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Ist der regelmäßige Termin zur Fahrplanumstellung noch zeitgemäß? Warum gibt es ihn immer noch?

Durch den jährlichen Fahrplanwechseltermin relativiert sich die Aussage, man kann sechs Monate im Voraus Fahrkarten buchen, doch sehr. In jedem zweiten Halbjahr verkürzt sich diese Vorausbuchungszeit auf bis zu unter zwei Monate.
Die DB ist in der Lage live z.B. Zugverspätungen in das Fahrplansystem einzuspielen bzw. sogar automatisch zu verarbeiten. Die DB ist auch in der Lage, Fahrpläne 14 Monate im Voraus zu erstellen. Warum ist es eigentlich nicht möglich, diese Fahrpläne z.B. Monat für Monat zu erweitern und damit das Versprechen, dass man sechs Monate im Voraus buchen kann, auch 100%ig einzulösen?

EkSkirl
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Leider ist die DB nicht mal in der Lage, während der laufenden Fahrplanperiode eine zuverlässige Buchungsmöglichkeit für die 6 Monate im Voraus zu gewährleisten. So wollte ich am 24.03. ein Sparpreis-Ticket für den 19.09. von Binz (Rügen) nach München buchen, wegen fehlender Fahrplandaten für die Strecke Binz - Stralsund konnte ich jedoch erst ab Stralsund buchen. Den DB-Kundendialog darauf angesprochen, soll ich jetzt, nachdem die Fahrplandaten nun vorliegen und mein ab Stralsund gebuchter IC sogar ab Binz verkehrt, einen extra Fahrschein von Binz nach Stralsund kaufen, obwohl die Sparpreise ab Binz oder Stralsund stets die gleichen sind - das halte ich nicht für gerechtfertigt und streite mich darüber bis heute mit dem Kundendialog.

Ich möchte mir also gar nicht vorstellen, wie es ablaufen würde, wenn die DB generell auf Basis unvollständiger Fahrplandaten Tickets verkaufen würde. Die Buchung rein relationsgebundener Flexpreis-Tickets sollte meines Erachtens jedoch unabhängig von Fahrplandaten möglich sein. Ebenso könnte man bereits Sparpreis-Tickets über den Fahrplanwechsel hinaus für Züge anbieten, deren Fahrplan bereits feststeht - dabei darf aber ein deutlicher Hinweis auf unvollständige Fahrplandaten bezüglich Anschlüssen im Vor- und Nachlauf nicht fehlen bzw. müsste eine rein relationsgebundene Buchung von Vor-/Nachlauf im nicht zuggebundenen Nahverkehr gewährleistet werden - letzteres generell bei fehlenden Fahrplandaten, so wie in meinem anfangs geschilderten Fall.

Leo
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Fahrplanänderungen werden in anderen Ländern wesentlich transparenter gehandhabt – z.B. in der Schweiz:
http://www.fahrplanentwurf.ch
Hier steht schon seit längerer Zeit der ENTWURF für den Fahrplan2018 ab 9.12.2017 zur Einsicht.

Den kann sich jeder anschauen und sogar Stellung nehmen, wie z.B. hier für Basel-Stadt:
http://www.fahrplanentwurf.ch/de/stellungnahme.html?actio...

Der ganze Prozess ist nicht so ganz trivial, wie z.B. hier beschrieben:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrplanung

Daher gibt es auch in der Schweiz das starre Raster und die ENDGÜLTIGE Version gibt es auch dort daher erst im Oktober/November:

http://www.fahrplanentwurf.ch/de/einstieg.html
Zitat: "Der Online-Fahrplan der SBB ist ab Anfang Oktober 2017. Der gesamte Kursbuchinhalt in elektronischer Form wird ab Samstag, 18. November 2017 auf http://www.fahrplanfelder.ch verfügbar sein. Hier finden Sie ab Mitte September den so genannten "Definitiven Fahrplan", das sind aktualisierte Fahrplanentwürfe. Diese können noch vereinzelt Fehler oder Ungenauigkeiten aufweisen; sie sind deshalb noch nicht verbindlich."

Also: Auch wenn man in der Schweiz nicht so ein Geheimnis um die Entwürfe macht: So ganz fix ist auch dort alles erst am 18.11., wenn praktisch der "Druck" des Kursbuche in
http://www.fahrplanfelder.ch
erfolgt.

Angesichts des IT-Chaos bei der DB im Rahmen der laufenden Implementierung irgendwelcher neuen bzw. alt-aber-anders-als-sonst-schon-oft –Sonderangebote (wie die zigste Variante einer Probebahncard oder das aktuelle Lidl-/Maxdome-/Travelzoo-Katze-im-Sack-Angebot) hoffe ich doch sehr, dass sich an dem altbewährten großen Wechsel zu einem festen Termin nichts ändert.

Leo
Leo

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Warum man lange im Voraus geplanten Baustellen nicht früher einpflegen kann, als man Sparpreise verkauft und undurchsichtige Reservierungssperren setzt ist mir unklar - z.B. bis Berlin Ostbahnhof, weil ggf. Umleitung über Jungfernheide nach Berlin Hbf(tief) erfolgen könnte, was dem verzweifelt Buchenden in diesem Fall hier glücklicherweise ein Insider mitgeteilt hat…

DB
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Team

Hallo EkSkirl,

der Fahrplan kann nicht schon so lange im Voraus geplant werden, da auch Änderungen wie Bauarbeiten mit eingearbeitet werden müssen. Es kann zwar immer noch zu kurzfristigen Änderungen kommen, aber wenn man den Fahrplan so weit im Voraus planen würde, müssten noch mehr Änderungen vorgenommen werden. Auch müssen wir auf die Fahrplandaten der anderen Länder und Verbünde warten. Hier können Sie nachlesen, wie ein Fahrplan entsteht. /ni

Hallo,
Warum also wenn ihr so "präzise" an Fahrplan arbeitet werden die Züge sehr oft verspätet?Ich bin Treue Kunde aber Erlich gesagt statt besser in letzten Jahren wird immer schlimmer.
Eure Treue Kunde