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Mit IC/ICE-Sparpreis auf Teilstrecke RE nutzen?

Liebes Team,
ich hatte ein IC/ICE Sparpreis-Ticket 1. Klasse von Bielefeld nach Montabaur. Da das Seminar frühzeitig beendet war, die Fernzüge auf dieser Route oft abartig voll sind, und der Anschluß in Köln nicht selten "vergeigt" wird, nahm ich für den Abschnitt Bielefeld - Köln den früher verkehrenden RE 6 (Zugnummer 10622) anstatt des IC 1913.
Ab Köln sollte der gebuchte ICE genutzt werden. Doch in Hamm war meine Reise beendet, ich sollte gefälligst den gebuchten IC nehmen, deshalb sei das Ticket ja auch so billig, meinte der Zugbegleiter relativ barsch. Weder meinen Einwand, daß 94 Euro ja nun nicht gerade als "billig" zu bezeichnen seien, noch daß im NV keine Zugbindung existiere, und ja auch ein Teilstück im gebuchten Zug zurückgelegt würde, ließ er gelten. Er forderte mich auf, für seinen RE ein neues Ticket zu buchen, oder auszusteigen.

Wer ist nun im Recht? Der Zub oder ich?

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Das sind zwei verschiedene Dinge.
Sie konnten ein Sparpreisticket für die Strecke kaufen, weil die von Ihnen gewählte Verbindung Fernverkehrszüge enthielt. Diese Fernzüge müssen Sie aber dann bei der Reise auch zwingend nutzen . Ausnahme: die Zugbindung wird aufgrund von Verspätung oder Zugausfall aufgehoben - das war aber laut Ihrer Schilderung nicht der Fall; sie sind einfach in einen Zug gestiegen, den Sie aufgrund Ihrer Zugbindung nicht hätten benutzen dürfen.
Für Kulanz sehe ich da keinen Grund. (Nein, ich arbeite nicht bei der Bahn.) Es hätte Ihnen ja auch freigestanden, von vornherein 'nur' ein NV-Ticket zu buchen.

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Der Zub ist im Recht. Bei einem Sparpreisticket müssen Sie die gebuchten Fernzüge so nutzen wie gebucht und dürfen auch keine Teilstrecke mit einem anderen Zug zurücklegen. Für den RE 6 hatten Sie keine gültige Fahrkarte. Lediglich beim Nahverkehr für die An- bzw. Weiterfahrt sind Sie flexibel.

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Seltsam - am Service-Point in Hamm war man anderer Ansicht...solange EIN TEIL des Tickets im Fernzug zurückgelegt würde, sei das Kriterium für den Sparpreis erfüllt.
Außerdem wäre das Ticket - von vornherein auf den RE 6 gebucht - billiger gewesen. Also mehr bezahlt, als nötig.
Selbst wenn es so wäre, daß zwangsweise die gebuchten Züge genutzt werden müssen, könnte man hier doch Kulanz walten lassen, ich fahre ja nicht mit dem RE, weil es so schön sauber, so ruhig und so bequem darin ist (Scherz!)...

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Das sind zwei verschiedene Dinge.
Sie konnten ein Sparpreisticket für die Strecke kaufen, weil die von Ihnen gewählte Verbindung Fernverkehrszüge enthielt. Diese Fernzüge müssen Sie aber dann bei der Reise auch zwingend nutzen . Ausnahme: die Zugbindung wird aufgrund von Verspätung oder Zugausfall aufgehoben - das war aber laut Ihrer Schilderung nicht der Fall; sie sind einfach in einen Zug gestiegen, den Sie aufgrund Ihrer Zugbindung nicht hätten benutzen dürfen.
Für Kulanz sehe ich da keinen Grund. (Nein, ich arbeite nicht bei der Bahn.) Es hätte Ihnen ja auch freigestanden, von vornherein 'nur' ein NV-Ticket zu buchen.

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Ich HABE ja auch einen der Züge genutzt, die in der Verbindung gebucht waren. Und - nein - der IC 1913 war an diesem tag ausnahmsweise nicht verspätet - ich wollte dem lediglich vorbeugen mit dem früheren RE - ich muß das nicht unbedingt jedes mal haben mit einer Stunde Aufenthalt wegen verpatzen Anschlusses und "Übersetzen mit der S-Bahn" in den "barrierefreien" Bf. Deutz. Aber ich weiß, das ist wieder was anderes...DB hat ja bereits bestätigt!

Der Hintergrund der Sparpreise ist mir auch klar - schwach besetzte Züge auszulasten. Aber am Freitagnachmittag sollte man doch über jeden Kunden, der vom stark ausgelasteten FV auf den schwach ausgelasteten NV "1.Klasse" umsteigt, froh sein.

Ach wie oft wünsche ich mir die Bundesbahn zurück, da wäre man im Leben nicht aus einem Eilzug geworfen worden, wenn man einen IC-Zuschlag hatte...aus dem Ausland kenne ich so ein zum einen unlogisches und zum anderen kundenunfreundliches Procedere allerdings auch nicht. Hat wohl wieder einmal "abrechnungstechnische Gründe".

Die Kulanz war eigentlich nur so ein Gedanke. Ich bin selbst Dienstleister, und dachte, daß man da - wenn schon jemand mehr gezahlt hat, als nötig - dem Kunden auch entgegen kommt. Aber serviceorientiert gehört ja nicht zum Portfolio, wie es scheint.

Trotzdem Danke für die absehbare Information zum Nachteil des Kunden - ist man ja gewöhnt. Für die Zukunft weiß ich Bescheid!

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Ich finde es etwas merkwürdig, wie Sie jetzt einen auf 'beleidigte Leberwurst' machen.
Die Sparpreise haben Konditionen, die Sie mit dem Ticket-Kauf auch akzeptieren. Wenn Sie flexibeler reisen wollen, müssen Sie sich ein Flexticket kaufen, dann können Sie mit Ihrem ICE-Ticket auf der gebuchten Strecke so viel Regional- oder S-Bahn fahren, wie Sie wollen.
Üblicherweise haben Fern- und Nahverkehr auch verschiedene Betreiber.

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Werte "Benutzerin"!

Vielen Dank für die Aufklärung sagt einer, der schon seit über 20 Jahren selbst Eisenbahner ist! Für den Flexpreis würde ich allerdings vermutlich lieber Taxi fahren, das hat mit "beleidigter Leberwurst" nichts zu tun! Für umgerechnet 540 DM (in richtigem Geld) wäre das sicher auch im Rahmen des Möglichen!

Wie ich schon sagte, die Konditionen sind mir sehr wohl bekannt, und auch die Intention, die hinter den Sparpreisen steckt. Ich dachte eigentlich, das hätte ich für jemanden, der des Lesens kundig ist, bereits zu Genüge ausformuliert. Es ging hier (mehrfach betont) um ein teureres Ticket, das im "billigen" Zug nicht gelten soll.

Aber ich nehme gerne den zugespielten Ball noch einmal an, und sage: Sehr richtig, den Nahverkehr betreiben zum Glück inzwischen auch "Andere", ich wünschte, es wäre im Fernverkehr auch so, denn so eine Erfahrung blieb mir bei den "Privaten" bisher erspart - egal, ob deutscher, britischer oder französischer Konzern! Die haben bisher immer sehr kulant reagiert, auch ohne die zwei großen Buchstaben am Fahrzeug! Hier war es jedoch ebenso eine Konzerntochter!

Ich fahre für einige tausend Euro im Jahr Bahn, und bin einfach enttäuscht über so wenig Flexibilität innerhalb eines einzigen EVUs (Das heißt übrigens Eisenbahn-Verkehrsunternehmen). Jaja, ich weiß, DB Regio ist nicht DB Fernverkehr, bevor ich da auch noch einmal aufgeklärt werde....aber der Konzern ist der selbe, und da würde ich mir - wie gesagt - einfach mal mehr Kundenfreundlichkeit wünschen - wie es sie bis 1994 - vielleicht in anderer Form, aber immerhin - einmal gab!

Vermutlich werden Sie diese schönen Zeiten nicht kennen - da hat man sich noch auf eine Bahnreise gefreut. Bei einer Umsteigezeit von 30 Minuten hat man sich Gedanken um den Zeitvertreib gemacht, und nicht, ob das denn gut gehen würde...immerhin sagt der DB-Navigator oft schon Wochen im Voraus bei 18 oder 23 Minuten Übergang, daß der Anschluß gefährdet sei...

Aber bevor ich jetzt das Leid aller Rubriken der modernen Bahn (im Vergleich zur guten alten Bundesbahn) klage, höre ich lieber auf, sonst bin ich noch ein wasweißichnichtnochalles....

Leo
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Wie wäre es denn mit M Fern F / mit Zuzahlung - oder arbeiten Sie Armer etwa bei einer richtigen NE-Bahn und nicht bei der UBB?

(Man muß die Konditionen nicht gut finden, und es wurde ganz früher auch mal toleranter gehandhabt, aber solche Kröten muß man halt für einen günstigen Preis schlucken odef alternativ mit dem Auto fahren.)

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Ich hatte 1982 oder 83 meinen ersten Juniorpass und bin seitdem auch mehrere 1000 Bahnkilometer im Jahr unterwegs. Ihre romantische Verklärung teile ich nicht.

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Früher war nicht alles, aber bieles besser, insbesondere die Pünltlichkeit.

Dann waren Einsparungen oberstes Ziel...

Die in Berlin gesammelten Erfahrungen

https://www.welt.de/wirtschaft/article4494676/Wie-die-Ber...

werden jetzt ja "erfolgreich" bei der SBB umgesetzt.

Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind auch in der Schweiz mittlerweile ausgehend von extrem hohen Niveau schon gesunken.... Mitte November weiss ich mehr...

Als Bahnfan fahre ich mittlerweile wesentlich mehr im Ausland Bahn und bin den meiste ausländischen Bahnen zufriedener als mit der DB.

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@benutzerin:
Ah, es ist also Verklärung, wenn man nicht jede Innovation beklatscht, und lieber komfortabel und pünktlich unterwegs war, was heute leider kaum noch klappt. Na gut, dann ist es eben Verklärung. Viel Spaß bei Ihren weiteren "Reisen" - für mich ist es eher ein notwendiges Übel geworden. Mit "Vergnügen" hat das nicht mehr viel zu tun,,,,aber wie gesagt, das ist ja ein komplexes Manko (Zustand der Bahnhöfe, Pünktlichkeit, Komfort, Service...), das würde zu weit führen.

@Leo
Auch bei mir ist noch ein Fünkchen "Bahnfan" erhalten, es wurde durch die deutschen Verhältnisse nicht komplett erstickt, auch ich genieße Reisen mit der Bahn im Ausland wesentlich mehr, als daheim - leider beschränkt es sich meist auf Urlaubsreisen. Die oft gescholtenen britischen Bahnen sind so ein Beispiel, besonders erster Klasse, da wird noch was geboten fürs Geld, aber das dürfte der DB Konzern durchaus wissen, er holt sich dort ja auch ein großes Stück vom Franchise-Kuchen ab (Arriva Wales, CrossCountry, Chiltern...) - da belebt jedoch die Konkurrenz das Geschäft, da geht im Zug Cardiff - Holyhead auch Plüschsessel, Porzellanservice und Tischvase....

Ich bin als ganz normaler BahnCard/BahnComfort-Kunde unterwegs, habe keinerlei Vergünstigungen, und finde auf manchen Relationen (wie der genannten z.B.) auch die Sparpreise nicht gerade "billig". Mit BC 124 Euro (Also 250 DM) - dafür kann man inkl. Verschleiß etc. auch mit dem Auto fahren...bloß ist das inzwischen ebenso wenig ein Vergnügen (Baustellen, Sperrungen, Stau...). Aber drüber nachgedacht hab ich schon öfter, da ist man am Zielort auch beweglicher...flexibler eben! Auch bei der Heimreise...

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@MarkoL
Ihre Ausgangsfrage war: "Wer ist nun im Recht? Der Zub oder ich?"
Dies habe ich zwar sachlich korrekt, aber subjektiv nicht zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet. Seitdem scheinen Sie mir irgendwas 'beweisen' zu wollen. Keine Ahnung, was genau - vielleicht, dass Sie der 'tollere' Bahnkunde sind?
Nun fahre ich blöderweise auch seit über 30 Jahren sehr häufig mit der Bahn und bin ebenfalls bahn.comfort-Kunde. Mit vielem bin ich ebenfalls nicht zufrieden (was ich in diesem Forum auch deutlich zum Ausdruck bringe).
Aber ich finde trotzdem nicht, dass das Bahnfahren früher bequemer oder sehr viel zuverlässiger gewesen ist. Auch bei insgesamt wesentlich längeren Fahrzeiten waren Umsteigeverbindungen keinesfalls 'sicher'. Es sind auch damals schon Züge ausgefallen und im Nahverkehr haben sich zu Stoßzeiten die Fahrgäste in den Zügen gequetscht. Klimaanlagen gab es nicht und im Winter ist auch gerne mal die Heizung ausgefallen.
Und mit Grausen erinnere ich mich auch an so bescheuerte Ideen wie IC-Großraumabteile, in denen die Nichtraucher nur durch eine offene Glasscheibe von den Rauchern getrennt waren bzw. dass in den ICE-Gängen vor den NR-Abteilen ebenfalls geraucht wurde.

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@benutzerin

ich wüßte nicht, was ich Ihnen beweisen sollte, warum auch? Darin sehe ich keinen effektiven Nutzen, ich habe lediglich meine Meinung kundgetan, was nicht explizit an Sie gerichtet war, und habe eben - wie schon im zweiten Beitrag erwähnt - auch eine anderweitige Information am DB-eigenen Service-Point erhalten. Außerdem haben SIE mich als "beleidigte Leberwurst" bezeichnet - also schön den Ball flach halten! Und von wegen "besserer Bahnkunde" - ich bin eben Bahnkunde, und außerdem - wie schon gesagt - Dienstleister. Wenn es Ihnen egal ist, für einen höheren Preis aus einem billigeren Zug geworfen zu werden, weil die Börsenbahn das so möchte, dann ist das Ihr ureigenstes Recht, ich finde das unmöglich. Konditionen hin oder her - in der freien Marktwirtschaft wäre jeder Kunde ob so eines Verhaltens enttäuscht! Schließlich bin ich nicht mit einem Wochenendticket in einen ICE gestiegen, oder gar ganz ohne Ticket. Im Gegenteil!

Und so, wie ich der Ansicht bin, daß bei der Bahn früher nahezu alles besser geklappt hat (Speziell bei diesem Thema: Faire, durchsichtige Tarife, die Fahrpreistafel hatte die Dicke eines Micky-Maus-Heftes, und ich bin bei den diversen, seit Ende 2002 immer wirrer wirkenden Preissystemen PEP & Co. mehr als einmal auf die Schnauze gefallen), sehen Sie das vielleicht anders - naja, vielleicht waren Sie in anderen Regionen unterwegs, oder haben einfach weniger Glück gehabt, als ich. Beim Tramper-Monats-Ticket in den 80ern und frühen 90ern habe ich so gut wie nie irgendwelche Anschlüsse verpaßt - und das mehrere Jahre hintereinander - in der Hauptreisezeit. Da meine Reisenotizen noch existieren, ist das sogar nachweislich. Und da haben wir - ganz ohne ICEs - bis zu 40000 km in 4 Wochen geschafft....aber die ICs waren gefühlt zu "echten" 99,9% pünktlich (statt mit 5 Minuten nach Bahnrechnung). Naja, das mit den Großraumwagen, okay, die hab ich immer gemieden - es gab ja schöne Abteilwagen mit abschaltbarem Licht und Fenstern zum Öffnen - heute wird einfach ein Wagen gesperrt, weil die vermaledeite Klimaanlage nicht geht, und - schwupps - fehlen mal eben 50% der 1.-Klasse-Plätze...

Und heute geht mindestens jede zweite Fahrt in die Hose - "Heute ohne gastronomischen Service, Wagen 5 und 12 fehlen, heute umgekehrt gereiht, heute ohne Reservierungen, heute 45 min. später, fällt heute aus, heute nur bis XYZ, Mitfahrt kann nicht garantiert werden, Anschlußzug wartet nicht..." - die Liste ist nahezu endlos. Warum wohl gibt es inzwischen sogar satirische Bücher über Bahnreisen, die keineswegs zusammenerfunden sind? Früher gab es Betriebsreserven - da wurde improvisiert, und nicht wochenlang im Voraus "ein Wagen fehlt" bekanntgegeben, weil man sich sicher war, einen fehlenden Wagen wochenlang nicht wieder "einbauen" zu können. Ich bin mit einer Ersatz-IC-Garnitur Sonntagsmorgens aus dem Bergischen nach Köln gefahren, weil der Heizkessel der Lok vom Nahverkehrszug defekt war. Pünktlich auf die Minute! Ja, genau, mit der Bundesbahn in den 80ern!

Und wie gesagt - ein Eilzug wäre zu jener Zeit mit jedem Ticket benutzbar gewesen. Also mir gefiel die Bundesbahn deutlich besser...vor allem gab es mehr Indianer an der Basis und weniger (heute sehr kostspielige) Häuptlinge, es gab ein flächendeckendes Netz an Bahnhöfen mit persönlichem Service - und eben einen verständlichen Tarif. X km kosten Y DM und IC kostet 5,- DM mehr. Eine übersichtliche Hand voll Sonderangebote - BASTA! Und heute? Verscherbeltes Volksvermögen für die geschönte Bilanzsumme...wozu Bahnhofsgebäude? Der Kunde hält sich im Freien doch viel länger frisch. Tickets nur noch am Automaten oder im Netz - Opa Paschulke muß ja nicht mehr verreisen, wenn er das nicht kann...soll er doch daheim bleiben! Kurswagen? Sonderzüge zur Entlastung? Alles unnötiger Ballast. Gepäckstauraum im Zug? Wer fährt schon mit der Bahn in Urlaub? Bahnhofsgaststätte? Ach iwo, lieber leerstehende Räume mit diesen hübschen beschmierten Lochblechen an den Fenstern.
Ich empfehle dringend noch mal die Pusteblume-Folge mit Peter Lustig aus den 80ern, da kann man sich noch einmal eine Eisenbahn ansehen, und mit der unpersönlichen Verfrachtung von heute vergleichen...

Beispiel? Gern: Mit Sparpreis Europa nach Kroatien (Also dafür MUSS man gern Bahn fahren!) - 2002 gemacht, hat inklusive Reservierung für 2 Personen 243 Euro gekostet - und ein halbes Jahr später nach dem Mehdornschen Erdhansa-Preissystem? "Plan&Spar Europa" - je nach Zug zwischen 550 und 750 Euro. Nein Danke! Noch ein Beispiel? Gern - ein ICE-Ticket zum Frühbucherpreis von Montabaur nach Leipzig u.z. - mit maximaler Vorlaufzeit gekauft (damals 92 Tage) - 199,- pro Person - und zwei Wochen vor der Reise spaßeshalber noch mal geguckt...139,-!!! Dafür kenne ich nur ein Wort: Vera......!

Ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten, weiß auch nicht, warum Sie sich den Schuh angezogen haben, aber ich denke, solche Kritiken dürfen angesichts solcher Erfahrungen gern auch mal an die Öffentlichkeit. Wie gesagt, früher bin ich sehr gern Bahn gefahren, das legt sich hierzulande mehr und mehr, und richtig genießen kann ich das nur noch in anderen Ländern, denn Komfort und Service können andere besser - oder warum z.B. lohnen sich Nacht- und Autozüge für jeden anderen, nur nicht für die DB? Warum sind die wenigen letzten Abteile immer ausgebucht, wenn die Bahn sie mit den Argumenten abschafft, sie wären nicht nachgefragt? Bei ÖBB-Zügen kann man wählen. Und warum bucht man Wunschsitzplätze (Abteil, Fenster mit grünem Häkchen), und sitzt nachher doch in der Flugzeugbestuhlung an einem der "schönen" Wandplätze ohne Fenster, wenn man nicht nachkontrolliert?

Sorry, die alte Bundesbahn mag gewesen sein, wie sie will, aber früher war - meinetwegen nicht alles, aber - Vieles besser! Und das sehen viele meiner Kollegen genauso...! Naja, besser gesagt: fast ALLE! Und nun bin ich - wie bereits gesagt - geimpft: bloß keinen Fuß mehr in einen dieser vornehmen Nahverkehrszüge stellen, wenn man nur eine billige poplige ICE-Sparpreis-Fahrkarte hat. Eine neue "erfreuliche" DB-Erfahrung mehr....

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Das mit dem Sparpreis scheinen Sie, trotz Ihrer abertausenden von Bahnkilometern, leider immer noch nicht verstanden zu haben.

"am Service-Point in Hamm war man anderer Ansicht...solange EIN TEIL des Tickets im Fernzug zurückgelegt würde, sei das Kriterium für den Sparpreis erfüllt."

Am Service-Point in Hamm war man - völlig korrekt - der Ansicht, dass für eine Strecke, bei der EIN TEIL im Fernzug zurückgelegt wird, ein Sparpreis verkauft werden kann.
Das setzt aber nicht die Kondition des Sparpreises außer Kraft, dass die gebuchten Fernzüge so genutzt werden müssen und nicht eigenmächtig durch Regionalzüge ausgetauscht werden können. Die einzige Änderung im Zusammenhang mit der Zugbindung, die Sie eigenmächtig vornehmen können, ist: später in den Fernzug einsteigen (und zwar ohne Verlängerung des NV-Vorlaufs) bzw. früher aussteigen.

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Also nochmal zum Abschluß - mir wird das hier zu blöd - ich habe das System bereits von vornherein verstanden, aber ich finde es trotzdem unmöglich. Welchen Teil davon, haben SIE nicht verstanden, daß sie sich gebetsmühlenartig oberlehrerhaft äußern?

Und nur zur Info: Der Herr am Infoschalter HATTE sich das Ticket angesehen, sich den Vorgang angehört, und war sogar nach telefonischer Rücksprache der Meinung, und riet mir zur Beschwerde, ich wollte es nur nicht so auswalzen. Dann hat der Kollege das System dort ebenfalls "nicht verstanden", wenn er mir diese Info gab.

Ich rege an, dieses verkorkste Preissystem einmal gründlich zu überdenken, denn weder Eurobahn noch Abellio hatten ein Problem mit dem Sparpreis-Ticket in gleich gelagerten Fällen - die haben mich sogar über eine GANZ ANDERE STRECKE mitgenommen, als mal wieder auf dem Regelweg alles in die Hose ging. Ich wiederhole auch gern noch einmal "gebetsmühlenartig" das Stichwort: "Kundenfreundlichkeit". Besonders, wenn zwei leere 1. Klasse-Doppelstöcker hier und ein einziger überfüllter - nein, pardon "nur proppenvoller" IC-Wagen dort stehen. Ein Autohändler würde mich auch nicht aus dem Laden jagen, wenn ich eine A-Klasse kaufen, aber eine E-Klasse bezahlen würde.

So, und nun können Sie gerne noch einmal wiederholen, daß ich irgendwas nicht verstanden habe, und im Unrecht bin - gern noch mal zum Mitschreiben: System verstanden, aber für Sch.... befunden! Ich beende für meinen Teil das hier, und weiß für die Zukunft bescheid - man sollte auch eine Autofahrt in Betracht ziehen....

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Ich habe verstanden, dass Sie die Frage stellten: "Wer ist nun im Recht? Der Zub oder ich?"
Deutlicher Hinweis, dass Sie das mit der Fernzug-Zugbindung bei Sparpreisen nicht verstanden haben, denn der Zub ist eindeutig im Recht.

Ob das Preissystem als solches sinnvoll ist, ist eine ganz andere Frage. Aber wenn Sie sich ein Ticket kaufen, dessen Nutzung an bestimmte Konditionen geknüpft ist, müssen Sie erstmal davon ausgehen, dass diese Konditionen auch für Sie gelten.

Dafür, dass Sie das Thema nicht 'auswalzen' wollen, werden Sie doch recht episch.