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RB65 HVZ Verstärkerzüge n-Wagen?

Huhu zusammen,

auf der RB65 Münster - Rheine verkehrt im Moment seit Wochen DB BR 111 mit 5 n-Wagen und Karlsruher Steuerwagen. Leider ist dieser schon länger beschmiert mit Graffiti. Werden diese, wenn auch fast historischen, Züge nicht mehr "gepflegt" wie wenn es ein neumoderner FLIRT3-Wagen wäre?

Sie haben schon ein paar Jahre mehr hinter sich und sind zwar nicht mehr so neu.
Sie werden aber von Eisenbahnfans oftmals geschätzt.
Da ist er.:
http://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?004,file=...

Finde ich schade, dass er so beschmiert ist. Da weiß man noch was Eisenbahn ist und scheint momentan täglich im Einsatz zu sein. (außer Sa/So)

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Volker
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Warum sollte man in solch altes Wagenmaterial der 70ziger Jahre noch mehr investieren als nötig, wo die meisten Strecken so sie dort noch im Einsatz sind inzwischen meist nach kurzer Zeit oft von anderen EVUs übernommen werden .. wobei hier auch die Landesnahverkehrsgesellschafften das Zugmaterial vorgeben ?

Und täten sie es, würde es in Kürze wieder neu beschmiert.

Bedenke bitte auch die unnötigen Kosten dann, wo doch die Ticketpreise ohnehin meist weniger als 30% der Kosten ausmachen .. Zahlen von 2015: Kompletter ÖPNV inkl. Straßenbahn und Busse .. 35 Milliarden .. die lediglich nur durch 9 Milliarden aus Ticketverkauf inklusive Pacht und Werbeeinnahmen gedeckt sind.

ES64U2
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Schade, das war noch Reisequalität. Wahrscheinlich werden die Fahrzeuge nicht mehr gereinigt, weil bald Wittenberger Steuerwagen eingesetzt werden, bevor dann meist höchst unbequeme neue Triebwagen fahren.
Die Bahnreform in der Hinsicht hat fast alles zerstört. Durch die Ausschreibungen müssen ständige neue Fahrzeuge geführt werden, schade um das wertvolle alte Wagenmaterial.
Auch im Fernverkehr wurde nur sehr weniges besser: Ich würde beispielsweise viel lieber in einem leicht modernisierten Aimz/Bimz oder (A)Bn(r)(d)(z)(f) reisen als in einem DBpza-IC2.
Nochmals zur direkten Frage: Aus Rentabilitätsgründen werden die alten Fahrzeuge weniger gewartet (ausgenommen Sicherheitsüberprüfungen).

Volker
Volker

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Für die Nutzer wäre es insgesamt besser gewesen es wäre EINS geblieben.
Betriebswirtschaftlicher hätte man es dann dennoch führen können.

Auch das alte Material hätte nochmals gut saniert werden können, evt. ein neuer
Wagen dazwischen angepasst mit tierem Einstieg für Scherbehinderte usw. ..
.. so als Mehrzeck mit Stauraum für Lasten ect. .

Ja sogar kostenfrei hätte man den komplette ÖPNV setzen können, mit den von mir
genannten Zahlen 9 Milliarden abzüglich Pacht und Werbeeinnahmen ... wäre das
pro Bürger in Deutschland nur etwa 30,- im Monat mehr an steuerlicher Belastung .

Bezüglich Pendler die Arbeitgeber mit ins Boot holen, so funktinieren nämlich in Paris
die Billigpreise im ÖPNV ... es könnte viel Begleitpersonal eingespart werden, nicht alle
zumindest zu gewissen Tagszeiten als Sicherheitskraft noch .. viele Automaten könnten
wegfallen .. usw.. wir kämen wahrscheinlich locker auf etwa 20,- höhere Steuerbelastung
pro Einwohner heraus ... z. B. 2-3% Mehrwertsteuer mehr oder teils anderen Unsinn einsparen gäbe es auch keine Schwarzfahrer mehr .. so wäre zumindest der komplette ÖPNV ohne Ticketkosten nutzbar.

Wichtig wäre nur eine Intelligente Möglichkeit das möglichst keiner Fernreisen im ÖPNV unternimmt, so in etwa max Grenze im ÖPNV sollte sein soweit man üblicher weise Ausflüge am Tage fährt kappen zu können. Für entfernte Tagesausflüge über viele Fernbahnhöfe hinhaus sollten dann Fernverkehrszüge zu nutzen sein .. um den Nahverkehr nicht zu verstopfen.

Hallo Mizuki2o15, leider ist es aktuell so, dass Züge sämtlicher Linien in NRW mit Graffiti beschmiert werden, so dass die Kollegen gar nicht mehr hinterherkommen, diese zeitnah komplett zu beseitigen. Die Werkstätten sind damit voll ausgelastet. Damit die Züge trotzdem eingesetzt werden können, wird erst einmal nur das Nötigste entfernt (z. B. an den Fenstern). Generell kommen aber alle Wagen nach und nach zur Reinigung in die Werkstatt. /ki

ES64U2
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Dass die Bundesbahn hätte betriebswirtschaftlicher betrieben sein können, will ich gar nicht abstreiten. Die hohen Verbindlichkeiten der alten Bundesbahn waren ein Zeichen von nicht umsetzbarer Planwirtschaft.
Natürlich muss altes Wagenmaterial modernisiert werden, aber aller zehn Jahre neue Fahrzeuge ohne wirklichen Sinn, ist keine gute Bilanz.
Um 30 Euro mehr an Steuern für die Bürger gestaffelt nach Einkommen sollte kein sehr großes Problem sein. Wahnsinn, wie die Gelder für den BER oder weitere sinnfreie fehlgeschlagene Projekte anders hätten eingesetzt werden können.
Dass die Arbeitgeber mit bezahlen sollen, würde ich eher kritisch sehen. Die Abgaben sind in den letzten Jahren durch Mindestlohn und damit folgende Erhöhung der Sozialausgaben extrem gestiegen. Wir haben gerade Hochkonjunktur, aber irgendwann wird die Rezession kommen.
Die Kontrolle über die ÖPNV-Benutzung könnte durch Ausweiskontrollen sichergestellt werden. Wenn weiter als 51 km um den Wohnsitz gefahren werden soll, ist ein zusätzliches Ticket zu zahlen.

Es scheint so, dass es mindestens noch 3 Karlsruher Steuerwagen in Münster gibt, die ihre Runden drehen.
1x n-Wagen Garnitur mit 4 n-Wagen plus Karlsruher Kopf. (insg. 5 Wagen, der auf dem Foto).
Doch er trägt immernoch die Schmierereien. Aber der steht/stand nun wohl an einem belebten "Platz" hinter Gleis 17 in Münster Hbf. Da dürfte es wohl für Sprayer schwieriger werden unentdeckt zu bleiben.

1x n-Wagen Garnitur mit 3 n-Wagen (die im Moment fahren) plus Karlsruher Kopf.

Ob nun die 3. auch eine ganze Garnitur ist, weiß ich nicht genau. Konnte jetzt nicht gezielt erkennen, ob nur der Steuerwagen oder alles "andere" Wagen waren.

Schön, dass es sie noch gibt.
Lasst sie leben, die sind eine Generation wert! :)