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Wie wird die Verspätungsprognose ermittelt?

Wird die Verspätungsangabe für kommende Bahnhöfe allein anhand der aktuellen Verspätung ermittelt oder fließen weitere bereits absehbare Verzögerungen in die Berechnung ein?
Erfahrungsgemäß sind bei Fernzügen die Verspätungsprognosen für künftige Halte tendenziell zu optimistisch.

Togg
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Antworten

Volker
Volker

Volker

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In der Regel entsprechend verspäteter Abfahrt,
zuzüglich bereits vorhersehbarer Ereignisse die schon bekannt sind.
Es kann jedoch immer mal noch nicht bekanntes dazwischen kommen,
da reicht schon ein EU Güterzug aus, der selbst vor einem ICE vorrang hat aus.

DB
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Team

Hallo Togg,

die Echtzeiterfassung findet in dem Moment statt, in dem der Zug Messpunkte (Balise) überfährt, welche sich meistens in Bahnhöfen befinden. Diese werden auch übermittelt, wenn dort kein Halt vorgesehen ist. Anhand dieser Messung wird eine Prognose für den weiteren Streckenverlauf gestellt, in der auch die aktuell Betriebslage einfließt. Dennoch handelt es sich hier um Prognosen, die sich jederzeit ändern können. /tr

Leo
Leo

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Warten am nächsten Kreuzungsbahnhof auf einen verspäteten Gegenzug wird dabei genausowenig prognostiziert wie Stau z.B. vor der S-Bahn-Stammstrecke in München.

David
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David

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@Leo: Das stimmt so allgemein nicht. Ich habe es durchaus schon erlebt, dass für das Warten auf einen verspäteten Gegenzug eine entsprechende Prognose vermerkt war. Leider erfolgt das aber (noch?) sehr selten. Auch Verspätungen aus vorheriger Fahrt werden in manchen Fällen schon vor der planmäßigen Abfahrtszeit bekannt gegeben. Hier liegt aber durchaus noch Potential zur Verbesserung der Verspätungsinformationen.

Togg
Togg

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Da besteht scheinbar noch viel Potential, um die Prognosegüte zu verbessern.
Z.B. ist bei verspäteten ECs die vorgesehene Haltezeit in München Hbf (Fahrtrichtungswechsel!) zumeist zu kurz und die Verspätung nimmt zu. Über die Analyse historischer Betriebsdaten sollte es eigentlich möglich sein, für derartige und ähnliche Fälle realistische Verspätungsprognosen zu erzeugen.

Benutzerin
Benutzerin

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Vielleicht möchte die DB auch nicht, dass größere Verspätungen zu früh bekannt werden - ab einer voraussichtlichen Verspätung von 20 Minuten am Zielbahnhof wird ja die Zugbindung aufgehoben bzw. man darf auch einen höherwertigen Zug zur Weiterreise nutzen.
Und je früher man das als Kunde wüsste, desto mehr Alternativen hätte man. So steht man leider oft am Bahnsteig, die Verspätung des eigentlich gebuchten Zugs schraubt sich allmählich in die Höhe - und der Alternativ-Zug ist dann leider schon wieder weg...