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Sparpreis Europa: BC25 vorteilhafter als BC50?

Hallo liebe Community,

ich stehe aktuell wieder vor der Entscheidung, ob ich mir eine Bahncard 25 oder 50 anschaffen soll. Da ich unter 27 bin, sind die Konditionen der MyBahncard50 verlockend. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, warum ich mit der Bahncard50 teilweise mehr bezahlen würde als mit der Bahncard 25. Konkret spreche ich vom Sparpreis Europa, etwa auf der Strecke Frankfurt – Kopenhagen.
Laut diesem Artikel (https://www.zugreiseblog.de/sparpreis-europa-bahncard-rab... ) entfällt der Bahncard25-Rabatt nun auf Sparpreise Europa. Dies müsste doch bedeuten, dass ich mit einer BC50 weder bei Flex- noch bei Sparpreisen mehr bezahle als mit einer BC25, oder? Dies deckt sich aber nicht mit beispielhaften Preisauskünften.
Ich freue mich auf eine Antwort :)
Viele Grüße
Michael

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Elmaran
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Aha:

Frankfurt - Kopenhagen BC50 = 108,25 EUR BC25 = 143,25 EUR ist mit BC50 nicht teurer !
Sparpreis 39,- BC50 Sparpreis 33,80 = bei BC25 ... ist völlig normal da es Rabatt auf den Sparpreis ausschließlich nur mit der BC25 gibt ... der Rabatt auf den Sparpreis betrift hier
aber nur den innerdeutschen Anteil.

Hallo MichaelM, mit´der BahnCard 25 erhalten Sie auch weiterhin 25 Prozent Rabatt auf den Sparpreis Europa. Allerdings, wie Elmaran bereits schrieb, nur auf den deutschen Streckenanteil. Mit einer BahnCard 50 erhalten Sie hier keinen Rabatt. Gerne können Sie sich vorab auch über unseren BahnCard-Berater informieren, um zu sehen, welche Karte eventuell die Bessere für Sie ist. Viele Grüße /an

Leo
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Unbedingt vor der Anschaffung einer Bahncard50 beachten:
Für viele gibt es GAR Keinen Rabatt auf eine Bahncard50:

  • Bei Sparpreisen, sobald es ins Ausland geht, oder innerdeutsch, sobald ein Nahverkehrszug genutzt werden muss (Vom Stückeln ist wegen Verweigerung der Fahrgastrechte dringendst abzuraten!)
  • Innerhalb ganzer Länder (z.B. Berlin-Brandenburg, Schleswig-Holstein…) gibt es mit Ländertarif meist nur 25% Ermäßigung auf eine Bahncard50! Unbedingt Ländertarif checken! (NRW ist z.B. OK, aber Vorsicht: viele Verkehrsverbünde…)
  • In den meisten Verkehrsverbünden gibt es entweder GAR keinen (z.B. beide AVV, VRR, VRS, VVS, MVV) Bahncard-Rabatt – oder nur 25% , oft nur ab weiteren Entfernungen (VBB, RMV) und auch mit sonstigen Einschränkungen (nur OHNE Nutzung von Bussen und Bahnen im RMV)
  • Oft gibt es Übergangstarife zwischen Verkehrsverbünden (positiv für Pendler) – dann gibt es aber auch KEINERLEI Bahncard-Ermäßigung (z.B. Düsseldorf-Köln im VRR/VRS, Aachen-Köln im AVV-Aachen/VRS) oder nur 25% (z.B. von Teilen Unterfrankens in den RMV).
  • Bei kurzen Strecken sind Hopper-Tickets oft günstiger oder zumindest kaum teurer als Einzelkarten mit Bahncard-Ermäßigung.
  • Bei längeren Strecken oder mehreren Leuten sind Regio120(plus)- oder Ländertickets (oder etwas billigere Spezial-Varianten wie Servus-, Guten-Tag-Ticket) oft günstiger als Einzelkarten mit Bahncard-Ermäßigung.
  • Und wenn es denn doch Ausnahmsweise mal 50% Rabatt im Nahverkehr gibt: Das sind nur 25% mehr als mit der viel billigeren Bahncard25! Kommt da in einem Jahr wirklich so viel Zusatz-Rabatt zusammen, dass sich die teure Anschaffung amortisiert? (Meine Bahncard50 zum ermäßigten Preis zusätzlich zur wegen Nahverkehrsvorlauf bei Sparpreisen unbedingt erforderlichen Bahncard25 war 2015/2016 leider ein Fehlkauf, mit dem ich ca. 30€ Verlust machte.)

Reisen im Fernverkehr: Wer im Gegensatz zu mir keinen Nahverkehrs- Vorlauf benötigt, sondern in einer Stadt mit IC-Halt wohnt und auch Fernreisen nur in andere Städte mit IC-Halt unternimmt – oder wer auch noch flexibel ausgerechnet oft freitags und sonntags im Fernverkehr fahren muß, ist mit einer Bahncard50 eher besser bedient als mit einer Bahncard25 – und kann die seltenen 50%-Ermäßigungen im Nahverkehr noch als Zuckerl mitnehmen.
Wer Freitage und Sonntage (und die dann eh überfüllten Züge) meiden kann und sich mindesten eine Woche vorher auf einen Fernzug festlegen kann, dürfte in der Regel mit einer Bahncard25 und Sparpreisen besser bedient sein – erst recht wenn er ein Auto hat, um bei doch mal notwendigen ganz kurzfristiges Reisen bei zu teuren Sparpreisen dann damit zu fahren.

Preisbeispiel für München – Kopenhagen für den 8.3. :
Mit Bahncard 25: Sparpreis meist 33,80€ - Flexpeis 140,10€ über Puttgarden(MS) / 147€ über Flensburg(Gr)
Mit Bahncard50: Sparpreis meist 39€ - Flexpeis 103,85€ über Puttgarden(MS) / 110,75€ über Flensburg(Gr)
International ist aber bei Sparpreisen noch wichtiger, früh zu buchen – ABER NICHT ZU FRÜH, dann kann es nämlich teurer sein!

Elmaran
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Na Leo, und meinst Du das da ein normal Gelegengheitsbahnnutzer und ähnliches bei solch einer Arie voll durchsteigt ... wo wir doch oft genug sehen das potentionelle Nutzer usw. nicht mal in der Lage sind die kürzeren DB Konditionen zu verstehen soweit sie sie überhaupt gelesen haben ?

Fakt ist in kürze:

Bei einer BahnCard 50 zahlt keiner drauf sofern er auch nur zweimalig im Jahr Langstrecke ab 700 Entfernungskilometer unterwegs ... bei ermäßgter gereicht einmal .. bei MyBahncard gar schon Kurzstrecke bei 300+ KM im Fernverkehr.
Die genannten Bedingung reicht aus, bis sich eine BahnCard amortisiert hat.

Selbst im Nahverkehr amortisiere ich sie Geschwindheit ... da reicht mir 4 x Erfurt (185) KM und return und schon längst bei gespart. Was im übrigen immer zu kurz kommt im ein und ausfallenden Verkehr in/aus Verkehrsverbünden usw. gibt es ebenso auch im Nahverkehr immer 50% Rabatt.

Nur wer stetig so gut wie ausschließlich nur in Schleswwig Holstein, sowie Rhein Main und fast nur Rhein - Ruhr unterwegs + VBB, der sollte es sich genauer überlegen ob er sich eine BahnCard 50 erwirbt, dort wird sich sonst eher nur eine BahnCard 25 rechnen.

Ferner muß auch bedacht werden ob man vollen Preis 255,- .. 127,- ermäßigt .. oder unter 27 Jahre nur 69,- im Jahr zahlen braucht .. für letztere rentiert sie sich meist auch in ungünstigsten Gebieten da Differenz zu BC25 viel zu gering ...

Genau genommen sollte jeder zuvor Bestandsaufnahme machen was er im Jahr tatsächlich so fährt, und wieviel evt. durch günstigere Preise auch etwas mehr. Bei mir sähe es z. B. trotz Landestarif so aus das ohne BahnCard 50 die Bahnen runde 900+ von etwa 1000,- im Jahr rabbatierte Preise Verlust machen würden. Wenn die Preise nämlich bezahlbar werden fährt man auch eher mal wohin, als wenn sie dem eigenen Geldbeutel gegenüber überzogen wirken.

Wäre dem nicht in etwa so, gäbe es seitens der DB die BahnCard 50 gar nicht, denn einfach nur gänzlich dumme Kalkulation macht die DB nämlich sicher nicht

PS: Ländertickets wäre für mich meist teurer als jedwede Regio 120 oder ähnlich wo es hier bei mir ohnehin nicht gibt ... da ich da dann in der Regel locker 2 x 23,- = 46,- statt meist nur bis 35,- € bei BahnCard 50 benötige. Grund: Mit Länderticket würde ich stetig an die Landesgrenze stoßen.

Leo
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Na Elmaran, hast Du schon mal was von Sparpreisen gehört? Mein Fazit für mein letztes Bahncard-Jahr Nov 2015 bis Nov 2016: Auch so gut 900 Statuspunkte und viele weite Strecken gefahren: 5 einfache zum Sparpreis national der billigsten Stufe (21,75€), international zu 33€ nach Breclac, zu 33,25€ zu zweit nach Prag, von und nach Marseille 2 einfache zu teuren 41,90€/41,80€, eine teure von Rom zu 61,70€ mit Liegewagen – und dann noch ein paar Ländertickets. (Die ich kaufe ich nur noch bei höchstens einmaligem Umsteigen oder extrem weiten Strecken, um nicht wieder bei Verspätungen und verweigerter Fahrgastrechte zurückzubleiben). Dafür hat sich meine ermäßigte Bahncard25 gut rentiert; da immer mit Nahverkehrsvorlauf nutzt eine Bahncard50 hier gar nichts. Dummerweise kaufte ich mir eine Bahncard50 noch ZUSÄTZLICH zur Bahncard25, da ich in diesem Jahr in Zusammenhang mit einer Österreichcard recht oft einzelne Fahrten nach Kufstein oder Salzburg unternahm. Bei korrekter Rechnung im Vergleich zu Hopper-Tickets, Verkehrsverbund-Tickets für die tatsächlich gefahrene Strecke und dem mit der eh vorhandenen Bahncard25 um 25% ermäßigten Fexpreises ergab sich leider trotz des ERMÄSSIGTEN Preises in meinem Fall ein kräftiger Verlust.
Auch ich sitze somit bzgl. zu teurer Bahncard im Glashaus, verlinke aber trotzdem mal folgende Studie:
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/nachgerechnet/6617...
Titel: „Nachgerechnet“
Untertitel: „Nur jeder dritte Bahnreisende hat einer Studie zufolge die passende Bahncard – viele zahlen drauf.“

Zitate: „Berlin - Mehr als 4,5 Millionen Bahncards sind momentan im Umlauf. Die Besitzer glauben, dass sie Geld sparen. Einer Studie zufolge aber geht diese Rechnung nicht immer auf: Für viele Bahncard-Besitzer lohnt sich die Karte gar nicht…. Zwei bis drei längere Zugfahrten pro Jahr – das klingt wenig. Und dennoch scheinen viele Kunden ihre Bahncard nicht auszunutzen; sie machen also Verlust. …Zwei Drittel aller Kunden hatten eine zu teure Bahncard. Sie wären also entweder mit einem kleineren Modell, zum Beispiel mit der Bahncard 25 statt der Bahncard 50, oder gänzlich ohne besser gefahren.“

OK, meine Ausführungen waren vielleicht etwas ausschweifend; aber um Nachrechnen zu können, ob sich ein Kauf lohnt muss man sich eben leider mit den vielen Fallen der Bahncard-Anerkennung und den evtl. billigeren Alternativen befassen. Ich steh da auch immer fassungsloser vor diesem Regel- und Sonderangebots-Urwald, der immer seltsamere Blüten treibt, statt endlich einmal in geordnete Bahnen geschnitten zu werden, um potentiellen Kunden den Durchblick zu verschaffen.

Elmaran
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Hast Du schon mal was von Tagesausflugsfahrten gehört ?

Könnte es möglich sein das da Zugbindung nur sehr bedingt von Nutzen ist, Tagesausflüge
plant man nicht viele Wochen im voraus .. sondern dann wenn Wetter geeignet, Stimmung
passt geht es ruckzuck los ... und das wird dann mit Sparpreis verdammt schwierig.
Da benötigte es wenn schon eher einen Last Minute FlexTicket Sparpreis !

So einfach ist das !

Früher jedenfalls war keiner so bekloppt und buchte seine Tickets Wochen oder gar Monate
im voraus ... wenige Tage vor Fahrt in Urlaub, sonst ab zum Bahnhof, Ticket gekauft und los
gefahren .. und gut war.

Leo
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Tagesausflüge mache ich natürlich auch spontan: Die meisten unter 35 km weit – das ist sogar noch viel zu kurz für ein Hopper- oder gar Guten-Tag- oder Bayernticket – und dank Aufrunden 30km zahlen für nur 22 gefahrene zum teuren Flexpreis? Da nehme ich lieber einfach das Auto! Ich wohne zwar im Voralpenland, aber in Richtung Westen muss ich mangels Querverbindung immer einen Riesenumweg über München machen, für den sich sogar ein Bayernticket lohnen würde. Allerdings fahre ich auch dann lieber in maximal 1h auf direktem Weg mit dem Auto statt ab 6h morgens mit dem billigen Werdenfelsticket bis zu 3 Stunden einfach ans Ziel. Selten gibt es doch mal einen weiten Tagesausflug mit einem Länderticket, auf dem aber meist das Bahnfahren auf landschaftlich schönen Strecken im Vordergrund steht. Dank der Einstellung der Interregio-Züge hätte ich da aber nur sehr selten einen Fernzug zur Auswahl (aber immer wieder nostalgische Gefühle im IR-Ersatz Alex) – und im Nahverkehr ist oft sogar ein Bayernticket für 1 Person dann billiger als eine Hin- und Rückfahrt mit Bahncard50….

Auch ich fand es bisher schon bekloppt, billige Karten schon 2 bis 3 Monate vorher buchen zu müssen. Das machte ich früher im Winter zwar zähneknirschend immer so und blieb bei schlechtem Wetter dann in Hamburg oder Berlin, statt wie gebucht ins stürmische Westerland oder Binz weiterzufahren. Jetzt ist es sogar noch bekloppter: Man kann zwar schon 6 Monate im Voraus buchen – aber die Preise SINKEN hinterher oft noch kräftig! Daher mein neuer Ansatz: Eher kurzfristig buchen und zur Not doch das Auto nehmen – oder bei schlechtem Wetter einfach mal zu Hause bleiben und zum Heben der Stimmung die nächste größere Reise planen, statt dem billigen Sparpreis teure Hotelkosten hinterherzuwerfen, nur um bei Dreckswetter missmutig durch fremde Städte zu stapfen. Daher (und wegen der neuen unlukrativen Kreditkartenkonditionen) habe ich vorerst GAR keine Bahncard mehr – um mal wieder zum Thema zurückzukommen.

Elmaran
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Bei mir fangen Tagesausflüge eher erst so ab 360 KM aufwärts an, und bezeichne das eher noch als Kurzstrecke im Nahverkehr., wo ohne großen Umweg eh kein Fernzug fährt. Dazu kämen dann noch die in Mittelstrecke bis an den Rhein .. bei ab 700 KM ... und die Langstreckentgesausflüge mal kurz zu Mittag augf einen Bergesgipfel oder so ist so schon nichts mehr unter 1300 KM.

Für das meiste unter 360 KM nutze ich seit Einführung des Niedersachsentarifes ein kleines Motorrädle was nur bei 3 L 100 KM braucht .. Ursache dafür Benachteiligung durch Wegfall von Bahn Bonus und der Bus zum Bahnhof nicht mehr mit 50 - 110 Cent integriert sondern teuer 2,50 € extra kostet. 50% Rabatt mit BahnCard bleibt hier ja sonst gleich.

Ich find nun nur da die DB seit nunmehr Fahrplanwechsel auch auf Kilometer genauen Tarif im NV gewechselt ist ... könnten sich DB und Privatbahnen nun auch wieder auf eines bundesweiten DB Tarif einigen. Schließlich war ja der Unterschied Relations und Kilometer Tarif ja die Hauptursache für die Landestarife im Norden, und der Grund besteht so jetzt ja nicht mehr dafür.

Ich find den Tarif sollte man in weiterer Stufe dann auch innert Verkehrsverbünde umsetzen, wenn meinetwegen auch mit einem Zuschlag bei Tickets die nur innert eines Verkehrsverbundes gültig sind. Hier ist der Knackpunkt ja im Grunde bei einigen ja nur die BahnCard Anerkennung, doch was in einigen Verkehrsverbünden mit noch 25% geht .. sollte auch in anderen Verkehrsverbünden ebenso zumindest noch bei BahnCard 50 möglich sein, was die BC50 dann uch ein wenig atraktiver machen würde, insbesondere wenn bei BC25 zum Ausgleich der Rabatt innert Verkehrsverbünden wegfallen würde.

Oder hierzu eine BahnCard+ Version bei 50,- mehr im Jahr einführen, ein Betrag der den Verkehrsverbünden so ein Jahr im voraus zur Verfügung gestellt werden würde.