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Zugausfall zwischen Kaufbeuren und Kempten(Allgäu)Hbf?

Hallo,
ich möchte am Fr 24.11. von Berlin nach Kempten/Allgäu fahren.
Die Verbindung die mir angeboten wird führt über München und beinhaltet die Warnung
"RE 3486: Kaufbeuren->Kempten(Allgäu)Hbf: Bauarbeiten. Der Zug fällt zwischen Kaufbeuren und Kempten(Allgäu)Hbf aus."
Trotzdem bekomme ich eine buchbare Verbindung angezeigt.
Heißt das
a) es gibt einen Ersatzverkehr?
b) der Zug fällt an manchen Tag aus, an diesem Tag (Freitag 24.11.) aber nicht?
oder c) ich kann zwar bis Kempten buchen, muss aber in Kaufbeuren aussteigen?

Vielen Dank für eure Hilfe/Meinung.

MBui
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Antworten

Guten Abend MBui,

Fahrplandaten werden nur 1x die Woche an das europäische Fahrplanzentrum (EFZ) übermittelt. Um in der anderen Zeit (bis zur Aktualisierung) trotzdem korrekte Angaben zu machen, wurde vor Jahren der HafasInformationsManager (HIM) eingefügt. Dabei erhalten die Fahrgäste bereits vorab Informationen die aber noch nicht in den Fahrplan direkt mit eingearbeitet sind. Vielmehr erhalten Sie eine vorläufige Information über den bestehenden Ausfall. Bei zukünftigen Anfragsn wird der SEV/Ausfall dann korrekt eingearbeitet sein.

Gruß, Tino!

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@Tino
Danke für diese Erklärung.
Allerdings ist dieses Procedere wirklich absurd: dem buchungswilligen Kunden eine Verbindung zur Buchung anzubieten, von der man bereits weiß, dass sie ausfällt.

Leo
Leo

Leo

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Also habe ich das korrekt verstanden:

Die DB sieht sich zu korrekten Auskünften außerstande, da sie selbst via Europäisches Fahrplanzentrum eine Woche braucht, um die Daten an sich selbst weiterzuleiten??

Daher ist bei Großstörungen der DB Navigator (und bei größeren Störungen dann leider auch Alternativen wie die BEG App) unbrauchbar, so daß sich der Ratlose Wartende und Möchtegernreisende sich seine Weiterfahrt mittels via über anscheinend befahrerene Ausweichstrecken selbst zusammenbadteln muß - anstatt gerade dann besonders wertvolle Echtzeitinfos zu erhalten?

ThomasDenkel
ThomasDenkel

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@Tino Groß | Wie an anderer Stelle schon geschrieben: Es ehrt Sie, wie Sie die DB verteidigen. Aber es müsste Ihnen doch langsam selbst auffallen, wie absurd und für die Kunden unverständlich diese Vorgehensweisen der DB sind. In der heutigen Zeit nur 1 x pro Woche einen Datenabgleich zu machen, ist allein schon ein Unding. Und weshalb DB-interne-Daten erst über das EFZ laufen müssen, erschließt sich mir nicht. Und selbst wenn: Datenaustausch ist heutzutage eine Sache von Sekunden und nicht von Tagen oder Wochen.

So wie 'MBui' stellen fragwürdige Auskünfte / Hinweise täglich tausende Reisende vor ein Rätsel und Unverständnis. Die von 'Leo' angesprochenen, in der Regel völlig mangelhaften und somit in vielen Fällen unbrauchbaren Echtzeitdaten sind nochmal ein ganz anderes Kaliber. Tut mir leid - aber da gibt es nichts mehr schön zu reden, sondern es muß hier endlich mal zu praxistauglichen und fahrgastfreundlichen Lösungen kommen - Punkt.

Guten Morgen MBui und alle anderen Schreiber, Bauarbeiten können nicht immer sofort ins System eingepflegt werden. Zu den genannten Bauarbeiten gibt es noch keine genauen Pläne, daher erfolgt erst einmal nur die Info über das "!". Sobald weitere Details bekannt sind und man einen Plan, zum Beispiel einen SEV hat, dann können die Fahrplandaten auch komplett aktualisiert werden. So sieht man die Einschränkungen und auch die Möglichkeiten.
Jetzt bringt es noch nichts, dies im System einzuspielen, denn das System würde dann nur anzeigen, dass jede Verbindung ausfällt und man könnte gar nicht erst buchen. Das heißt, ein User müsste immer wieder schauen, wann es weitere Aktualisierungen gibt und hätte so einen ziemlichen Aufwand.
Dadurch, dass wir die Buchung durch den Hinweis aber weiterhin zulassen, hat der Fahrgast erst einmal die Möglichkeit, unter Kenntnisnahme die Verbindung, zu buchen oder es eben gleich zu lassen. Die Entscheidung liegt demnach beim Kunden. Hinzu kommt, dass wenn man zum Beispiel einen Sparpreis bucht und es wirklich zu dem angegebenen Ausfall kommt, dann wird auch die Zugbindung aufgehoben. Das heißt, der Kunde muss nicht zwingend einen Nachteil davon haben. /no

ThomasDenkel
ThomasDenkel

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@DB/no | Wie diese und zahlreiche andere Anfragen zum Thema zeigen, sind solche Hinweise für "Otto Normalkunde" nicht verständlich. Der reisewillige Kunde wird am Beispiel des vorliegenden Falles mit der Info "Der Zug fällt zwischen Kaufbeuren und Kempten(Allgäu)Hbf aus" quasi im Regen stehen gelassen und weiß nicht, was er/sie damit anfangen soll. Und weshalb sollte jemand auf die Idee kommen, diese Verbindung zu buchen, wenn der Zug doch ausfällt? Diese Logik kann ich leider nicht nachvollziehen. Viel mehr ist es doch so, daß man sich in Kenntnis dieser Info sofort eine Alternative überlegt - meist das Auto. Ist das im Interesse der DB?

Das Mindeste wäre doch die Ergänzung, daß weitere Infos bezüglich Schienen-Ersatzverkehr oder alternativer Reisemöglichkeiten folgen und/oder ab wann der genaue Baufahrplan zur Verfügung steht. Dann wüsste man wenigstens, daß da noch was kommt. Die DB vergisst immer, daß die meisten ihrer Kunden nicht nur so zum Spaß unterwegs sind, sondern Planungssicherheit brauchen.

Und dann hier auch gleich der nächste Kritikpunkt: Die ALX-Züge in der gleichen Verbindung werden ganz normal und ohne das "!" angezeigt. Damit wird den Kunden suggeriert, daß diese Züge planmäßig verkehren und somit eine Alternative zu den ausfallenden Zügen sind. Sehr wahrscheinlich werden diese aber genau so von den Bauarbeiten betroffen sein, nur fühlt sich die DB halt nicht dafür zuständig, ihre Kunden auch darüber zu informieren, weil es Züge einer Dritt-Bahn (in diesem Fall Länderbahn) sind. Aber Fahrkarten verkaufen tut sie schon dafür und vergisst mal wieder, daß auch Kunden, welche eine Teilstrecke mit ALX oder einer anderen Dritt-Bahn fahren, vielleicht einen DB-Fern- oder Regionalzug erreichen wollen. Das alles sind aus Fahrgastsicht untragbare und unerträgliche Zustände, welche ganz sicher nicht zur Zufriedenheit mit dem System Eisenbahn beitragen.

Abschließend noch zu den von Ihnen erwähnten Sparpreisen mit Zugbindung: Hier nutzt die DB meines Erachtens bewusst eine Lücke in den Fahrgastrechten aus, die den Kunden eine Entschädigung lediglich bei einer späteren Ankunft am Reiseziel zusprechen, jedoch nicht bei zwangsläufig früherem Reisebeginn, um das Ziel trotz einer Fahrplanänderung pünktlich zu erreichen, was für die Mehrheit der Kunden erstrangig sein dürfte. So werden munter Sparpreis-Tickets bis zu 180 Tage im Voraus verkauft und dann fleißig die Fahrpläne geändert - Baustellen sind ja auch für 2018 wieder reichlich geplant. Davon erfährt der Fahrgast dann wenige Wochen oder gar Tage vor seiner Reise und schwupps kann aus einer ehemaligen Direktverbindung eine Verbindung mit mehrmaligem Umsteigen und deutlich längerer Reisezeit werden. Ein Umgang mit Kunden, der erbärmlich ist!

Da dieses Thema täglich und ständig viele Bahnkunden betrifft, leite ich diesen Thread zur Kenntnis und weiteren Veranlassung an den Fahrgastverband Pro Bahn weiter. Mir reicht´s nun zu diesem leidigen Thema!