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Fachpreisnacherhebung im Nachlauf von IC wegen zu früher Fahrt mit dem Regionalzug?

Hallo Zusammen,
ich habe ein Sparpreis-Ticket von Stuttgart nach Bayreuth über Nürnberg gebucht. S-N mit dem IC, von N-BT mit dem RE. Am Reisetag bin ich nicht mit dem IC sondern mit dem Auto von S nach N gereist und war zwei Stunden vor dem planmäßigen Eintreffen des ICs bereits in N. Ich habe mich in den nächsten RE von N nach BT gesetzt. Der Zugbegleiter im RE teilte mir nach dem Scannen des Tickets mit, dass ich für diesen Zug kein Ticket habe. Obwohl ich ihm in den bahn.de FAQs gezeigt habe, dass es für den Nahverkehr keine Zugbindung bei Sparpreisen gibt, bestand er darauf, dass ich kein gültiges Ticket besitze und unterstellte mir, dass ich auch den zu frühen IC von S nach N genutzt hätte (was er aber nicht beweisen konnte, da mein Ticket ja im RE zum ersten Mal gescannt wurde).
Im Reisezentrum teilte man mir mit, dass ich nun 7€ zahlen muss, da ich ja ein gültiges Ticket hatte, es aber nicht vorzeigen konnte bei der Kontrolle (was ja nicht stimmt, es wurde ja gescannt. Nur kann das niemand sehen in den IT-Systemen).

Also folgende Fragen:
Muss ich die 60€ überweisen? Eine Rückerstattung dauert vermutlich einige Wochen...
Was kann ich machen, damit ich keine 7€ zahlen muss? (Ich habe ein gültiges Ticket zum Zeitpunkt der Kontrolle vorgezeigt)
Wie kann es sein, dass ein Bahn-Mitarbeiter nicht weiß, dass es im Nahverkehr auch bei Sparpreisen keine Zugbindung gibt? Das ist für mich vollkommen unverständlich, da es wirklich nicht sehr komplex ist. Es führt zu Aufwand bei Ihnen, Ihren Kollegen im Reisezentrum und der Buchhaltung und bei mir.

Vielen Dank vorab für Ihre Antwort.

Mir freundlichen Grüßen

nurbairamo
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kabo
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"Muss ich die 60€ überweisen? "
-> Nein.

"Eine Rückerstattung dauert vermutlich einige Wochen..."
-> Vermutlich werden Sie nie eine Rückerstattung bekommen, wenn Sie die 60€ zahlen. Denn mit der Zahlung der 60€ würden Sie ja im Prinzip zugeben, dass die Nacherhebung berechtigt wäre.

"Was kann ich machen, damit ich keine 7€ zahlen muss? (Ich habe ein gültiges Ticket zum Zeitpunkt der Kontrolle vorgezeigt)"
-> Die Angelegenheit mit der Nacherhebungsstelle ausdiskutieren (https://www.db-fahrpreisnacherhebung.de/). Zum entsprechenden Formular geht es hier: https://www.db-fahrpreisnacherhebung.de/kontakte/kontaktf...

"Wie kann es sein, dass ein Bahn-Mitarbeiter nicht weiß, dass es im Nahverkehr auch bei Sparpreisen keine Zugbindung gibt? Das ist für mich vollkommen unverständlich, da es wirklich nicht sehr komplex ist. Es führt zu Aufwand bei Ihnen, Ihren Kollegen im Reisezentrum und der Buchhaltung und bei mir."
-> Das Tarifwerk der DB (https://www.bahn.de/p/view/mdb/bahnintern/agb/gesamt_2017...) hat alleine 206 Seiten und wird ca. alle 2 Wochen an irgendeiner Stelle geändert. Es würde mich viel mehr wundern, wenn jeder DB-Mitarbeiter alle Regelungen kennen würde.
Dass es natürlich erstrebenswert wäre, wenn jeder DB-Mitarbeiter die aktuellen Tarifregeln kennen würde, steht auf einem anderen Blatt - aber dafür müsste man den Wildwuchs im Tarifdschungel etwas abholzen (bildlich gesprochen).

Hallo nurbairamo,

tut mir leid, wenn Sie eine Fahrpreisnacherhebung im Zug erhalten haben. Dies hätte nicht sein sollen, wenn Sie ein gültiges Ticket haben.
Das Bearbeitungsentgelt von 7 Euro ist gesetzlich vorgegeben ($ 12 (3) EVO), daher können meine Kollegen im DB Reisezentrum hier nichts machen. Bitte wenden Sie sich an das Servicecenter Fahrpreisnacherhebung. Den Kontakt hat Ihnen kabo bereits genannt. Ich kann mich nur für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. /di