erreichen des 1. Vias sehr umständlich würde (SEV) weshalb ich darauf verzichte und auf eine für mich angenehmere Verbindug wechsele, welche aber dummerweise auf direkterem Weg bereits zuerst über den Zielbahnhof und erst dann zum gebuchten 2. Via führt, den ich aber unbedingt erreichen möchte. Daher bin ich schon der Meinung, daß das Ticket erst dann abgefahren ist, wenn ich über den 2. Via das Ziel erreicht habe. Dafür spiel es für mich keine Rolle, daß der Zielbahnhof dabei schon mal durchfahren wird, weil das ja nicht mein Verschulden ist. Hätte die DB kein Ticket verkauft und danach den Fahrplan geändert, hätte ich als Fahrgast das Problem doch gar nicht. Die DB ändert die Fahrpläne, wie sie dazu lustig ist, aber die Fahrgäste sollen sich dennoch strikt an die Regeln halten - es ist immer wieder das selbe, verdrußreiche Spiel ...

@Gelegenheitsvielfahrer | Ich würde an Ihrer Stelle ins nächstgelegene DB-Reisezentrum gehen und Ihre Situation, die ja durchaus nachvollziehbar ist, erklären. Dort sollte es eigentlich kein Problem sein, Ihnen das Ticket für die gewünschten Züge gültig zu schreiben. Am besten, Sie lassen sich dort zudem den neuen Fahrplan, so wie von Ihnen gewünscht, ausdrucken und nehmen diesen dann auf die Reise mit. Eine Garantie, nicht auf uneinsichtiges Zugpersonal zu stoßen, gibt es aber halt leider nicht. Dennoch haben Sie die Situation, in welche Sie die DB-seitige Fahrplanänderung gebracht hat, ja nicht zu verantworten. Leider müssen sowas dann aber doch immer wir Fahrgäste ausbaden.

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Noch eine Ergänzung zu meiner Frage: Dass ich auf dem Weg von Bremen nach Berlin "in einem Zug sitze, der bis Magdeburg fahren würde" sollte nicht heißen, dass ich Magdeburg mit diesem Zug passiere. Das wurde offenbar missverstanden.

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Laut dem netten Onkel im Reisezentrum ist die Fahrt via Bremen/Hannover/Berlin "absolut gar kein Problem".