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Welche Kostenerstattung für PKW-Fahrt, um letzte fahrplanmäßige Verbindung zu schaffen?

Ich habe eine Zugverbindung auf eine ostfriesische Insel inkl. Fährverbindung gebucht.
Leider hatte bereits der erste Zug eine am Bahnsteig angekündigte Verspätung von 20min bei fahrplanmäßig 17min Umsteigezeit am nächsten Bahnhof (1. Zug S-Bahn, Anschluß ICE - der wartet ja nicht). Hätte ich den nächsten Anschluss nicht erreicht, hätte ich die Insel erst am nächsten Tag erreichen können, da es keine Chance auf Erreichen der letzten Fähre gab (es gab nur diese eine Verbindung, um innerhalb des gleichen Tages die Insel zu erreichen).
Also sind wir auf dem Absatz am Bahnsteig umgedreht und mein Mann hat mich sofort mit dem Auto zum nächsten Umsteigebahnhof (80km einfache Strecke) gefahren, wo wir glücklicherweise den geplanten Anschlußzug gerade so erreicht haben.

Welche Kosten kann man für die PKW-Fahrt zur "Rettung" der Ankunft am gleichen Tag beantragen? Kilometersatz in welcher Höhe? Einfache Strecke oder Hin-und Rückweg? Mein Mann musste ja auch wieder zurück fahren.
Wie das beantragt werden muss, ist mir klar, aber nirgends finde ich eine Angabe, wie ich die PKW-Fahrt ansetze. Max. 80€, ich weiß - aber bei welcher Entfernung erreicht man diesen Betrag?

stella123
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Antworten

Hallo stella123,

bitte wenden Sie sich mit Ihrem Entschädigungswunsch an das Servicecenter Fahrgastrechte. Bitte setzen Sie im Fahrgastrechte-Formular ein Häkchen bei "Ich habe meine Reise wegen dieser Verspätung im folgenden Bahnhof unterbrochen und musste mit einem anderen Verkehrsmittel/Zug weiterfahren, für das/den zusätzliche Kosten entstanden sind - bitte Originalbelege beifügen".  Das Servicecenter Fahrgastrechte prüft dann Ihr Anliegen und gibt Ihnen dazu eine Rückmeldung. /ni

kabo
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Ähnlicher Fall hier:
https://community.bahn.de/questions/1339795-ticket-wegen-bauarbeiten-teilweise-genutzt
Da wird allerdings behauptet, es gäbe keien Kostenerstattung für den Pkw. Und eine Teilerstattung des Tickets (weil man die S-Bahn nicht genutzt hat) auch nur eventuell.

Hallo kabo,

hier handelt es sich nicht ganz um den gleichen Fall. Denn stella123 wäre bei verpassen des Zuges am gleichen Tag nicht mehr an Ihrem Ziel angekommen. In dem verlinkten Beitrag, wäre eine andere Verbindung zum Zielbahnhof aber noch möglich gewesen, man wollte nur den Fernverkehrszug mit den reservierten Plätzen unbedingt erreichen. Deshalb wird hier keine Entschädigung durch die Fahrgastrechte erfolgen. Ob stella123 eine Entschädigung erhält, werden die Mitarbeiter des Servicecenter anhand des Tickets prüfen. /ni

kabo
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Naja, es geht insofern schon um den gleichen Sachverhalt, als dass der erste Abschnitt des Tickets verspätungsbedingt nicht genutzt wurde (sondern mit dem Pkw zurückgelegt wurde) um wenigstens den zweiten Abschnitt des Tickets noch wie gebucht nutzen zu können.
Dieser Fall scheint ja nirgendwo geregelt zu sein - falls doch, wäre ich für einen Hinweis dankbar.
Und dieser Fall wird auf dem Fahrgastrechteformular auch nicht abgebildet, obwohl er (wie man hier ja sieht) gar nicht so selten vorkommt.

Volker
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Das solch ein Fall in den Fahrgastrechten nicht abgebildet sind, ist für mich jedoch nicht verwunderlich da ja kaum roner vermuten würde das solch ein Fall überhaut eintrten kann obdem sie offenbar möglich sind.

In der Regel wird es nämlich eher so sein das man die Verpätung des Zubringers im Grunde schon noch zuvor online ohne am Bahnhof angekommen zu sein bemerken muß um sich gleich blitzschnell mit PKW auf eine Fahrt zum ersten Umsteigebahnhof umzuorientieren. Eine Fahrt mit PKW zu diesem wird selbst dann mit PKW eher länger dauern als wie mit der Bahn bzw. zumindest ebenso nicht erreicht werden können.

Die Quote das es überhaupt schaffbar sein könnte dürfte eher innerhalb 3% liegen, doch im hier vorliegende Sachverhalt wahrscheinlich von Bahnhof zu Bahnhof noch schwieriger so das die Verspätung möglichst schon noch vor erreichen des Start-Bahnhofes online festgestellt werden müßte um da überjaupt etwas bei günstiger Verkehrslage herausholen zu können. Bzw. wenn zwei Züge im Vorlauf wären die Wahrscheinlichkeit es über die Möglichkeit überhaupt schaffen zu können erst merkbar ansteigen würde.

Normal werden die Fahrgastrechte auch eher davon ausgehen, das normaler Startbeginn verpätet vorliegt und man irgendwo auf der Strecke dann verspätet usw. ... da ist am wie in solchen Fälle wie hier eher gut beraten möglichst NIE die letzte mögliche Verbindung am Tage zu nutzen ... also eher grob leichtsinnig wo es doch ein jeder wissen kann das Nordeseef Fhren rar fahren .. in der Regel meist auch von der Tiede abhängig sind.

kabo
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"In der Regel wird es nämlich eher so sein das man die Verpätung des Zubringers im Grunde schon noch zuvor online ohne am Bahnhof angekommen zu sein bemerken muß um sich gleich blitzschnell mit PKW auf eine Fahrt zum ersten Umsteigebahnhof umzuorientieren"
-> Seit dem es den "Verspätungsalarm" als Push-Nachricht aufs Handy, ersatzweise als Email aufs Handy gibt, ist es kein Problem, Verspätungen zu bemerken, bevor man den Startbahnhof erreicht.
Eigentlich alle Bahnreisenden in meinem Umfeld schauen aufs Handy, bevor sie sich auf den Weg zum Startbahnhof machen. Und wenn da eine Verspätung angezeigt wird, fährt man mit dem Auto halt nicht mehr zum Startbahnhof, sondern direkt von zu Hause zum nächsten Umsteigebahnhof oder gleich ganz ans Ziel der geplanten Bahnfahrt. (Wobei letzteres zu empfehlen ist, da man dann wenigstens eine Erstattung des Tickets wegen verspätungsbedingtem Nicht-Antritt der Faht bekommt).

Und da der "Verspätungsalarm" auch meistens rechtzeitig kommt, ist es zumindest in meiner Region zu 90% (und nicht nur zu 3% wie bei Elmaran) schaffbar, mit dem Auto so loszufahren, dass man den Umsteigebahnhof auch zu der Zeit erreicht, wie ihn der Zug erreicht hätte, wenn er pünktlich gewesen wäre.

Der "Verspätungsalarm" aufs Handy ist eine tolle Sache. Und dadurch haben Reisende erstmals realistische Chancen, schon frühzeitig zu reagieren, statt am Startbahnhof von einer Verspätung überrascht zu werden. Wenn die Reaktion des Reisenden darin besteht, die Fahrt gar nicht anzutreten, gibt es dafür eine Regelung. Wenn die Reaktion des Reisenden aber darin besteht, gleich mit dem Auto zum nächsten Umsteigebahnhof zu fahren, um wenigstens ab dort mit dem (bereits bezahlten!) Zug fahren zu können, dann scheint es dafür keine Regelung zu geben - das verwundert mich.

Volker
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Bei meinen 3% ging ich frelich ab Feststellung am Bahnhof aus, und erwähnte ja
auch das es sich unter andreen Bedingungen auch merkbar ehöhen würde.

Doch die Konstalklation wird irgendwie in der Regel mit PKW dennoch meist unünstiger aussehe, die Hauptmasse ist zumindest NICHT mit Handyticket unterwegs und wird auch nicht unbedingt den Navigator installiert haben. Lediglich hier in der Community ist auffällig das dem Anschein nach fast alle mit dem Navigator hantieren da offenbar überwiegend die Jugend hier anwesend ist.

In der Realität sieht das Verhältnis dann meist anders aus, so das es die Hauptmasse erst ab Bahnsteig kaltt erwischen dürfte. .. und im konkreten Falle bleibt ein gewisser Leichtsinn dennoch bestehen da ja jeder Zug aus welchem Grunde und wo auch immer eine Verspätung haben kann, so das im Grunde immer nur empfohlen werden kann etwaige Verspätung grundsätzlich mit einzukalkulieren ...

Wer da sein Endziel in einem Fernbahnhof hat ist meist noch sehr gut dranne, dann ist es im Grunde eher nebensächlich sofern zeitlich kein wichtiger Termin ansteht ob man da mal eine Stund später ankommt. Das wäre dann eher nur bei Ausflugsfahrten wie den meinigen lästig wenn z. B. die Umsteige in Frankfurt Hbf in den RE Richtung Koblenz mit 7 Min. viel zu knapp da der nächste erst 2 Stund später fährt.

In diesem Sinne fand ich eine Antwort der DB hier " wir wollen unseren Kunden kurze Umsteigezeiten bieten " von einst in den Handlungsweisen der DB und sonstigen in den Fahrplänen nicht gerade ideal. Da hier berits gemäß Fahrplan ein großer Teil der Verspätungen allein schon durch viel zu straffe Fahrpläne vollautomatisch bedingt sind.... was übrigens auch das häufigste persönliche Argument der Zugbegleiter zu sein scheint.

In dem Sinne sei den Fahrplanmachern empfohlen weniger Straffe Zeitpläne zu erstellen !

Das mag dann zwar wiederum höhere Kosten verursachen, welche sich meiner Meinung nach jedoch nicht in so voller Höhe auswirken würden ... wenn im Gegenzug automatisch erheblichst weniger Leistungen aus Erstattung sowie aus Überstunden des Zugpersonals auch eine Gegenrechnung aus Einsparungen erbringen würde. So das im Gegenzug nur nicht mehr mit supibillgst Sparpreisen gearbeitet werden brauchte .. sondern untere Schwellgrenze derer bezüglich bei allenfalls herab auf 35,- € möglich wäre. Das dann wiederum nicht in einem Festpreis sondern Rabattsystem so das ein Sparpreis max 75% Rabatt bei 36,50 auf 146,- Frestpreis erwirken würde. Ich denke das sind auf einer Strecke Hamburg - München noch günstigst genug und wird auch nur selten von Flixbus unterboten werden da die ihre Kontigente auch nicht in extrem Ausmaßen erhöhen können.... es wird ohnehin der Zeitpinkt kommen wo selbst Flixbus ihre Billigstpreise die nur auf Grund sich im Markt aufzubauen bestehen und so nicht auf wigkeiten hinaus ausschließlich in roten Zahlen bewegen können wie bisher. Was bei denen auch nur funktioniert da sich bisher kein Gewerbeaufsichtsamt noch Finanzamt um ihr gesetzeswidriges Verhalten kümmert. Denn Waren und Dienstleistungen unterhalb von Selbstkosten anzubieten ist gesetzlich NICHT zulässig.

Leo
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Bei der bekannten Kundenfreundlichkeit der DB ist die Sachlage doch wohl eindeutig:
Wenn es nicht unbedingt durch die EU-Verordnung geregelt ist, sieht sich die DB "leider außerstande die gesetzlichen Regelungen zu unterlaufen", in dem sie freiwillig aus Kulanz zahlt. Also ist doch ganz klar: Es gibt nichts!

Bzgl. Navigator:

Ich habe nur 5 Minuten zu Fuß zum nächsten Bahnhof, wenn ich dann den Navigator checke, ist der Zug angeblich noch pünktlich, bei Ankunft am Bahnsteig angeblich immer noch. In Wirklichkeit steht er z.B. 15km entfernt und wartet auf einen verspäteten Gegenzug! (Erst wenn er dort abgefahren ist, wird er wieder automatisch erfaß.) Erst 2 bis 5 Minuten nach der planmäßigen Abfahrt wird dann plötzlich die Verspätung angezeigt.

Ähnliches bei der S-Bahn (Endstation!), die zunächst pünktlich angezeigt wird und dann immer mit just so viel Minuten Verspätung angezeigt wird, dass sie gerade im Moment abfahren soll. In Wirklichkeit ist sie noch gar nicht im Rahmen der vorhergehenden Fahrt angekommen!

Fazit:

Bei einzelnen Verspätungen ist der Navigator oft nutzlos.
Bei mittlerem Chaos, erfährt man wenigstens, dass mittleres Chaos herrscht und ein ganz grobe Schätzung der tatsächlichen Abfahrtszeit.

Das Bisherige galt jetzt für meinen mittelgroßen Umsteige-Bahnhof, an dem ich von zu Hause kommend immer einsteige. Ab München ist die Anzeige wesentlich verläßlicher.

Bei ganz großem Chaos erfährt man oft nur, dass ganz großes Chaos herrscht, für praktische Informationszwecke dann also Totalausfall!

Volker
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Die Anzeige erfolgt ja leider nicht in Echtzeit, da die Bahn dazu Satelliten gestützte Informationen wie beim Navi im Auto nutzen müßte. Auf Grund terristrischer Methode wird die Anzeige nur bis zu einige Minuten hin zeitversetzt erfolgen können.

Doch in den meisten Fällen reicht das aus, bei unserem Beipiel von Leo natürlich nicht so effektiv da in seinem geschilderten Fall sich der Zug wohl erst einmal in Bewegung gesetzt haben müßte bis zur nächsten zeitlichen Erfassungsstelle.

Doch zum eigentlichen Thema, daß manche Fahrgäste hinsichtlich der neuen Möglichkeiten dann anstatt in Zug ins Auto setzen damit wird dann seitens der Bahn wohl schlichtweg im Vorfeld nicht gerechnet, da ja ein Reisender in der Regel den Start mit dem Zug beginnt und so erst in Folge im Reiseverlauf in Verspätung gerät. Hier wird im Vorfeld also quasi auch auf normalen gesunden Menschenverstand zurück gegriffen ... und abnorme Handlungsweisen wenig berücksichtigt.

stella123
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Hallo elmaran,
" da ist am wie in solchen Fälle wie hier eher gut beraten möglichst NIE die letzte mögliche Verbindung am Tage zu nutzen ... also eher grob leichtsinnig wo es doch ein jeder wissen kann das Nordeseef Fhren rar fahren .. in der Regel meist auch von der Tiede abhängig sind."

Die gebuchte Verbindung war die einzige und erste mögliche Fahrt (Start 6:20 Uhr) an diesem Tag, um die letzte Fähre zu erreichen. Wir sind zur Mutter-Kind-Kur gefahren, da kann man sich den Tag der Reise nicht anhand des Tidenkalenders oder eines Fährplanes auf einen anderen Tag verschieben.
Mit 2 kleinen Kindern kann man auch nicht mal so einfach eine Zwischenübernachtung auf halber Strecke machen. Ich hatte also keine andere Wahl als diese eine Verbindung.

Volker
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Ist schon klar, ich habe ja auch geschrieben " möglichst nie die letzte ",
aund Ausnahmen bestätigen ja die Regel .. wie in dem Fall einer Nordseefähre
die ja meist auch von der Tiede abhängig ist.

Hier böte sich dann letztlich sonst eine Zwischenübernachtung als Ersatz an,
insbesondere wenn an dem Tage wirklicxh nicht eine S-Bahn früher hätte gefahren werden können wenn z. B. am Wochenende oder so. Sonst innerhalb der Woche früher .. egal ob auch Kinder manche fahren mit ihnen ja auch über Nacht auf Autobahn zu fernen Zielen.
Nur haben manche Urlaubsregionen ja auch Quartierwechsel generell auf Samstagen wo vermutlich nicht früher gefahren werden kan. Alles ist zu sehr auf das Auto fixiert .. selbst zeils von den Bahnen.