Frage beantwortet

Zug verpasst, um ein paar Minuten, bei Sparpreis?

Mir ist nach wie vor, auch nachdem ich einige ähnliche Fragen/Antworten gelesen habe, nicht wirklich klar, was in folgendem Falle geschieht bzw. wie ich mich am besten/sinnvollsten verhalte, falls:

Ich habe eine Buchung mit Zugbindung und verschiedenen Zügen, u.a. ICE. Da die Bahn Verspätung hat, in der ich sitze, erwische ich meinen Anschlusszug wegen ein paar Minuten nicht mehr. Nun habe ich gelesen, dass bei Fernverkehr eine Verspätung um 60 Minuten stattgefunden haben müsse, dass man von der Zugbindung entbunden ist. Was macht das für einen Sinn? Es wurde eine Gesamtverbindung mit aufeinander folgenden Zügen gebucht. Kann die Bahn diese Leistung nicht einhalten, so muss doch m.E.sie die Verantwortung dafür übernehmen und dem Reisenden die Möglichkeit geben, ohne ihm Steine in den Weg zu legen, an sein Ziel zu kommen, ganz gleichgültig, ob der Reisende den Anschlusszug wegen ein paar Minuten oder ein paar Stunden Verspätung eines der Züge nicht mehr erwischen kann. Oder sehe ich das falsch? Mein Vorgehen wäre: Schnellstmöglich in den nächsten Anbindungszug gehen, einen Schaffner suchen und ihm die Sachlage schildern. Meine Bereitschaft, horrende Aufpreise zu zahlen, gleich null, da Verantwortung für meine Unannehmlichkeiten ja eindeutig aufseiten der Bahn. Wie wäre ich da abgesichert? (Erbitte Antwort von einem zur Beantwortung dieses Anliegens Autorisierten der Bahn.)

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Elmaran
Elmaran

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Die Zugbindung ist schon vorher aufgehoben, selbst wenn Du den
Anschlußzug nur auf Grund bereits verschlossener Türen nicht mehr erwischt.

Wichtig ist dann nur das Du ein durchgehendes Ticket = einen Beförderungsvertrag
statt mehrere durch zusammen gestückelte Tickets besitzt, sonst ist bei verpassten
Anschluß Ticket im Sparpreis für Rest der Fahrt verloren.

Die 60 Min. beziehen sich auf Mindestverspätung am Zielbahnhof zwecks 25% Erstattung
auf Grund von Fahrgastrechten. Den Rest liest Du Dir hier mal gut durch.
http://www.fahrgastrechte.info/Wie-mache-ich-meine-Rechte...

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Die Zugbindung ist schon vorher aufgehoben, selbst wenn Du den
Anschlußzug nur auf Grund bereits verschlossener Türen nicht mehr erwischt.

Wichtig ist dann nur das Du ein durchgehendes Ticket = einen Beförderungsvertrag
statt mehrere durch zusammen gestückelte Tickets besitzt, sonst ist bei verpassten
Anschluß Ticket im Sparpreis für Rest der Fahrt verloren.

Die 60 Min. beziehen sich auf Mindestverspätung am Zielbahnhof zwecks 25% Erstattung
auf Grund von Fahrgastrechten. Den Rest liest Du Dir hier mal gut durch.
http://www.fahrgastrechte.info/Wie-mache-ich-meine-Rechte...

Hallo Michaelowksi,

Ihre Überlegungen sind in der Tat falsch. Allerdings ist es auch ein sehr komplexes Thema. Daher fasse ich einmal zusammen: Sobald Sie wegen Bahnverschulden Ihren Anschlusszug nicht erreichen, ist die Zugbindung beim Sparpreis aufgehoben. Es wäre nett, wenn Sie sich dann die Zugbindung bei der DB Information aufheben lassen. Zwingend ist dies jedoch nicht, Sie können auch direkt in den nächsten möglichen Zug einsteigen. Aufpassen müssen Sie nur, dass Sie als Alternative keinen reservierungspflichtigen Zug nutzen. Dies ist nicht möglich.
Ich hoffe, ich konnte helfen. Sollten Sich weitere Fragen ergeben, einfach hier "antworten". /ma

Vielen herzlichen Dank für die Beantwortung der Frage/des Anliegens; damit kann ich schon deutlich mehr anfangen.
So habe ich stets, wenn ich mit der Bahn fahre, ein durchgehendes Ticket, dadurch fühle ich mich nun wieder sicher genug, dass ich auch wieder guten Gewissens ein Sparangebot buchen will.
Natürlich verdient die Bahn deutlich mehr, bei Buchung eines Flexitickets, doch finde ich, dass der Transparenz halber, schon deutlicher darauf hingewiesen werden sollte, wenn man ein Sparticket bucht, dass man, bei Bahnverschulden, nicht im Regen stehen gelassen wird. Hier herrscht nicht nur bei mir, sondern auch bei Bekannten/Freunden Unsicherheit, resultierend aus vielen kleinen und auch größeren Negativerfahrungen. Die DB-Antwort werde ich gerne als Referenzpunkt für künftiges Vorgehen verwenden, sollte es mir noch einmal passieren; denn wenn ich genauso vorgehe, wie empfohlen, also bei der DB-Information - sofern eine besetzte vorhanden, an einem kleinen Bahnhof! - die Bindung aufheben lasse, muss ich ja nun auf der sicheren Seite sein.

Keine Ursache, dafür bin ich da. Und wie Sie schreiben, ist eine durchgehende Fahrkarte notwendig. Ansonsten ist die Freigabe des zweiten Tickets und damit der Weiterfahrt eine Kulanz und sollte immer vor Betreten des Zuges vorgenommen werden. In kleineren Bahnhöfen finden Sie oft den "Mobilen Service", der diese Aufgabe übernimmt. /ma