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Gibt es eine Kulanzgrenze für die für eine Fahrpreisnacherhebung?

Als Berufspendler habe ich eine gültige Fahrkarte im Monatsabo für eine bestimmte Strecke. Leider habe ich jetzt morgens meinen Zielbahnhof verschlafen und musste eine Haltestelle weiterfahren. Unglücklicherweise kam gerade als wir aus dem Zielbahnhof ausfuhren die Fahrkartenkontrolle und hat für mich eine Fahrpreisnacherhebung erhoben, weil ich kein Zusatzticket vorlegen konnte. Auf die Frage ob ich nicht ein Zusatzticket bei ihm buchen könne, weil ich ja nicht vorsätzlich gehandelt habe, sagte man mir, das man das nicht machen könnte. Nachdem ich mich dann mit der Bitte um Nachlass des erhöhten Fahrpreises von 60€ aus den oben angegeben Grünen an die DB Fahrpreisnacherhebung gewandt habe, antwortete man mir, dass man das nicht macht und sie von der Forderung nicht absehen würden. Schließlich bin ich dafür verantwortlich rechtzeitig aus dem Zug auszusteigen.

Tiebeto
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Antworten

Elmaran
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Eine Kulanzgrenze an sich gibt es nicht, bzw. liegt allein beim Zugbegleiter persönlich.
Manche Zugbegleiter schmeißen Ticketlose auch einfach nur an nächster Station raus.

Hallo Elmaran,

manchmal sind es wirklich nur kleine Worte. Aber wir schmeißen niemanden aus dem Zug. Wenn absehbar ist, dass eine elektronische Fahrpreisnachherhebung (eFN) nichts bringt und vom Schuldner nichts zu holen ist, wird der Fahrgast mitunter höflichst gebeten den Zug am nächsten Halt zu verlassen. Es wäre daher schön wenn Sie gegenüber unseren Kunden eine etwas andere Ausdrucksweise an den Tag legen.

Vielen Dank!

Elmaran
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Habe ich aber schon mehrfach beobachtet, zumindest beim Metronom.
Kein Ticket, an nächster Station raus ...
.. ein Betroffener hatte da dann auch nur 55 KM nächtlichen Fußmarsch bis nach Haus.
Deshalb schrieb ich ja manche, und NICHT alle.

An nächster Station rausschmeißen stellt doch bereits ein Benefit für den Kunden dar, es wird weder nachgelöst noch nacherhoben --> in meinen Augen eine Freifahrt, wenn meist auch nur auf kurzer Etappe. Man kann dann am nächsten Bahnhof Ticket kaufen und in den meisten Fällen für weniger als 60 € die Reise zu seinem Ziel fortsetzen.

Leo
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Euphemismus hilft den Betroffenen nicht weiter:

http://m.abendblatt.de/vermischtes/article107718109/Kein-...

https://www.welt.de/vermischtes/article162786675/Schaffne...

http://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php?t=223008

Ob ganz höfliche Bitte oder Tritt in den Hintern, das Aussetzen in der Pampa ist ja wohl das Allerschlimmste!Ggf. noch ZUSÄTZLICH zur Fahrpteisnacherhebung...

In diesem Fall würfe ich Widerspruch einlegen, mich zur Not von det Bahn verklagen lassen und die Presse einschalten - und in Zukunft natürlich mit dem Auto zur Arbeit fahren.

(Wer auf dem Weg von und zur Arbeit verschläft, kann ja wohl vo Gericht glaubhaft machen, dass er damit keine Leistung erschlichen, sondrrn sich einen Nachteil der verspäzeten Ankunft eingehandelt hat.)

Ich empfehle Ihnen, einen Widerspruch gegen die Fahrpreisnacherhebung einzulegen und die Situation zu schildern. Die Kollegen der Fahrpreisnacherhebung entscheiden dann über den Fall. /ki

Tiebeto
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Also um das einmal klarzustellen, reusgeschmissen worden bin ich nicht, sondern es ist halt eine Fahrpreisnacherhebung ausgesprochen worden aufgrund des fehlenden Zusatztickets.
Ich habe bereits auch schon Widerspruch eingelegt (telefonisch und per mail) und dieser ist abgelehnt worden. Begründung ist halt das ich laut den Beförderungsbedingungen Sorge dafür zu tragen habe die Ausstiegshaltestelle nicht zu verpassen.
Der ganze Sachverhalt verärgert mich nun einmal. Zum einen fahr ich seit 15 Jahren die Strecke und hab schon einiges von der Bahn billigen müssen wie z .B. verschlossene Türen, defekte Klimaanlagen, katastrophaler Taxi bzw. Busersatzverkehr bei Zugausfällen, nicht angekündigte Baustellen, von den Verspätungen ganz zu schweigen usw. Die Liste liese sich um ein Vielfaches erweitern. Gerade in dieser Woche habe ich es wieder erlebt, das wir 5 Stationen vor meinem Zielbahnhof aufgefordert worden sind den Zug zu verlassen und es ist ein angeblicher Taxiersatzverkehr eingerichtet. Der sah dann aus, dass 200 Leute aussteiegn und 1 Taxi bereit steht und ca. alle 15 Minuten kam eine weiteres. Nach ca. 45 Minuten hatte ich dann Genug und habe mich um eine andere Fahrgelegenheit umgesehen. Da wird meines Erachtens unsere Toleranzgrenze ganz schön strapaziert. So etwas hat dann zu Folge, dass man sich irgendwie arrangieren muss mit dem Ergebnis um mehr als eine Stunde später zuhause anzukommen. Aber jedesmal akzeptiert man das und und denkt, "Schwamm drüber, mir sind ja keine Zusatzkosten entstanden". Jetzt aber wo mir einmal in 15 Jahren ein Missgeschick passiert, sagt die Bahn "Hallo du hast keinen gültigen Fahrausweis, bitte zahle 60€". Ich will auch nochmal sagen das es sich nur um eine Haltestelle gehandelt hat und ich vorher ein gültiges Ticket vorweisen konnte. Habe ich jetzt nur Pech gehabt und den falschen Kontrolleur? Es scheint ja irgendwo eine Toleranz- bzw. Kulanzgrenze zu geben, denn ich habe selbst schon mehrmals mitbekommen, dass Kontrolleure zum gleichen Sachverhalt den Kunden die Möglichkleit gegeben haben, ein Zusatzticket bei Ihnen nachzulösen. Das hat m. E. dann auch nichts damit zu tun, dass alle gleich behandelt werden. Wer bezahlt mir eigenrtldie ausgefallene Arbeitszeit, wenn Züge nicht wie geplant verkehren?
So etwas macht mich halt ärgerlich und ich denke das man hier im "Zweifel für den Angeklagten" entscheiden könnte. Wie gesagt, ich habe nicht wissentlich oder vorsätzlich gehandelt, ich habe einfach nur verschlafen.

Elmaran
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@Tiebeto

Eben, insbesondere in solch leicht erkennbaren Fällen wie mit Monatsabo und ähnlichen
könnte im Grunde auch eine generelle Kulanzregelung erarbeitet werden und in die Beförderungsbedingungen eingefügt werden. Zumal der Verschlafer ja für seinen Rückweg ohnehin noch die Kosten für ein zusätzliches Ticket um zum eigentlichen Ziel zurück zu gelangen einspielt.

Blender28
Blender28

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Da Ihr Widerspruch durch die Bahn abgelehnt wurde, bleibt Ihnen immerhin noch das (kostenlose) Schlichtungsverfahren. Wenden Sie sich bitte an die unabhängige Schlichtungsstelle auf http://www.soep-online.de. Dort wird mit anwaltlicher Hilfe zwischen Fahrgast und der Bahn vermittelt, und nach einer akzeptablen Lösung gesucht.

@Leo: Wenn schon OT, sollten Sie auch beide Seiten beleuchten.

http://m.bild.de/unterhaltung/tv/wer-wird-millionaer/dies...
http://m.bild.de/regional/frankfurt/schwarzfahren/dieser-...
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/nahverkehr-schwarz...
Ich hoffe, dass diese Leute immer sofort aus den Zügen geworfen/gebeten werden. Sollen die doch mit dem Auto fahren. Aber vor den Kosten können sie sich ja nicht drücken.