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Aufhebung Zugbindung falls IC über Umweg noch erreichbar wäre?

Ich fahre häufiger die Strecke Da-Eberstadt - Darmstadt - Mainz - Köln mit Sparpreis (Zugbindung), die ersten beiden Teilstrecken sind mit RB/RE, zwischen Mainz und Köln dann IC/EC. Alle Teilstrecken haben einen Takt von 1h, Umsteigezeit sind jeweils ca 10 min. Also alles sehr angenehm, solange keine Verspätungen eingefahren werden.
Aber sobald einer der RB/RE eine Verspätung von mehr als 10 min einfährt, würde ich den Anschluss verpassen und eine Stunde später in Köln ankommen. Damit wäre die Zugbindung aufgehoben und ich kann jede andere Verbindung nach Köln nehmen.

Betrifft das die erste Teilstrecke bleibe ich im Zug, fahre nach Frankfurt weiter und von dort dann mit dem nächsten ICE nach Köln, betrifft das die zweite Teilstrecke, verpasse also den IC in Mainz, fahre ich von Mainz nach Frankfurt Flughafen und von dort dann nach Köln. In beiden Fällen kommt man dann sogar in etwa zur selben Zeit an, wie der ursprünglich gebuchte aber nicht mehr erreichte IC.

Aktuell gibt es hier aber eine Besonderheit. Zwischen Mainz und Koblenz wird der IC baustellenbedingt auf die rechte Rheinseite umgeleitet, weswegen sich die Fahrzeit um ca 15 min verlängert. Der IC fährt damit 15 min früher in Mainz los, weswegen der Anschluss von Darmstadt aus nicht mehr funktioniert. Fahrplanmäßig gibt es nun eine reguläre Wartezeit von 53 min in Mainz. D.h. wenn die RE von Darmstadt nach Mainz Verspätung hat, gibt es genug Puffer zum auffangen in Mainz. Wenn allerdings schon der erste RB nach Darmstadt Verspätung hat, würde es wieder das Problem geben, dass ich erst eine Stunde später nach Mainz fahren könnte, und damit auch (trotz 53 min Aufenthalt in Mainz) 1 Stunde später erst in Köln ankomme (wegen dem Takt von 1h auf jeder Teilstrecke). Damit wäre die Zugbindung in dem Fall eigentlich aufgehoben.

Allerdings gäbe es nun wegen dem längeren regulären Aufenthalt in Mainz theoretisch noch die Möglichkeit, nach Frankfurt weiterzufahren dort mit einem RE nach Mainz, der dann rechtzeitig (6 min Umsteigezeit) dort ankommt, um den ursprünglichen IC noch zu bekommen.

Meine Frage hierbei: Eigentlich dürfte ich ohne Aufhebung der Zugbindung meines Wissens gar nicht über Frankfurt fahren (auch wenn’s nur Nahverkehr ist, gilt eigentlich ja der auf der Fahrkarte vermerkte Weg, und Frankfurt ist dort nicht vermerkt). D.h. ist die Zugbindung tatsächlich aufgehoben, muss ich nicht unbedingt mit dem RE erst noch nach Mainz, sondern könnte direkt mit einem IC/ICE von Frankfurt nach Köln. Allerdings kann ich so durchaus noch den gebuchten Zug erreichen, kann also noch mit den „gebundenen" Zug fahren - aber eben nicht über den Weg, der durch die Zugbindung vorgesehen ist.

Daher meine Frage, kann ich in dem Fall davon ausgehen, dass die Zugbindung tatsächlich komplett aufgehoben ist und ich jeden beliebigen Zug zum Ziel nehmen kann, oder muss ich trotzdem den gebuchten Zug nehmen.

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