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Reisen zusammen, haben getrennte Tickets und auf beiden steht mein Name, da ich Handyticket gebucht habe. Geht das?

Was wäre der Grund, dass das nicht akzeptiert würde von einem Kontrolleur?!
Die Hotlines 0180 6 10 11 11 oder 0180 6 99 66 33 werde ich nicht anrufen. Riskiere lieber, dass sich auf der Fahrt jmd unkulant zeigt. Wir haben den gleichen Nachnamen, da Familie.

calbecht
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kabo
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"Was wäre der Grund, dass das nicht akzeptiert würde von einem Kontrolleur?! "
-> Ganz einfach: Es entspricht nicht den Beförderungsbedingungen. Sie haben zwei gültige Tickets für Sie selbst, Ihre Begleitung hat kein gültiges Ticket.

Woodstock
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Wenn auf beiden Tickets der gleiche Vor- und Nachname steht reist einer ohne gültigen Fahrausweis.

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Die Bedingungen sind da eindeutig. Der/die TicketinhaberIn muss bei der Kontrolle einen gültigen Ausweis auf seinen/ihren Namen vorzeigen. Oder weist sich Ihre Frau auch sonst mit Ihrem Ausweis aus? Weil: ist ja schließlich der gleiche Nachname...

DB
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Team

Hallo calbrecht,

ich kann mich hier kabo und Woodstock nur anschließen. Ein personalisiertes Ticket kann nur durch die Person genutzt werden, auf die es personalisiert wurde. Wenn sich das Personal, um es mit Ihren Worten zu sagen, unkulant zeigt, also schlichtweg seinen Job korrekt ausführt, muss die zweite Person im Fernverkehr mindestens eine Fahrkarte zum Bordpreis erwerben. Bei Weigerung oder bei Kontrolle im Nahverkehr ist das erhöhte Beförderungsentgelt zu entrichten. Dieses beträgt mindestens 60 Euro, maximal die doppelten Kosten für einen Flexpreis für die gewünschte Strecke. /ti

@DB/ti | Das sehe ich anders. Solange ich als Buchender persönlich bei der Fahrscheinkontrolle anwesend bin, ist es doch das Gleiche, als wenn beide Personen auf nur einem Ticket gebucht wären. Ein Mißbrauch ist ausgeschlossen, da ich ja selbst kaum zwei Tickets benötige. Ich habe das schon oft praktiziert, in dem ich z. B. mehrere Sparpreis-Tickets á 5 Personen für Gruppen von 20 - 30 Personen auf meinen Namen gebucht habe und es gab damit niemals Probleme bei der Fahrscheinkontrolle. Aber bitte - das ist nur meine Meinung und Erfahrung.

Da die DB ihre Buchungsbedingungen ja gerne mal zu Ungunsten ihrer Kunden auslegt und nur ihre eigenen Fehler in schier unbeschränktem Maß zulässt, muß man als Kunde immer mit Ärger rechnen, was in diesem Fall aber äußerst kleinlich und kundenunfreundlich wäre. Im Übrigen hätten wir Bahnkunden viel weniger Verdruß, wenn jeder DB-Mitarbeiter seinen Job korrekt ausführen würde und nicht nur die Fahrscheinprüfer. Allein gestern wurde ich 2 x vom DB-Navigator falsch über Abfahrtsgleise in Nürnberg Hbf informiert - das gehört eigentlich nicht hierher, musste ich jetzt aber trotzdem loswerden, weil es ja um korrektes Handeln geht. Nur kann die DB ja immer gleich mit Strafe (erhöhtes Beförderungsentgelt) drohen, während man umgekehrt für den ganzen Ärger mit der DB nichts in der Hand hat, außer evt. mit dem Auto oder Fernbus zu fahren, was einem als grundsätzlicher Befürworter des Verkehrsmittels Eisenbahn, welches ja nicht von der DB erfunden wurde, aber trotz allem schwer fällt.

DB
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Team

Hallo ThomasDenkel,

es sind zwei eigenständige Beförderungsverträge und damit reicht es tariflich eben nicht. Wenn man sich hier oft kulant zeigt, ist dies natürlich sehr nett, aber man hat eben keinen Anspruch darauf. Man sollte in solch einem Fall also auch damit rechnen, dass ein Mitarbeiter den Tarif anwendet. /ti

@ThomasDenkel Bitte buchen Sie zukünftig nur ein Ticket für 5 Personen auf Ihren Namen. Sollten Sie weitere Fahrkarten benötigen, wählen Sie bitte die Buchung für Dritte (ich reise selbst nicht mit) aus. Sie riskieren unter Umständen eine Fahrpreisnacherhebung.

Zitat aus den BB PV der DB, Nutzung des Online-Tickets, Punkt 6.3.1: Bei Mehrpersonen-Fahrkarten muss bei der Buchung angegeben werden, welche Person ID-Karten-Inhaber ist. Die Person muss an der Reise teilnehmen. Kann bei der Fahrkartenprüfung kein auf den Namen des Reisenden lautendes Online-Ticket und/oder keine auf den Namen des Reisenden lautende ID-Karte vorgelegt werden, liegt eine Reise ohne gültige Fahrkarte vor.

Die Hinweise auf einem OT selbst besagen: "Die Fahrkarte gilt nur zusammen mit einem Personalausweis, Reisepass, elektronischen Aufenthaltstitel, BüMA oder der BahnCard des Fahrkarteninhabers" - aber wo steht bitte, daß ich nicht auch der Fahrkarteninhaber des OT meiner Mitreisenden sein darf? Auch die Formulierung in der Email, mit welcher OT übermittelt werden, die da lautet: "Das Ticket gilt nur für Thomas Denkel persönlich (ggf. auch für Mitfahrer) in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis oder Reisepass) oder einer gültigen BahnCard" sagt nichts derartiges aus, sondern bestätigt ja sogar meine Auffassung, daß es ggf. auch für meine Mitfahrer gültig ist.

Sämtliche dieser Formulierungen sagen doch lediglich aus, daß der Name des ID-Karten-Inhabers auf der Fahrkarte genannt sein und diese Person bei der Reise anwesend sein muss. Diese Bedingungen sind für mich ganz klar erfüllt, wenn ich persönlich als ID-Karten-Inhaber bei der Fahrschein-Kontrolle anwesend bin. Ich kann daraus nicht erkennen, daß es relevant sein soll, ob ein oder mehrere auf meinen Namen ausgestellte OT vorliegen oder daß der Ausweis durch meine ID-Karte auf eine bestimmte max. Ticket- oder Personenzahl beschränkt ist. Sollte das dennoch der tatsächliche Wille der DB sein, dann muß das auch unmißverständlich in den BB und auf dem OT selbst so formuliert werden - dies sehe ich nicht als gegeben.

Durch meine persönliche Anwesenheitspflicht ist ein Mißbrauch durch Dritte der auf meinen Namen ausgestellten OT hinreichend ausgeschlossen, die Gesamtpersonenzahl kann durch addieren der Tickets und Zählen der Reisenden vom Zugpersonal mühe- und zweifellos geprüft werden. Für eine Fahrpreisnacherhebung fehlt somit jegliche Basis und da würde ich es auf jede Gerichtsverhandlung ankommen lassen - damit käme die DB meiner festen Überzeugung nach nicht durch. Ich habe das als gewerblicher Reiseveranstalter von Beginn des OT-Zeitalters regelmäßig im Fern- und Nahverkehr praktiziert und es gab niemals ein Problem damit - weshalb auch? Hier wird doch entgegen jeglicher Vernunft und Kundenorientierung etwas zum Problem gemacht, das gar keines ist!

@calbecht | Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen einige hilfreiche Argumente geliefert zu haben, die Sie in Ihrem Einspruch vorbringen können, sollte es in Ihrem Fall zu einer Fahrpreisnacherhebung im Zug kommen. Leider ermöglicht es einem die DB nicht immer in gewünschtem Umfang, eine Bahnreise entspannt anzutreten und erwartet immer nur von ihren Fahrgästen, sich absolut Regelkonform zu verhalten, wobei sie die Regeln stets zu eigenen Gunsten auslegt, anstatt mal vor der eigenen Türe zu kehren und ihren Kunden mit mehr zuverlässiger Leistung und deutlich besserem Service zu begegnen - ich könnte da ein Buch drüber schreiben.