Diese Frage wartet auf Beantwortung

Antworten

Woodstock
Woodstock

Woodstock

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Das Servicecenter ist eine unabhängige Einrichtung für alle Eisenbahnunternehmen und ich schätze mal wenn die noch Mails beantworten müssen würde die Zahlung doppelt so lange dauern.

ThomasDenkel
ThomasDenkel

ThomasDenkel

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Das ist jetzt nur mein Verdacht aus Fahrgastsicht: Man will es den Kunden, die aufgrund einer Verspätung / eines Zugausfalls eh schon reichlich Unannehmlichkeiten hatten und möglicherweise auch darüber verärgert sind, nicht unnötig leicht machen, an Ihre Fahrgastrechte zu kommen. Der Vorteil für die DB, aber auch andere Eisenbahnunternehmen, ist, daß dadurch viele ihren Fall gar nicht erst einreichen oder aber nicht mehr nachfragen, selbst wenn zu Unrecht abgelehnt wurde - was mir z. B. schon mehrfach passiert ist. Bei mir kommt das zumindest so rüber, auch wenn es DB-seitig gefühlt tausend andere Erklärungen dafür gibt. Fakt ist: Kundenfreundlich ist dieses System nicht und der Image-Schaden für die Bahnunternehmen groß - was deren Verantwortliche aber offenbar nicht weiter interessiert.

Nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Anfragen wegen des Sturm-Unwetters vorigen Donnerstag sind die Servicecenter-Mitarbeiter wohl momentan überbelastet, was die noch schlechtere telefonische Erreichbarkeit erklären dürfte. Die Bearbeitungszeit von bereits eingereichten Vorgängen dauert wohl derzeit mindestens 6 Wochen, wobei in der Regel nach spätestens 4 Wochen, aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, ein Zwischenbescheid bzw. eine Eingangsbestätigung erfolgt.

Tipp: Wenn es lediglich um den klaren Fall einer Verspätungsentschädigung oder eines Zugausfalls geht, einfach mit dem Ticket zum nächsten DB-Reisezentrum (Schalter im Bahnhof) gehen, dort kann man den Fall in der Regel gleich abschließend bearbeiten und Ihnen die Entschädigung auszahlen. Auf jeden Fall können Sie Ihren Antrag dort los werden, ohne auch noch Porto für den Brief an das Servicecenter zahlen zu müssen.

Br624
Br624

Br624

Ebene
3
4742 / 5000
Punkte

Die E-Mail-Adresse(n) des Service-Center Fahrgastrechte gehören vermutlich zu den am besten gehüteten Geheimnissen der Deutschen Bahn. Wenn man sich an das Service-Center Fahrgastrechte wendet, lag vorher ja eine klare Schlechtleistung des Bahnunternehmens vor. Unternehmen in anderen Branchen versuchen in solchen Fällen dem Kunden unkompliziert eine Wiedergutmachung anzubieten, um ihn als Kunden zu behalten. Warum die Deutsche Bahn stattdessen durch die schlechte Erreibachbarkeit des sogenannten Service-Centers für zusätzlichen Ärger sorgt, konnte mir noch niemand verständlich erklären.

kabo
kabo

kabo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

"Unternehmen in anderen Branchen versuchen in solchen Fällen dem Kunden unkompliziert eine Wiedergutmachung anzubieten, um ihn als Kunden zu behalten."
-> Das war vor Einführung der gesetzlichen Fahrgastrechte (und des Servicecenters Fahrgastrechte) bei der DB auch so.
Früher habe ich mich bei Problemen immer direkt per Mail an die DB wenden können und habe stets flott eine zufriedenstellende Antwort erhalten. Ich habe die Einführung der gesetzlichen Fahrgastrechte als Rückschritt empfunden.

InsideBahn137830
InsideBahn137830

InsideBahn137830

Ebene
1
663 / 750
Punkte

@ ThomasDenkel
In welchem Reisezentrum werden z.B. Online Tickets bei Zugausfall oder Verspätung abschließend bearbeitet??? In Bielefeld nicht

ThomasDenkel
ThomasDenkel

ThomasDenkel

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@InsideBahn137830 | Es war hier nicht speziell von Online-Tickets die Rede. Den Antrag dafür kann ich aber auf jeden Fall auch im RZ abgeben. Mit Schalter-/Automatentickets hatte ich zumindest in Augsburg Hbf bisher kein Problem damit, die Entschädigung sofort zu erhalten. Laut DB gilt Folgendes - Zitat:

"Hat der Fahrgast im Zug, an einer DB Information oder im DB Reisezentrum seine Verspätung auf dem Fahrgastrechte-Formular bestätigt bekommen, kann er seine Entschädigung in einem DB Reisezentrum oder einer DB Agentur erhalten. Hierzu muss er die Daten seiner Bahnreise in das Formular eintragen und das ausgefüllte Formular mit seiner Originalfahrkarte (ausgenommen Zeitfahrkarten) einreichen" - Zitat Ende.

Hier steht nichts, daß dies für Online-Tickets nicht gelten soll. Endgültig wird Ihnen das aber hier wohl nur einer der Moderatoren beantworten können.

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Hallo InsideBahn137830,

die Abwicklung der Entschädigungen im DB Reisezentrum erfolgt nur bei einem bestätigten Fahrgastrechte-Formular und Abgabe der Originalfahrkarte. Die Bestätigung erfolgt entweder direkt beim Zugbegleiter, bei der DB Information oder im DB Reisezentrum. /ti

Br624
Br624

Br624

Ebene
3
4742 / 5000
Punkte

@DB: Die Antwort auf die von Zebrakurt gestellte Frage würde mich immer noch interessieren. Oder ist es einfach so, dass die von ThomasDenkel hier geäußerte Vermutung zutrifft?

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

@Br624 - diese Frage müssten Sie dem Servicecenter Fahrgastrechte stellen. In der Regel wird aber auch keine E-Mail benötigt. Der Antrag wird per Post gestellt, damit auch Originale beigefügt werden können. Nachfragen sind, wenn es gerade nicht zu einem Überlauf kommt, per Telefon möglich. /ma

ThomasDenkel
ThomasDenkel

ThomasDenkel

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

@DB/ma | Es müsste eigentlich im ureigendsten Interesse der DB sein, daß ihre Kunden, die durch Verspätungen und/oder Zugausfälle eh schon teils enorme Unannehmlichkeiten hatten, vom Servicecenter Fahrgastrechte zufriedenstellend behandelt und entschädigt werden. Warum also fragen SIE nicht mal wegen der Emailadresse nach? Dieses umständliche Prozedere zum Erhalt der Fahrgastrechte samt der langen Wartezeiten verärgert einen als Kunde eher noch mehr und schadet vor allem dem eh schon angeschlagenen Image der DB.

Aber im Prinzip sind diese Probleme ja hausgemacht, denn meines Wissens ist das Servicecenter Fahrgastrechte bei DB Dialog (oder in diesem Fall eher Monolog) angesiedelt - da fällt der Apfel wohl nicht weit vom Birnbaum - von wegen "unabhängige Einrichtung".