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Darf ich bei einer Verspätung auch einen Tag später fahren?

Ich fahre jetzt mehrere Wochen am Sonntagabend von Schwäbisch Gmünd nach Passau. Leider ist in nächster Zeit immer an diesem Tag eine Umleitung, welche über 1,5 Std länger dauert. Kann ich mit meinem Sparpreisticket auch am Montag (Morgen) statt Sonntag (Abend) fahren? Hier würden die Züge wieder normal fahren und ich würde nur 4 Std statt 5,5 Std unterwegs sein.

Beatrix01
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Mark1807
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Das geht nur wenn es sich bei ihrer gebuchten Verbindung um die letzte des Tages handelt, sonnst können sie nur auf Verbindung am selben Tag ausweichen.

Elmaran
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Am nächsten Tage sind die Tickets nicht mehr gültig, selbst wenn es Flextickets wären.
Es müßte sich bei der letzten des Tages, schon ereignen sein Ziel nicht mehr zu erreichen,
doch dazu hast Du nichts geschrieben.

Hierfür benötigst Du schon eine Aufhebung der Zugbindung, nur ob Du sie dafür bekämest um erst nächsten Tages fahren wolltest sehr sehr sehr fraglich. Für frühere Fahrt am selben Tage wahrscheinlich schon eher, ansonsten gelten hierzu hier alle verschiedene Möglichkeiten aus den Fahrgastrechten die Du in Anspruch nehmen kannst. Sogar Fahrt über andere Strecke da ja mehr als 20 Minuten später ankünftig, Erstattungsansprüche aus Verspätung, bis hin zu Rückgabe ohne Stornierungskosten.

Beatrix01, wenn Sie das Ticket vor Bekanntgabe der Umleitung gekauft haben, greifen die Fahrgastrechte. Sie dürfen von der Fahrt zurücktreten und das Ticket kostenfrei zurückgeben. So können Sie sich für Montag ein neues Ticket kaufen. Wenn nicht, haben Sie Zugbindung und die Fahrgastrechte gelten bei Zugverspätung oder Ausfall. /gu

Leo
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M.E. müßte dei Fahrt am nächsten Morgen gemäß der EU-Regrlung möglich sein und wird von anderen Bahnen in ihren Bestimmungen auch so gewährt, so bei der sncf: Weterfahrt innerhalb 48h statt normal die ganze Reise innerhalb von 24h.

Aber um die sture DB zu etwas wenigerkleinkarierter Auslegung der EU-Regelungen zu zwingen, muss wohl erst jemand sich verklagrn lassen und bis zum EuGH gehen...

Beatrix01
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Ich denke auch, dass die Fahrt am nächsten Morgen möglich sein müsste.
Nach EU-Regelung steht mir "die Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung unter vergleichbaren Beförderungsbedingungen bis zum Zielort zu einem späteren Zeitpunkt nach Wahl des Fahrgasts" zu. Vergleichbare Beförderungsbedingungen sind meines Erachtens die Fahrt am Montag mit ICE ohne Verspätung, statt die Fahrt am Sonntag, welche mit mehreren Umstiegen, RE, RB und teilweise sogar Bus ist.

Mark1807
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Am nächten morgen zu reisen würde ich Ihnen nur empfehlen wenn Sie den Vorschlag von @Leo umsetzten wollen.

Elmaran
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Hier geht es zumindest ersichtlich nur um " Hier würden die Züge wieder normal fahren und ich würde nur 4 Std statt 5,5 Std unterwegs sein. "

Also ist das Ziel am Reisetage zumindest vorher ersichtlich noch erreichbar, und somit kann zunächst einmal nur davon ausgegangen werden das 25% eines Tickets auf Grund einer Verspätung ertattbar sein können. - Alles andere dazu kann gemäß der EU Regelung nur eine reine Spekulation sein.

Einem Reisennden ist daher auch zumutbar auf Grund von Baustellen " wir bauen für sie ", damit das Bundesamt für Eisenbahnen die Strecke nicht dicht machen muß ... auch mal diverse Einschränkungen hinzunehmen. Im konkreten Falle setzt die EU Regelung so manchen Reisenden eher schon in einen unangemessenen Vorteil gegenüber schwerwiegender Betroffener... welche hier sogar im Vorfeld vorab wohl recht gut kommuniziert, sonst hätte vorab keine Meldung seitens des Fragestellers erfolgen können.

Beatrix01
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Naja, ich fahre fast jedes Wochenende diese Strecke. (Freitags hin und Sonntags zurück). Die Baustelle zieht sich von Juni bis August. Da bleibt dann schon einiges an zusätzlicher Zeit auf der Strecke. Zumal muss ich am Sonntag früher zurück fahren, da ich nicht unbedingt um Mitternacht alleine durch die Stadt gehen möchte (was denke ich verständlich ist?). Drum wäre es nett, wenn man das Ticket einfach für den ersten Zug am nächsten Tag benutzen könnte.. echt schade..
Ein zusätzliches Ticket für Montag zu kaufen kommt für mich eigentlich nicht in Frage. Ich kaufe meine Tickets immer früh genug, sodass ich Sparpreise ergattere. Jetzt ein Ticket zu kaufen kostet mehr als doppelt so viel, als ich normal zahle, weil es so kurz vor Abreise keine Sparpreise mehr gibt. Und früher habe ich es ja nicht von der Bahn erfahren.

Hallo Beatrix01, die richtige Antwort haben Sie bereits von uns erhalten. Sie müssen also entweder am gebuchten Reisetag fahren oder haben die Möglichkeit, von der Fahrt zurückzutreten. /fi

Elmaran
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@Beatrix01

Die Zeitdauer der Baustelle ist ja bekannt, und so würde ich zukünftige Tickets wenn auch Fahrt in den Morgenstunden möglich ist .. einfach auf Montagsmorgen buchen .. und schon geht es ohne Probleme. Zumal ab Sonntagnachmittag und Abends ohnehin eine Hauptlastzeit darstellt die man hier möglicher weise am Montag morgen umgehen kann.

Seit letztes Jahr bis 2020 werden viele Milliarden in die Infrastruktur gesteckt, da bleiben in dieser Zeit viele Baustellen einfach nicht aus. Beispiel .. letztes Jahr hat der MDR bis zu 870 im Sommer an nur einem Tage, für dieses Jahr wurde auch von über 800 angesprochen .. seitens der Presse in NRW sogar bis zu 1000 Baustellen in diesem Jahr gesprochen ... da bleiben Behinderungen daraus einfach für kaum Jemanden noch aus. Insofern dürfen wie also noch für wenige Jahre mit erheblichen Behinderungen durch Baustelle betreffen.

Das dürfte sogar für die Schnellfahrstrecke Hannover - Würzburg im nächsten Jahr wieder zutreffen. Wo letztes Jahr in 2016 viele Wochen total Sperrung für Schotteraustausch war ... stand zumindest in der Presse das zwei Jahre später die Gleise ausgewechselt werden müssen. Hier frage ich mich warum wurde das nicht gleich letztes Jahr mit erledigt ... gut dann wäre Strecke leztes Jahr recht lange gesperrt gewesen .. und nächstes Jahr dafür nicht.
Nuja, für Fahrten aus dem Norden nach München evt. auch Richtung Frankfurt bietet es sich für viele dann eher über Berlin - München / Erfurt - Frankfurt an... da ja jene Strecke neu .. sowie Erfurt - Fulda großen Teils bereits ertüchtigt.

Leo
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Danke liebe sture DB für die Klarstellung Eurer Halsstarrigkeit und Unflexibität auch bei Eurem Unvermögen, dem Reisenden gemachte Versprechungen lt. Buchung einzuhalten!

Ich sehe hier durchaus Parallelen zu findendem Parallelfall bei der Lufthansa, die natürlich eher verklagt wird, da es bei Flugtickets oft um deutlich höhere Kosten geht als bei Fahrkarten:

http://www.vzbv.de/pressemitteilung/bgh-urteil-flugticket...

Vielleicht sollte man dem VZBV mal vorschlagen, sich mit dem Thema "DB verstößt selbstherrlich gegen EU-Regelungen" und fordert Unzumutbares (neues teureres Ticket!) von den Kunden" zu befassen…

Auch die DB ist ja mit einigen kundenunfreundlichen AGBs schon auf die Nase gefallen:

http://www.german-advocates.com/publikationen/praxisbeisp...

Hier hat sich die DB ja schon bewegt (und weist viel deutlicher als früher auf das Abo hin):

https://www.kanzlei-hollweck.de/ratgeber/db-bahncard/

Ob die Betroffenen wohl jemals wieder eine neue Bahncard gekauft haben?

Nicht der Kunde – die DB ist für die miserable Baustellen-Organisation verantwortlich: Erst 3, neuerdings 6 Monate vorher eine Fahrkarte mit Fahrzeiten-Zusage verkaufen und dann ÄTSCH! Bauarbeiten - fahrt irgendwie, mitten in der Nacht, aber ja nicht bequem am nächsten Morgen! Oder nur mit neuem teuren Ticket, auf die Erstattungsgebühr des alten verzichten wir immerhin.

Es gäbe da übrigens eine ganz simple Lösung: Baustellen und Ersatzfahrpläne langfristiger planen und ins System einarbeiten als Fahrkarten verkauft werden, dann ist der Baustellenplan VOR der Buchung bekannt, der Kunde kann wählen ob er lieber deutlich länger am Abend fährt, erst am nächsten Morgen oder mit einem anderen Verkehrsmittel. Fälle von Fahrgastrechten träten dann gar nicht erst auf, weil die bei der Buchung versprochene deutlich längere Fahrzeit als im Normalfall ja dann eingehalten wird. Erboste Kunden werden so auch nicht vergrault, die sich erst durch falsche Fahrplan-Versprechungen auf den Arm genommen und dann durch im Vergleich zu anderen Bahnen wesentlich kleinkarierterer Auslegung der EU-Regelungen auch noch in den Hintern getreten fühlen – und dann bei Beharren auf ihrem guten EU-Recht noch mit juristischer Verfolgung rechnen müssen?

Tolle Kundenbindungs-Maßnahme!

Elmaran
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Das enzigste was Du der DB in diesem Falle vorwerfen könntest wäre das sie ausgerechnet in der Hochkonjunktur an notwendigen Baumaßnahmen 2016 - 2020 auch noch die Vorbuchungsfrist auf 6 Monate erweitert hat, anstatt die 3 monatige massiv zu senken ..

Ein Sparpreisticket ist nun einmal Zuggebunden, und jeder Käufer sucht sich das so von vornherein bewußt genug aus ... selbst mit dem neu eingeführten differenzierten Flexpreis wäre ein Fahrtbeginn am Folgetag nicht mehr möglich.

So simpel ist die Planung von Baustellen auch wieder nicht, keiner weiss im vorraus eine Baustelle wirklich dauern mag ... nur als Beispiel im letzten Jahr auf der Schnellstrecke Hannover - Kassel in den zwei Wochen wie glant fix fertig mit dem Schotteraustausch. Wenige Wochen später dauerten die Nachbesserung des Pfusches meiner Schätzung nach eher mehr als 2 Monate .. und schon verschieben sich dadurch auch Beginn von anderen Baustellen usw.

Nuja, und solange ist die angesprochene nächste Zeit auch wieder nicht, geht offenbar nur bis 09.07 .. am Sonntag 16.07 gibt es schon wieder rund 1,5 Stund schnellere Verbindungen.

Leo
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Mein Vorwurf:

1. Falsche Versprechungen Normalfahrplan – und das obwohl Baustellen evtl. langfristigg geplant sind!

2. Die Kunden erst falsch informieren und dann im Regen stehen lassen

3. Durch eigenes Unvermögen (Unfähigkeit, Baustellen rechtzeitig vor Buchung einzupflegen) überhaupt erst auftretende Fahrgastrechtsfälle noch extrem kleinkariert abhandeln,

Und bei Deiner Vorliebe für Nebelkerzen Elmaran, könnten wir noch viel diskutieren, wie fahrgastfreundlich Baustellen bei der DB und anderen Bahnen durchgezogen werden:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/bahnverkehr-meridian-pe...

http://www.sueddeutsche.de/bayern/schienenverkehr-aerger-...

https://www.merkur.de/bayern/meridian-deutsche-bahn-block...

Bei anderen Bahnen (wie zumindest vor ein paar Jahren noch in der Schweiz) werden Baustellen nicht ganz so brachial möglichst billig mit z.B. monatelangen Vollsperrungen auf Kosten der teuer zahlenden Kunden geplant.

Elmaran
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Was heißt hier auf Kosten teuer zahlenden Kunden ?
Wer soll es denn sonst zahlen als wenn nicht die Nutzer ?
Die Sparpreis Ticket Erwerber wohl kaum, denn die meisten solcher
Tickets decken nicht einmal die Selbstkosten der Bahn.

Und ja, ja, bei Dir ist es immer die böse Bahn ...
.. das die zufllig auch Jemanden gehört = dem Bund vergißt Du.
Wenn der versagt versagt entsprechend auch die Bahn.

Streng genommen müßte als Ausgleich das DB Regio seine Gewinne
als Dividende an den Bund abführen, für die privaten wie dem Meridian
sogar eher höhere Trassengebühren auferlegt werden als der DB.
Den daraus entstammen nämlich die Milliarden die die Bahn in die
Infrastruktur investiert, an denen sich die Privaten erst gar nicht beteiligen.
So etwas nenne ich Wettbewerbverzerrung ...