Frage beantwortet

Was ist der Zielort bei mehreren Etappen auf einer Karte (Sparpreis) / Welcher Korridor ist bei NV zulässig?

Habe ein Sparpreis-Ticket ins Ausland. Von Erfurt nach Hannover gehts nur mit NV. Ab Hannover dann Zugbindung mit ICE nach Hamburg. In Hamburg eine Nacht Aufenthalt, nach 12 Stunden also weiter mit Zugbindung nach Dänemark.

Frage 1: Laut Fahrgastrechte gilt zur Weiterfahrt mit anderem Zug: "Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten am Zielort seiner Fahrkarte kann der Fahrgast:
..."

Wenn ich nun den ICE in Hannover nicht erreiche wegen Verspätung im vorangegangen Nahverkehr, kann ich dann trotzdem mit einem anderen beliebigen Zug die Fahrt Richtung Ziel fortsetzen? Der Zielort wird ja laut Ticket erst am nächsten Tag in Dänemark erreicht. Aufgrund des sehr langen Aufenthaltes in Hamburg wird sich daher keine Verspätung zum Zielort verschleppen. Muss ich also dann in Hannover meine Fahrt ohne weitere Rechte abrechen, oder gelten auch Etappenziele als "Zielort meiner Fahrkarte"?

Frage 2: Den o.g. Sparpreis hatte ich gebucht mit einer NV-Verbindung Erfurt --> Hannover über Göttingen, Elze, Löhne (4 h Aufenthalt für Verwandtenbesuch). Leider steht diese Verbindung nicht in der Wegevorschrift, dort steht nur NV EF H. Auch habe ich keinen Reiseplan mit der online gebuchten, jedoch per Post erhaltenen Fahrkarte bekommen. Auch ist der Reiseplan online nicht mehr aufrufbar, da sich Zugzeiten zwischenzeitlich geändert haben. Ich kann dem Zugebegleiter daher nicht nachweisen, welchen Weg ich ursprünglich gebucht habe. Kann es aufgrund des "Schlenkers" Probleme geben, oder hat man komlette Narrenfreiheit, wie man von Erfurt nach Hannover kommt, solang man NV nutzt und nicht denselben Bahnhof mehrfach durchfährt? Wenn nein, wo liegen die Grenzen des Korridors?

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
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Wenn Sie eine zu erwartende Verspätung von mehr als 20 Minuten am Zielort haben, dürfen Sie andere Verbindungen (auch höhere Produktkategorien) auf sinnvolle Weise zum Zwecke der Verspätungsminimierung nutzen. Sollte also eine Verbindung mit IC/ICE die Verspätung deutlich minimieren können, ist es völlig legitim diese zu benutzen. Lassen Sie sich aber sinnvollerweise vor Fahrtantritt die Freigabe sicherheitshalber im Reisezentrum bestätigen, um unnötige DIskussionen oder Aufwand zu vermeiden.

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Für den 1. Fall gilt einfach, dass Sie einen Anschlusszug aufgrund einer Verspätung nicht erreichen konnten, und dann die nächste sinnvolle Alternative benutzen. Selbstverständlich brauchen Sie in einem solchen Fall die Fahrt nicht rechtelos abzubrechen!

Für die 2. Frage: Für NV-Fahrten kann man jeden Nahverkehr in Richtung Ziel verwenden, solange er keine Rundstrecken / Stichstrecken enthält. Ihre Verbindung halte ich daher für unproblematisch.

kirroyal
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Die Antwort auf Punkt 2 passt nicht zum konkreten Fall: Die Strecke Elze-Löhne führt eindeutig NICHT in Richtung des Ziels Hannover/Hamburg, sondern ganz im Gegenteil davon wieder weg. Jedem halbwegs aufmerksamen Zugbegleiter sollte dies auffallen. Wenn man dann keinen Nachweis über die gebuchte Verbindung hat, könnte es problematisch werden, insbesondere weil zwischen Elze-Löhne die NordWestBahn fährt und man sich dort wahrscheinlich nicht auf Diskussionen einlässt, welchen Fahrschein die DB ihrem Kunden verkauft hat.

DB
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Buchbar ist die Strecke ja über Löhne. Nur gibt es der Wegetext nicht her. Ich lasse es noch einmal vom Fachbereich prüfen. /ki

Zur o.g. Frage 2 (auf dessen Antwort ich noch warte) kommt folgendes hinzu: Aufgrund Baustelle zwischen Göttingen und Kreiensen auf der Metronom-Linie erreiche ich am 30.09.2017 den Anschluss nach Löhne nicht (ME82810 auf NWB82960). Meine Ankunft wäre daher mit der geplanten Route zwei Stunden später am Zwischenziel Löhne. Wähle ich einen anderen Vorlauf ( von EF nach Göttingen über Gotha statt über Kühnhausen), dann wäre die Ankunft immerhin noch eine Stunde später.

Die Reiseauskunft schlägt nun als schnellste Verbindung mit Nahverkehr die Route Göttingen -> Löhne über Hannover vor. Sprich ich müsste über Hannover nach Löhne, und rückwärts den Streckenteil Löhne--> nach Hannover zurück zur Weiterfahrt nach Hamburg. Dies ist an sich verboten, da es ja eine Stichstrecke wäre.

Darf ich diese aufgrund des Baustellensitation dennoch wählen?

Darf ich alternativ, um zur geplanten Zeit in Löhne anzukommen, auch den Produktübergang auf IC/ICE zwischen Göttingen --> Hildesheim bzw. Hannover wählen?

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Wenn Sie eine zu erwartende Verspätung von mehr als 20 Minuten am Zielort haben, dürfen Sie andere Verbindungen (auch höhere Produktkategorien) auf sinnvolle Weise zum Zwecke der Verspätungsminimierung nutzen. Sollte also eine Verbindung mit IC/ICE die Verspätung deutlich minimieren können, ist es völlig legitim diese zu benutzen. Lassen Sie sich aber sinnvollerweise vor Fahrtantritt die Freigabe sicherheitshalber im Reisezentrum bestätigen, um unnötige DIskussionen oder Aufwand zu vermeiden.

kirroyal
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Jetzt möchte ich mich aber doch nochmal im Sinne des Fragestellers einklinken:
Speeder hat eine Fahrkarte, auf der sinngemäß steht: Nahverkehr von Erfurt nach Hannover, weiter ICE xy Richtung Hamburg. Der Umweg über Löhne ist dort nirgendwo vermerkt. Wie soll er damit entweder a) dem Zugpersonal in der NWB von Elze Richtung Löhne klarmachen, dass er so fahren darf (nämlich von Hannover wieder weg) oder b) dem Personal im Reisezentrum erklären, warum er plötzlich mit IC/ICE fahren möchte und noch zusätzlich die Stichstrecke Hannover->Löhne->Hannover benötigt, obwohl dies alles bei einer direkten Fahrt Erfurt->Hannover gar nicht nötig wäre? Die Probleme sind hier vorprogrammiert. Kann evtl. der Online-Service die gebuchte Reiseverbindung nachträglich bestätigen (z.B. anhand der Auftragsnummer)?

@kirroyal: Sie sprechen mir aus der Seele. Ich kann weder über Meine Bahn die "gemerkte Verbindung" aufrufen noch über Meine Bahn "meine letzte Buchung-Reiseplan" noch über "Bahn.de-->Aufträge einsehen". Der OnlineService sieht den Reiseplan auch nicht, da die Karte per Post zugestellt wurde. Die würden nur die Fernzüge sehen, vermutlich anhand der Wegevorschrift der Karte. Das Reisezentrum würde anhand des Wegetextes und meiner Angaben einen neuen Reiseplan erstellen. Leider ist es immer so voll, dass ich auf die lange Prozedur mit meiner etwas speziellen verzichtet habe.

Ein Ass habe ich zufällig entdeckt: Der Auftrag hat sich in den DB Navigator übermittelt- samt den ursprünglichen kompletten Reiseplan. Ergänzt um den Hinweis, dass lediglich die per Post versandte Karte bei der Kontrolle gelte. Habe jetzt schon Handyscreenshots gemacht und die Bilder ausgedruckt zum "Nachweis" des gebuchten Laufweges.

@ DB: Eine generelle Bereitstellung des Reiseplanes zur Online bestellten Fahrkarte wäre wünschenswert, sonst hat man wirklich Probleme, Fahrgastrechte durchzusetzen. Beim Onlineticket wird der Reiseplan doch auch mit aufgedruckt.

Ich werde morgen versuchen, mir die Zug- und Streckenbindung für den NV-Anteil im Reisezentrum aufheben zu lassen und den Produktübergang auf IC/ICE zu legitimieren.

Weiter warte ich von Ihnen auf Antwort, weshalb Umwege im NV gebucht werden können, jedoch nicht im Wegetext erscheinen.

DB
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Team

Hallo speeder,

wir warten hier immer noch auf die Antwort aus dem Fachbereich. Sobald wir diese haben, antworten wir Ihnen auch. /ti