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Zugbindung bei Sparpreis Europa (Schweiz bzw. Österreich)?

Hallo,
ich habe vor einiger Zeit einen Sparpreis Europa von Chateau-d'Oex nach Rosenheim mit Transit durch Österreich gebucht. Gültig ist das Ticket von 27.10.17 bis 31.10.17; die Wegevorschrift lautet: <1185>Montreux*Lausanne*(Biel/Bern)*Zuerich*Buchs(SG)*<1181>Innsbruck*<1080>(30.10.2017)Kufstn 21:26 EC82. Bedeutet dies nun, dass ich lediglich im EC 82 am 30.10. zwischen Kufstein und Rosenheim Zugbindung habe und zuvor jeden beliebigen Zug innerhalb der Geltungsdauer nutzen darf? Wäre es auch möglich, die Reise ab der Schweiz erst am 31.10. anzutreten und am selben Tag mit dem Ticket noch bis Kufstein zu fahren? (Dass ich dann mit dem Fahrschein nicht mehr weiter nach Deutschland komme, da die Zugbindung bereits am 30.10. ist, ist mir bewusst.)
Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Fragen.

Antworten

Für den "Sparpreis Europa Schweiz" gilt die spezielle Regelung, daß Sie an den Zug gebunden sind, mit welchem Sie die Schweizergrenze überqueren und zwar ab dem letzten Halt auf Schweizer Seite, der kein Grenzbahnhof ist - in Ihrem Fall also ab einem Halt vor Buchs und das natürlich auch an dem laut Ticket gebuchten Reisetag. Bis dahin sind Sie lediglich an die Strecke, nicht aber an einen bestimmten Zug gebunden. Ab dem ersten Halt auf österreichischer Seite haben Sie wieder freie Zugwahl über die gebuchte Strecke bis Kufstein, von wo ab dann Ihre Zugbindung am 30.10. auf den EC 82 beginnt. Die Überquerung der Schweizergrenze am 31.10. ist mit Ihrem Ticket also keinesfalls möglich.

Vielen Dank für Ihre Hilfe. Das mit der Zugbindung ab dem letzten Halt vor der Schweizer Grenze hatte ich bereits woanders gelesen; ich dachte bisher nur, dass sich das ausschließlich auf grenzüberschreitende Fahrten zwischen der Schweiz und Deutschland bezieht, nicht jedoch auf Reisen zwischen der Schweiz und Österreich. Zudem frage ich mich, weshalb der entsprechende Railjet, mit welchem ich von Zürich nach Innsbruck fahre, nicht in der Wegevorschrift erscheint. Züge, an welche ich zwingend gebunden bin, müssten dort doch eigentlich ersichtlich sein.

Mit der Darstellung der Zugbindung auf den Tickets kommt es, gerade im Transfer durch Österreich, leider immer wieder zu Problemen. Mal werden innerschweizer Züge dargestellt, für die gar keine Zugbindung besteht, ein andermal - wie wohl in Ihrem Fall - erscheint die Zugbindung gar nicht im Wegetext. Ärgerlich, daß dadurch immer wieder Fahrgäste in Erklärungsnot kommen. Dazu kann sich vielleicht hier DB-seitig noch einer der Moderatoren äußern.

Hallo SBBVielfahrer,

mag sein, dass ich irgendwas übersehe. Wie genau haben Sie das Ticket gebucht? Steht auf dem Ticket wirklich Sparpreis Europa Schweiz? Laut internationalen Beförderungsbedingungen heißt es zum Geltungsbereich:

Es werden durchgehende Fahrkarten zum Angebot „Sparpreis Europa Schweiz“ in die Schweiz und über die österreichische Transitstrecke Lindau – St. Margrethen ausgestellt, soweit die gewünschte Verbindung in den elektronischen Vertriebssystemen der DB enthalten ist.

Demnach dürfte für die Verbindung über Kufstein systemseitig gar kein Sparpreis Europa Schweiz ausgestellt werden. /ti

Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Also, gekauft habe ich das Ticket wie gewöhnlich auf bahn.de. Da die Verbindung über Innsbruck schneller ist als jene über Lindau, habe ich wissen wollen, ob auch für diese Strecke ein Sparpreis ausgegeben wird. Und siehe da, ein solcher wurde mir auch prompt angezeigt. Ohne lange zu überlegen, habe ich diesen gebucht. Ob es aber nun ein Sparpreis Österreich bzw. Schweiz ist, steht nicht auf der Fahrkarte; es ist lediglich von einem "Sparpreis Europa" die Rede. Das interessante an der ganzen Sache ist, dass wenn ich heute genau das selbe Ticket buchen möchte, mir plötzlich nur noch "unbekannnter Auslandstarif" angezeigt wird.

So einen ähnlichen Fall, ebenfalls über Innsbruck und zu einem sehr günstigen Preis, hatte ich selbst auch schon mal und damit insbesondere den ÖBB-Zugbegleiter zum Erstaunen gebracht, der das noch nie vorher gesehen und nur mit einigem Widerwillen anerkannt hat.

Irgendwie hat die DB das mit den Tickets in die und aus der Schweiz nicht ganz im Griff und ausbaden muß das im Zweifel immer der Kunde. Manchmal lassen sich - wie in diesem Fall - die "abenteuerlichsten" Verbindungen buchen, ein andermal dafür wieder ganz gewöhnliche nicht. Alles sehr seltsam und wenig kundenfreundlich ...

Was Sie heute angezeigt bekommen, ist auch vollkommen korrekt, da es dem Tarif entspricht. Wenn Sie die vorige Fahrkarte so buchen konnten, können Sie diese aber trotzdem auch so nutzen. Dass ein tariflich nicht korrektes Angebot auf bahn.de gebucht werden kann, kann Ihnen ja schließlich nicht zur Last gelegt werden.

Ich habe das Thema aber mal mitgenommen und an den Fachbereich gegeben. /ti

Vielen Dank nochmal für die Hilfe von beiden Seiten. Abschließend würde mich von der DB noch interessieren, wie es jetzt um die Zugbindung dieses „speziellen“ Tickets steht. Habe ich, wie etwas weiter oben von Thomas Denkel beschrieben, bereits beim Überqueren der Schweizer Grenze Zugbindung, oder bin ich, wie ursprünglich von mir vermutet, lediglich zwischen Kufstein und Rosenheim zuggebunden? Immerhin liegt durch den Systemfehler in meinem Fall ja kein normaler Sparpreis Europa Schweiz vor, weshalb die diesbezüglichen Regelungen nicht in gewohnter Weise zutreffen sollten. Desweiteren ist im Wegetext explizit nur der EC 82 zwischen Kufstein und Rosenheim angegeben.

Könnte ich bitte eine Antwort bekommen, die etwas präziser auf mein Anliegen zugeschnitten ist? Für welche Züge bzw. Streckenabschnitte bin ich konkret zuggebunden? Dass auf dem DB-Teilstück zwischen Kufstein und Rosenheim im EC 82 Zugbindung besteht, ist mir klar. Aber wie sieht es jetzt konkret auf dem SBB- bzw. ÖBB-Abschnitt aus? Im Reiszentrum wurde mir heute erklärt, ich hätte dort keine Zugbindung, da kein entsprechender Zug im Wegetext vermerkt sei.

Ich habe zu diesem Fall auch noch ein paar Gedanken, die ich gerne loswerden möchte - vielleicht hilft Ihnen ja Folgendes weiter:

Haben Sie
1) ein selbst ausgedrucktes Online-Ticket, aus dem Ihre gebuchte Verbindung hervorgeht? Oder
2) lediglich online gebucht und sich das Ticket per Post schicken lassen?

Wenn 1) zutrifft, müssen Sie damit rechnen, daß das SBB-Zugpersonal sich die gebuchte Verbindung anschaut und dann nach der nun mal geltenden Regel verfährt, daß Sie für die Grenzüberquerung an den gebuchten Zug gebunden sind. So wird das auch bei der Grenzüberquerung CH/A in St. Margrethen im Transfer durch Österreich über Bregenz - Lindau gehandhabt. In Österreich gibt es für von der DB ausgestelle Fahrscheine keine Zugbindung.

Wenn 2) zutrifft, wäre die gebuchte Verbindung für das Zugpersonal nicht ersichtlich, so daß es m. E. zu keinen diesbezüglichen Komplikationen kommen kann.

Im Zweifel würde ich immer davon ausgehen, daß streng nach Vorschrift und somit korrekt gehandelt wird. Ob es dieses Ticket DB-seitig so nun eigentlich geben darf oder nicht, dürfte das SBB-Personal eher weniger interessieren.

An Ihrer Stelle würde ich sicherheitshalber in der Schweiz an einen SBB-Schalter gehen und fragen, wie das dort gesehen wird. Wenn Sie dort die Auskunft erhalten, an keinen Zug gebunden zu sein, würde ich mir das schriftlich geben lassen und sei es nur in Form einer vom Schalterpersonal ausgedruckten Reiseverbindung. Dann können Sie im Zug guten Gewissens sagen, daß man Ihnen unter Vorlage Ihres Tickets diese Verbindung rausgesucht hat und es ließe sich auch nachvollziehen, wer Ihnen diese Auskunft gegeben hat - das wäre mein guter Rat.

Wäre natürlich alternativ oder zusätzlich auch nicht schlecht, wenn Sie die heute im DB-Reisezentrum erhaltene Auskunft schriftlich hätten oder noch bekommen können. Ich fürchte, von den hier tätigen DB-Moderatoren werden Sie keine andere Auskunft mehr erhalten, weil die sich ja auch nur an das Regelwerk halten können und Ihnen somit zur Einhaltung der Zugbindung raten.

Guten Abend Herr Denkel,
nochmals vielen herzlichen Dank für Ihre Ḿühe. Leider trifft bei mir Fall 1 zu. Ebenso wie Sie kann auch ich mir gut vorstellen, dass es Ärger geben könnte, wenn der SBB-Zugbegleiter sich die Reiseverbindung anschaut und feststellt, dass wir nicht im gebuchten grenzüberschreitenden Zug sitzen. Das Problem ist, dass wir unseren Schweizurlaub um eine Nacht verlängert haben und ich deshalb jetzt schon weiß, dass wir die gebuchte Verbindung nicht nutzen können.
Ich bin daher ernsthaft am Überlegen, wie ich nun bezüglich des Tickets verfahren soll. Ich denke, es ist wohl wirklich am Besten, sich erstmal direkt bei der SBB zu erkundigen, wie mit einem solchen Ticket dort umgegangen wird. Aus diesem Grund werde ich gleich heute Abend noch an den SBB Contactcenter eine Mail schreiben. Dann habe ich auch (hoffentlich) gleich eine Antwort schwarz auf weiß, die ich dem Zugbegleiter zeigen kann. Sollte dies nicht funktionieren, werde ich Ihren Rat befolgen und mein Glück direkt am Schalter der SBB versuchen.
Falls sich nun herausstellen sollte, dass die SBB das Ticket wirklich nur in dem in der Reiseverbindung genannten grenzüberschreitenden Zug akzeptieren sollte, was raten Sie mir dann zu tun? Sollte ich dann gleich ein neues Ticket kaufen oder meinen Sie es wäre zulässig, mit dem ursprünglichen Fahrschein bis nach Sargans (letzer Halt vor Buchs (SG)) zu fahren, dann einen neues Ticket für den Grenzübertritt zu kaufen und in Österreich wieder auf die alte Fahrkarte zurückzukommen? Letzteres wäre deutlich günstiger, da ich mir in diesem Fall die Umtauschgebühr sparen würde und mittlerweile die Sparpreise für nächste Woche doch sehr rar sind.
P.S. Zwar wurde mir in drei verschiedenen Reisezentren heute bestätigt, ich hätte mit dem vorliegenden Ticket im Ausland keine Zugbindung, nur schriftlich bestätigen wollte mir das niemand. Es hieß, man dürfe die Fahrkarte nicht durch schriftliche Eintragungen verändern. Leider konnte man mir auch keinen separaten Zettel mitgeben, wo man dies hätte vermerken können.

Dann haben Sie doch heute eine Antwort im Reisezentrum dazu erhalten. Die Kollegen können das besser beurteilen, da diese einen Blick auf das Ticket werfen konnten.
Ich kann Ihnen nur mitteilen, dass Sie beim Sparpreis Europa in der Schweiz eine Zugbindung bei den grenzüberschreitenden Fernzügen ab/bis dem ersten Ein-/ Ausstiegsbahnhof haben. /ni

Da Sie mich nach meiner Meinung fragten: Ganz sachlich gesehen ist es ja so, daß Zugbindungen einzuhalten sind und Sie somit im Anschluß an den für die Grenzüberquerung gebuchten Zug eigentlich nicht mehr in der Schweiz sein dürften - insofern wäre ich vorsichtig, den Fahrschein dann noch bis Buchs zu verwenden. Überall wo Sie oder ich einen Auslegungs-Spielraum sehen, kann auch das SBB-Personal diesen sehen und dann kommt es sehr auf den Einzelnen an, ober er das zu oder gegen Ihre Gunsten auslegt.

Es wird also wirklich am besten sein, dies am SBB-Schalter bzw. mit dem SBB-Contactcenter zu klären und von den SBB was Schriftliches zu haben. Von der DB gegebene Auskünfte werden das SBB-Personal u. U. nicht interessieren, da dies im Zweifel dennoch nachkassiert und Sie bezüglich einer Erstattung wiederum an die DB verweist. Und das die Meinungen innerhalb der DB schon auseinandergehen und man Ihnen im DB-Reisezentrum nichts Schriftliches geben möchte, würde mich jetzt nicht gerade sicherer machen.

Zudem könnte das ÖBB-Personal natürlich auch der Ansicht sein, daß Sie nur im Vorlauf zum ab Kufstein gebuchten EC-Zug durch Österreich fahren dürfen und nicht mehr einen Tag später. Da es dort aber für von der DB ausgestellte internationale Sparpreis-Tickets im Tagesverkehr grundsätzlich keine Zugbindung gibt, wird das dort meiner Erfahrung nach eher locker gehandhabt - aber auch dafür gibt es keine Garantie.

Wie schon gesagt: Im Zweifel lieber immer genau an die Vorschriften lt. Beförderungsbedingungen halten und bei Sparpreis-Tickets genau so fahren, wie gebucht bzw. innerhalb zweifelsfrei zulässiger Spielräume bleiben. Alles andere birgt nun mal ein Risiko ...

Also, von der SBB warte ich im Moment noch auf eine Antwort. Dafür hat die DB aber in diesem Beitrag (https://community.bahn.de/questions/1273225-sparpreis-schweiz-flexibilitat-ch-inlandstrecken-sparpreis-tickets-schweiz-deutschland) offiziell bestätigt, dass eine Nutzung des Tickets auf einem vorangehenden SBB-Abschnitt selbst dann noch möglich ist, wenn die grenzüberschreitende bzw. DB-Zugbindung schon abgelaufen ist. Das leuchtet insofern auch ein, als dass ansonsten die viertägige Geltungsdauer des Fahrschein ja nicht besonders sinnvoll wäre. Die zentrale Frage ist nun, ob die SBB die Situation genau so sieht. Eigentlich müsste ich mich als Kunde doch darauf verlassen können, dass die offizielle schriftliche Bestätigung der DB bezüglich dieses Sachverhalts auch von der SBB anerkannt wird. Alles andere wäre nicht besonders kundenfreundlich. Da würde ich auch nicht einsehen, nachzahlen zu müssen.

Dazu die Anmerkung, daß DB und SBB zwei eigenständige Unternehmen sind. Die gegenseitige Anerkennung von Tickets wird in Verträgen vereinbart, womit wir dann wieder bei den bestehenden Regelungen wären. Diese können von keinem DB-Mitarbeiter freizügig anders ausgelegt werden, ohne das ein SBB- oder auch ÖBB-Mitarbeiter dazu keine andere Auffassung haben könnte, die er dann ggf. auch durchsetzt und Sie bezüglich anderslautender DB-seitiger Versprechungen dort hin verweist.

Von der DB ausgestellte Auslandsfahrscheine sind stets 4 Tage gültig. Das ändert aber nichts an den Bedingungen des von Ihnen gewählten Tarifs, welche Sie mit Ihrer Buchung anerkannt haben. Sie hätten das mit der Zugbindung ja innert dieser 4 Tage bei der Buchung entsprechend gestalten können. Einmal gebucht, ist ein Umtausch oder Storno nur gegen Gebühr, bzw. ab den 1. Geltungstag gar nicht mehr möglich. Reisenden, die sich vorab nicht auf bestimmte Züge / Verbindungen festlegen können oder wollen, wird ja der Flexpreis angeboten, der dafür teurer ist, ggf. aber vor dem 1. Geltungstag auch kostenlos storniert oder umgebucht werden kann.

Mit diesen Ausführungen möchte ich lediglich nochmals unterstreichen, daß ich mich in Ihrem Fall einzig auf von den SBB erhaltene Auskünfte verlassen würde. Ansonsten - Risiko!

So, nun habe ich von der SBB eine schriftliche Antwort erhalten, ich solle mich mit meinem Anliegen doch an die Deutsche Bahn wenden, man selber habe andere Konditionen bzw. Angebote und könne mir daher keine Auskunft geben. Und wenn die DB im bereits genannten Community-Beitrag offiziell bestätigt, dass eine Nutzung des Tickets auf einem vorangehenden SBB-Abschnitt selbst dann noch möglich ist, wenn die grenzüberschreitende bzw. DB-Zugbindung schon abgelaufen ist, dann sollte doch nichts mehr gegen eine Verwendung des Tickets mindestens bis Sargans am 31.10. sprechen. Wenn die SBB hier anderer Meinung als die DB wäre, hätte man mich nicht an letztere verweisen sollen. Wenn ich nun die Antwort der SBB, sämtliche relevanten Auszüge aus den internationalen Beförderungsbedingungen (SCIC-NRT) bezüglich des Sparpreises Europa Schweiz sowie die von der DB offiziell bestätigten Community-Antworten ausgedruckt dabei habe und sie im Falle eines Falles dem SBB-Zugbegleiter zeigen kann, dann sollte ich doch eigentlich auf der sicheren Seite sein, oder?

Das stimmt mich jetzt eher nachdenklich. Denn die Fahrscheinkontrolle und somit die Entscheidung, ob das Ticket nun über die Grenze gültig ist oder nicht, trifft ja SBB-Personal. Ich würde natürlich auch alles ausdrucken und mitnehmen, in der Hoffnung, dass sich das SBB-Zugpersonal dafür interessiert - wie gesagt, an Aussagen der DB sind diese nicht gebunden und werden Sie ggf. wieder dorthin zurückverweisen. So ist das nun mal - der Fahrgast als Spielball der Bahnunternehmen und wie die Regeln sind, habe ja nicht nur ich, sondern auch die DB-Moderatoren im Rahmen dieses Threads ausgeführt. Ich würde abschließend nochmals dazu raten, daß Sie sich die Verbindung, die Sie tatsächlich nutzen wollen, unter Vorlage Ihres Tickets an einem SBB-Schalter ausdrucken und bestätigen lassen.

Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall eine gute Reise. Vielleicht berichten Sie ja unter diesem Thread abschließend, ob alles geklappt hat - das würde mich und sicher auch andere Reisende mit ähnlichem Problem sehr interessieren.

Dankeschön. Ich werde gleich nach der Ankunft in der Schweiz an den SBB-Schalter gehen und versuchen, die Sache zu klären. Natürlich kann ich nach meiner Rückkehr gerne berichten, was nun herausgekommen ist.

So, ich wollte Ihnen, Herr Denkel, ja noch berichten, wie die ganze Geschichte nun ausgegangen ist. Und zwar habe ich kurz vor meiner Abreise in die Schweiz noch eine zweite Mail mit meinem Anliegen an die SBB gesendet, diesmal aber nicht an den Contactcenter, sondern an den Kundendienst Railservice, da ich schon mehrfach gehört habe, dass dort besonders zu Auslandsreisen präzisere Auskünfte gegeben werden können. Tatsächlich war dem auch so. Man teilte mir mit, mit dem vorliegenden Ticket hätte ich auf dem gesamten schweizerischen Abschnitt keine Zugbindung, ich könne innerhalb der Geltungsdauer jeden beliebigen Zug über die angegebene Strecke nehmen. Nun hatte ich endlich etwas schriftliches in der Hand, das ich im Falle eines Falles dem SBB-Zugpersonal zeigen konnte. Als ich dann aber am 31.10. wieder von der Schweiz zurück nach Kufstein gefahren bin, gab es aber weder bei der SBB noch bei der ÖBB irgendwelche Probleme oder Beanstandungen bezüglich der Fahrkarte. Das Ticket wurde kommentarlos akzeptiert, worüber ich nach der langen Ungewissheit sehr froh war.

Vielen Dank für das Feedback - es freut mich, daß Ihre Reise ohne Probleme mit dem Ticket über die Bühne ging. Dennoch ist es immer gut, im Zweifel eine eindeutige, schriftliche Aussage zu haben - denn schon ein überpenibler Kontrolleur in einem der Züge hätte die Sache wieder ganz anders ausschauen lassen können. Ich wünsche Ihnen weiterhin angenehme Bahnreisen!