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Angebot ist nicht mehr verfügbar?

Ich versuche seit gestern online eine Fahrkarte zu kaufen: Wien - Lauf rechts der Pegnitz und zurück, Hin: 3.5.17 14:50, Zurück: 7.5.2017 7:32 mit BahnCard 25 und eCoupon xxx. Aber beim letzten Buchungsschritt heißt es immer: "Angebot ist nicht mehr verfügbar" obwohl die Verbindung auch heute noch angezeigt wird? Eine Buchung über ÖBB ist wegen BahnCard keine Option. Da ich gerade in Wien bin, kann ich auch nicht an einen deutschen Bahnschalter gehen. Was kann ich tun?

[Editiert durch Redaktion, 29.04.2017, 10.44 Uhr: Persönliche Daten entfernt.]

vvbernuth
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Sie befinden sich in guter Gesellschaft...

https://community.bahn.de/questions/1342539-konnen-sparpreis-angebote-osterreich-deutschland-aktuell-telefonisch-reisecenter-gebucht

Das ist ein Fall für die Verbraucherzentrale.

DB
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Hallo vvbernuth, aufgrund eines Fehlers, lassen sich aktuell leider nicht alle Sparpreis Europa Österreich-Angebote buchen. So auch leider Ihre gewünschte Hinfahrt nicht. Die Hinfahrt lässt sich bei der DB nur zum Flexpreis buchen. Die Rückfahrt ist buchbar. /fi

vvbernuth
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@DB Sie sagen mir also, dass ich ein doppelt so teueres Ticket kaufen muss, weil ein Software Fehler, der seit mindestens 1/2 Jahr besteht, noch nicht behoben wurde? Das günstigere Spar-Ticket existiert ja, ich kann es nur nicht buchen?

DB
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Richtig, das günstige Angebot kann man derzeit nicht buchen. Ich kann Ihnen leider auch keine Alternative anbieten. /fi

kabo
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Ich frage mich, warum noch niemand Strafanzeige wegen Verstoß gegen §16(1) des "Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)" erstattet hat.

"Wer in der Absicht, den Anschein eines besonders günstigen Angebots hervorzurufen, in öffentlichen Bekanntmachungen oder in Mitteilungen, die für einen größeren Kreis von Personen bestimmt sind, durch unwahre Angaben irreführend wirbt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Jedoch sind irrtümliche Angebote davon nicht erfasst. Offenbar handelt es sich um einen Systemfehler und nicht um ein bewusstes Werben. Dadurch werden nicht vorhandene Sparpreiskontingente angezeigt. Ich schätze, dass reicht nicht für eine Strafanzeige.

kabo
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Irrtümliche Werbung ist natürlich nicht erfasst. Da hätte ich ja auch kein Problem mit.
Was aber schwer wiegt, ist, dass der Fehler seit mindestens 6 Monaten bekannt ist, und immer noch geworben wird. Dass die günstigen Sparpreise angezeigt werden, obwohl sie gar nicht buchbar sind, ist spätestens ab dem Zeitpunkt, wo der Systemfehler erkannt wurde, kein Irrtum mehr - sondern Vorsatz (zumindest bedingter Vorsatz im juristischen Sinne).
Ab dem Erkennen des Systemfehlers hätten die nicht buchbaren Preise nicht mehr angezeigt werden dürfen. Stattdessen führt die DB die Kunden mit "Angebot ist nicht mehr verfügbar" in die Irre.

Leo
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Wenn man einen Fehler offenbar nicht reparieren will und auch sonst keine unbürokratische Lösung anbietet wie Erstattung der Preisdifferenz zwischem billigsten versprochenen und wirklich Buchbaren Tickets, geht nach meinem Empfinden als juristischer Laie die Fahrlässigkeit so langsam in Vorsatz über.

Vielleicht sollte mal jemand der Betroffenen wirklich Strafanzeige stellen, um den anscheinend immer noch zu niedrigen Hochdruck noch wirksam zu erhöhen.

kabo
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"Wenn man einen Fehler offenbar nicht reparieren will (...) geht nach meinem Empfinden als juristischer Laie die Fahrlässigkeit so langsam in Vorsatz über."
-> Sehe ich genau so.

"Vielleicht sollte mal jemand der Betroffenen wirklich Strafanzeige stellen, um den anscheinend immer noch zu niedrigen Hochdruck noch wirksam zu erhöhen."
-> Effektiver dürfte es wohl sein, einen Konkurrenten der DB (z.B. Fernbusanbieter) auf das Problem aufmerksam zu machen. Wenn die DB Sparpreise bewirbt, sogar als buchbar anzeigt - und dann bei der Buchung mit "ätsch, geht doch nicht" ankommt, dann ist das potenziell eine Täuschung, mit der sich die DB einen unrechtmäßigen Wettbewerbsvorteil erschleicht.

Ein Supermarkt darf ja auch keine Werbung machen "Tafel Schokolade für 10ct", und dann - wenn der Betreiber die Kunden in seinen Laden gelockt hat, und die Kunden die Schokolade schon im Einfaufswagen haben - an der Kasse sagen "Tut mir leid, wir verkaufen gar keine Schokolade für 10ct, Sie können aber gerne welche für 1€ kaufen".

Hinweis: Es geht mir nicht um "Bahn-Bashing". Ich bin der allerletzte, der unsachliche Kritik üben würde. Es ist mir als treuer Kunde ein wirklich wichtiges Anliegen, dass die DB das Problem erkennt - sowohl aus Kundensicht als auch in seiner rechtlichen Dimension. Ich meine es wirklich gut mit der DB möchte meine Beiträge als "Wink mitdem Zaunpfahl" verstanden wissen, endlich wach zu werden.

vvbernuth
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DIE PREISGÜNSTIGSTE LÖSUNG, die ich für mich jetzt gefunden habe ist: bei ÖBB Wien-Passau mit Sparschiene 24 € und bei DB Passau-Nürnberg mit BahnCard 25 ca. 19 €. Der Zug geht durchgängig von Wien nach Nürnberg. Also 2 Tickets für ein und denselben Zug.

@kabo Einem Fernbusanbieter? Echt jetzt? In Deutschland gibt es mit Flixbus einen Quasi-Monoplist, der mit seinem Dumpingpreisen auf den Rücken seiner Subunternehmer ständig gegen Wettbewerbsregeln verstößt.

kabo
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@Blender28
Zivilrechtliche Ansprüche kann man in Deutschland nur geltend machen, wenn man geschädigt ist. Und bei Nicht-Einhaltung des "Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)" sind - nach juristischer Lesart - nicht die Kunden die Geschädigten, sondern die anderen Wettbewerber, die sich pflichtbewusst an das Gesetz halten. Ob letzteres auf die Fernbus-Branche zutriff, mag dahingestellt bleiben ...