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Gelten seit dem Tarifwechsel für alle gleichzeitig gebuchten Hin-/Rückfahrten feste Rückfahrtage?

Ich habe bisher für eine Strecke die ich ca. 3-4mal im Monat befahre Hin-/Rückfahrten gleichzeitig gebucht (Flex-Ticket). Dabei war ich bei der Rückfahrt nicht an einen festen Tag gebunden (ich fahre auch and und zu vor/nach 0 Uhr Abfahrtszeit und auch spontan ohne grossen Vorlauf zurück).

Sowohl in den Onlinetickets als auch in den an den Automaten erhältlichen Tickets muss ich mich nun auf einen festen Tag für die Rückfahrt festlegen den ich meistens noch nicht vorhersehen kann (siehe oben). Eine Rückfahrt kurz vor 0 Uhr am Vortag ist damit nicht mehr möglich.

  • Warum ist das so? Im Forum wurde dies mit einem Test bzgl. Preisflexibilität begründet - wo ist hier der Zusammenhang?
  • Sind alle Angebote mit flexibler Rückfahrt eingestellt, d.h. auch z.B. >100km?
  • Warum wird bei der Buchung der Rückfahrt auf diese Änderung nicht hingewiesen?
  • Was ist beim Flex-Tarif denn noch das "flexible"? Keine Zugbindung im Regionalverkehr unter 100km?! Das wäre kein Argument - bei den häufigen Zugausfällen/Änderungen ist das leider eher ein "Muss".

Danke & schönen Gruss
Manfred

illerma
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Elmaran
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Du hast es erfasst, es nennt sich jetzt differenzierter Flexpreis .. der an manchen Tagen z. B. Fr. oder Sonntag nachmittags etwas höher sein wird als wie z. B. am Samstag je nach erwarteter Auslastung der Züge.

Dem wird die neue Regelung in gewisser Einschränkung eben Rechnung getragen, so das die Hinfahrt wenigstens am ersten Gültigkeitstag auch angetreten werden muß ... und Rückfahrt dann in etwa ebenso fest ficiert ist.

Die 100 KM Entfernungsregelung gilt ansonsten entsprechend geänderten Bedingungen weiterhin. - Im Grunde ist das eigentlich ganz einfach, überhaupt nichts kompliziert. - Im Grunde ist so lediglich nur die Rückfahrt bezüglich des Tages etwas unflexibler geworden.

illerma
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Hallo Elmaran!

Für viele ist es vielleicht ein "nur" und "nicht kompliziert", für mich eine grosse Einschränkung und definitiv ein Komfortverlust da ich jetzt 2x buchen muss. Und wer regelmässig auf Bahn.de ein Online-Ticket kauft der möchte sich diese Einkaufserlebnisse und die Zeit so oft es geht ersparen.

Dazu kommt: ich habe weder Drucker überall stehen für die Online-Tickets noch Smart-Phone für Online-Tickets. Das heisst für mich bleibt nur wieder mal ein Automat mit allen Schwächen und Aussetzern.

Die einzige Gemeinsamkeit sehe ich darin dass es eine Regelung < und > 100km gibt, inhaltlich sind die jedoch komplett geändert (nur mehr "gestückelte" Rückfahrt über zwei Tage möglich), oder?

Und die Argumentation "wir testen die Preisflexibilität" bedeutet eben einen Test zu meinen Lasten in dem ich keinen Sinn sehe.

Schönen Gruss
Manfred

DB
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Hallo illerma,

wie Sie auch der Presseinformation entnehmen können, hat die DB den Test zum differenzierten Flexpreis zunächst für ein Jahr ausgeweitet. Der Flexpreis wird dann an einzelnen Tagen differenziert, sofern bei der Fahrt ausschließlich oder auf einer Teilstrecke Züge der Produktklassen A und/oder B genutzt werden. Das bedeutet, dass es auf den nationalen Relationen neben dem Sparpreis einen Flexpreis gibt, der in der Preishöhe nicht – wie sonst – an jedem Reisetag gleich ist, sondern der von Reisetag zu Reisetag leicht variiert. So möchte die DB ihr Konzept eines effizienteren und wettbewerbsfähigen Preissystems konsequent weiter verfolgen. Eine tageweise Anhebung des Flexpreises ist bei anderen Marktteilnehmern wie Busanbietern, Fluggesellschaften oder ausländischen Bahnunternehmen seit Langem üblich. Mit dem Piloten zum differenzierten Flexpreis nach Reisetagen wurden 2016 erste positive Erfahrungen gesammelt.

Die Gültigkeit der Fahrkarten ist wie bisher ein Tag bis 100 km und zwei Tage über 100 km. Der Reisende muss seine Reise am ersten Geltungstag der Fahrkarte antreten, kann sie aber unterbrechen und am zweiten Geltungstag (bei Fahrkarten über 100 km) fortsetzen. Auf den Fahrkarten wird zukünftig für Hin- und Rückfahrt der genaue Tag des Fahrtantritts aufgedruckt. Da ein Flexpreis aber auch kurz vor der Fahrt noch buchbar ist, müssen Sie sich nicht zwingend auf einen Rückreisetag festlegen. Buchen Sie einfach nur die Hinfahrt und die Rückfahrt ganz bequem bis kurz vor Abfahrt Ihres Zuges. Liebe Grüße /jn

illerma
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Danke für die Antwort!

"Da ein Flexpreis aber auch kurz vor der Fahrt noch buchbar ist, müssen Sie sich nicht zwingend auf einen Rückreisetag festlegen"

Was heisst das genau? Ich muss mich doch auf einen Rückreisetag festlegen wenn ich Hin- und Rückfahrt gemeinsam buchen will - und bisher musste ich mich eben nicht auf einen genauen Rückreisetag festlegen.
Wie kann ich also den Rückreisetag offen lassen bei einer Buchung von Hin- und Rückfahrt - das beschreiben Sie ja in Ihrer Antwort?

Mir geht es um die gemeinsame Buchung - jede Fahrt einzeln zu buchen ist für mich als BC-50 Inhaber keine Flexibilität sondern ein erheblicher Mehraufwand. Wenn das mit "Flex" gemeint ist dann sollte sich die Bahn Gedanken über eine Umbenennung des Tarifs machen. Oder was ist die Flexibilität daran?

Danke & schönen Gruss
cb

DB
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illerma - Bitte auch meinen darauffolgenden Satz lesen "Buchen Sie einfach nur die Hinfahrt und die Rückfahrt ganz bequem bis kurz vor Abfahrt Ihres Zuges." Dieser gehört nun mal dazu. ;) Sie müssen Hin- und Rückfahrt demnach getrennt buchen. Bei einer gemeinsamen Buchung können Sie sich den Rückreisetag nicht offen lassen.

Die Flexibilität ist, dass Sie nicht an einen bestimmten Zug - wie beim Sparpreis - gebunden sind. Eine Buchung ist auch ganz bequem über unseren DB Navigator möglich. Dort können Sie sich auch Verbindungen als Favoriten hinterlegen und darüber ganz schnell buchen. /jn

illerma
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Liebes DB-Bahn-Team!

"Buchen Sie einfach nur die Hinfahrt und die Rückfahrt ganz bequem bis kurz vor Abfahrt Ihres Zuges"

??? Wie ich schon geschrieben habe kann ich keine SmartPhone Apps nutzen und bin auf ein Online-Ticket (das ausgedruckt werden muss - und ich habe nicht überall einen Drucker) oder auf einen Automaten angewiesen. Von "ganz bequem bis kurz vor Abfahrt Ihres Zuges" kann also leider nicht die Rede sein.

Noch dazu kam jetzt dass ich mir die Rückfahrt eines Flex-Tickets erstatten lassen wollte, da nirgends bei der Buchung auf die geänderte Gültigkeit hingewiesen wurde (was meines Erachtens rechtlich in Frage zu stellen ist da über viele Jahre die Rückfahrt innerhalb eines Monates einen offenen Rückfahrtstag inkludiert).

Die Kollegen haben nun geschrieben:
"Bei der Teil-, oder Vollerstattung einer Fahrkarte zum Flexpreis wird ab dem ersten Geltungstag ein Entgelt von 17,50 Euro erhoben. Da der Wert Ihrer Fahrkarte unter diesem Betrag liegt, bleibt kein Guthaben übrig."

Das bedeutet man kann die Rückfahrt bei kürzeren Fahrten selber nicht mehr stornieren und man bleibt auf den vollen Kosten sitzen!! Auch das ist alles andere als kundenfreundlich (aber ja - um Bahn fahren zu wollen muss man leider auf sie angewiesen sein - eine freie Kundenentscheidung sieht anders aus).

Das bedeutet eine Rückfahrt in Zukunft gleich mit zu buchen ist nicht mehr möglich (es sei denn man ist 1000% sicher dass man da auch fahren will).

Und ich bleibe auf 12,40€ ohne Gegenleistung sitzen :-(

Gruss
Manfred.

DB
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Hallo illerma,
ein Online-Ticket muss nicht zwingend ausgedruckt werden. Innerhalb Deutschlands können Sie auch alternativ das pdf aus Ihrer Buchungsbestätigung digital auf einem mobilen Endgerät vorzeigen. Darüber hinaus haben Sie auch die Möglichkeit, Ihr Ticket vor Ort an einem DB Automaten oder in einer DB Verkaufsstelle zu erwerben.
Auf Ihrem Flexpreis-Ticket steht die Gültigkeit Ihrer Fahrkarte drauf. Früher stand dort vermerkt, dass das Ticket einen Monat lang gültig ist, mittlerweile wird der Geltungstag für Ihre Rückfahrt aufgedruckt. Die Fahrkarte an sich hat also keine aufgedruckte Gültigkeit von einem Monat mehr.
Der erste Geltungstag Ihrer Flexpreis-Fahrkarte (Hin- und Rückfahrt zusammen gebucht) ist der eingetragene Geltungstag Ihrer Hinfahrt. Ab diesem Tag wird bei einer Stornierung ein Entgelt in Höhe von 19 Euro (mit Fernverkehr) bzw. 17,50 Euro (nur Nahverkehr) berechnet. Wenn Sie die Hin- und Rückfahrt getrennt buchen, besteht dieses Problem nicht.
Dass Sie nun aufgrund der neuen Regelung auf 12,40 Euro sitzen bleiben, tut mir leid. /jn

wiek
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Liebes DB Team,
ich schließe mich voll und ganz Manfred/illerma an. Ich empfinde die Flexibilität bei der Rückfahrt nun auch extrem eingeschränkt. Ausserdem finde auch ich nicht in Ordnung, dass bei der Buchung nicht auf die Änderung hingewiesen wird, auch bei mir ist so eine Rückfahrt verfallen, die ich später antreten wollte, und erst bei näherer Inspektion des Tickets bemerkte, dass dies nicht mehr geht.
Ihre Bemühungen zur Kundenfreundlichkeit in Ehren, aber am erfreulichsten sind einfach ganz praktische Regelungen wie die der frei wählbaren Rückfahrt es gewesen ist.
Gruß,
Wiebke

AchimG
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Ich sehe das genauso. Ich bin Pendler und arbeite teilweise im Home Office, so dass ich nie genau weiss, an welchem Tag ich die Rückfahrt antrete. Früher war das egal, denn Tag und Uhrzeit der Rückfahrt konnte ich frei wählen. Jetzt geht das nicht mehr, stattdessen muss ich die Rückfahrt einzeln buchen. Die aktuelle Regelung bedeutet für mich daher eine deutliche Beeinträchtigung.