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Flexpreis - wie flexibel kann ich wirklich reisen? -> Unterschiedliche Streckenführung

Ich möchte in einigen Tagen von Leipzig ins Ruhrgebiet reisen, und zwar mit einem Flexpreis - diese schwanken aber erheblich, um bis zu 50,- je nach Verbindung. Alle Verbindungen erhalten aber einen ICE, d.h., an der Wagenklasse liegt es nicht, sondern offenbar an der Streckenführung.
Nun ist die Streckenführung aber im Grunde bei JEDER Verbindung unterschiedlich - mal über Berlin, mal über Hannover, mal über Gotha, mal über Göttingen, mal über Frankfurt. Wenn ich mich mit der Buchung nun - so habe ich eine andere Antwort hier in der Community verstanden - auf eine Streckenführung festlege, kann ich ja im Grunde nur diesen einen Zug mit dieser spezifischen Wegführung um diese eine Uhrzeit nutzen, und bin damit Nullkommanull flexibel, oder? Da muss ich doch etwas falsch verstanden haben?
(Da ich Businesskunde bin, kann ich auch nicht im Zug einen Aufpreis bezahlen, weil ich vom Arbeitgeber nur die Kosten erstattet bekomme, die mit einer Buchung über unser internes System verbunden sind..)
Für eine Info wäre ich dankbar.

Businesspendler
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Elmaran
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Flexpreis bedeutet nicht automatisch auch flexibel in der Strecke, von Leipzig wird es über Magdeburg - Hannover so auch Eisenach - Kassel - Paderborn im Preise am günstigsten sein und dennoch nicht gleich zwingend austauschbare Wegetext .. oben die Kürzel im Text ausweisen. Wäret über Göttingen - Hannover oder Fulda Frankfurt die teuren Verbindungen sind.

Tip:
Du brauchst im Grunde nur Probebuchungen zu tätigen bis hin zur Zahlungseite OHNE dabei auf Zahlung zu klicken ... dort stehen dann für die Buchung etwa mittag auf der Seite auch die Wegestrecke Kürzel wie im Ticket auch. Ist insofern leicht herauszufinden in wie weit ein Ticket auch über verschiedene Strecken kompatibel sein mag.

Businesspendler
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Vielen Dank für die Antwort. Ich sehe in der Tat, was die unterschiedlichen Streckenführungen sind, aber mein Problem ist, dass ich ja gerade vorher ein Flexticket lösen will (und muss), aber dann de fakto auf doch auf einen Zug festgelegt bin - weil alle Züge unterschiedliche Streckenführungen haben (und ich aufgrund der Vorgaben des Arbeitgebers keinen Aufpreis im Zug mehr zahlen kann).
Das ist aber genau so gedacht, d.h., ich bin mit dem Flexpreis letztlich doch auf einen bestimmten Zug festgelegt?

Elmaran
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Du bist mit einem Flexticket NIE auf einen Zug festgelegt, sondern immer auf eine zulässige Streckenführung. Flex heißt hier schließlich nur innerhalb des/der Geltungstage/s und NICHT Zug.

Das ist auch nichts neues, das war schon immer so ... selbst zu Kaisers Zeiten.

Ich würde ab Leipzig in der Regel über Magdeburg - Hannover vorziehen .. so recht schnell und
zeitlich sehr flex ... was über kürzeste Verbindung .. Eisenach - Kassel - Paderborn nicht gesagt werden kann .. da wenige IC´s auf der Linie unterwegs ... und so erst recht länger dauert.
Über Magdeburg gibt es im 2 Stund Takt auch direkte Verbindungen ins Ruhrgebiet ...
.. und im 1 Stund Takt bis Hannover und ab dort auch ICE möglich.
Die über ( ab Erfurt RE ) Göttingen gehen übrigens auch über Hannover, dauern länger und sind auch teurer.

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Wenn Sie die Möglichkeit haben, lassen Sie doch die teuerste Verbindung buchen. Dann dürfte es eigentlich keine Probleme geben.

Elmaran
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Darf ich fragen was er dann mit dem Wegetext machen soll, wenn er die teuerste Verbindung über Erfurt - Frankfurt wählen würde und dann in Folge recht flexibel nutzen würde IC Richtung Magdeburg - Hannover mit ungültigem Wegetext festgestellt werden würde ?

Oder habe ich da etwas nicht mitbekommen, das Wegetext abgeschafft worden wäre ?

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Ich sehe nicht, wo das Problem sein soll, wenn man die teuerst mögliche Verbindung von A nach B gebucht hat und dann auf einer billigeren Strecke unterwegs ist. Man kann im umgekehrten Fall doch auch nachlösen.

"Bei Fahrkarten ohne Zugbindung kann eine Umwegfahrkarte gelöst werden, wenn Sie eine andere Strecke außerhalb der Wegevorschrift bzw. Raumbegrenzung nutzen möchten. Der Preis für eine Umwegfahrkarte entspricht der Differenz zwischen den Normalpreisen für den in der Fahrkarte ausgewiesenen Weg und dem neuen Weg. Ein BahnCard-Rabatt wird gewährt. Voraussetzung ist jedoch, dass der neue Weg tarifierbar ist, d.h. der Umweg geografisch nicht zu groß ist bzw. nicht zu unerlaubten Rund-, Kreuz- und Querfahrten sowie Fahrten in entgegengesetzter Fahrtrichtung führt. Die Geltungsdauer Umwegfahrkarten entspricht der Geltungsdauer der zugehörigen Fahrkarte."
[...] In bestimmten Konstellationen (z.B. bei einer Fahrkarte zum Maximalpreis) kann es vorkommen, dass eine Umwegfahrkarte zum Preis von 0,00 € ausgestellt kostenfrei ausgegeben wird.

Umwegfahrkarten sind nicht online und nicht am Automaten erhältlich, sondern nur im personenbedienten Verkauf. Ist bei Fahrtantritt kein Fahrkartenschalter geöffnet, wird eine Umwegfahrkarte im Zug ohne Aufpreis ausgegeben, andernfalls wird im Zug ein erhöhter Bordpreis berechnet."
http://bahnreise-wiki.de/wiki/Wegevorschrift_und_Raumbegr...

Elmaran
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Na lassen wir uns von Antwort der DB überraschen, normal gilt ja immer der Wegetext.

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Guten Abend Businesspendler, Elmaran und Benutzerin, da hat sich ja eine längere Diskussion entwickelt. Erst einmal zu der Passage "In bestimmten Konstellationen (z.B. bei einer Fahrkarte zum Maximalpreis) kann es vorkommen, dass eine Umwegfahrkarte zum Preis von 0,00 € ausgestellt kostenfrei ausgegeben wird." Der Maximalpreis ist nicht der, der auf der Strecke erhältlich ist, sondern wie teuer maximal eine einfache Fahrt kosten kann. Ganz außer Acht kann man den Wegetext nicht lassen, da er letztendlich auch die Strecken angibt, die man alternativ nutzen kann. Durch die Wegetexte weiß man, über welche Stationen man alternativ fahren kann und kann danach entsprechend planen.
Was in dieser Situation am sinnvollsten wäre ist, dass die Fahrkarte erst dann gekauft wird, wenn sie auch wirklich benötigt wird und das für eine bestimmte Verbindung. Dies ist ja durchaus schnell mit dem DB Navigator oder auch am Automaten möglich. So geht man der Problematik aus dem Weg, auch auf die Wegetexte achten zu müssen. /no

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Geht das mit dem Ticketkauf für Firmenkunden auch so einfach? Businesspendler schreibt doch, dass er über ein internes System buchen muss.

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Hallo Benutzerin, es gibt hier lediglich die Einschränkung, dass die Buchung vom Travel Manager vorgenommen wird, wo Businesspendler beschäftigt ist. Dieser kann auch Handy- und Online-Tickets für seine Mitarbeiter über das Firmenportal erstellen und das geht auch innerhalb weniger Minuten. Das Ticket kann dann zum Beispiel per E-Mail an den Mitarbeiter verschickt werden und alternativ als PDF auf dem Smartphone/Tablet/Laptop im Zug vorgezeigt werden. Wenn es für Businesspendler zu umständlich ist, kann er seinen Travel Manager fragen, ob er eine Berechtigung für das Firmenportal erhält. /ch

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@DB
Wenn das (ohne eigene Berechtigung) so läuft, wie von Ihnen beschrieben, funktioniert es aber leider nur, wenn der Travel Manager genau dann ansprechbar und 'im Dienst' ist, wenn man das Ticket benötigt. Also reine Glückssache und für Buchungen vor 9 bzw. nach 17 Uhr und zur Mittagszeit so gut wie ungeeignet.

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Vielen Dank für die vielen Antworten und Hinweise! Kurz zu den Vorschlägen:

  • Ich kann das Ticket leider in der Tat nicht spontan am Automaten oder Handy buchen - was ich sonst natürlich am liebsten machen würde - weil die Vorschriften meines Arbeitgebers vorsehen, dass ich das über ein internes Buchungssystem erledige. Zudem muss der Preis des Tickets eigentlich 14 Tage vor Reiseantritt im Dienstreiseantrag angegeben werden...
  • Darüber, einfach den teuersten Preis zu buchen, habe ich auch kurz nachgedacht (ohne mir der potentiellen Komplikationen bewusst zu sein, die hier noch erwähnt wurden). Da der Preisunterschied bspw. bei den Verbindungen der jetzt anstehenden Reise pro Strecke ca. 40,- beträgt und mein Gesamtbudget begrenzt ist, würde ich sehr ungern 80,- zusätzlich zahlen, ohne dass der Bedarf klar ist.

Wenn ich das richig sehe, heißt das, dass ich, dadurch dass ich mich mit dem Flexticket auf eine bestimmte Strecke festlege, im Grunde auf einen oder zwei Züge festlege (etwa die praktischste Strecke, wie von Elmaran vorgeschlagen? Das ist insofern ärgerlich, als dass mir die Bahn-Seite für den Reisezeitraum (Samstag nachmittag) 13 Verbindungen angibt, für die ich jetzt alle über eine Probebuchung bis zur Bezahlseite den genauen Wegetext recherchieren und vergleichen müsste, um dann festzustellen, welche paar ich davon mit dem "Flexticket" tatsächlich nutzen kann? Dafür, dass ich nur fix von A nach B will, ohne zwischendurch auszusteigen, und mir völlig egal ist, ob der Zug nun über Gotha oder Bebra gondelt, müsste das Ticket dann für den Laien definitiv nicht Flex-, sondern Komplex-Ticket heißen ;D

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Hallo Businesspendler, weiter oben gibt es den Einwand, dass Sie sich auch eine Umwegfahrkarte im DB Reisezentrum oder im Zug holen können, wenn Sie sich spontan für eine andere Strecke entscheiden. Aufgrund der vielen Möglichkeiten, von Leipzig ins Ruhrgebiet zu kommen, gibt es keine Fahrkarte, die alle Raumbegrenzungen bis dahin abdecken. /ch