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Muss ich den IC Bus nutzen?

Das Bahnsystem hat mir für eine Teilstrecke den IC Bus ausgeworfen (Chur - Memmingen, Gesamtstrecke Tirano - Ulm). Ich könnte die gleiche Strecke auch mit dem Zug zurücklegen. Muß ich den Bus nehmen oder kann ich statt dessen auch qualitativ niedrigere Regionalzüge nutzen?

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ThomasDenkel
ThomasDenkel

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Wenn Sie ein Sparpreis-Ticket buchen möchten, wovon ich jetzt einfach mal ausgehe, ist der IC-Bus preisbildend (Zug- bzw. in diesem Fall Busbindung) und muss für die gebuchte Strecke auch benutzt werden. Die Nutzung von parallel verkehrenden Regionalzügen ist damit ausgeschlossen. Wenn Sie nur Züge nutzen wollen, geben Sie bei Ihrer Verbindungssuche mal als Zwischenhalte Chur und Memmingen ein und wählen für diesen Streckenabschnitt nur NV (= Nahverkehrszüge) als Verkehrsmittel aus. Dann werden Ihnen nur Verbindungen mit Regionalzügen zwischen Chur und Memmingen angezeigt, allerdings keine Sparpreise mehr, da dafür zwingend die Buchung eines Fernzugs (IC/EC/ICE) oder IC-Busses, zumindest für eine Teilstrecke, nötig ist. Sie können diesen Fernzug aber auch im Anschluss an die eigentlich von Ihnen benötigte Strecke buchen, in dem Sie z. B. Ihr Ticket über Ulm hinaus bis Stuttgart Hbf buchen und für die Strecke Ulm - Stuttgart einen Fernzug auswählen - dann gibt es wieder Sparpreise die deutlich günstiger sind, als wenn Sie den Flexpreis nur bis Ulm buchen. Ich wünsche Ihnen eine gute Reise!

@DB Bahn | Wenn ich eine Bahnreise buche, möchte ich auch mit der Bahn (sprich: Zug) fahren und nicht mit einem Bus. Leider hilft es nicht, bei der Verkehrsmittelwahl die Option Bus auszuschließen, da der IC-Bus trotzdem erscheint. Das man für manche Relationen nur unter Anwendung weiterer Tricks zu reinen Bahnverbindungen kommt, kann ich nicht für gut heißen. Es wäre daher meines Erachtens nötig und kundenfreundlich, den IC-Bus bei der Verkehrsmittelwahl separat abwählen zu können. Vielleicht können Sie das mal bei der zuständigen Fachabteilung anregen - vielen Dank!

DB
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Team

Die Erläuterung von ThomasDenkel zur Zug- bzw. Busbindung beim Sparpreis ist korrekt. Bei einem Flexpreis hingegen sind Sie nicht an die gebuchten Züge/Busse gebunden und Sie können auch alternative Verbindungen innerhalb der Gültigkeit der Fahrkarte nutzen, sofern die gebuchte Strecke, laut Wegetext auf der Fahrkarte, eingehalten wird.

ThomasDenkel Da der IC Bus zur Produktklasse IC/EC gehört, kann dieser nicht ausgeschlossen werden, wenn die Produktklasse Bus abgewählt wird. Ihre Anregung nehme ich aber gerne mit auf. /ki

Leo
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wie früher schon angeregt: Thalys und SEV bitte auch abwählbar machen.

Zusätzliche Produktwahl "bepreisbar", dann soll HAFAS bitte selber wissen, dass z.B. in Frankreich außer Straßburg nicht umgestiegen werden darf, kein Thalys verwendet wird, in Schweden Öresundzug und X2000/Snabbtåg ab Kopenhagen nicht mehr kombinert werden dürfen (wie offenbar gerne mit Umstieg in Malmö in Richtung Göteborg vorgeschlagen), Keine Fahrtunterbrechungen in Frankreich zugelassen sind (explizite Fehlermeldung, statt Buchungsversuch, der ganz zum Schluss zur unklaren Fehlermeldung führt, weil der ausländische Server erst den Tarif-Verstoß erkennt und die Reservierung verweigert,...

Falls der Hochdruck da mal zwischen ewig wechselnden Probe-Bahncards kurzzeitig nachlassen sollte, wären solche Änderungen sehr kundenfreundlich und hilfreich.

ThomasDenkel
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@ DB Bahn | Da stimme ich Leo absolut zu. Gerade im Internet versuchen sich viele Interessenten am Erstkontakt mit der Bahn. Die Buchung zahlreicher Verbindungen, gerade auch ins Ausland, aber auch im Inland (z. B. im Anstoßverkehr mit NE- und/oder SEE-Strecken) scheitert aber am Vorhandensein gewisser Kenntnisse, die ein Anfänger nicht haben kann und die auch den meisten Vielfahrern fremd sein dürften. Schon mit der Unterscheidung von Fern- und Nahverkehr tut sich ein Laie schwer. Auch die tarifliche Zuständigkeit mehrer Eisenbahn-Verkehrsunternehmen für ein und den selben Zug stiftet unnötig Verwirrung.

Daher wäre es wirklich prima, wenn - wie von Leo vorgeschlagen - eine Option "nur online bepreisbare Verbindungen anzeigen" eingerichtet würde. Dabei kann ja gerne stets ein Hinweis erscheinen, daß es sich nur um eine Auswahl von Zügen handelt, nicht um das Gesamtangebot und man sich im Zweifel an ein DB-Reisezentrum, eine DB-Agentur oder die DB-Buchungshotline wenden soll. Gerade Neu- aber auch Stammkunden hätten so einen wesentlich besseren und befriedigenderen Eindruck vom Angebot der DB und könnten oft viel spontaner buchen.

Als Profi-Bucher weiß man, daß oft schon die Wahl eines anderen Unterwegs-/ Umsteige-/ Grenzbahnhofs und/oder die Auswahl bzw. Abwahl bestimmter Züge zum gewünschten Ergebnis (z. B. Sparpreis anstatt eines eher abschreckend wirkendem Flexpreises oder gar keine Preisangabe) führt. Es wäre schön, wenn das System auch für Laien etwas transparenter wäre, was sich bestimmt auch auf den Umsatz der DB positiv auswirken würde.