Frage beantwortet

Erstattung für verspätete Ankunft und/oder Reiseabbruch?

Es geht um eine Xavier-bedingte Verspätung. Das letzte Stück des Tickets (Sparpreis) verfiel, da ich mich habe abholen lassen. Wenn ich die Fahrgastrechte richtig verstehe, könnte ich mir nun den nicht genutzten Anteil erstatten lassen. Außerdem bin ich aber mit mehr als zwei Stunden Verspätung am Zielort angekommen. Kann/darf/muss/sollte ich in so einem Fall beides geltend machen oder wie verfahre ich da am besten?

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"Wenn ich die Fahrgastrechte richtig verstehe, könnte ich mir nun den nicht genutzten Anteil erstatten lassen. "
-> Richtig. Wie genau der Wert des nicht genutzten Anteils berechnet wird, verrät die DB aber nicht.

"Außerdem bin ich aber mit mehr als zwei Stunden Verspätung am Zielort angekommen. Kann/darf/muss/sollte ich in so einem Fall beides geltend machen oder wie verfahre ich da am besten?"
-> Da müssen Sie sich überraschen lassen. Denn nach der EU-Richtlinie hat man gar keinen Anspruch auf Verspätungsentschädigung, wenn man die Bahn-Reise unterwegs abbricht. Die 25% (ab 1h) bzw. 50% (ab 2h) gibt es also nicht noch zusätzlich zur Erstattung des nicht genutzten Anteils. Die DB selbst sagt, dass man die Verspätungsentschädigung auch bei Reiseabbruch bekommt (zusätzlich zur Erstattung des nicht genutzten Anteils), es zählt dann die Verspätung am Abbruchort (also da, wo Sie sich haben abholen lassen). Manchmal zahlt das Servicecenter Fahrgastrechte Verspätungsentschädigung aber trotzdem so aus, als ob die Verspätung am Zielort der Fahrkarte zählen würde.
Wenn also Entschädigung für Verspätung und Erstattung eines nicht genutzten Fahrkartenabschnitts zusammentreffen, scheint es von der Tagesform des Bearbeiters beim Servicecenter Fahrgastrechte abzuhängen, was dabei herausspringt. Ich habe alle Fälle schon erlebt. Versuchen sollten Sie es also auf jeden Fall.

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"Wenn ich die Fahrgastrechte richtig verstehe, könnte ich mir nun den nicht genutzten Anteil erstatten lassen. "
-> Richtig. Wie genau der Wert des nicht genutzten Anteils berechnet wird, verrät die DB aber nicht.

"Außerdem bin ich aber mit mehr als zwei Stunden Verspätung am Zielort angekommen. Kann/darf/muss/sollte ich in so einem Fall beides geltend machen oder wie verfahre ich da am besten?"
-> Da müssen Sie sich überraschen lassen. Denn nach der EU-Richtlinie hat man gar keinen Anspruch auf Verspätungsentschädigung, wenn man die Bahn-Reise unterwegs abbricht. Die 25% (ab 1h) bzw. 50% (ab 2h) gibt es also nicht noch zusätzlich zur Erstattung des nicht genutzten Anteils. Die DB selbst sagt, dass man die Verspätungsentschädigung auch bei Reiseabbruch bekommt (zusätzlich zur Erstattung des nicht genutzten Anteils), es zählt dann die Verspätung am Abbruchort (also da, wo Sie sich haben abholen lassen). Manchmal zahlt das Servicecenter Fahrgastrechte Verspätungsentschädigung aber trotzdem so aus, als ob die Verspätung am Zielort der Fahrkarte zählen würde.
Wenn also Entschädigung für Verspätung und Erstattung eines nicht genutzten Fahrkartenabschnitts zusammentreffen, scheint es von der Tagesform des Bearbeiters beim Servicecenter Fahrgastrechte abzuhängen, was dabei herausspringt. Ich habe alle Fälle schon erlebt. Versuchen sollten Sie es also auf jeden Fall.