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Das Fahrgastrechteformular reicht nicht, um meine Reise detailiert anzugeben. Wie gehe ich vor?

Guten Abend,

meine Reise am 19.01.17 beinhaltete einen geplanten Umstieg, welcher durch einen Zugausfall nicht gegeben war. Meine Ersatzverbindung enthielt somit zwei Umstiege.
Ebenfalls entfiel so meine Sitzplatzreservierung und die Fahrt in der 1. Klasse.

Das Fahrgastrechteformular reicht nicht, um meine Reise detailiert zu beschreiben. Des Weiteren fehlt mir von einem Zug die genaue Bezeichnung. Ebenfalls hat mir das Zugpersonal gesagt, ich kann alles online abwickeln, ohne in eine Servicestelle zu müssen. Nun lese ich, dass ich hier lediglich das Formular ausfüllen muss, welches entweder persönlich, oder auf dem Postweg versand werden muss.

Gibt es unterschiedliche Formulare, welche ich ausfüllen kann? Oder macht es nun mehr Sinn, direkt zu einer Servicestelle zugehen? Und wenn ja, müsste ich zur Servicestelle meines eigentlichen Zielbahnhofes?

Mit freundlichen Grüßen,
Jacqueline Fischer

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EllEnn
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An Elmaran: Dann rate ich höflich dazu, das Reisezentrum zu wechseln, der Regelfall sieht nämlich eindeutig anders aus.

An Jacqueline Fischer:
Die Eintragung eines Umweges, beziehungsweise dessen genaue Details ist für die Ausarbeitung des Fahrgastrechte-Formulares gar nicht nötig - dahinein kommen ja letztlich nur die Angaben, die belegen, dass am Zielort eine Verspätung von 60+ oder 120+ Minuten gegeben war - und Ihnen daher eine entsprechende Vergütung zusteht. *Wo* Sie also währenddessen jeweils umgestiegen sind, ist relativ egal, solange Sie nachweislich entsprechend verspätet am Ziel ankamen. (Die einzigen Strecken-bezogenen Punkte auf dem Formular sind die Felder "Ich habe den Anschlusszug verpasst im Bahnhof:" und "Der letzte Umstieg erfolgte im Bahnhof:") Hier kann wieder das Reisezentrum einfacher helfen, denn erstens kann man dort die fehlenden Details der Strecke nachsehen und zweitens auch bei den fraglichen Eintragungen behiflich sein.

Das Reservierungsentgelt für die 1. Wagenklasse (5,90 p.P.) wird Ihnen auf die Vergütung nach Fahrgastrechten gleich mit angerechnet.

Wenn ich den Nebensatz richtig verstehe, war ausserdem die 1. Klasse nicht verfügbar? Bei einer Sparpreiskarte bekommen Sie dafür eine Erstattung in Höhe von 20€, bei einem Flexpreis die entsprechende preisliche Differenz.
Hier nun aber beisst sich die Katze in den Schwanz - für die Abrechnung (gleichermaßen Bar oder per Überweisung) benötigt zumindest das Reisezentrum die Originalfahrkarte, für die Erstattung des Aufpreises 1. Klasse sollten Sie sich also eine Kopie anfertigen und können dann über den Kundenbereich auf http://www.bahn.de eine Auszahlung beantragen.

Alles in allem kann ich mich nur wiederholen und rate dringend dazu, in ein Reisezentrum zu gehen. Und nehmen Sie ein wenig Zeit mit! ;)

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Elmaran
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Zu einer Servicestelle kannst Du quasi gar nicht gehen ... außer ...

Am Info Point in den Bahnhöfen bekommst Du auch nur das Download Formular für das Service Center für Fahrgastrechte .. im Reisezentrum am Schalter auch ein Formular welches Du statt dessen an den Onlne Vertrieb der DB in Karlsruhe einschicken kannst.

Was meinst Du damit das das Formular nicht ausreicht um Dein anliegen ausreichend zu schildern ?

Alle Züge mit Nummern angeben .. wenn normal stehen die Zugnummern auch im Ticket, notfalls durch Abfrage identischer Verbindung. Alles entsprechend eintragen, notfalls zusätzliche Info in geignetem Zwischenraum einfügen .. denn diverse extra Informationen beigelegt wird zumindest seitens dem Service Center (so von denen selbst gelesen) nicht beachtet.

Blender28
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Elmaran, Ich muss Ihnen widersprechen. Für die Fragestellerin lohnt es sich durchaus in ein Reisezentrum zu gehen. Dieses muss aber nicht unbedingt am Zielbahnhof sein. Dort ist man beim Ausfüllen des Antrags behilflich. Ausserdem wird die Entschädigung direkt vor Ort ausgezahlt, ohne dass man wochenlang darauf warten muss. Ausgenommen sind einige wenige Fahrkarten, wie z.B. ausländische Tickets oder Handytickets ohne Zangenabdruck, die an das Serviccenter für Fahrgastrechte gesendet werden müssen.

Elmaran
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Mir ist in Reisezetren bei solchen Anprüchen bisher immer nur ein Formular zum einsenden an den Online Vertrieb gegeben worden. Es hieß immer eine vor Ort Erstattung sei nicht möglich.

EllEnn
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An Elmaran: Dann rate ich höflich dazu, das Reisezentrum zu wechseln, der Regelfall sieht nämlich eindeutig anders aus.

An Jacqueline Fischer:
Die Eintragung eines Umweges, beziehungsweise dessen genaue Details ist für die Ausarbeitung des Fahrgastrechte-Formulares gar nicht nötig - dahinein kommen ja letztlich nur die Angaben, die belegen, dass am Zielort eine Verspätung von 60+ oder 120+ Minuten gegeben war - und Ihnen daher eine entsprechende Vergütung zusteht. *Wo* Sie also währenddessen jeweils umgestiegen sind, ist relativ egal, solange Sie nachweislich entsprechend verspätet am Ziel ankamen. (Die einzigen Strecken-bezogenen Punkte auf dem Formular sind die Felder "Ich habe den Anschlusszug verpasst im Bahnhof:" und "Der letzte Umstieg erfolgte im Bahnhof:") Hier kann wieder das Reisezentrum einfacher helfen, denn erstens kann man dort die fehlenden Details der Strecke nachsehen und zweitens auch bei den fraglichen Eintragungen behiflich sein.

Das Reservierungsentgelt für die 1. Wagenklasse (5,90 p.P.) wird Ihnen auf die Vergütung nach Fahrgastrechten gleich mit angerechnet.

Wenn ich den Nebensatz richtig verstehe, war ausserdem die 1. Klasse nicht verfügbar? Bei einer Sparpreiskarte bekommen Sie dafür eine Erstattung in Höhe von 20€, bei einem Flexpreis die entsprechende preisliche Differenz.
Hier nun aber beisst sich die Katze in den Schwanz - für die Abrechnung (gleichermaßen Bar oder per Überweisung) benötigt zumindest das Reisezentrum die Originalfahrkarte, für die Erstattung des Aufpreises 1. Klasse sollten Sie sich also eine Kopie anfertigen und können dann über den Kundenbereich auf http://www.bahn.de eine Auszahlung beantragen.

Alles in allem kann ich mich nur wiederholen und rate dringend dazu, in ein Reisezentrum zu gehen. Und nehmen Sie ein wenig Zeit mit! ;)

Elmaran
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@EllEnn

Interessante Idee, nur wohnt nicht jeder in der Nähe eines Reisezentrums. Ich benötigte dann statt nur statt 3 dann 4 Stund zeitlichen Aufwand nur die Fahrtkosten blieben mit 16,70 statt 16,80 im Verkehrsverbund noch in etwa gleich. Macht also nicht für jeden Sinn ein überhaupt ein Reisezentrum anzusteuern, ausser wenn es einem wie mir sich auf Strecke bei Vorfall gleich so anbietet.
Denn ich denke mir mal der Aufwand wird sicher NICHT erstattet .. oder ?

Hallo JacFischer, Sie geben ja auf dem Formular erst einmal an, welche Strecke Sie genau fahren wollten indem Sie Start- und Zielbahnhof angeben und die jeweiligen Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Wenn also ein Zug Verspätung hatte und Sie eine andere Verbindung genommen haben, müssen Sie nur den letzten Zug angeben, mit dem Sie am Ziel angekommen sind und wann. Dadurch, dass Sie ja angeben, welcher Zug verspätet war, kann man dies auch nachträglich noch nachprüfen.
Dann können Sie auf dem Antrag angeben, dass Sie eine Auszahlung in der Verkaufsstelle oder eine Überweisung haben möchten. Hierbei handelt es sich um ein Feld. Das Formular können Sie gerne vor Ort abgeben. In den meisten Fällen kann auch eine Auszahlung direkt vor Ort erfolgen. Das Ticket darf aber nicht mit dem Lastschriftverfahren gezahlt worden sein, denn sonst kann dies nur das Servicecenter Fahrgastrechte bearbeiten.
Ich hoffe, ich habe jetzt alle Punkte soweit angesprochen. /no

Guten Abend,

vielen Dank für die schnellen Antworten, diese haben mir sehr geholfen. Nun weiß ich besser mit meinem Problem umzugehen.
Und mit "Servicestelle" meinte ich wahrscheinlich das Reisezentrum, habe nur eine andere Bezeichnung/Umschreibung verwendet.

VG