Frage beantwortet

Ist es nicht beschämend, die wirklichen Vielfahrer welche Zeitkarten nicht im Abo haben von bahn.bonus auszuschließen?

Immerhin generieren wir auch nicht wenig Umsatz und einem bleibt so der Zugang zur Lounge nach einem harten Arbeitstag verwehrt. Hauptsache Mitarbeiter mit Netzcard First dürfen rein und sich erholen...

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Hallo DannyHH,

das Hauptaugenmerk der DB Lounges liegt auf den Mittelstrecken- bzw. Langstreckenfahrer. Hier soll z. Bsp. die Verweildauer bei einem Umstieg angenehmer gestaltet werden. Der Pendler an sich kommt jeden Morgen kurz vor Abfahrt zum Bahnhof und verlässt diesen ebenso schnell wieder nachdem er sein Ziel erreicht hat. Er steht somit nicht im Fokus der entsprechenden Zielgruppe. Würde man die Lounges auch für diese Kundengruppe öffnen so würden die Räumlichkeiten schnell an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Zudem wird der regelmäßige Pendler schon damit belohnt 12 Monate zu fahren und nur 10 Monate zu zahlen. Eine weitere Inklusivleistung ist somit nicht möglich ohne die Fahrpreise in diesem Segment anzuheben.

Ich bitte daher um Verständnis dass eine Erweiterung derzeit nicht vorgesehen ist.

Gruß, Tino!

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Hallo DannyHH,

das Hauptaugenmerk der DB Lounges liegt auf den Mittelstrecken- bzw. Langstreckenfahrer. Hier soll z. Bsp. die Verweildauer bei einem Umstieg angenehmer gestaltet werden. Der Pendler an sich kommt jeden Morgen kurz vor Abfahrt zum Bahnhof und verlässt diesen ebenso schnell wieder nachdem er sein Ziel erreicht hat. Er steht somit nicht im Fokus der entsprechenden Zielgruppe. Würde man die Lounges auch für diese Kundengruppe öffnen so würden die Räumlichkeiten schnell an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Zudem wird der regelmäßige Pendler schon damit belohnt 12 Monate zu fahren und nur 10 Monate zu zahlen. Eine weitere Inklusivleistung ist somit nicht möglich ohne die Fahrpreise in diesem Segment anzuheben.

Ich bitte daher um Verständnis dass eine Erweiterung derzeit nicht vorgesehen ist.

Gruß, Tino!

Hallo Tino.

Nur ist es interessant, dass es gerade neben dieser Belohnung auch noch Punkte gibt. Im Gegensatz zu den Leuten, die sich die Zeitkarte nur ab und an am Automaten kaufen...

Hallo Danny,

ich kann Dich diesbezüglich absolut verstehen. Nur würde mich persönlich interessieren wieviele Personen dieses Angebot nutzen würden. Ich verweise da nochmal auf meinen oben angeführten Punkt. Die Bahn kategorisiert ihre Fahrgäste schon sehr genau nach Typen. Die Kundengruppe 'Pendler' möchte dabei einfach nur schnell und pünktlich von A nach B kommen. Auf sonstige Gimmicks möchte dieser Fahrgast weitreichend verzichten.

Bei einem Fahrgast der eine größere Distanz mit einem Fernverkehrszug überwindet kann die Bahn in etwa abschätzen in welchen Abständen er die DB Lounge aufsucht. Der Pendler hingegen ist da sehr undurchsichtiger. Hier müssten also tagtäglich Kapazitäten aufgesetzt werden die im Endeffekt nicht oder nur teilweise genutzt werden.

Da die DB Lounges keine Gewinnbringer (im Sinne von Einnahmen) sind, muss hier sehr genau kalkuliert werden.

Gruß, Tino!

Leo
Leo

Leo

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4
5000 / 5000
Punkte

Eine Lounge kann mittelbar durchaus Gewinn erwirtschaften – hier ein Beispiel:
2014 kaufte ich mir einen Deutschland-Pass hauptsächlich deswegen 1. Klasse, um in der Lounge (statt im Hotel zu ca. 10€ Aufpreis) zu frühstücken. Daher generierte die Lounge mittelbar ca. 150€ Umsatz durch mich. (Ich lese regelmäßig 2 Zeitungen online, da kann ich auf die SZ-Deutschlandausgabe ohne mich interessierenden Regional-Teil oder andere kostenlose Papier-Zeitungen gerne verzichten. Und umsonst zu trinken gibt es in der 1. Klasse im Zug ja auch nichts, nicht mal ein kostenloses Mineralwasser-Fläschchen wie in den CD-Railjets. Bei Mobilfunk habe ich meist eine Datenflat aktiviert und jetzt gibt es eh WLAN für alle. Und Freitage und Sonntage meide ohnehin freiwillig.)
Leider stellte sich im Sommer 2014 dann aber heraus, dass man zum Frühstücken in der Lounge sehr viel Zeit mitbringen musste: Der erste Kaffee und das erste Croissant wurde noch recht flott serviert, der zweite Kaffee und ein zweites Croissant ließen dann aber fast immer zu lange auf sich warten – und so ganz entspannt war das enttäuschte Last-Minute-Hetzen zum Zug danach trotz immer noch halbleeren Magens auch nicht. Auf meine sehr direkte Nachfrage hin („Muss man hier eigentlich immer erst betteln?“) erfuhr ich, dass es in der Tat Vorgabe sei, die Gäste etwas warten zu lassen, damit sie nicht zu viel konsumierten. Ich ging dann dazu über, mir das 2. Croissant vor dem Loungebesuch beim Bäcker zu kaufen und den 2. Kaffee aus dem 2.-Klasse-Bereich zu holen. (Etliche Kegel- oder sonstige Kleingruppen investierten nach meiner Beobachtung dagegen deutlich mehr Zeit vor Antritt ihrer billigen 1.-Klasse-Sparpreis-Reise und saßen gut gelaunt schon am frühen Morgen vor etlichen leeren Piccolo-Flaschen.) Mittlerweile gibt es auch für Loungebesucher mit viel Zeit gar kein zweites Croissant mehr. Irgendwie verstehe ich den ganzen Ansatz nicht: Wenn die Lounge ohnehin überfüllt ist – wieso lässt man dann die Kunden extra lange warten, damit sie im Endeffekt länger verweilen, anstatt den neu hereinkommenden Platz zu machen und nach 2 Kaffee zufrieden noch bis zur Abfahrt in der Bahnhofs-Buchhandlung zu stöbern?
Pendler wollen wohl wirklich möglichst schnell von A nach B – wenn sie wohl kaum freiwillig, sondern z.B. dank Anschlußverlust in C gefühlte Ewigkeiten herumlungern müssen, könnte man diesen Maximal-Umsatz-Generierern auch ohne Abo wenigstens zum Dank mal einen Kaffee in der Lounge spendieren.
Mittlerweile gibt es keinen Pass-Anreiz mehr, das Reiseprogramm zu überladen, und ich fahre nur ab und zu Sparpreis – 2. Klasse natürlich. Frühstück gibt es entweder zu Hause oder ausgiebig im Hotel. Das reicht dann locker, ohne das angesichts der mickrigen Portionen recht teure Bordrestaurant aufsuchen zu müssen und dort zwar nach Meisterkoch-Rezepten massenhaft vorfabriziertes Convenience-Food zu essen, gefühlt aber trotzdem eher ein simples Mikrowellen-Fertiggericht. Ich verstehe ja, dass bei Betrieb auch happige extra-Kosten entstehen – aber kann man dann nicht wenigsten zum gleichen hohen Preis 250g bis 300g statt gefühlter 100g Fleisch servieren – und doppelt so viel Kaffeebohnen zur Zubereitung eines Heißgetränks verwenden, dass trotz horrenden Preises sofort Assoziationen an Spülwasser hervorruft? Das Bordrestaurant erzeugt durch mich daher schon seit Jahren keinen Umsatz mehr – aber das ist jetzt ja eigentlich schon ein anderes Thema.

Leo
Leo

Leo

Ebene
4
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Nachtrag (Edit funktioniert ja nach Bestätigung nicht mehr):

Pendler werden im Abo durchaus mit fragwürdigen Gimmicks beglückt:
https://www.bahn.de/p/view/angebot/pendler/fern-und-nahve...

Zitat: „An Samstagen kostenlose Mitnahme einer weiteren Person und bis zu drei eigene Kinder bzw. Enkelkinder von 6 bis 14 Jahren

Kostenlose BahnCard 25“
Die Meisten haben vom Pendeln montags bis freitags die Nase wohl dermaßen voll, dass sie mit dem Samstags-Mitnahme-Gimmick wohl kaum etwas anfangen können und wohl eher leicht reduzierte Preise oder weniger kleinkarierte Wegevorschriften begrüßen dürften. Die Bahncard25 ist zwar schon sinnvoller, hilft aber nicht allen weiter.

Zitat: „DB Monatskarte im Abo: 12 Monate fahren, 10 Monate bezahlen (monatliche Zahlung)“
30 Urlaubstage ergeben je nach Gelegenheit im Brückenbauen 5 bis eher 6 Wochen Urlaub. Wer keine Überstunden abfeiern kann und im Urlaub eher wegfährt hat also als Mini-Bonus nur noch läppische 2 bis 3 Wochen der bombastisch beworbenen 2 Freimonate pro Jahr. Wer auch noch über das Jahr verteilt 2 bis 3 Wochen Überstunden mit Zusatz-Urlaub („ganztägige Kernzeitentnahme“ oder so) abfeiert, zahlt im Endeffekt 10 Monate pro Jahr und fährt 10 Monate pro Jahr. Und wenn jemand dann mal öfter auf Dienstreise ist… In manchen Fällen, insbesondere vorzeitiger Kündigung trotz längeren Urlaubs in der bisherigen Abo-Zeit wird der Mini-Bonus sogar ganz schnell zum Maxi-Malus.