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Warum kann die Zugbindung nicht aufgehoben werden, wenn die Verspätung die Umsteigezeit überschreitet

Ich pendle wöchentlich mit dem IC 2027 von Koblenz bis Regensburg, wo ich eine Umsteigezeit von 10 min habe. Dieser IC ist nahezu jede Woche in Koblenz schon deutlich verspätet. Meist beginnen die Probleme schon Stunden früher und schaukeln sich dann von Haltestelle zu Haltestelle auf. Trotzdem prognostiziert ihr System immer in höchst optimistischer Weise, dass sich die Verspätung bis Koblenz deutlich verringern, sich bis Regensburg auflösen und ich daher meinen Anschluss erreichen werde. Leider löst sich die Verspätung aber NIEMALS auf, im Gegenteil, und ich verpasse daher IMMER meinen Anschlusszug. Jetzt aber meine Frage: Kann in einem solchen Fall in Koblenz die Zugbindung frühzeitig aufgehoben werden, auch wenn die prognostizierte Verspätung in Koblenz angeblich noch keine 20 min erreicht? Aus meiner Sicht müsste dies in diesem Fall aufgrund der Umsteigezeit spätestens ab 10 min aktueller Verspätung des Zuges möglich sein, egal wo der Zug sich noch befindet.

Zweite Frage: Warum sind die Prognosen so unrealistisch? Wenn selbst ich als Laie schon weiß, auf welchem Streckenabschnitt aufgeholt werden kann (z.B. Nürnberg-Regensburg) und wo das wirklich niemals klappt (Koblenz - Frankfurt Hbf), warum weiß die Bahn das nicht? So wie das System jetzt programmiert ist, sind die Prognosen nicht nur wertlos, sondern dienen eher dazu, die Ansprüche der Kunden zu unterlaufen.

Ganzfernpendler
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Antworten

Die angenommenen 20 Minuten Verspätung beziehen sich nicht auf die Abfahrtszeit in Koblenz sondern auf die Ankunftszeit am Zielort lt. Ihrem Fahrschein. Wenn also 10 Minuten Verspätung des IC schon ausreichen, um Ihren Anschlußzug in Regensburg zu verpassen, sollte die Zugbindung aufgehoben werden können. Wenden Sie sich dazu bitte an die DB-Information oder das DB-Reisezentrum in Koblenz.

Als Argument können Sie auch noch die Mindestumsteigezeit vorbringen, welche in Regensburg Hbf laut DB-Angaben (Quelle: Elektronisches Kursbuch) 5 Minuten beträgt. Wenn sich durch die Verspätung des IC von mehr als 5 Minuten also nur noch eine Rest-Umsteigezeit von weniger als 5 Minuten ergibt, wird der Anschlußzug offiziell nicht erreicht. Auch das sollte für die Aufhebung der Zugbindung ausreichen.

Ich hoffe, Ihnen etwas weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen allzeit gute Reise!

Hallo Ganzfernpendler,

was ThomasDenkel im ersten Absatz schreibt, ist richtig. Die Zugbindung gilt dann als aufgehoben.

Auch wenn meine Kollegen bei Prognosen auf Erfahrungswerte zurückgreifen, kann es immer sein, dass eine Situation sich ändert und damit die Prognose hinfällig wird. /di