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Sparpreis 25 mit Bahncard 50?

Guten Tag -
heute hatte ich ein sehr merkwürdiges Erlebnis im Zug von Berlin nach Prag. Seit man mit der Bahncard 50 auch die 25-prozentige Ermäßigung auf den Sparpreis bekommt, habe ich meine zusätzliche Bahncard 25 abbestellt und zeige zu den entsprechenden Tickets jetzt immer meine Bahncard 50 vor. Das hat stets funktioniert, und ich habe auch mal einen Schaffner ausdrücklich gefragt, ob ich mit meiner BC50 eine Fahrkarte nutzen kann, auf der "BC25" aufgedruckt ist. Das hat er bejaht, und es ist ja auch logisch, da es sich um exakt dieselben Kontingente zu denselben Konditionen handelt.
Heute sagte der Schaffner jedoch, ich könne mit einer Bahncard 50 nicht den Sparpreis 25 benutzen. Er behandelte mich wie einen Schwarzfahrer, drohte mit der Bahnpolizei und stellte mir schließlich eine Rechnung über erhöhtes Beförderungsentgelt bis Dresden plus einer völlig neuen Fahrkarte für die Reststrecke zu insgesamt mehr als 100 Euro aus, obwohl mein Fahrpreis (One-Way) anteilig für eine Person nur knapp 20 Euro betrug - und die Preisdifferenz, selbst wenn meine Bahncard 50 tatsächlich nicht gültig wäre, mithin nur 6 oder 7 Euro.
Wenn ich den Schaffner richtig verstanden habe, müsste ich für den Kauf einer Fahrkarte zum Sparpreis 25 immer angeben, dass ich eine Bahncard 50 habe. Das Problem ist: Wenn ich mit anderne Personen fahre, die eine Bahncard 25 besitzen, kann ich dann kein gemeinsames Ticket mehr buchen und bräuchte drei (!) verschiedene Fahrkarten: eine für mich, eine für die anderen und dann noch eine separate Reservierung (wenn wir alle zusammen sitzen möchten). Das wäre doch absurd?
Nun habe ich bei Ihren Fragen und Antworten gelesen, dass bei Buchung des Sparpreises 25 mit Bahncard 50 oder 25 geringfügig andere Konditionen gelten, wenn das Ticket auch Nahverkehrszüge umfasst. Das war aber hier nicht der Fall, da es sich um eine reine Fernverkehrsfahrkarte von Berlin-Südkreuz nach Praha hl. n. handelte.
Meine Frage ist: Welcher der beiden Schaffner hatte recht? Und was kann ich tun? Ich finde das alles so unendlich kompliziert und die Prozedur heute im Zug auch entwürdigend, dass ich (obwohl großer Zug-Freak) die Lust aufs Bahnfahren allmählich verliere.
Beste Grüße
Ralph

ralphberlin
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Elmaran
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Üblicher weise benötigt ein BC25 Ticket auch eine BC25 BahnCard, eine BC50 geht da nicht.

Die Konditionen sind nämlich nicht grundsätzlich identisch, mit BC25 gibt es ja z. B. auch Rabatt m Fernverkehr auf Sparpreise mit NV im Vor und Nachlauf den es mit der BC50 nicht gibt.

Ginge es im Sparpreis Ticket um reinen Fernverkehr könnte es der Zugbegleiter da kostenidentisch theoretisch auf eigene Kappe durchgehen lasssen .. ist jedoch NV im
Vor oder Nachlauf enthalten geht das nicht, zumal das Ticket dann ja unterbezahlt wäre.

Du kannst auch so wenn Du mit anderen Personen zusammen reisen möchtest dennoch jeweils zu deren Konditionen auf ein Ticket buchen. Z. B. bei 3 Personen für Dich die BC50, einem anderem seine BC25 und dem Dritten ohne BahnCard auch ohne BahnCard exülizit bei Buchung online angeben. Bei einen angenommenen Normalpreis von z. B. 40 Euro
käme dann 20,- + 30,- + 40,- = 90,- Euro auf dem Ticket als Gesamtkosten heraus.

Und bei Verbindungen über die Grenze könnte es da möglicher weise auch betreffen ? Zumindest endet die Sparpreisermäßigung seit Fahrplanwechsel an der Grenze.

Ich persönlich gehe mal davon aus, das so mancher Zugbegleiter auf Grund häufiger Änderungen und immer verkomplizierteren System auch oft genug ins schleudern gerät.
So das mancher aus Bequemlichkeit möglicher weise etwas durchgehen lässt, was der
nächste pflichtbessene wiederum nicht tut... usw. es sind einfach auch nur Menschen.

Benutzerin
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Wenn Sie eine BC50 besitzen, müssen Sie Sparpreise mit BC50 buchen.
Da hatten Sie bei den ersten Kontrollen einfach Glück.
Die Auskunft des Schaffners, dass es sich um dieselben Kontingente für BC25- und BC50-Sparpreise handele, war falsch. Kontingente UND Bedingungen unterscheiden sich.
Bei der Buchung eines Tickets für mehrere Personen können auch verschiedene BahnCards angegeben werden. Wenn Sie z.B. 4 Reisende angeben, erscheinen in der Buchungsmaske 4 x Erwachsener (mit der Option, auch für (eigene) Kinder zu buchen) und daneben die Rabatt-Möglichkeiten.

kabo
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In diesem Fall ist das Problem nicht der Nahverkehrsanteil, sondern die Tatsache, dass es sich um einen internationalen Sparpreis handelt, für denen wieder andere Konditionen gelten als für innerdeutsche Sparpreise.
Mit einer BC25 bekommen Sie 25% Rabatt auf den deutschen Anteil der Strecke. Mit einer BC50 bekommem Sie keinen Rabatt - und zwar auch dann nicht, wenn der deutsche Streckenanteil ausschließlich aus Fernverkehrszügen besteht.
Indem Sie den Besitz einer BC25 bei der Buchung angegeben haben, aber keine BC25 besitzen, haben Sie sich einen Preisvorteil ermogelt, der Ihnen nicht zusteht.
Von daher ist die Aussage des ersten Schaffners, dass man mit einer BC50 auch Fahrkarten nutzen kann, auf denen BC25 aufgedruckt ist, falsch.
Es ist deshalb schon wichtig, dass man bei der Buchung auch tatsächlich exakt die BC angeben, die Sie auch tatsächlich vorzeigen können. Wenn Sie "nur" eine BC50 haben, müssen Sie bei der Buchung auch BC50 angeben (und nicht BC25) - sonst wird möglicherweise ein falscher Rabatt berechnet.
Nun zur Frage, ob der Schaffner richtig oder falsch reagiert hat:
Es gibt ja bekanntlich die Möglichkeit im Zug Fahrkarten zu kaufen und nachzulösen. Dazu muss man sich unaufgefordert beim Schaffner melden, dass man keine oder keine ausreichende Fahrkarte hat. In diesem Fall hätten Sie nur den unrechtmäßig erlangten BC-Rabatt nachzahlen müssen zuzüglich 12,50€ Bordzuschlag. Hier hat der Schaffner es offenbar so gesehen, dass Sie nicht unaufgefordert / freiwillig nachgezahlt haben - dann wäre die Behandlung als Schwarzfahrer vom Grundsatz her nicht zu beanstanden.

DB
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Hallo ralphberlin,

wie ich sehe, konnten Ihnen die anderen User hier schon sehr gut weiterhelfen. Vielen Dank für die Unterstützung.

Geben Sie bitte bei der Buchung immer die BahnCard an, die Sie auch tatsächlich während der Fahrt vorzeigen können.

Es ist richtig, dass Sie für eine Buchung mit mehreren Personen auch unterschiedliche BahnCards angeben können. Jedoch sollte man vergleichen, denn manchmal ist eine getrennte Buchung günstiger, sobald es sich um verschiedene BahnCards handelt.

Wenn Sie nun eine Fahrpreisnacherhebung bekommen haben, kann ich Ihnen nur empfehlen, sich mit den Kollegen dort in Verbindung zu setzen. Vielleicht kann man Ihnen entgegenkommen. Das entscheidet aber die DB Fahrpreisnacherhebung. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie auch auf dem Beleg, welchen Sie im Zug erhalten haben. Liebe Grüße /jn

ralphberlin
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Danke für die Antworten!

Ich verstehe das System allerdings immer noch nicht so ganz: Wenn gesagt wird, man kann mit der Bahncard 50 jetzt auch den 25-prozentigen Rabatt auf die Sparpreise bekommen, warum sind die Konditionen dann immer noch unterschiedlich? Und warum wird die Bahncard 50, die immerhin das Dreifache der Bahncard 25 kostet, vom Schaffner als das geringerwertige Produkt betrachtet? Meiner Ansicht nach sind das genau die Punkte, weshalb die Bahn gerade bei Gelegenheitsfahrern nicht den Erfolg hat, den sie verdient: Für normale Leute ist das alles viel zu kompliziert.

Wie auch immer: Ich habe jetzt wie empfohlen eine Mail an die "Fahrpreisnacherhebung" geschrieben. Mal sehen, was dabei herauskommt.

DB
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Die BahnCard 50 gewährt nur auf reine Fernverkehrsverbindungen einen Rabatt von 25 Prozent auf die Sparpreise. Sobald in der Verbindung ein Nahverkehrszug enthalten ist, wird kein Sparpreis BahnCard 50 angeboten. /ni

ralphberlin
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Ja, das habe ich inzwischen verstanden. Ich will das hier nicht endlos ausdehnen, daher nur zwei Hinweise:

Zum einen handelte es sich in meinem Fall stets um reine Fernverbindungen, den Nahverkehr nutze ich so gut wie nicht.

Zum anderen wollte ich zum Ausdruck bringen, dass ich die Logik dahinter nicht ganz nachvollziehen kann - wieso bekommt man in Einzelfällen mit der billigen BC25 immer noch mehr Ermäßigung als mit der teuren BC50?

Beste Grüße,

Ralph

DB
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Das hat tarifliche Hintergründe, das Preissystem wird im Nahverkehr nicht von der DB bestimmt. Vielen Dank für Ihre Kritik und Ihre Hinweise. /ni

ralphberlin
ralphberlin

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Vielen Dank!