Frage beantwortet

Verspätung durch Zeitumstellung - Aufhebung Zugbindung?

Ich habe für Sonntag (26.03.) eine Verbindung gebucht, bei der ich unter anderem mit dem IC 619 von Karlsruhe (Abfahrt 2:11 Uhr) nach München (Ankunft 6:02 Uhr) fahre. Durch die Zeitumstellung erhält der Zug jedoch automatisch eine Verspätung, wodurch der Anchluss nicht erreicht werden kann. Wäre damit Zugindung von vornherein aufgehoben? Und falls ja, könnte dann eine andere Wegstrecke und/oder eine spätere Abfahrtszeit am Startbahnhof (Ticket theoretisch gültig bis 10 Uhr Folgetag) gewählt werden?

Danke.

Mit freundlichen Grüßen
ademola

ademola
ademola

ademola

Ebene
0
42 / 100
Punkte
Diese Antwort wurde als beste Antwort ausgewählt

Ja, das ist richtig, ademola. Wichtig ist nur, dass Sie innerhalb der Gültigkeit Ihres Tickets am Ziel ankommen. Ansonsten ist es erforderlich sich das Ticket von den Kollegen vor Ort entsprechend gültig schreiben zu lassen. /di

Fanden Sie diese Antwort hilfreich?

Nein (0)

Ja (0)

0% der Personen fanden diese Antwort hilfreich

Weitere Antworten

Elmaran
Elmaran

Elmaran

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Die Zugbindung ist damit NICHT von vornherein aufgehoben, immerhin fährt er ja planmäßg los und vor Buchung wird man unter den Hinweis auch darüber unterrichtet.

Sollte hier nun die Fahrt ab München z. B. nach Salzburg weiter gehen, wäre die nächste Verbindung auf Grund tatsächlicher Ankunftszeit von 07:02 um 07:25 möglich .. insofern wäre dann z. B. die Zugbindung für anderen Zug um 06:** aufgehonen und kkönntest in diesem Beipiel dann auch den RJ61 nach Salzburg nutzen. < das war nur ein Beispiel weil Du ja nicht erwähnt hast wohin es ab München weitergehen soll.

ademola
ademola

ademola

Ebene
0
42 / 100
Punkte

Bei meiner gebuchten Verbindung erscheint dieser Hinweis leider nicht und ich habe gestern auch erst eine Mail wegen Fahrplanänderungen bekommen, was wohl mit der Zeitumstellung zusammen hängt. Zudem kann der Zug praktisch nicht pünktlich losfahren, da es die Abfahrtszeit 2:11 Uhr an diesem Tag gar nicht gibt.

Elmaran
Elmaran

Elmaran

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Ich will es mal kürzer fassen, als das zuvor.
Ich habe den Eindruck als ob die Umstellung auf Sommerzeit im Fahplan nicht gerade sinnvoll integriert ist .. nuja warten wir die Antwort der DB dazu ab.

Auf jeden Fall kommt der ICE aus Dortmund zu gewohnter Zeit in Karlsruhe an, und vermag dort erhebliche längere Haltezeit in der Nacht so auch in Stuttgart auch verkürzen so das in Folge die bis zu 60 Min. später auch als bis zu verstehen ist und ebenso nur mögliche 40 Minuten betragen könnte.

Im weiteren Verlauf könnte ihn die DB falls in der Sa/So Nacht keine Güterzüge auf der Schnellfahrstrecke Richtung Stuttgart unterwegs sein sollten auch schneller als die zu der Uhrzeit üblichen 100 KM/h fahren und noch mehr aufholen lassen.

Hallo ademola,

auf bahn.de finden Sie bereits folgenden Hinweis zum ICE 619 am Sonntag, den 26. März 2017: "ICE 619: Karlsruhe Hbf->München Hbf: Information. Bitte beachten Sie die Zeitumstellung. Der Zug verspätet sich ab 2 Uhr um bis zu 60 Minuten." Da Sie dadurch vermutlich Ihren Anschlusszug verpassen werden, haben Sie die Möglichkeit, mit dem nächsten Zug weiter zu Ihrem Zielbahnhof zu fahren. Oder Sie lassen sich Ihre Fahrkarte in einem DB Reisezentrum für eine frühere Verbindung gültig schreiben, dann können Sie auch schon mit einer früheren Verbindung in Karlsruhe starten. 

Beachten Sie bitte auch die Informationen zu Ihren Fahrgastrechten. Liebe Grüße /jn

ademola
ademola

ademola

Ebene
0
42 / 100
Punkte

Schon einmal Danke für die Antworten, ganz zufrieden bin jedoch ich noch nicht.

Zunächst einmal war ich heute in einem DB Reisezentrum, wo ich mit meinem Anliegen mehr oder weniger strikt abgewiesen wurde. Eine frühere Abfahrt wäre für mich zudem keine Option und Karksruhe ist mich für auch nur Umstieg und nicht der Startbahnhof.

Wie von Ihnen vorgeschlagen habe ich dann mal nach den Fahrgastrechten geschaut, dazu steht unter Punkt 9.1.1 der Beförderungsbedingungen:

"Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass der Reisende mit einer Fahrkarte der Produktklassen ICE, IC/EC oder mit einer zuggebundenen Fahrkarte am Zielbahnhof gemäß Beförderungsvertrag mindestens 20 Minuten verspätet ankommen wird, hat er unverzüglich die Wahl zwischen (i) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof bei nächster Gelegenheit oder (ii) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof zu einem späteren Zeitpunkt. Er kann dabei auch den Zug einer höherwertigen Produktklasse benutzen. Die Benutzung eines reservierungspflichtigen Zuges oder eines Sonderzuges ist allerdings nicht gestattet."

Das heißt für mich folgendes: Vernünftigerweise, würde ich Stand jetzt davon ausgehen, dass durch die Verspätung wegen Zeitumstellung und damit das Verpassen des Anschlusszuges eine Verspätung von mehr als 20 min entsteht. Dazu verweise ich mal auf folgende Frage (https://community.bahn.de/questions/1077792-automatische-aufhebung-zugbindung-20-minuten-Verspatung), wo die von der bahn bestätigte Antwort besagt, dass ein mögliches Aufholen der Verspätung dabei keine Rolle spielt. Und unter "unverzüglich die Wahl ... (ii) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof zu einem späteren Zeitpunkt" , verstehe ich, dass schon zum jetzigen Zeitpunkt, also bereits vor Fahrtantritt, die Zugbindung aufgehoben werden kann und ich die freie Wahl habe, eine spätere Verbindung zu nutzen.

Ist an diesem Gedankengang etwas verkehrt? Mir geht es darum, dass ich diese Diskussion nicht morgens um vier im Zug führen muss oder ich der ganzen Sache durch eine spätere Abfahrt gleich komplett aus dem Weg gehe.

Hallo ademola,

die Zugbindung gilt als aufgehoben in einem solchen Fall. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt zu fahren, können Sie auch auf eine spätere Alternativverbindung ausweichen. /di

Leo
Leo

Leo

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Hauptfrage:
1. Wann ist die Ankunft in Karlsruhe? Mit viel Puffer vor 2:00h MEZ= 3:00h MESZ?
2. Wann fährt der Zug in Karlsruhe (statt planmäßig um 2:11h) tatsächlich ab - um 3:11h MESZ = 2:11h MEZ wegen evtl. Anschlüssen oder doch schon um punkt 3:00h MESZ, weil er direkt nach der Zeitumstellung plötzlich 49 min Verspätung hat?

Sofern der Anschluss in Karlsruhe gesichert ist, ist mit Anschlussverlust in München und mit 60 Min. Verspätung zu rechnen (je nachdem, wohin es ab München weitergeht). In dem Fall würde ich so fahren wie gebucht und die 25% Erstattung aufgrund der Fahrgastrechte dankend mitnehmen.
Bis zum nächsten Zug in Karlsruhe mitten in der Nacht stundenlang rumzuhängen, wären mir die zusätzlichen 25% Erstattung bei Ankunft mit mehr als 2h Verspätung allerdings nicht wert.

Allein aufgrund der Sachlage (Zeitumstellung, Aufenthaltszeiten), ist m.E. vernünftigerweise mit einer Verspätung bei Ankunft IN MÜNCHEN von mindestens 40, eher 50 Minuten zu rechnen. Maßgebend für die Aufhebung der Zugbindung ist aber die Verspätung bei Ankunft AM ZIEL. Angesichts einer in München Hbf üblichen Übergangszeit von 10 Minuten ist also bei einer planmäßigen Umstiegszeit in München von unter ca. 55 Minuten von einem Anschlußverlust auszugehen und damit m.E. die Zugbindung automatisch aufgehoben.

ademola
ademola

ademola

Ebene
0
42 / 100
Punkte

Noch einmal eine letzte Nachfrage, damit es auch 100%ig klar ist: Ich könnte also bereits ab dem Startbahnhof einer spätere Verbindung nehmen? Denn in den Fahrgastrechten wird einem ja explizit die Wahl zwischen "nächster Gelegenheit" und "späterem Zeitpunkt" eingeräumt. Die theoretische Zeitgrenze wäre dann die Gültigkeit des Tickets, was ja bis 10 Uhr des Folgetags ist?

Vielen Dank

Elmaran
Elmaran

Elmaran

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Anmerkung, bezüglich dem Sonderfall bei Zeitumstellung sollte dieser in den Bestimmungen auch irgendwie mit aufgenommen werden, zumal sich da im Frühjahr zumindest bei Anschlüssen im Stundentakt oft nicht viel ändert. Hier ist ja auch höhere Gewalt aus Ursache des Gesetzgebers gegeben, die einerseits in den Bestimmungen berücksichtigt werden könnte, andererseits besser im Fahrplan berücksichtigt würde .. denn auf die Hinweise zuvor bei Buchung die im Grunde eigentlich so auch schon zu einem Vertragsbestandteil werden klicken ja offenbar nur wenige.

Im Frühjahr kommt bei Nachtverbindungen der Reisende im Grunde bei pünktlicher Fahrt nie später an, in der Reisezeit bleibt es schließlich identisch auch wenn die Uhr defakto eine Stunde später anzeigt, wo in der Regel dann der Folgezug der maßgebene ist.

Im Herbst dagegen auf Grund von 1 Stunde Stillstand in einem Bahnhof kommt es dagegen natürlich zu einer Stunde längeren Reisezeit, doch die ist ja Zeitumstellung bedingt und nach Uhr kommt der Reisende in der Regel trotz einer längeren Reisezeit entsprechend seiner Uhr pünktlich an.

Jedoch finde zumindest ich, ein jeder Reisende weiß um Zeitumstellung letzten März und Oktober Wochenende, und halte es daher für zumutbar dieses auch vom Reisenden zu berücksichtigen, zumal im Frühkahr defakto im Grunde meist gar keine wirklich Verspätung bei pünktlicher Fahrt besteht, sofern der Anschluß micht gerade im 2 Stunden Takt unterwegs.

Im Herbst dagegen wird die Stunde länger ja meist automatisch im Fahrplan integriert sein, sofern man nicht zufällig etwaigen Anschluß eines Zuges der über Nacht fährt begegnet.

Ja, das ist richtig, ademola. Wichtig ist nur, dass Sie innerhalb der Gültigkeit Ihres Tickets am Ziel ankommen. Ansonsten ist es erforderlich sich das Ticket von den Kollegen vor Ort entsprechend gültig schreiben zu lassen. /di

ademola
ademola

ademola

Ebene
0
42 / 100
Punkte

Dankeschön, damit ist meine Frage beantwortet.

@Elmaran: Wie gesagt, bei meiner Verbindung wurde der Hinweis der Zeitumstellung nicht angezeigt. Und auf em Schirm hat man das dann bei der Buchung auch nicht unbedingt, vor allem nicht dass es nicht im Fahrplan integirert ist. Da könnte man auch die Argumentation umdrehen und sagen, dass von Seiten der Bahn keine Verbindungen verkauft werden dürfen, die sie praktisch nicht einhalten kann.

Ich gebe dir auch recht, dass es für den Reisenden mit der Zeitumstellung prinzipiell zumutbar ist. Aber wenn man sich so etwas Stress in der Nacht ersparen kann und die Fahrgastrechte solche Möglichkeiten hergeben, dann kann man Sie ja auch nutzen.

Elmaran
Elmaran

Elmaran

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte

Einfacher ist es die bekannte Zeitumstellung gleich in Reiseplanung zu integrieren, das müßte eigentlich auch irgendwie im System als automatik integrierbar sein ... so das an bestimmten Tag im Frühjahr das System alle Anschlüsse von Zügen die vor 2 Uhr starten die folgenden Anschlüsse plus 1 Stunde Umsteigzeit berechnen würde .. und schon gäbe es das Problem nicht mehr in der Art.