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Warum gibt es kein Erstattungsformular für Fälle von Belästigungen und Bedrohungen in Zügen der Deutschen Bahn?

Wir wurden am 12.08.2017 im ICE128 von einer Gruppe betrunkener auf dem Weg zum Junggesellenabschied zunächst belästigt und nach unserer Beschwerde massiv bedroht. Die Zugbegleiter waren hiermit stark überfordert, sogar die Polizei konnte die Gruppe nicht beruhigen. Hierzu liegt auch bereits eine Online-Beschwerde bei der DB vor. Warum werden derartige Gruppen nicht zeitnah der Bahn verwiesen? Warum gibt es für derartige Fälle kein Erstattungsformular? Wenn eine "Glatze" quer durchs Abteil brüllt "in Utrecht drehen wir erst richtig auf" und "dann fliegen auch noch Flaschen" dann geht einem mehr als nur die Pumpe und man hofft, dass man heile aus der Bahn kommt.

MeikHH
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kabo
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@Sparflieger
Ich biete als Entschädigungsgrund den Artikel 26 der EU-Fahrgastrechteverordnung (1371/2007).
Man könnte ja mal eine Anfrage nach Artikel 27 starten und die DB fragen, was sie für die Sicherheit der Fahrgäste in solchen Zügen unternimmt. Als Kunde hat man einen Rechtsabspruch auf eine schriftliche Antwort mit Begründung(!) - innerhalb eines Monats(!).

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Sparflieger
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Worin liegt der Grund , dass die DB etwas erstatten soll? Sie schreiben ja selbst, dass auch die Polizei nicht beruhigen konnte.

kabo
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Ähnliches ist mir auch schon aufgefallen.
Durch preislich sehr attraktive Gruppenangebote, welche in letzter Zeit durch das Gruppen-Online-Ticket noch massiv ausgeweitet wurden, wird immer häufiger das "falsche" Publikum angelockt.
Gröhlende Sportvereine / Junggesellenabschiede (noch schlimmer: Junggesellinnenabschiede) verprellen die übrigen Reisenden.
Was hat die DB davon, wenn man 15 lärmende Neukunden gewinnt, von denen jeder einen Spottpreis gezahlt hat, die 50 andere Stammkunden im gleichen Wagen belästigen, von denen 20 sagen "nie wieder Bahn"?

MeikHH
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Als Fahrgast hat man keinen Einfluss auf mitreisende, als Zugbegleiter schon. Diese sind dafür verantwortlich derartiges zu verhindern bzw. derartige Personen der Bahn zu verweisen. Gleiches erfolgt auch bei Flugreisen. Verhindern könnte man dies durch Alkoholverbot in der Bahn und an Bahnhöfen und dieses liegt ebenfalls im Verantwortungsbereich der Bahn. Daher macht sich die Bahn mit schuldig wenn die Mitarbeiter nicht für die Sicherheit sorgen können.
Polizei... naja die fahrt ja nicht mit. Die hält am Bahnhof eine kurze Ansprache und sobald der Zug wieder rollt geht's verstärkt weiter.

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Eine Erstattungsnotwendigkeit seitens der Bahn sehe ich beim geschilderten Vorfall ebenfalls nicht. Für Randale und Belästigung ist die Polizei zuständig.
Allerdings würde ich mir als friedlicher Reisender ebenfalls wünschen, dass mir vorgeglühte und dann weitersaufende JunggesellInnen-Abschiede, Kegelclub-, Oktoberfest- und sonstige Gruppen-Ausflüge erspart bleiben.
Kann man für Gruppen nicht einen abgeschlossenen Wagen(-teil) zur Verfügung stellen?

kabo
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@Sparflieger
Ich biete als Entschädigungsgrund den Artikel 26 der EU-Fahrgastrechteverordnung (1371/2007).
Man könnte ja mal eine Anfrage nach Artikel 27 starten und die DB fragen, was sie für die Sicherheit der Fahrgäste in solchen Zügen unternimmt. Als Kunde hat man einen Rechtsabspruch auf eine schriftliche Antwort mit Begründung(!) - innerhalb eines Monats(!).

MeikHH
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Stimmt Artikel 26 der EU-Fahrgastrechteverordnung (1371/2007) macht Sinn. Hier steht unter dem Unterpunkt (3) klar, dass der Beförderer, also die DB, voll haftet, auch wenn dieser dritte haftbar machen kann.
Ich diskutiere auch nicht mit besoffenen Reisenden die mich mit Flaschen bewerfen wollen (konkrete Ansage), dass das doch nicht nett ist und ich mich bedroht fühle und drei Nächte nicht schlafen konnte. Der Vertrag besteht zwischen mir und der DB und die hat für Ordnung zu sorgen.
Die Polizei ist übrigens nicht das Allheilmittel, oder soll der Steuerzahler für jeden Zug zwei Polizisten bereit halten falls die Bahn überfordert ist?

Sparflieger
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Da ich freitags auf der Strecke Ruhrgebiet Hamburg unterwegs bin, kenne ich derartige Vorfälle auch.

Was sollen denn die ZuB´s alles leisten? Ich denke, sie sind damit überfordert, auch wenn da evtl. eine Schulung die nächste jagt.

Auf besagter Strecke passiert es sehr wohl , dass diese "Fahrgäste" von der Bundespolizei aus dem Zug geholt werden.

Es stellt sich mir aber auch die Frage, wann fängt denn Belästigung an? Ich empfinde es z.B., als Belästigung, wenn ein Kegelclub ein Schifferklavier rausholt und dann meint, den ganzen Wagen unterhalten zu müssen, andere Fahrgäste finden das auch toll. Dieselben Leute regen sich dann wieder darüber auf, wenn eine Schulgruppe nicht auf den Sitzen bleibt und sich etwas lauter unterhält.

Kein Alkohol an Bord finde ich gut, da hat die Bahn aber wohl Angst die Gruppen an die Busse zu verlieren.

MeikHH
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wo bleiben denn eigentlich mal die Antworten der DB-Mitarbeiter?

DB
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Team

MeikHH, für Fälle, die nicht über die Fahrgastrechte abgewickelt werden, können Sie sich mit diesem Formular an den Kundendialog der DB wenden. Wie in diesem Fall, ist die Bundespolizei für weitere Aktionen und Verweise im Zug zuständig. /gu