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Kontingentierung heißt Verknappung?

Guten Tag,

ich höre bzw. lese, daß die Bahn natürlich immer besser wird und (zuletzt seit Anfang Mai) noch mehr günstige Sparpreistickets anbietet.

Noch mehr?
Mehr?

Mag sein, daß meine Wahrnehmung verzerrt ist, aber ich finde in diesem Jahr (und jetzt hätte ich endlich mal Gelegenheit, auch einige private Reisen zu unternehmen) keine Sparpreise, die annähernd so attraktiv sind, wie in 2015 und 2016. Vielmehr sind die Sparpreise, bei gleichem zeitlichen Buchungsvorlauf, deutlich gestiegen.

Das wiegt noch schwerer, als andere Verschlechterungen (Nachtzüge scheinen stark reduziert zu sein, einige ehemals schöne Verbindungen sind vertaktet oder überhaupt nicht mehr möglich und der ländliche Raum wird weiter abgehängt).

Kurz und schlecht: der Sparpreis ist nicht mehr, was er einmal war.

Um wieviel Prozent sind die Kontingente für Sparpreise gegenüber den Vorjahren eingekürzt worden?

Was erwartet Bahnkunden in 2018?
Mich interessiert dabei nicht die Hebung des UnFlexpreises um 2,68%, sondern welche weiteren Leistungseinschnitte bei Takten/Verbindungen und Sparpreispolitikverschlechterungen in Form weiter reduzierter Verfügbarkeit bevorstehen.

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Volker
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( Text erheblich gekürzt, und teils geändert. )

Kontigentierung bedeutet NICHT = Verknappung.

Ich kürze mal, im Grunde werden lediglich Plätze zu Hauptlastzeiten entknappt mehr nicht.

Ob da nun ein Kontigent für den Nutzer von Sparpreisen durchschaubar ist oder nicht,
ist im Grunde für das eigentliche zu erreichende Ziel mit Sprapreisen völlig egal.

Es geht bei Sparpreisen NICHT um manchen Reisenden etwas gutes zu tun,
sondern eher nur um das interne Ziel die Auslastung der Züge besser zu steuern zu können.

Insofern ist wieviel und was im Kontigent für wieviel enthalten ist für den Kunden eher als völlig egal zu sehen, braucht gar nicht transparent zu sein, da die Zielsetzung nur eine bessere Steuerung der Zugauslastung darstellt.

Würden Reisende weniger auf Lieblingsfahrzeiten also möglichst nicht vor Frühstück fahren setzen sondern auf Zeiten wo Züge für entspannteres fahren nicht so voll, gäbe es gar keine Sparpreise. Da sich dann die die Zugauslastungen von selber ohne solche Tricks mit Sparpreisen von selber besser verteilen würde.

Somit lassen sich Sparpreise nur so nehmen, wie gerade im Angebot vorkommen.

kabo
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@Elmaran:
Der Fragesteller will doch auf folgendes hinaus:

Beim Flexpreis werden die jährlichen prozentualen Erhöhungen transparent kommuniziert (was meistens in der Öffenlichkeit aber nicht gut ankommt - "schon wieder eine Preiserhöhung").

Bei Sparpreisen gibt es seit Jahren keine Erhöhung der Preisstufen - aber niemand kann nachvollziehen, ob sich die Größe der Kontingente geändert hat. Indem man (beispielsweise) das Kontingent der 29€-Preise verkleinert und dafür das Kontingent der 69€-Preise vergrößert, kann man auch Mehreinnahmen generieren (weil weniger Leute für 29€ buchen können und mehr Leute für 69€ buchen müssen).
Das wäre auch eine Preiserhöhung - aber eine verdeckte, die noch nichtmal negative Publicity bringt, weil sie weder von der DB kommuniziert wird, noch vom Durschnittskunden wahrgenommen wird.
Und es gibt Leute, die den Eindruck haben, dass genau das getan wird - nämlich die unteren Sparpreisstufen verknappen und die oberen Sparpreisstufen ausweiten.

Volker
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Wir leben im Zeitarbeiter wo Computer auch den Bahnern so auch deren Planern viel Arbeit abnehmen können.

Meinetwegen wäre das auch eine Preiserhöhung, jedoch aus meiner Sicht nicht verdeckt da sich die Automismen dazu nicht immer mal von der Bahn selber komplett durchschauen lassen .. ich meine damit wieviel Reisende an manchen Tagen auch immer genau unterwegs sein mögen.

Bei solch einem Sparpreissystem braucht sich selbst die Bahn im Grunde wenig gedanken zu machen, so ein System kann entsprechend dem Buchungsverhalten der Kunden das ganz von allein regeln, ohne selber zu wissen wievel gerade genau im Kontigent an Sparpreisen für bestimmte Züge vorhanden sein mögen. Zumindest dann wenn es so programmiert sein sollte, sonst kostete das die Bahn so einige unnötige Mitarbeiter die das auch noch regeln müßten.

Im Grunde tut bei den Sparpreisen schon längst eine Preiserhöhung Not, denn es kann nicht auf Dauer gut sein das sich die Flexpreise nun langsam an die Maxhöhe von 150,- heranpirschten und selbige Leistung nur Zuggebunden bereits ab 14,75 erhältlich sein kann. - Ich empfinde solch eine Differenz für extrem ungerecht zu hoch. Etwa 1/3 niederer als Normalpreis für einzigsten Nachteil = Zugbindung reichte da auch vollkommen aus. - Wer mehr möchte nutzte eben eine BahnCard .. welche dann z. B. auf Sparpreise dann bei BC50 noch mal 15% und BC 25 dann noch mal 20% Rabatt gewährten.

In etwa so !

Normalpreis 120,-
Sparpreis = 80,40
BC25 = 90,- minus 20 % = 72,- Euro Sparpreis
BC50 = 60 minus 15 % = 51,- Euro Sparpreis

Der Unterschied bei BC25 zu BC50 nur damit noch eine ausreichend große Differenz zum normalen Sparpreis bleibt, die in dem Beispiel sonst mit 76,50 eher ein Witz bliebe.

Solch ein System würde zwar auch immer noch niedere Sparpreise erzeugen, dann jedoch automatisch abhängig der Streckenlänge erwirken ... 50,- Normal 25,- bei BC50 alsSparpreis = 21,25 wäre in dem Fall als Beispiel mit ICE Wolfsburg - Berlin äqualent. ( Göttingen Kassel ICE = 21,25 normal, BC50 10,65 > 9,05 Spar. )
Ich vermute hier mal, es würden sich einige mehr eine BahnCard zulegen, was sich unterm Strich auf längeren Strecken mit höheren Sparpreisen gegen rechnen würde, jedoch unterm Strich wenn Sparpreis auf jeden Fall in gleichbleibender Höhe gerechter auf jeweilige Strecke bezogen den Sparpreiswirrwar schon ein wenig entflechten würde .. denn wenn Sparpreis bliebe er so gesehen auf Strecke und Bedingung bezogen immer gleich.

Jedoch, wenn so erheblich mehr BahnCard Besitzer so auch die Bahn öfter nutzen würden, sich in Folge auch die Sparpreise in Anzahl reduzieren würden ... unter dem Strich würde das Ziel erreicht wenn in Folge nur noch in frühen Stunden Sparpreise vorhanden wären und sich letztendlich im Preisgefüge alles ausgleicht.

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Hallo MLBC,

was Sie ansprechen, ist wahrscheinlich eher der "Sparpreis Aktion" und nicht der "Sparpreis". Das Angebot Sparpreis Aktion wird verlängert und damit gibt es auch wieder neue Tickets. Allerdings handelt es sich hier um ein reines Angebot des Fernverkehrs. Sobald Sie einen Nahverkehrszug mit drin haben, wird Ihnen dieses Angebot also nicht mehr unterbreitet und es bleiben nur die regulären Sparpreise über.
Die Preise sind abhängig von der Nachfrage und Verfügbarkeit der Angebote, wie hier bereits angesprochen wurde.

@kabo Jährliche Erhöhungen? Zuletzt wurde im Dezember 2013 angepasst, bevor es die Anpassungen bei Streckenzeitkarten, BahnCard 100 und Flexpreisen im Dezember 2016 gab. Diese Preismaßnahmen werden auch öffentlich kommuniziert.

@Elmaran Wenn Sie hier schreiben, bitte ich Sie beim Thema des Fragenden zu bleiben und nicht abzuschweifen. Danke. /di

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@di:
notwendige preisanpassungen an gestiegene kosten sind nicht mein thema.

"Sobald Sie einen Nahverkehrszug mit drin haben, wird Ihnen dieses Angebot also nicht mehr unterbreitet und es bleiben nur die regulären Sparpreise über"
ja, ich vergleiche, wenn überhaupt, apfel2015 mit apfel2016 mit apfel2017.
die Schlechterstellung der ländlichen Regionen gibt es fast schon immer und nicht nur bei der Bahn. Gleichwohl hat die Bahn unter allen strukturbildenden Anbietern (zum vergleich: 5-Wochentagepost oder Nichtglasfaser-DSL) nach meiner Meinung in den letzten 20 jahren am meisten aufgeholt.

"Die Preise sind abhängig von der Nachfrage und Verfügbarkeit der Angebote, wie hier bereits angesprochen wurde".
Damit ist meine Frage, vielleicht ungewollt, zumindest in der Tendenz beantwortet.
Da ich an keine gravierende Nachfrageänderung glaube, hat die Bahn logischerweise die Verfügbarkeit der Angebote verknappt.

Das ist wirtschaftlich verständlich, aber in der Handhabung intransparent.

@kabo: 100% :)

@elmaran: boah. Ich habe den ganzen Text per mail bekommen. Zuviel off topic. Trotzdem Danke für die Mühe.

Meine Fragen muss ich also nochmal wiederholen :)

"Um wieviel Prozent sind die Kontingente für Sparpreise gegenüber den Vorjahren eingekürzt worden?

Was erwartet Bahnkunden in 2018?"

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Eine Schlechterstellung der ländlichen Regionen liegt nicht vor, viel mehr gibt es zusätzlich zum Sparpreis für Nah- und Fernverkehr noch den Sparpreis Aktion für den Fernverkehr.
Sparpreis-Kontingente sind immer abhängig von der Nachfrage und der Auslastung der Züge. Es gibt kein allgemeines Kontingent. Jeder einzelne Zug bzw. jede einzelne Zugverbindung an jedem einzelnen Reisetag hat ein Kontingent, welches sich nach der grundsätzlichen Auslastung richtet. Der Sparpreis dient ja der Steuerung der Reisenden, um alle Züge möglichst gleichmäßig auszulasten, wie es Elmaran zu Beginn bereits geschrieben hat. Auf Grund der Flexibilität zwischen Auslastung und Nachfrage, können die Sparpreis-Kontingente je Zug und Reisetag variieren. Es ist damit also kein Vergleich möglich. /di

kabo
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"Es ist damit also kein Vergleich möglich. /di"
-> Genau das ist ja das Problem.
Man könnte ja beispielweise veröffentlichen vie viel Prozent aller verkauften Sparpreis-Tickets auf die 19€-Stufe entfallen, wie viel Prozent auf die 29€-Stufe usw.
Wenn man an einen Vergleich wirklich interessiert wäre, könnte man den so auch ermöglichen. Aber so bleibt der fade Eindruck, dass es der DB sehr gelegen kommt, dass ein Vergleich nicht möglich ist.

Ich mach mal ein Beispiel, was sich wirklich so ähnlich in meiner Nähe zugetragen hat.
Ein Kino verkauft Standard-Plätze für 8€ und Logenplätze für 10€. Im Kinosaal waren die ersten 10 Reihen Standard-Plätze und die letzten 4 Reihen Logenplätze (obwohl alles die gleichen Sitze waren).
Im nächsten Jahr kosten Standard-Plätze immer noch 8€ und Logenplätze immer noch 10€ - also keine Preiserhöhung. Allerdings sind jetzt nur noch die ersten 2 Reihen vor der Leinwand Standard-Plätze, während die übrigen 12 Reihen im Kino jetzt Logenplätze sind (obwohl die Sitze immer noch die gleichen sind wie im Vorjahr).
Das Kino wirbt mit "wir halten unsere Preise konstant".

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Hallo kabo,

eine solche Statistik müsste man jedoch für jeden einzelnen Zug bzw. jede einzelne Zugverbindung sowie jeden einzelnen Reisetag anfertigen. Wären also ein paar tausend Statistiken für jeden der 365 Tage im Jahr. Da man aber nicht einmal genau in Zahlen vorliegen hat, wann wo wie viele Sparpreise für welche Stufe freigegeben werden und es auch noch Nachsteuerungen geben kann, ist dies schlichtweg unmöglich. Ganz davon abgesehen, dass der Sparpreis Gruppe auch noch Einfluss auf das verfügbare Kontingent je Zugverbindung nimmt. /di

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hi,

@di, zuerst mal respekt, für die stellungnahme zu einem schwierigen thema - kosten und preise müssen in deutschland ja immer schwierig sein, sonst würde nicht soviel verschleiert.

eine statisitik ist zur beantwortung meiner fragen nicht erforderlich - dafür braucht man nur ein paar zahlen, die die bahn nicht rausrückt :)

ursprung meiner frage ist meine persönliche statistik - den üblichen statistikspruch verkneif ich mir.
zur statistik der sparpreisentwicklung in abstrahierter form, aber durchaus aussagekräftig:
ein sparpreisticket am zweiten montag im juni kostet in 2015, bei 6 wochen buchungsvorlauf, etwa 20% des flexpreises - da hätte man bahnfahren sollen :)
in 2016 zeigt sich ein ähnliches bild.
in 2017 sind die vergleichspreise bei über 50% des flexpreises, auch mit grösserem buchungsvorlauf (bis zu 3 monate) sind die (zugegebenermassen sehr, sehr günstigen) preise der vorjahre nur selten zu erreichen.
letzter teilsatz bedeutet (habe ich gestern gesucht und gebucht), in 3 monaten habe ich signifikante preisunterschiede abhängig davon, ob die fahrt am 3. oder am 4. samstag stattfindet (20% zu 50%).

meine statistik zeigt eindeutig, die menge der sparpreise ist stärker limitiert, bahnfahren im unteren preissegment ist teurer, weil weniger verfügbar.

meine relativ klare frage nach der kontingentierung ist nicht beantwortet, trotzdem danke.

Volker
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Eine Verknappung bzw. höhere Limitierung von Sparpreisen ensteht jedoch auch völlig automatisch bei mehr Nutzung der Bahn, und kann letztlich in einem Endtstadium auch zu einer völligen Aufhebung jeglicher Sparpreise führen.

Grund:
Weil Sparpreise dann ihren eigentlichen angedachten Sinn nach nicht mehr benötigt würden.
Wer weiß wie lange es sie so oder so noch geben wird, im Grunde stellen sie ohnehin nur eine
Art Moderscheinung oder auch andersweitig ausdrückbar dar.

Wenn Flixbus z. B. sein angestrebtes Ziel einer fas alleinigen Marktbeherrschung erreicht haben wird, werden auch die statt stetig rot auch schwarze Zahlen schreiben wollen ..
dann sind auch die keine richtige Konkurrenz an sich mehr zur Bahn ...
... langfristig gesehen wird es so oder so auch mit den Sprpreisen zurück gehen.
Im Flugverkehr hat diese rückgängige Entwicklung längst beonnen, 19,90 - 29.- zudem inklusive Gepäck gibt es schon lange nicht mehr. Es geht erst ab 49,- in noch niederer Katherogie ohne Gepäck los.
Und wenn die Lufthansa erst einmal Air Berlin übernommen hat, dabei sind sie ja schon,
geht der Preisruck weiter nach oben ... bei der Bahn eben nur einige Jahre später.

Ursprünglich gab es übrigens KEINE Sparpreise nicht mal eine BahnCard gab es.
Etwa 120,- DM kostete Hannover - Berchtesgaden Ende der siebziger Jahre, OHNE Ausnahme !
Heute sind es normal 149,- € was im Bezug auf die Einkommen in etwa selben Preis entspricht. - Und dann wird nicht mal verstanden wenn es keinen Sparpreis für 29,-
oder darunter gerade nicht erhältlich gibt. Bitte AGB der DB lesen: Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Sparpreise < steht da drinne !

Nur junge Leutz bis 22 Jahre standen mit 180,- DM für ein Tramperticket 1 Monat
die ganze Republik bei 6,- DM Intercityzuschlag je Fahrt günstig da.

Leo
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Also ich sag jetzt nur:

Rosaroter Elefant
Sparpreis
Supersparpreis
Sparpreis50
Sparpreis25
Bahmbonusheft
Tourenkarte

Das gabs für alle.

Und für jüngere noch
Twen- Ticket
Trampermonatsticket

Und noch früher:

Arbeiterrückfahrkarte
Schülerrückfahrkarte
Würmelingpaß

Bitte vor fem Dchteiben mal informierrn, z.B. hier:

http://www.zeit.de/1987/31/bahn-sehnsucht-nach-dem-rosaro...

http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-13524376.html