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Wenn ich andere Länder sehe Frage ich mich warum deutsche Züge nicht so schnell fahren wie in Frankreich oder china

Schnell Zugfrankreich und china

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In Deutschland teilen sich die Hochgeschwindigkeit'szüge das Streckennetz z. T. auch mit dem Regional- und Güterzügen. Ausserdem liegen die Halte viel dichter beieinander. Schnellere Fahrten machen aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht keinen Sinn.

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In Deutschland teilen sich die Hochgeschwindigkeit'szüge das Streckennetz z. T. auch mit dem Regional- und Güterzügen. Ausserdem liegen die Halte viel dichter beieinander. Schnellere Fahrten machen aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht keinen Sinn.

kabo
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Außerdem ist es nicht richtig, dass Züge im Ausland wesentlich schneller fahren.
Deutsche Züge halten viel häufiger.

In Frankreich legt der TGV Paris-Bordeaux ohne Zwischenhalt in ca. 3:20h zurück. In Deuschland braucht der ICE für die etwa gleich lange Strecke von Hannover nach München ca. 4:15h, legt dabei aber 6 Zwischenhalte ein.

Leo
Leo

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1. Ein ICE braucht für die gleiche Strecke viel länger als ein TGV, weil der

  • auf nur einem kleinen Teil der Strecke schnell fahren könnte, z.B. München Dortmund schnell nur Stuttgart-Mannheim und FrankfurtFlughafen-Siegburg, d.h. ca. 250km von ca. 700km. Der TGV Paris-Nizza fährt dagegen die ersten 900 km bis Toulon fast durchgehend Hochgeschwindigkeitsstrecke
  • im Taktverkehr fährt: Jeder Zug hält an fast jeder Milchkanne wie Siegburg. DER TGV hält auf den ersten 900 km bis Toulon meist nur ein Mal, entweder Avihnon oder Aix - nicht dagegen in Lyon, das per HGV-Umgehung rechts liegen gelassen wird. Die nur bis Marseille fahrenden halten dagegen öfter unterwegs
  • meist nicht schneller als 250, höchstens 280 fährt, TGV meist um die 300, bis 320

2. Die Reisezeit von start zu Ziel ist oft deutlich länger als z.B. in der Schweiz, weil es oft keine Anschlüsse gibt oder sie wegen häufiger Verspätungen nicht erreicht werden. Früher war das dank vieler IR-Züge nicht so schlimm, zumal die Züge auch pünktlicher waren.

3. Das Geld wird in Prestige-Projekten und Tunneln des geringsten Widerstands versenkt, so dass es für viel versenktes Geld für den Fahrgast leider nur kleine Verbesserungen gibt.

4. Zwar gibt es auch in Frankreich durch Wartungsmänglel bedingte Langsamfahrstellen, die aber den Fernverkehr dank größtenteils eigener Trassen weniger beeinträchtigen

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Viel wichtiger als rekordverdächtige Geschwindigkeiten sind jedoch pünktliche Fahrten und erreichte Anschlüsse, wie Leo vollkommen richtig bemerkte. Auch stimme ich ihm zu, dass man Deutschland und Frankreich nicht miteinander vergleichen kann. So ist die Bevölkerungsdichte in Deutschland mit 230 Einwohnern pro qkm mehr als doppelt so hoch wie in Frankreich mit 103 Einwohnern pro qkm. Die wichtigen Ballungszentren liegen dabei viel dichter beieinander als in Frankreich. Allein dadurch sind häufigere Halte notwendig. Ich würde jedoch Siegburg nicht gerade als Milchkanne bezeichnen. Die vielen Pendler aus der ehemaligen Hauptstadt Bonn und dem Siegerland, die mit mir jeden Morgen in das Rhein/Main-Gebiet aufbrechen, werden das genauso sehen. Der minimale Fahrtzeitgewinn durch höhere Geschwindigkeiten steht dabei in keinem Verhältnis zum deutlich höheren Energieaufwand für das Beschleunigen der Züge.

In China denkt man natürlich in ganz anderen Dimensionen. Eine Fahrt von München nach Hamburg bedeutet dort "eine Runde um den Block".