Frage beantwortet

Entschädigung bei fehlender 1. Klasse und fehlender Information über Schienenersatzverkehr?

Guten Tag,

vor ein paar Wochen hatte ich bei DB einen einfachen Fahrschein in der 1. Klasse im Tarif 'Sparpreis Europa' von Kopenhagen nach Südost-Bayern gebucht mit Umstiegen in Rødby, Hamburg, München und Mühldorf. Auf der Fahrkarte wurde von Kopenhagen bis Rødby ein Bus ausgewiesen, von Rødby bis München IC bzw ICE Züge mit reservierten Plätzen.

Es stellte sich erst bei der Abfahrt des Buses heraus, dass es beim Schienenersatzverkehr keine 1. Klasse geben würde. Erst im fahrenden Bus wurde man darüber informiert, dass der Schienenersatzverkehr nicht nur bis Rødby, sondern bis nach Hamburg gelten wurde, dh 6 Stunden Bus statt 2 Stunden Bus.

Ist es nicht so, dass man über solche wichtigen Änderungen vor Antritt der Reise informiert werden muss und einem die Möglichkeit gegeben, vom Reisevertrag zurückzutreten?

Welche Entschädigungsmöglichkeit bieten Sie an?

Danke im Voraus für Ihre Information.

Beste Grüsse!

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt
Woodstock
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kabo
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"Ist es nicht so, dass man über solche wichtigen Änderungen vor Antritt der Reise informiert werden muss "-> Ja
Die DB kommt der Pflicht im Regelfall dadurch nach, dass ca. 1 Woche vor der Reise nochmals eine Email an den Kunden verschickt wird, wo auf Änderungen hingewiesen wird. Das geht natürlich nur, wenn das Ticket online gebucht wurde, denn nur da bekommt die Bahn ja Ihre Mailadresse.
Außerdem werden kurzfristige Änderungen über den "Verpätungsalarm" per Mail und per Handy mitgeteilt. (Der Verspätungsalarm funktioniert nicht nur bei Verspätungen, sondern auch bei sonstigen Änderungen der Fahrt.). Den muss man natürlich bei der Buchung des Tickets aktiviert haben - und das mit dem Handy funktioniert nur, wenn man den DB Navigator als App hat.

"und einem die Möglichkeit gegeben, vom Reisevertrag zurückzutreten?"
-> Eine Rücktrittsmöglichkeit besteht, wenn voraussichtlich eien Verspätung von 60 min am Zielort des Tickets ergibt. Reine Änderungen in der Beförderung (ohne Verspätung), also Bus statt Zug, berechtigen für sich genommen nicht zum kostenlosen Rücktritt.

"Welche Entschädigungsmöglichkeit bieten Sie an?"
-> Wenn Sie verspätet am Zielort der Fahrkarte angekommen sein sollten, bestehen die gesetzlichen Fahrgastrechte über das Servicecenter Fahrgastrechte. (25% ab 60min 50% bei ab 120min Verspätung).
Für die fehlende 1.Klasse beträgt die Entschädigung maximal 30€ (22,50€, wenn Sie eine BC25 eingesetzt hatten) - die müssen Sie aber bei der DB geltend machen.

Grüsse Woodstock und kabo,

vielen Dank Ihnen beiden für die Antworten.

@ Woodstock: Das Formular, auf das Sie hinweisen, scheint nur für für Verspätungen und Reiseabbruch zu gelten und es gibt keine Option oder ein Textfeld, durch das dieses für den Fall passend ausgefüllt werden könnte.

Daher, liebe/r DB-Administrator/in, finde ich die Antwort nicht unglaublich passend. Ausser ich habe eine Möglichkeit auf dem Formular übersehen?

Hallo robrob,

bitte machen Sie soweit möglich die Angaben im Formular. Bezüglich der gewünschten Erstattung der Klassendifferenz legen Sie bitte ein Beiblatt bei. Viele Grüße /ma

Hallo /ma, so mache ich es. Hier im Internetforum sind bei ähnlichen Fällen Erstattungswerte von EUR 20, 22.50 bzw 30 die Rede und dann noch zusätzlich für die entfallene Platzreservierung von EUR 5,90 bzw 4,50. Können Sie sagen, wieviel in meinem Fall angemessen ist, zu verlangen? Vielen Dank und schönen Sonntag!

kabo
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Bei Flexpreistickets wird bei fehlender 1.Kl die Preisdifferenz zwischen 1.Kl und 2.Kl zurückgezahlt.
Bei Sparpreistickets ist es schwierig, da es ja keine feste Preisdifferenz zwischen 1.Kl und 2.Kl gibt.
Deshalb werden bei Sparpreistickets pauschal 20€ (innerdeutsche Fahrkarten) bzw. 30€ (internationale Fahrkarten) erstattet. Wenn Sie bei der Buchung Bahncard-Rabatt erhalten haben, dann bekommen Sie weniger erstattet - Sie haben ja auch weniger bezahlt. Bei internationalen Fahrkarten sinkt die Erstattung dann auf pauschal 22,50€.
Bei Ihnen kommt jetzt noch dazu, dass die Komfort-Einschränkung nur auf einem Teil der Reise stattfand - wie das dann berechnet wird, da müssen Sie sich überraschen lassen.
Es ist ja nicht so, dass Sie eine Forderung mit konkretem Eurobetrag stellen müssen - Sie schildern die Angelegeheit und bekommen dann (hoffentlich), was Ihnen zusteht.

Hallo kabo,

danke herzlich für noch eine detaillierte Antwort von Ihnen! Ja, so werde ich es machen. Ich schicke das Formular ein, schreibe, was sich zugetragen hat, warte ab, wie reagiert wird - und entscheide mich dann, wie ich die nächsten Male meine regelmässig zu absolvierenden 1100-Kilometer-Strecke zurücklegen werde. Ich reise einfach sehr sehr gerne mit Zug und Fähre. Wenn das allerdings ein kein verlässliches Vergnügen mehr ist, wird geflogen. Kostet das gleiche.

Beste Grüsse, R