Frage beantwortet

Warum gibt es keine Entschädigung bei einer Reisezeitverlängerung von mehr als 60 Minuten?

Vor drei Monaten habe ich ein Online-Ticket (Sparpreis) gebucht. Aufgrund von Bauarbeiten bzw. Zugumleitungen verlängert sich jetzt die Reisezeit um mehr als 60 Minuten. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten:
a) Ich komme mit 60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof an, kann demnach eine Entschädigung von 25 Prozent des Reisepreises beantragen.
b) Ich fahre eine Stunde früher los und komme pünktlich am Zielbahnhof an, mir steht in diesem Fall keine Entschädigung zu.
Bei a) und b) beträgt aber die Reisezeit jeweils 5 Stunden statt 4 Stunden bei der ursprünglich gebuchten Verbindung.
Da ich einen wichtigen Termin am Reiseziel wahrnehmen muss, bin ich auf Möglichkeit b) angewiesen. Ich reise also eine Stunde länger, gehe aber sozusagen leer aus. Warum gibt es in diesem Fall keine entsprechende Entschädigung. Durch das frühere Abfahren vom Startbahnhof und die Reisezeitverlängerung von 60 Minuten und mehr entstehen schließlich auch entsprechende Unannehmlichkeiten.

Zugfahrer2016
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Hallo Zugfahrer2016,

die Deutsche Bahn gewährt die Fahrgastrechte, wie sie gesetzlich festgelegt sind. Sollten Sie hier eine Gerechtigkeitslücke sehen, steht es Ihnen natürlich frei, sich an die Politik zu wenden.

Im Rahmen der Fahrgastrechte steht Ihnen bei früherer Abfahrt keine Entschädigung zu, dennoch haben Sie jederzeit die Möglichkeit, sich mit Ihrem Anliegen an den Kundendialog zu wenden. /ti

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Zugfahrer2016
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Schon klar, ich sehe hier aber eine Gerechtigkeitslücke. Gesetzliche Bestimmungen lassen sich auch ändern.

kabo
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Am 24.9 ist Bundestagswahl. Da können Sie Ihr Kreuz bei einer Partei machen, die sich für eine Stärkung der Fahrgastrechte einsetzt.

Hallo Zugfahrer2016,

die Deutsche Bahn gewährt die Fahrgastrechte, wie sie gesetzlich festgelegt sind. Sollten Sie hier eine Gerechtigkeitslücke sehen, steht es Ihnen natürlich frei, sich an die Politik zu wenden.

Im Rahmen der Fahrgastrechte steht Ihnen bei früherer Abfahrt keine Entschädigung zu, dennoch haben Sie jederzeit die Möglichkeit, sich mit Ihrem Anliegen an den Kundendialog zu wenden. /ti

ThomasDenkel
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Ich würde mich auf jeden Fall mit Ihren Argumenten in Form eines Kulanzantrags an den DB-Kundendialog (kundendialog@bahn.de) wenden und dabei hartnäckig bleiben, d. h. eine erfahrungsgemäß sehr wahrscheinlich zunächst abweisende Antwort nicht hinnehmen. Zusätzlich würde ich mich bei ablehnendem Bescheid durch die DB auch an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (http://www.soep-online.de) sowie an den Fahrgastverband Pro Bahn (http://www.probahn.de) wenden, um auf diese offensichtliche Gerechtigkeitslücke aufmerksam zu machen. Leider erkennt die DB hier mal wieder nicht von sich aus die gerechtfertigten Bedürfnisse ihrer Kunden, an deren Zufriedenheit ihr eigentlich aus eigenem Antrieb sowie aus Imagepflege gelegen sein sollte.