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Flexible Anpassung von Wagennummern?

Hallo. Ich hatte jetzt mehrfach den Fall, dass ICE 703 mit einer falschen Wagenreihung fuhr (was außerdem am Gleis nicht angezeigt wurde, aber das ist ein anderes Problem). Eigentlich hätte der vordere Zugteil die Wagen mit den 20er-Nummern haben sollen, der hintere Zugteil die Wagen mit den 30er-Nummern. Stattdessen war es sowohl heute (08.05.2017) als auch am 24.04.2017 umgekehrt - vorne die 30er, hinten die 20er. Ich frage mich nun, ob man das in diesem speziellen Fall nicht hätte vermeiden können. Der Zug besteht aus zwei identischen ICE-2-Einheiten. Sowohl die Wagennummern als auch die Platzreservierungen werden elektronisch auf Displays dargestellt. Selbst wenn versehentlich der 20er-Teil hinten statt vorne eingereiht wurde, wieso kann man nicht einfach die Displays umprogrammieren, so dass es wieder stimmt? Meinem naiven Verständnis könnte man dem hinteren Zugteil doch einfach sagen "du bist jetzt der 30er-Teil". Ich vermute, dass die Sache komplizierter ist als ich es mir vorstelle, aber mich würde interessieren, warum das so ist - wenn ich ein Gefühl für den technischen Hintergrund bekomme, könnte ich es deutlich besser nachvollziehen und dann auch respektieren. Im Moment erscheint es mir so, als ob man auf die technischen Vorteile der elektronischen Displays bewusst verzichtet.
Bitte beachten, es geht mir in meiner Frage speziell um den aus zwei identischen Zugteilen zusammengesetzten ICE 703. Bei einem Zugverband aus einem 7-teiligen und einem 5-teiligen ICE-T kann man natürlich nicht einfach den jeweiligen Zugteilen neue Zugnummern zuweisen. Gleiches gilt für alte IC-Wagen, wo die Wagennummern (und möglicherweise gar die Reservierungen) auf Pappschildern angezeigt werden. Eine spontane Änderung wäre in diesem Fall natürlich undurchführbar. Aber bei zwei identischen Zugteilen ohne fest aufgedruckte Nummern?

EnteHorst
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DB
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Team

Hallo EnteHorst,

sollte es heute zu einer abweichenden Reihung beim ICE 703 gekommen sein, so hat es leider eine Info dazu nicht ins System geschafft. Dadurch konnte es auch nicht am Bahnsteig ausgegeben werden.
Zu Ihrer eigentlichen Frage: Jedem Zug und damit jedem Zugteil ist ein bestimmtes Fahrzeug zugeordnet. Bei einem Tauch der Wagennummern, müssten die Pläne zu dem Fahrzeug entsprechend mitgeändert werden. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass jeder Mitarbeiter, der mit dem Zug zu tun hat, über diese Änderung informiert ist. Sonst könnte zum Beispiel eine Fehlermeldung des Zugpersonals zu einem defekten Sitz nicht richtig zugeordnet werden. Ich hoffe, dies macht deutlich, wie komplex das dahinter stehende System ist.
Viele Grüße /ma

Sparflieger
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Dies hätte z.B. bei Zugläufen mit einer Zugteilung Auswirkungen, da sich dadurch die Fahrzeuge nicht mehr im vorgesehenen Umlaufplan befinden. Im Umlaufplan werden auch Werkstattaufenthalte und Wartungsarbeiten berücksichtigt, dies gerät dann ziemlich durcheinander und müsste angepasst werden.