Frage beantwortet

Frage zu Zugnummern der Sprinter

Hallo liebe Community.

Mal eine Frage aus purer Neugierde. Ich habe mir gerade die Fahrpläne auf der neuen Strecke VDE8 angesehen. Dabei fiel mir auf, dass die Züge aus München nach Berlin und von Stuttgart nach Berlin nach Norden eine gerade und nach Süden eine ungerade Zugnummer haben.

Bei den Sprintern zwischen Frankfurt und Berlin ist es jedoch genau umgekehrt.
Bei den Sprintern zwischen München und Berlin ist es hingegen wieder normal, was dazu führt, dass der ICE 1001 in Erfurt die Zugnummer zu 1638 wechselt, wenn er dort geflügelt wird.

Was ist der Hintergrund, dass dort die Süd-Nord-Züge ungerade und die Nord-Süd-Züge gerade nummeriert worden sind?

Das macht das Merken der Zugnummern deutlich schwerer.

Eisenacher82
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MarcusGrahnert
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Hallo,

grundsätzlich ist folgendes definiert:

Züge nach Süden und Osten fahren mit ungeraden Zugnummern,
Züge nach Norden und Westen fahren mit geraden Zugnummern.

Zu den einzelnen Linien:

Die Züge Berlin-Erfurt-München (z.B. ICE 1001) zählen als "Nord-Süd-Relation", d.h. die südwärts fahrenden Züge haben ungerade Nummern und die nordwärts fahrenden Züge gerade Nummern.

Die Linie Berlin-Erfurt-Frankfurt (z.B. ICE 1638) fährt geographisch gesehen natürlich auch grundsätzlich aus dem Norden in den Süden, zählt aber als Ost-West-Verbindung und bildet zwischen Erfurt und Frankfurt mit der "eindeutigen" Ost-West-Linie Dresden-Erfurt-Frankfurt ein gemeinsames Angebot. Die Linie Dresden-Erfurt-Frankfurt fährt in Richtung Frankfurt mit geraden Zugnummern (weil es "nach Westen" geht, s.o.). Daher fährt die Linie Berlin-Erfurt-Frankfurt in dieser Richtung eben auch mit gerader Zugnummer, um zwischen Erfurt und Frankfurt die gleiche Zugnummernsystematik zu haben.

Ein insgesamt logisches System ist aufgrund der gewählten Streckenführung und Verknüpfung der einzelnen ICE-Linien nicht möglich. Irgendwo passt es immer nicht.

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Eisenacher82
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Danke für den Hinweis. Leider beantwortet das nicht die Frage, warum hier die ungeraden und geraden vertauscht sind.

MarcusGrahnert
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Hallo,

grundsätzlich ist folgendes definiert:

Züge nach Süden und Osten fahren mit ungeraden Zugnummern,
Züge nach Norden und Westen fahren mit geraden Zugnummern.

Zu den einzelnen Linien:

Die Züge Berlin-Erfurt-München (z.B. ICE 1001) zählen als "Nord-Süd-Relation", d.h. die südwärts fahrenden Züge haben ungerade Nummern und die nordwärts fahrenden Züge gerade Nummern.

Die Linie Berlin-Erfurt-Frankfurt (z.B. ICE 1638) fährt geographisch gesehen natürlich auch grundsätzlich aus dem Norden in den Süden, zählt aber als Ost-West-Verbindung und bildet zwischen Erfurt und Frankfurt mit der "eindeutigen" Ost-West-Linie Dresden-Erfurt-Frankfurt ein gemeinsames Angebot. Die Linie Dresden-Erfurt-Frankfurt fährt in Richtung Frankfurt mit geraden Zugnummern (weil es "nach Westen" geht, s.o.). Daher fährt die Linie Berlin-Erfurt-Frankfurt in dieser Richtung eben auch mit gerader Zugnummer, um zwischen Erfurt und Frankfurt die gleiche Zugnummernsystematik zu haben.

Ein insgesamt logisches System ist aufgrund der gewählten Streckenführung und Verknüpfung der einzelnen ICE-Linien nicht möglich. Irgendwo passt es immer nicht.

Eisenacher82
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Danke für diese Antwort.

Wie verhält es sich mit den neuen Intercity über Jena? Dort sind auch die Richtung Leipzig ungerade und die Richtung Karlsruhe gerade nummeriert. Zählt Nürnberg-Karlsruhe also auch als West-Ost-Verbindung?

MarcusGrahnert
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Genau, Nürnberg-Karlsruhe über Stuttgart gilt als Ost-West-Verbindung. Deutlich wird das, da zwischen Stuttgart und Karlsruhe ein gemeinsamer Takt mit der (geographisch eindeutigen Ost-West-)Linie Salzburg-München-Karlsruhe besteht und östlich Stuttgart wie im "Erfurt-Frankfurt-Beispiel" oben in dieser Relation für beide Linien die gleiche Zugnummernlogik verwendet wird.