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Fahrgastrechte über "Meine Bahn" Profil?

Wann wird die Abwicklung der Fahrgastrechte im "Meine Bahn" Profil möglich sein bzw. gibt es entsprechende Pläne? Insbesondere Zeitkarten-Inhaber (BahnCard 100 o.ä.) würden es sicherlich schätzen, die regelmäßig anfallenden Verspätungs-Entschädigungen direkt und online zu beantragen. Das regelmäßige Ausfüllen von Antragsformularen (auch als PDF) und der antiquiert anmutende Prozess der Einreichung beim "Servicecenter Fahrgastrechte" (ausfüllen oder ausdrucken, eintüten, abgeben oder verschicken etc.) könnte damit mittel- und langfristig entfallen; in "meine Bahn" sind alle notwendigen Daten hinterlegt, der einzelne Verspätungsfall könnte mit wenigen Klicks und Angaben ergänzt werden.

Nicolai
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Woodstock
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Das Servicecenter Fahrgastrechte ist keine Einrichtung der DB und von daher kann das nur von allen beteilligten Unternehmen zuammen beschlossen werden.

Das SFR ist meines Wissen bei DB Dialog angesiedelt und man könnte die Abwicklung zumindest für Verbindungen, die ausschließlich Verkehrsunternehmen des DB-Konzerns betreffen, auf die von Nicolai vorgeschlagene Art und Weise vereinfachen. Und was sollten die anderen Unternehmen groß dagegen haben? Aber natürlich müssen diese zustimmen. Meines Erachtens ist es aber gar nicht erwünscht, dieses Verfahren für Fahrgäste zu vereinfachen, man möchte sich ja bezüglich der Erstattungen schließlich nicht aufdrängen und der Fahrgast soll neben dem Ärger, den er auf der Reise hatte, auch noch die müßige Arbeit mit den Formalitäten haben.

Meiner Erfahrung nach ist es am einfachten, mit seinem Erstattungswunsch direkt in ein DB-Reisezentrum zu gehen. Wenn man dort auf einen freundlichen Mitarbeiter trifft, wird einem das Formular sogar ausgefüllt und man erhält sein Geld direkt in bar zurück.

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Guten Abend Nicolai, dieser Wunsch wurde schon mehrfach geäußert und an den Fachbereich weitergegeben. Weitere Informationen dazu gibt es bisher nicht. /gu

InsideBahn137830
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@ThomasDenkel
aha, mir wurde in diesem Forum mitgeteilt das z.B. Online Tickets nicht im Reisezentrum erstattet werden können. Und was das Ausfüllen des Formulars durch einen freundlichen Mitarbeiter angeht, in Bielefeld weiß manch Mitarbeiter nicht einmal das man eine Bankverbindung eintragen muss, weil diese angeblich auf dem Ticket steht. Dann bekommt man nach den üblichen 4 Wochen mal Post das diese fehlt, schickt diese hin und wartet noch einmal gut 2 Wochen auf das Geld, wird wohl von Reisezentrum zu Reisezentrum unterschiedlich gehandhabt.

@InsideBahn137830 | Bezüglich der Entschädigung auf Online-Tickets geht aus den DB-Infos unter diesem Link https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrecht... nicht hervor, daß diese nicht im Reisezentrum möglich wären. Vielleicht kann sich dazu noch einer der Moderatoren äußern. Meines Wissens wird auch keine Bestätigung der Verspätung auf dem FGR-Formular benötigt, da diese auch die Mitarbeiter im Reisezentrum selbst einsehen können. Was die Abwicklung im Reisezentrum anbelangt, braucht man leider in der Tat immer etwas Glück mit dem Mitarbeiter, an den man gerade gerät - hier scheint es große Unterschiede in Sachen Motivation und Kompetenz zu geben - das entspricht auch meinen Erfahrungen. Auch die Abwicklung über das Servicecenter klappt selten auf Anhieb und braucht meiner Erfahrung nach häufig zwei bis mehrere Anläufe. Mir ist schon mehrfach passiert, daß von dort Unterlagen angefordert werden, die bereits mit dem Antrag eingereicht wurden - also auf jeden Fall immer Kopien anfertigen! Ein Schelm, wer dabei an Zermürbungstaktik denkt ...

InsideBahn137830
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@ThomasDenkel,
ich weiß meistens wie es geht, hatte 2 junge Familienmitglieder zu einer Bahnreise überredet, und da ist leider Alles schief gelaufen was hält so schief laufen kann, Pech gehabt

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Hallo ThomasDenkel,

meine Kollegen im DB Reisezentrum können nur die Entschädigungen vor Ort durchführen, die keiner Prüfung bedürfen. Also nur reine Verspätungen, die auch bestätigt wurden. Alle anderen Anliegen müssen vom Servicecenter Fahrgastrechte geprüft werden.

Übrigens, das Servicecenter Fahrgastrechte ist dennoch eigenständig. Der Auftrag wurde nur entsprechend von den Eisenbahnunternehmen in Deutschland zum Großteil einem Dienstleister erteilt, wie Sie auch Ihrer eigenen Verlinkung entnehmen können. /di

InsideBahn137830
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@DB
Also man ist im Bahnhof Bielefeld, die Strecke Hamm - Bielefeld ist gesperrt, alle Fernzüge werden über OS umgeleitet, und dennoch muss das SFR das prüfen? Die Mitarbeiter im Reisezentrum wissen von der
Streckensperrung, was bitte muss in so einem Fall noch geprüft werden?

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Hallo InsideBahn137830,

da kann ich nur mit einer Gegenfrage antworten, da das Beispiel zu unpräzise ist. Handelt es sich dennoch um denselben Zug, der einfach nur umgeleitet wird und dadurch verspätet am Ziel ankommt und liegt eine Legitimation der Verspätung auf dem Fahrgastrechte-Formular vor? Dann darf das DB Reisezentrum die Entschädigung vornehmen und muss das Servicecenter Fahrgastrechte nur darüber informieren. Dies geht jedoch nicht bei Zeitkarten und BahnCard 100 Kunden.

Ist der Sachverhalt komplexer z.B. Teilausfall, Nutzung Teilstrecke, Mehrkosten, alternative Verkehrsmittel etc., haben die Kollegen nicht die Zeit und Möglichkeit, die Ansprüche zu prüfen. Hauptaufgabe der Kollegen im DB Reisezentrum ist Beratung und Verkauf. Daher muss das SC FGR dann die Ansprüche prüfen. /di

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Wie gesagt die Züge wurden umgeleitet, die Fahrt wurde garnicht erst angetreten weil die Strecke über mehrere Stunden gesperrt war.

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In dem Fall muss man sich an das SC FGR wenden. Im DB Reisezentrum kann man es nicht bearbeiten, da dort nur tarifliche Erstattungen (also mit Erstattungsentgelt) erfolgen können oder einfache Verspätungsfälle mit Verspätungsbestätigung bearbeitet werden können. /di

@DB | Da sind wir dann wieder bei meinem bereits geäußerten Verdacht, daß es den Fahrgästen gar nicht leicht gemacht werden soll, an die Entschädigung zu kommen. Neben den Unannehmlichkeiten, die man wegen den Unzulänglichkeiten im Eisenbahnverkehr bereits hatte, muß man sich auch noch um den ganzen Schreib- und Formalitätenkram mit dem obendrein schlecht erreichbaren SFR kümmern, anstatt in einem glasklaren Fall - wie im Beispiel von 'InsideBahn137830' geschildert - schnell und unkompliziert an die Entschädigung zu kommen, was dem eh schon rampunierten Image sowohl der DB, als auch anderer EVU, sicher gut täte. Man könnte das Verfahren ganz sicher im Kundeninteresse einfacher gestalten, man will aber allem Anschein nach nicht. Bei mir als Vielfahrer und gutem Bahnkunde erweckt dies den Eindruck einer reinen Zermürbungstaktik in der wohl berechtigten Annahme, daß so einige Fahrgäste auf ihre Rechte verzichten, was den EVU viel Geld sparen dürfte. Als Stammkunde und Bahn-Befürworter ärgert man sich einfach nur darüber, weniger bahnaffinen Kunden fällt nach einem solchen Prozedere die Entscheidung zu Gunsten eines anderen Verkehrsmittels für die nächste Reise um so leichter.

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Das Fahrgastrechte-Formular ist sehr einfach und klar gestaltet. Der beiliegende Umschlag muss nicht frankiert werden und kann einfach in den nächsten Briefkasten geworfen werden. Alternativ kann man die Unterlagen vor Ort abgeben und die Kollegen vom DB Reisezentrum leiten es dann postalisch weiter. Im Zweifel können die Kollegen vor Ort sogar beim Befüllen des Formulars helfen. Mehr muss man als Kunde gar nicht machen.

Da aber nicht jedes Anliegen ein 0815-Verspätungsfall mit Verspätungsbestätigung ist, ist eine genaue Prüfung und Berechnung der Ansprüche notwendig. Dies geht bei den Kollegen vor Ort leider nicht.

Ob es künftig andere Möglichkeiten gibt, wird sicher überprüft. Liegt jedoch nicht allein bei der DB, schließlich sind auch andere Eisenbahnunternehmen involviert. /di

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@DB
Dazu merke ich gerne ein zweites Mal an, das Formular wurde im Reisezentrum Bielefeld von einem Mitarbeiter der DB ausgefüllt, OHNE IBan, weil diese angeblich auf dem Ticket steht.
Ich fahre auch sehr viel Bahn, für die Beiden die fahren wollten wäre es die erste Bahnfahrt Fernverkehr gewesen, und natürlich haben Sie geglaubt was die Mitarbeiterin gesagt hat. Und ja ThomasDenkel hat Recht einen zweiten Versuch wird es nicht geben.

DB
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Ich weiß nicht, was auf dem Ticket steht. Aber wenn dem Servicecenter Fahrgastrechte keine Bankverbindung vorliegt, setzen sich die Mitarbeiter mit Ihnen in Verbindung, um die fehlenden Daten anzufordern. /ni

Nicolai
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Vielen Dank für die Antworten und die engagierte Diskussion zum Thema Fahrgastrechte und deren Durchsetzung, auch wenn meine Ursprungsfrage erstaunlich lapidar mit "weiß nicht, der Fachbereich hat sich noch nicht geäußert ..." beantwortet wurde (wie sage ich es bloß ohne Polemik, dass dies an fast allen DB Kunden Touchpoints die häufigste und abschließende Art der "nicht-Beantwortung" einer Anfrage ist ...?!) . Die Diskussion zeigt im weiteren Verlauf dann aber auch sofort, wie komplex und nach wie vor ungeheuer "verwaltungslastig" der Prozess zur Zeit gestaltet ist; weit entfernt von einfachen und automatisierten Ansätzen (digitale Prozesse einzuführen ist dabei z.Z. in fast allen anderen Kundenprozessen ein großes Anliegen der DB). Mittlerweile kenne ich als langjähriger BC100 Fernpendler das in der Tat einfach gehaltene FGR Formular in und auswendig und erhalte dann auch meistens irgendwann die pauschalen Entschädigungen (relativ problemlos). Aber immer und immer wieder das gleiche PDF Formular mit fast identischen Angaben auszufüllen, auszudrucken, BC kopieren, eintüten, abgeben, warten, Einzel-Rückpost vom SFR zu erhalten ... wirkt (gewollt?) rückständig und redundant (obwohl, ich wiederhole mich, alle Daten vorliegen). Dabei ist es mir aus Kundensicht ziemlich egal, ob die Entschädigungen von der DB selber oder über einen Dienstleister (SFR) mit mehreren Eisenbahnunternehmen abgewickelt werden.